MHH - Aufnahmestation und Aufwachraum - Fachplanung Technische Ausrüstung Elektro
Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenElektro-Fachplanung für die Aufnahmestation und die Aufwachräume einschließlich Anmeldebereich in Gebäude K01, Ebene H0, auf Grundlage der Leistungsphasen 1–9.
Mit Vertragsschluss ist zunächst nur Leistungsstufe 1 beauftragt. Die weiteren Leistungsstufen werden stufenweise abgerufen. Die Planung umfasst insbesondere Starkstromanlagen sowie Fernmelde- und informationstechnische Anlagen für einen im laufenden Betrieb sanierten Bereich mit mindestens 12 Patientenbetten, Monitoring und Medizintechnik.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Qualifikation und Erfahrung des verantwortlichen Projektleiters und des stellvertretenden Projektleiters20%
Bewertung der Berufserfahrung und der persönlichen Referenzen des Projektleiters und des stellvertretenden Projektleiters in der Fachplanung Elektro. Als Mindestanforderungen müssen der Projektleiter und der stellvertretende Projektleiter personenverschieden sein, über mindestens fünf Jahre Berufserfahrung in der Fachplanung Elektro verfügen und jeweils mindestens eine Referenz aus einer medizinischen Einrichtung mit Leistungsphasen 1 bis 4 vorweisen; bei Nichterfüllung erfolgt der Ausschluss.
- Konzeptionelle Herangehensweise20%
Bewertung des Umsetzungskonzepts und des Konzepts zum Terminmanagement anhand der dargestellten Plausibilität, Nachvollziehbarkeit und erwarteten Qualität der Leistungserfüllung.
- Preis / Honorar60%
Bewertung der Honorarsumme des Bieters zuzüglich der anhand fiktiver Stundenkontingente ermittelten Werte für Auftragnehmer, Projektmitarbeiter sowie technische Zeichner und vergleichbar qualifizierte Mitarbeiter. Das günstigste geprüfte Honorarangebot erhält 10 Punkte, Angebote ab dem Doppelten des günstigsten Angebots erhalten 0 Punkte; dazwischen erfolgt eine lineare Interpolation.
Gesamtwertung = Summe der gewichteten Punkte. Die Preispunktzahl wird als (2 × günstigstes Angebot − zu bewertendes Angebot) × 10 / günstigstes Angebot linear interpoliert; das günstigste Angebot erhält 10 Punkte, Angebote ab dem Doppelten des günstigsten Angebots erhalten 0 Punkte.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenProjektgegenstand und räumlicher Umfang
Geführt wird die Fachplanung Technische Ausrüstung Elektro für das Projekt K01B2601 in Gebäude K01 auf Ebene H0 der Medizinischen Hochschule Hannover. Der Ausbau umfasst die Erweiterung der Zentralen Notaufnahme, eine Aufnahmestation mit mindestens 12 Patientenbetten, drei Patientenzimmer mit je vier Betten und zugehörigen WCs, Aufwachräume, Monitoring, Medizintechnik sowie einen Anmeldebereich für das ambulante Operieren.
Ausgewiesen sind rund 245 m² für Erweiterung und Anmeldebereich sowie rund 251 m² für angrenzende Flurbereiche. Zum Raumprogramm gehören außerdem ein Pflegestützpunkt mit Pflegearbeitsraum, ein Dienstzimmer fürs Monitoring, Lager, Teeküche, Speiseversorgungsraum sowie die erforderlichen Erschließungs- und Funktionsbereiche.
Elektro- und informationstechnische Anlagen
Geplant werden Starkstromanlagen sowie Fernmelde- und informationstechnische Anlagen. Die elektrische und technische Ausstattung des gesamten Baubereichs wird erneuert und erweitert. Dazu gehören auch die Integration von Medizintechnik und Monitoring, die erforderlichen Anschlüsse und Schnittstellen sowie die Planung der funktionsgerechten Versorgung der Aufnahmestation in Aufwachraumqualität.
Die Anlagengruppen werden in fünf Leistungsstufen bearbeitet: Grundlagenermittlung, Vor- und Entwurfsplanung, Ausführungsplanung, Vorbereitung und Mitwirkung bei der Vergabe, Objektüberwachung und Dokumentation sowie Objektbetreuung. Die Ausschreibung nennt die Leistungsphasen 1–9. Das Vertragsmuster sieht zunächst nur Leistungsstufe 1 als fest beauftragt vor; die weiteren Stufen werden gesondert abgerufen. HLSK- und Objektplanung sind nicht Bestandteil dieses Auftrags.
Planungsinhalte
In den Planungsphasen sind unter anderem ein Planungskonzept, Funktions- und Strangschemata, Prinzipschaltbilder, Anlagenlisten, technische Daten, Energiebilanzierungen, Kostenberechnungen nach DIN 276, Terminplanungen und Ergebnisdokumentationen zu erstellen. Die Ausführungsplanung umfasst Ausführungszeichnungen, Schlitz- und Durchbruchspläne, die Prüfung von Montage- und Werkstattplänen sowie die Fortschreibung des Terminplans.
Für die Vergabevorbereitung sind Mengen, Leistungsbeschreibungen und Vergabeunterlagen zu erarbeiten. Bei der Mitwirkung an der Vergabe sind Angebote fachlich, rechnerisch und wirtschaftlich zu prüfen, ein Vergleich mit der Kostenberechnung vorzulegen und Vergabevorschläge zu erarbeiten. Zeichnungen, Beschreibungen, Leistungsverzeichnisse und Berechnungen sind in kopierfähiger und digitaler Form zu übergeben.
Bauüberwachung, Abnahme und Dokumentation
In der Objektüberwachung sind der Bauablauf zu koordinieren, Bautagebuch, Aufmaß, Rechnungsprüfung, Kostenkontrolle, Abnahmeprotokolle, Mängellisten, Verjährungsfristen und Revisionsunterlagen zu führen. Das Projekt ist bis zur Abnahme der sicherheitstechnischen Anlagen durch den Sachverständigen und bis zur Betriebserlaubnis zu begleiten und zu dokumentieren. Die Objektbetreuung umfasst Mängelbewertung, Objektbegehungen und die Überwachung der Mängelbeseitigung innerhalb der Verjährungsfristen.
Koordination und Projektablauf
Die Planung erfolgt im laufenden Betrieb eines Bestandsgebäudes aus den 1970er-Jahren, dessen Bereiche teilweise außer Betrieb sind. Es ist daher ein erhöhter baulicher Aufwand zu berücksichtigen. Die Leistung umfasst die enge Abstimmung mit der Objektplanung sowie den ELT- und HLSK-Fachplanern, die Koordination der zeitlich und sachlich Beteiligten, Besprechungen und Verhandlungen sowie die Erstellung und Vorlage der Besprechungsniederschriften.
Unmittelbar nach Vertragsschluss ist ein Zeit- und Ablaufplan zu erarbeiten, laufend zu überprüfen und fortzuschreiben. Kosten und Kostenrisiken sind kontinuierlich darzustellen, zu bewerten und mit geeigneten Maßnahmen zu steuern. Die vorhandenen Bestandspläne und die brandschutztechnische Stellungnahme sind zu prüfen; Unvollständigkeiten oder Unrichtigkeiten sind unverzüglich anzuzeigen.
Besondere Anforderungen des Bauablaufs
Für den Baubereich ist eine baulich getrennte Zugangs- und Staubschutzlösung zum OP-Bereich vorzusehen. Die Brandschutzertüchtigung im gesamten Baubereich und in den angrenzenden Flurbereichen ist nach der vorliegenden brandschutztechnischen Stellungnahme zu berücksichtigen. Barrierefreiheit ist nach DIN 18040-1 zu beachten. Die Erstellung und Einreichung eines Bauantrags ist in der Projektbeschreibung als Planungsaufgabe benannt; das spezifische Leistungspflichten-Formblatt weist die Genehmigungsplanung in LPH 4 jedoch nicht als ausdrücklich beauftragt aus. Diese Angaben sind vor Leistungsbeginn abzugleichen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenFormale Anforderungen
Das Angebot muss fristgerecht, formgerecht, vollständig und in deutscher Sprache elektronisch über die Deutsche eVergabe eingereicht werden. Angaben zum Bieter, zu einer Bietergemeinschaft, zu Unterauftragnehmern, zur Nutzung fremder Kapazitäten und zum KMU-Status sind erforderlich. Die verlangten Erklärungen und Nachweise sind vollständig beizufügen; fehlende Unterlagen können nach einmaliger Nachforderung ergänzt werden, Referenzen sind von der Nachforderung ausgenommen.
Persönliche Lage und Zuverlässigkeit
Eine aktuelle Bescheinigung der Eintragung im Handels- beziehungsweise Berufsregister ist vorzulegen, soweit eine Eintragungspflicht besteht. Erforderlich sind Angaben zu Insolvenzverfahren und Liquidation, zu den festgestellten Verurteilungsgründen, zu fakultativen Ausschlussgründen und zu Steuer- und Sozialversicherungsverpflichtungen. Ebenfalls abzugeben sind die LkSG-Eigenerklärung, die Erklärung zum Wettbewerbsregister, die Erklärung zur Sanktionsvereinbarung EU und gegebenenfalls die Erklärung einer Bietergemeinschaft oder Drittunternehmen.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Der Bieter muss in jedem der drei abgeschlossenen Geschäftsjahre 2023–2025 einen spezifischen Jahresumsatz von mindestens 100.000,00 EUR netto aus Fachplanungsleistungen Elektro nachweisen. Erforderlich ist außerdem eine Berufs- oder Betriebshaftpflichtversicherung mit mindestens 1,5 Mio. EUR für Personenschäden und 1,0 Mio. EUR für Sach- und Vermögensschäden, jeweils je Versicherungsjahr zweifach maximiert. Alternativ kann zunächst eine Eigenerklärung über den Abschluss einer solchen Versicherung abgegeben werden.
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Der Bieter muss mindestens drei festangestellte Ingenieure mit Bezug zur Fachplanungsleistung Elektro in Vollzeit nachweisen. Ein intern installiertes und betriebenes Qualitätssicherungssystem ist durch eine gültige Zertifizierung oder eine textuelle Darstellung nachzuweisen. Die Dienste sind Ingenieuren vorbehalten; der Bieter muss zu der Führung der Berufsbezeichnung Ingenieur berechtigt sein und die erforderlichen Qualifikationsnachweise vorlegen. Bei ausländischen Bewerbern aus EU- und EWR-Staaten ist die Anerkennung nach Richtlinie 2005/36/EG maßgeblich.
Schlüsselpersonal
Projektleiter, stellvertretender Projektleiter und Bauleiter sind namentlich zu benennen. Das Schlüsselpersonal muss festangestellter Mitarbeiter oder Geschäftsführer des Bieters beziehungsweise der Bietergemeinschaft sein. Projektleiter und stellvertretender Projektleiter müssen personenverschieden sein. Beide benötigen jeweils mindestens fünf Jahre Berufserfahrung in der Elektro-Fachplanung bei vergleichbaren Projekten sowie persönliche Referenzen aus den letzten sieben Jahren. Mindestens ein persönliches Referenzprojekt je Person muss in einer medizinischen Einrichtung mit mindestens LPH 1–4 liegen. Nicht erfüllte Mindestanforderungen oder falsche Angaben führen zum Ausschluss.
Unternehmensreferenzen
Es sind mindestens drei vergleichbare Unternehmensreferenzen einzureichen. Über die eingereichten Referenzen müssen kumulativ alle Mindestanforderungen erfüllt sein: mindestens ein Projekt in einer medizinischen Einrichtung, mindestens ein Projekt mit eigenverantwortlich erbrachten LPH 1–8, mindestens ein Projekt mit mindestens 1,0 Mio. EUR netto Bauwerkskosten in den Kostengruppen 300 und 400, mindestens ein Projekt bei abschnittsweiser Aufrechterhaltung des laufenden Betriebs und mindestens ein Projekt für einen öffentlichen Auftraggeber. Referenzen von Nachunternehmen sind nicht zugelassen.
Vertrags- und auftragsbezogene Erklärungen
Vor der Angebotsabgabe beziehungsweise vor einem Einsatz sind die Erklärungen zur Tariftreue und Mindestentlohnung, die Vertraulichkeitserklärung und die Unterlagen zur Auftragsverarbeitung personenbezogener Daten bereitzustellen. Bei Leiharbeit, Nachunternehmen oder Verleihunternehmen sind die jeweils geforderten gesonderten Erklärungen und Verpflichtungsübernahmen vorzulegen. Die Anlage 04 verlangt eine dokumentierte Verarbeitung auf Weisung des Verantwortlichen, Vertraulichkeit, die Umsetzung der festgelegten technischen und organisatorischen Maßnahmen sowie die Löschung oder Rückgabe personenbezogener Daten nach Vertragsende.
Mindestens drei vergleichbare Unternehmensreferenzen aus den letzten sieben Geschäftsjahren. Über die eingereichten Referenzen müssen kumulativ mindestens je eine Referenz in einer medizinischen Einrichtung, mit eigenverantwortlich erbrachten HOAI-Leistungsphasen 1–8, mit abschnittsweiser Aufrechterhaltung des laufenden Betriebs und für einen öffentlichen Auftraggeber nachgewiesen werden.
Je Referenz sind Projektbezeichnung, Leistungszeitraum, technische Spezifika, Projektkomplexität und einprüfbarer Ansprechpartner des Auftraggebers anzugeben. Persönliche Angaben werden auf Richtigkeit geprüft; falsche Angaben und nicht erfüllte Mindestanforderungen führen zum Ausschluss.
Persönliche Referenzen des vorgesehenen Projektleiters und des stellvertretenden Projektleiters. Beide Personen benötigen mindestens fünf Jahre Berufserfahrung in der Elektro-Fachplanung bei vergleichbaren Projekten sowie mindestens ein persönliches Referenzprojekt in einer medizinischen Einrichtung mit mindestens LPH 1–4.
Als medizinische Einrichtung gelten beispielsweise Klinik, Pflegeeinrichtung, Labor, Facharztpraxis oder eine vergleichbare Einrichtung. Die Referenzen gehen in die Bewertung von Qualifikation und Erfahrung ein.
Wettbewerb & Angebotsprognose
Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer VergabenAuf einen Blick
Erfüllungsort
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