Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenHerstellerneutrale Fachplanung der Medizintechnik und der medizintechnischen IT für den Ersatzneubau des Hegau-Bodensee Klinikums.
Die Leistungen umfassen die Bedarfs- und Vorentwurfsplanung, BIM-gestützte Ausstattungs- und IT-Konzepte, die Mitwirkung bei Ausschreibung und Vergabe des Baupartners sowie eine stichprobenartige Qualitätssicherung. Der Auftrag ist nicht in Lose aufgeteilt und wird in drei Stufen abgewickelt.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Kriterium 1: Honorar20%
Bewertet wird das Honorarangebot (Preisangebot) nach den geforderten Preisangaben. Maßgeblich ist der Angebotsvergleichspreis.
- Kriterium 2: Qualifikation und Erfahrung des Teams40%
Bewertet wird das für die Auftragsausführung angebotene Team (Teamleitung, Stellvertretung, mind. eine weitere Person).
- Kriterium 3: Leistungskonzept40%
Bewertet wird das Konzept für die Ausführung der Leistung (max. 25 Seiten, Formblatt 23).
Preis: Wertungspunkte = Maximalpunkte * niedrigster Angebotspreis / Preis des Angebots. Qualitative Unterkriterien: Wertungspunkte = max. Wertungspunkte * Notenpunkte des Angebots / höchste mögliche Notenpunktzahl. Wertungsnoten: 10 / 7,5 / 5 / 2,5 / 0 Punkte.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenProjektrahmen
Planungsgegenstand ist der Ersatzneubau des Hegau-Bodensee Klinikums am Standort Nordstadt Singen mit rund 44.000 m² Nutzfläche, etwa 450 stationären Betten und mindestens neun Fachrichtungen. Die Gesamtfertigstellung ist für 2033 geplant.
Dreistufige Abwicklung
Stufe I umfasst die Planung der Leistungsphasen 1 bis 2 nach HOAI. Stufe II umfasst die Mitwirkung bei Ausschreibung und Vergabe des Baupartners. Stufe III umfasst die Qualitätssicherung in den Leistungsphasen 3 bis 8 nach HOAI. Mit dem Zuschlag wird zunächst Stufe I beauftragt; die Stufen II und III können später ganz oder teilweise abgerufen werden.
BIM und Dokumentation
Ab Leistungsphase 2 ist BIM einzusetzen. Die Planung umfasst BIM-Liefergegenstände wie Fachmodell, 2D-Pläne, Gerätetabellen und eine Issue-Liste. Die Ergebnisse und Phasenabschlüsse sind dokumentiert in der gemeinsamen Datenumgebung des Auftraggebers abzulegen.
Stufe I – Grundlagenermittlung
Zu erbringen sind die Analyse der Betreiberziele anhand von Medizinkonzept, Funktions- und Raumprogramm sowie Arbeitsplatzkonzepten, die Bestandsaufnahme der vorhandenen Medizintechnik mit technischer und wirtschaftlicher Bewertung und eine Bedarfsanalyse für die medizintechnische Ausstattung. Betrachtet werden unter anderem Untersuchungs- und Behandlungsräume, Zentrale Notaufnahme, Schockraum, Röntgen, CT, MRT, Angiografie, Operationsbereiche, Hybrid-OP, Intensiv- und Intermediate-Care-Bereiche, Pflegezimmer, Aufbereitungseinheit für Medizinprodukte und Apotheke.
Stufe I – Med-IT-Konzept
Für die medizintechnische IT sind die Schnittstellen von KIS, PACS und PDMS zu definieren, Bild- und Datenflüsse sowie die Archivierung zu planen. Das Konzept umfasst ein dediziertes Netzwerk, den Flächenbedarf für Med-IT-Räume, IT-Sicherheit, Cyber- und Krisenresilienz, USV, Notstrom und Redundanz sowie Schnittstellen zu technischer Gebäudeausrüstung, Gebäudeleittechnik und Sicherheitstechnik.
Stufe I – Vorentwurfsplanung
Die Vorentwurfsplanung umfasst raumbezogene Anforderungen an Flächen, Medien und Hygiene sowie die technischen Anforderungen an Geräte der Elektro-, Heizungs-, Lüftungs- und Trinkwassertechnik. Für mindestens 30 Raumtypen ist eine medizintechnische Ausstattungsplanung mit datenbankbasierter Ausstattungsliste für die Kostengruppen 473 und 620 zu erstellen. Ergänzend sind 3D-Darstellungen, die Integration in das BIM-Modell und Kollisionsprüfungen vorzusehen.
Kosten und übergreifende Qualitäten
Für die Kostengruppe 473 nach DIN 276 ist eine Kostenschätzung einschließlich einer Prognose der Lebenszykluskosten zu erstellen. Übergreifend sind Hygiene und Infektionsprävention, heilungsfördernde Gestaltung sowie Ergonomie, Automatisierung und Digitalisierung der Arbeitsplätze zu berücksichtigen. Nutzer- und interdisziplinäre Abstimmungen sind durchzuführen.
Stufe II – Ausschreibung und Vergabe
Für den Totalübernehmer oder Baupartner ist eine funktionale Leistungsbeschreibung zu erarbeiten. Funktionale und qualitative Anforderungen sowie Qualitäts- und Lebenszyklusanforderungen an die Medizintechnik sind zu definieren. Zusätzlich ist bei Bieterfragen, Angebotsprüfung und Verhandlungen mitzuwirken.
Stufe III – Qualitätssicherung
Die Planung in Entwurf, Ausführung und Vergabe ist stichprobenartig auf Übereinstimmung mit der Vorentwurfsplanung zu prüfen. Während der Bauausführung in Leistungsphase 8 sind Begehungen durchzuführen und bei Planungskonflikten mitzuwirken.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenBerufliche Befähigung
Der Bewerber muss je nach Rechtsform in einem anerkannten Berufs- oder Handelsregister eingetragen sein. Bei einer Bietergemeinschaft gilt der Nachweis für jedes Mitglied. Der Nachweis erfolgt über Formblatt 03 oder als Scan der Eintragungsurkunde.
Wirtschaftliche Leistungsfähigkeit
Für die letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahre sind der Gesamtumsatz und der Umsatz im Tätigkeitsbereich der Medizintechnik- und Med-IT-Planung für Krankenhäuser anzugeben. Bei Bietergemeinschaften werden die Werte addiert. Für die Auswahl ist keine ausdrückliche Mindestumsatzhöhe genannt.
Versicherungsschutz
Der Auftragnehmer muss eine Berufs- oder Betriebshaftpflichtversicherung nachweisen oder spätestens bei Zuschlag beziehungsweise vor Leistungsbeginn abschließen und den Schutz während der gesamten Vertragslaufzeit einschließlich Gewährleistungsphasen aufrechterhalten. Erforderlich sind 3,0 Mio. € Mindestdeckung für Personenschäden und 10,0 Mio. € für Sach-, Vermögens- und sonstige Schäden, jeweils zweifach maximiert pro Jahr.
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Geeignete Referenzen, Umsatz, Personal und der geplante Einsatz von Unteraufträgen werden zur Eignungsprüfung herangezogen. Im Formblatt 03 sind die durchschnittliche jährliche Beschäftigtenzahl, die Zahl der Führungskräfte und drei Referenzprojekte anzugeben; nur fest angestellte Mitarbeiter sind zu berücksichtigen. Im Formblatt 01 ist anzugeben, welche Leistungsteile im Zuschlagsfall untervergeben werden sollen.
Referenzanforderungen
Mindestens drei geeignete Referenzen sind erforderlich. Jede Referenz muss die geforderten Angaben zu Kunde, Ansprechpartner, Leistungszeitraum, HOAI-Leistungsphasen, Einrichtungsart, Planbetten, Baukosten der KG 473 und 620 nach DIN 276-1:2018-12, OP-Abteilungen, Funktionsstellen nach DIN 13080:2016-06 und Zertifizierungen enthalten.
Mindestmerkmale der Referenzen
Jede einzelne Referenz muss in den letzten zehn Jahren abgeschlossen worden sein, mindestens 100 Planbetten, mindestens 6 Mio. € netto Baukosten der KG 473 und 620, eine OP-Abteilung mit mindestens zwei OP-Sälen und mindestens zwei Funktionsstellen aus den Bereichen Diagnostik/Therapie, Pflege oder Ver- und Entsorgung umfassen. In der Summe sind eine Krankenhaus-Referenz, eine Referenz mit mindestens 200 Planbetten und eine Referenz mit HOAI-Leistungsphasen 2 bis 5 oder vergleichbaren Leistungen erforderlich.
Datenschutz und Datenverwendung
Soweit bei der Leistungserbringung personenbezogene Daten verarbeitet werden, ist ein Auftragsverarbeitungsvertrag nach dem Muster des Datenschutzbeauftragten des Auftraggebers erforderlich. Vermessungs-, Kataster- und Höhendaten sowie Lagepläne und Luftbildaufnahmen der Stadt Singen dürfen nur für das Vergabeverfahren und den späteren Krankenhausneubau verwendet werden.
Mindestens drei geeignete Referenzen über Planungs- oder Beratungsleistungen für Krankenhäuser oder vergleichbare Gesundheitseinrichtungen; jede Referenz muss unter anderem Kunde, Ansprechpartner, Leistungszeitraum, HOAI-Leistungsphasen, Einrichtungsart, Planbetten, Baukosten der KG 473 und 620, OP-Abteilungen, Funktionsstellen und Zertifizierungen enthalten.
Je Referenz mindestens 100 Planbetten, eine OP-Abteilung mit mindestens zwei OP-Sälen und mindestens zwei Funktionsstellen aus den Bereichen Diagnostik/Therapie, Pflege oder Ver- und Entsorgung. In der Summe zusätzlich eine Krankenhaus-Referenz, eine Referenz mit mindestens 200 Planbetten und eine Referenz mit HOAI-Leistungsphasen 2 bis 5 oder vergleichbaren Leistungen.