Mittleres Löschfahrzeug MLF
Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Gemeinde Lenggries beschreibt im offenen Verfahren ein Mittleres Löschfahrzeug für die Freiwillige Feuerwehr Fall.
Die Lieferung ist in zwei Lose geteilt:
Angebote können für ein oder beide Lose abgegeben werden. Nebenangebote sind nicht zugelassen. Die Angebote sind bis zum 24.11.2026 um 14:00 Uhr elektronisch über die deutsche eVergabe-Plattform einzureichen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Qualitätskriterium40%
Erfüllungsgrad der Wertungskriterien
- Qualitätskriterium10%
Service
- Preiskriterium50%
Der Preis hat eine Gewichtung von
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenAllgemeine Anforderungen und Abwicklung
Die Lieferung erfolgt in Deutschland im Zeitraum vom 01.02.2027 bis 31.12.2028. Das vollständige MLF einschließlich Beladung soll bis spätestens am 31.12.2028 ausgeliefert werden. Der Liefertermin für Los 2 ist in enger Abstimmung mit dem Auftragnehmer von Los 1 festzulegen.
Es gelten die DIN-, DIN-EN-, VDE-, StVZO-, UVV-, VBG- und bayerischen feuerwehrtechnischen Vorgaben. Produkte müssen marktreif und serienmäßig sein; Neuentwicklungen können auf Wunsch vor Auftragserteilung vorgestellt werden. Technische Alternativen sind mit einem Gleichwertigkeitsnachweis zu versehen. Vollständige deutsche Unterlagen und deutschsprachiges Prospektmaterial sind bereitzustellen. Schnittstellen zwischen Fahrgestell, Aufbau und Beladung sind abzustimmen, technische Abnahmen erfolgen ohne Mehrkosten und Mängel werden vom jeweiligen Auftragnehmer beseitigt.
Leistungsumfang Los 1
Zu liefern ist ein Mittleres Löschfahrzeug nach DIN 14530-25 mit Allradfahrgestell und feuerwehrtechnischem Aufbau.
Fahrgestell: Aktuelles Allrad-Straßenfahrgestell in Kurzhauberbauweise mit Normalkabine und zwei Türen, kein bereits ausgelaufenes Modell. Die zulässige Gesamtmasse beträgt mindestens 7.200 kg und maximal 7.490 kg. Der Radstand liegt bei etwa 3.750 mm ± 150 mm. Erforderlich sind permanenter Allradantrieb mit Längssperre, Hinterachsdifferentialsperre und Auflastung auf 7.490 kg, ein 4-Zylinder-Dieselmotor mit mindestens 120 kW und EURO 6, Common-Rail-Direkteinspritzung, Bi-Turbo, beheizter Kraftstofffilter, manuelles 6-Gang-Getriebe und dauerfester Nebenantrieb für die Feuerlöschkreiselpumpe.
Zur Ausstattung gehören ABS, ESP, EBV, ASR, Notbremsassistent, Anfahrassistent, Anhängerstabilisierung, Überschlagsvermeidung, vier Scheibenbremsen, Servolenkung, Stahlscheibenräder und Bereifung ca. 225/75 R16, 6-fach, M+S. Kraftstoffbehälter und AdBlue-Tank müssen mindestens 70 l beziehungsweise 15 l fassen. Voll-LED-Scheinwerfer, LED-Tagfahrlicht, CAN-Datenbus und DAB-Digitalradio sind vorzusehen. Die Farbgebung umfasst feuerrot RAL 3000, Rahmen graphitschwarz RAL 9011, Räder weißaluminium RAL 9006 sowie Front und Seiten weiß RAL 9010. Zulassungsbescheinigung, Betriebsanleitung, nicht älter als ein Monat alte Ablieferungsinspektion und Überführung zum Aufbauhersteller gehören zur Leistung. Eine zugelassene Servicestelle muss im Umkreis von 50 km vorhanden sein.
Feuerwehrtechnischer Aufbau: Der Aufbau muss für ein Allrad-MLF nach DIN 14530-25, DIN EN 1846, E DIN 14502-2, DIN 14502-3 und bayerischen Richtlinien ausgeführt werden. Die zulässige Gesamtmasse bleibt bei maximal 7.490 kg. Ein zweiteiliger Aluminium-Kofferaufbau mit seitlichen und heckseitigen Geräteräumen sowie einer Kofferbreite von etwa 2.300 mm ist zu liefern. Die Geräteräume sind abschließbar und mit gleichschließenden Jalousien auszustatten; die Tiefbauweise mit begehbaren Bordwandklappen und ein flexibel veränderbares Einbausystem sind vorzusehen.
Das Aufbaudach muss begehbar und mit Alu-Strukturblech ausgeführt sein. Ein geschlossener Alu-Dachkasten von mindestens 2.000 × 600 × 400 mm sowie eine Aluminium-Aufstiegsleiter sind zu liefern. Der aufbauintegrierte Mannschaftsraum wird als Großraum-Sicherheitskabine ausgeführt und muss mindestens 1.700 mm hoch und 2.000 mm breit sein sowie mindestens 300 mm Kniefreiheit bieten. Er umfasst vier Einzelsitzplätze in Fahrtrichtung, Atemschutzgerätelagerungen für die beiden mittleren Sitze, Stauraumfächer, PA-Bänderung, Kleiderhaken sowie Hygiene- und Multifunktionsausstattung. Eine Standheizung mit mindestens 2 kW ist vorgesehen.
Ein Löschwasserbehälter mit 800 bis 1.000 l ist zu liefern. Die Feuerlöschkreiselpumpe FPN 10-1000 muss DIN EN 1028 entsprechen. Tank- und Saugbetrieb, Druckabgänge links und rechts sowie ein Pumpenbedientableau sind vorzusehen. Die Schnellangriffseinrichtung umfasst 30 m C-Druckschlauch. Ein pneumatischer Teleskoplichtmast mit einer Lichtpunkthöhe von mindestens 3,4 m und sechs LED-Scheinwerfern mit insgesamt mindestens 4.000 lm ist zu liefern. Umfangreiche LED-Beleuchtung, Feuerwarnsystem, Martinhornanlage, Tetrafunk, GPS, Feuerwehrkennzeichnungen und Beschriftungen sowie umfangreiche Lagerungseinrichtungen für die Beladung sind Bestandteil des Aufbaus.
Baubesprechung, Rohbauabnahme, Gebrauchsabnahme und Einweisung des Einsatzpersonals werden durchgeführt; ebenso sind TÜV-Abnahme nach StVZO und feuerwehrtechnische Abnahme zu ermöglichen. Der Auftragnehmer betreut das Projekt während der gesamten Auftragsphase und unterstützt bei Instandhaltung und Reparaturen. Bei Übergabe sind Tank und AdBlue befüllt.
Leistungsumfang Los 2
Zu liefern ist die feuerwehrtechnische Beladung für das MLF nach DIN/EN einschließlich der örtlichen Zusatzbeladung für die Freiwillige Feuerwehr Fall. Das Leistungsverzeichnis umfasst die Positionen III.1 bis III.125.
Die Beladung ist als eine Einheit und grundsätzlich im zusammengebauten Zustand zu liefern. Sämtliche Lagerungen, Halterungen und sonstigen Einbauten für die gesamte Beladung werden durch den Aufbauhersteller gestellt. Der Auftragnehmer prüft eigenverantwortlich die Funktionsfähigkeit und Funktionssicherheit, stimmt Liefertermin und Schnittstellen mit dem Auftragnehmer von Los 1 ab und betreut das Projekt sowie die Auftragsklärung.
Die Beladung umfasst unter anderem:
Zahlreiche Geräte, darunter Atemschutzgeräte, Schläuche, Armaturen, Hydraulik- und Rettungssätze, Stromerzeuger und Teile der Zusatzsätze, sind in der Ausschreibung als Beistellung des Auftraggebers gekennzeichnet und werden vom Auftragnehmer von Los 2 nicht beschafft.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenAllgemeine Eignung
Die geforderten Eigenerklärungen, Angaben, Bescheinigungen und Nachweise sind vorzulegen. Alternativ kann eine EEE oder ein AVPQ-Eintrag vorgelegt werden. Der Bieter muss über ausreichende fachliche und technische Fachkunde und Fachkompetenz verfügen, ausreichende Fertigungskapazitäten besitzen sowie über notwendiges Personal und Gerät verfügen. Er muss finanziell und wirtschaftlich geeignet sein.
Die ausgeschriebene oder eine vergleichbare Leistung muss bereits ausgeführt worden sein. Auf Verlangen sind geeignete Eignungsnachweise vorzulegen. Der Bieter muss rechtlich zuverlässig sein, die gewerberechtlichen Voraussetzungen erfüllen sowie Steuern, Abgaben und Sozialversicherungsbeiträge ordnungsgemäß gezahlt haben. Das Equal-Pay-Gebot und geltende Mindestlohnbedingungen sind einzuhalten. Eine fehlende oder unvollständige Zuverlässigkeit kann gegebenenfalls durch Selbstreinigung behoben werden. Die Anforderungen zum Ausschluss von Personen und Unternehmen mit Bezug zu Russland sind zu beachten.
Nachweisführung und weitere Unterlagen
Die Nachweise sind vollständig beizulegen. Auf Verlangen der Vergabestelle können zusätzlich Referenzlisten, Bankauskünfte, Geschäftsbilanzen, Umsatzzahlen, sonstige Unternehmenskennzahlen und eine ISO-9001-Zertifizierung vorgelegt werden. Die Referenzliste der in den Jahren 2024 bis 2026 ausgelieferten MLF ist auf Verlangen vorzulegen. Ein Mindestauftragswert für Referenzen ist nicht genannt.
Bei Eignungsleihe sind Eignungsnachweise, EEE und Verpflichtungserklärungen auch für die eingesetzten Unternehmen vorzulegen.
Referenzliste der in den Jahren 2024 bis 2026 ausgelieferten MLF
Auf Verlangen der Vergabestelle vorzulegen; die Eigenerklärung zur Fachkunde und Leistungsfähigkeit kann die bereits ausgeführte oder eine vergleichbare Leistung bestätigen.
Wettbewerb & Angebotsprognose
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