Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenÖffentliche Ausschreibung nach VOB/A für die Sanitärinstallation im Neubau eines Wohnheims (24 Plätze) und einer Förderstätte (28 Plätze) in Bayreuth (Untere Rotmainaue 2).
Auftraggeber: Regens-Wagner-Stiftung Michelfeld, Dillingen.
Was zu tun ist: Komplette Sanitärinstallation mit Abwasserentsorgung, Trinkwasserversorgung (kalt/warm), Wärmedämmung, Brandschottungen und Sanitärobjekten (Waschtische, WCs, behindertengerechte Anlagen) für zwei Neubauten.
Wichtige Termine:
Abgabe: Elektronisch in Textform über die Vergabeplattform des Staatsanzeigers.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel und Instandhaltungsangeboten.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenGebäude und Projektrahmen
Bauvorhaben: Neubau Wohnheim (24 Plätze) und Förderstätte (28 Plätze), Untere Rotmainaue 2, 95445 Bayreuth.
Auftraggeber: Regens-Wagner-Stiftung Michelfeld, vertreten durch die Direktion der Regens-Wagner-Stiftungen, Erzbischof-Stimpfle-Str. 1, 89407 Dillingen.
Bauherr Regens-Wagner-Stiftung ist zugleich Betreiber und Bauherr.
Gebäudeteile:
Ausführungszeitraum: ca. KW 49/2026 (Anfang Dezember 2026) bis KW 13/2028 (Ende März 2028), ca. 16–28 Monate je nach Dokument.
Keine Losteilung – die Sanitärinstallation wird als Gesamtlos vergeben.
Abwasserentsorgung
Hochschallgedämmtes Abwasser-Stecksystem aus Polypropylen (PP-MX), Nennweiten DN 50 bis DN 150, schallschutzoptimiert nach DIN 4109.
Umfasst: Rohre, Formstücke, Abzweige, Bögen, Reinigungsöffnungen, Rohrschellen, Rohraufhängungen, Belüftungsventile, Bodenabläufe (Grundkörper + Aufsatzstücke – Grundkörper bauseits gestellt), Rohrschotts (Rohrschott90 Plus, F30–F90), Druck- und Dichtheitsprüfung sowie Körperschalldämmung (Schlauchmaterial, DN 50–100).
Trinkwasserversorgung (kalt und warm)
Rohrsysteme: Metallverbundrohr (PE-RT II / Al / PE-RT II) und Polybuten-Rohr, DN 12 bis DN 50 (Rohrdurchmesser 16–63 mm), druckverlustoptimiert mit DVGW-Zulassung.
Pressfittings: PPSU, bleifreier Rotguss, Edelstahl (SiBr = bleifreie Siliziumbronze) und Kunststoff – inkl. Kupplungen, Reduktionen, Bögen 90°, T-Stücke (egal und reduziert), Übergänge mit Außen-/Innengewinde, Übergangsbogen, MasterFix-Übergänge, Übergangsverschraubungen, Anschlusswinkel, Doppelanschlusswinkel, Bogen-/T-/Eckwanddurchführungen.
Anbindung: Trinkwasserzuleitung und Wasserzählerschacht sind bauseits verlegt – der Auftragnehmer schließt an.
Trinkwarmwasserbereitung:
Prüfung, Spülung und Hygiene
Innendruckprüfung nach DIN-DVGW.
Spülung und Desinfektion nach DIN 1988-2.
Trinkwasseranalysen: IST-Stand und vor Befüllung, Legionellen- und mikrobiologische Untersuchung.
Stagnationsvermeidende Spülung und protokollierte Nutzungsübergabe.
Armaturen und Zubehör
Frostsichere Außenarmaturen, Wandauslaufventile, Absperrventile (PN 16, DN 15–40), Probenahmeventile, Wandeinbauventile (Behördenausführung), automatische Zirkulations-Regulierventile (50–65°C / 56–58°C), dynamische Strömungsteiler, Rückflussverhinderer, Druckminderer-Filter-Kombination (DN 40), Manometer, Zeigerthermometer, Kugelhähne, Hygiene-UP-Spülgeräte, Systemtrenner, Zirkulationssets, Wasserzähler-Anschlussgarnitur, automatischer Rückspülfilter.
Wärmedämmung und Schallschutz
Steinwolle-Dämmung (ALU-kaschiert und PVC-Mantel) für Kalt- und Warmwasserleitungen gemäß GEG.
Kompaktdämmhülsen, Dämmschläuche (4 mm), Wärmedämmung für Entlüftungsleitungen, Körperschalldämmung (Schlauchmaterial) für Abwasserleitungen.
Schallschutz gemäß DIN 4109.
Brandschutz
Sanitäre Einrichtungsgegenstände
Waschtisch-Anlagen in 3 Varianten (rollstuhlgerecht, Bewohner, Personal) – inkl. Installationselemente, Waschtische aus Mineralguss oder Sanitärkeramik, Waschtischbatterien, Ablaufgarnituren.
WC-Anlagen (behindertengerecht, Bewohner, Personal) – inkl. Installationselemente für Wand-WC, barrierefreie WC-Keramik, elektronische WC-Steuerungen, Stützklappgriffe, Zubehör (Eckventile, Probenahme-Eckventile, Doppelhaken, WC-Bürstengarnitur).
Weitere: Urinale, Ausguss-Anlagen, Urinale, behindertengerechte Ausstattung nach DIN 18040 (barrierefreies Bauen).
Hinweis: Sanitärobjekte und Armaturen nach Vorbemusterung mit Bauherr/Betreiber; einige Bodenablauf-Grundkörper bauseits bereitgestellt (teils einbetoniert).
Abfallentsorgung (KrWG)
Vermeidung, Verwertung und Beseitigung von Bau- und Abbruchabfällen sowie Baustellenabfällen gemäß Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) und Nachweisverordnung.
Auf Verlangen der Vergabestelle sind nachzuweisen: Berechtigung der Entsorgungsanlagen, Bestätigung der Annahmebereitschaft, Einverständnis zur Auskunftserteilung durch Abfallwirtschaftsbehörde, Anzeige nach § 53 KrWG, Erlaubnis nach § 54 KrWG.
Kosten: Verwertungskosten sind in den Einheitspreisen enthalten; Beseitigungskosten sind zu benennen und vom Auftraggeber unmittelbar zu tragen.
Logistik und Baustellenanforderungen
Ständige deutschsprachige, bevollmächtigte Person auf der Baustelle erforderlich.
Bauleistungsversicherung ist vom Auftraggeber abgeschlossen – Abzug 0,714 ‰, Selbstbehalt 1.000 EUR.
Keine Gebäudeleittechnik (GLT) vorgesehen.
Ortsbesichtigung wird vor Angebotsabgabe dringend empfohlen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenWirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Umsatz der letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre mit vergleichbaren Bauleistungen – auf Anforderung nachzuweisen, inklusive Anteile bei ARGE.
Freistellungsbescheinigung nach § 48b EStG des zuständigen Finanzamts (notwendig für Rechnungszahlung; bei Nichtvorlage werden 15 % des Bruttorechnungsbetrags an das Finanzamt abgeführt).
Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamts und Unbedenklichkeitsbescheinigung der Berufsgenossenschaft (mit Lohnsummen) auf Verlangen.
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Arbeitskräfteangaben: Jahresdurchschnitt der letzten 3 Kalenderjahre, gegliedert nach Lohngruppen, mit gesondert ausgewiesenem technischen Leitungspersonal.
Referenzen: 3 vergleichbare Referenznachweise (Formblatt 444) aus den letzten 5 Kalenderjahren, falls Angebot in die engere Wahl kommt – mit Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, Leistungsumfang mit Mengen, durchschnittlicher Arbeitnehmerzahl, besonderen technischen Anforderungen, Baumaßnahmentyp (Neubau/Umbau/Denkmal), vertraglicher Bindung, koordinierten Gewerken und Bestätigung des Auftraggebers.
Fachkunde: Nachweis der fachgerechten Ausführung gemäß VOB/C (insb. DIN 18381, DIN 18299 ff.) und einschlägiger DIN-/DVGW-/VDE-Vorschriften.
Registereintragungen
Eines der folgenden Nachweise auf Verlangen:
Präqualifizierte Unternehmen können alternativ die PQ-Nummer angeben.
Ausschlussgründe und Zuverlässigkeit
Kein Insolvenzverfahren anhängig (rechtskräftig bestätigter Insolvenzplan nur falls zutreffend vorlegen).
Kein Eintrag im Wettbewerbsregister (Abfrage ab 30.000 € netto über den Bieter, der den Zuschlag erhalten soll).
Keine schweren Verfehlungen gemäß § 6e EU VOB/A.
Selbstreinigung: Falls Ausschlussgrund nach § 6e Abs. 6 vorliegt, sind Maßnahmen zur Wiederherstellung der Zuverlässigkeit nachzuweisen.
Eignungsleihe und Nachunternehmer
Eigenleistung: Mindestens 70 v.H. der Leistung muss im eigenen Betrieb ausgeführt werden (§ 4 Abs. 8 Nr. 1 VOB/B).
Bei Eignungsleihe: Leistungen des Eignungsverleihers dürfen 10 % der Auftragssumme nicht überschreiten (Ausnahme nach Art. 5k Abs. 2 möglich). Verpflichtungserklärung des Fremdunternehmens und gemeinsame Haftung erforderlich.
Nachunternehmerpflichten: Auftragnehmer haftet für die Einhaltung der Mindestlohnpflichten auch bei Nachunternehmern (Arbeitnehmerentsendegesetz); Nachunternehmer und Lieferanten müssen die gleichen Russland-Anforderungen erfüllen.
Sanktionen und rechtliche Anforderungen
Kein Russlandbezug gemäß EU-Verordnung 2022/576:
Masernschutz nach § 20 Abs. 9 IfSG: alle eingesetzten Personen müssen die Anforderungen erfüllen und Nachweisdokumente vorliegen.
Produkte aus ausbeuterischer Kinderarbeit dürfen nicht erworben werden (Erklärung FB 2491).
Sprache: Angebot in deutscher Sprache, ständige deutschsprachige bevollmächtigte Person auf der Baustelle.
Vergleichbare Leistungen (Sanitärinstallation) aus den letzten 5 Kalenderjahren
Nachweis mit Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, Leistungsumfang mit Mengen, durchschnittliche Arbeitnehmerzahl, besondere technische Anforderungen, Baumaßnahmentyp (Neubau/Umbau/Denkmal), vertragliche Bindung, koordinierte Gewerke, Bestätigung des Auftraggebers (Formblatt 444)