Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Stadt Mönchengladbach schreibt die Modernisierung von 10 Lichtsignalanlagen (Ampeln) öffentlich aus. Die Auftragnehmer müssen bestehende Anlagen demontieren, neue Anlagen in LED-40-Volt-Technik liefern und montieren, die verkehrstechnische Planung erstellen und die Anbindung an den städtischen Verkehrsrechner umsetzen.
Zusätzlich enthalten: Eine 10-jährige Wartung der Anlagen sowie Induktionsschleifen, taktile und akustische Blindeneinrichtungen (LOC.id), Road Side Units (RSU) für die ÖPNV-Beschleunigung und Thermische Detektionseinrichtungen für den Radverkehr.
Wichtige Fristen: Angebote müssen bis zum 27.08.2026 um 09:00 Uhr eingereicht werden. Bieterfragen sind bis zum 20.08.2026 möglich. Die Bindefrist endet am 06.11.2026. Die gesamte Modernisierung soll bis Ende 2027 abgeschlossen sein.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis95%
Wertungssumme des Angebotes (nachgerechnete Angebotssumme unter Berücksichtigung günstigerer Grund-/Wahlpositionen, monetarisierter Zuschlagskriterien und Nachlass ohne Bedingungen). Punkteskala 0–10 über lineare Interpolation.
- Energieverbrauch5%
Bewertung des Energieverbrauchs der angebotenen LSA (z.B. LED-Technik). Unterlagen gemäß HVA B-StB Vorzulegende Unterlagen Abschnitt 2; Bewertung mit 5/7,5/10 Punkten (normale/überdurchschnittliche/optimale Erfüllung).
Preis: 10 Punkte für niedrigsten Preis, 0 Punkte für doppelten niedrigsten Preis (fiktiv) oder höher, lineare Interpolation dazwischen (3 Stellen nach Komma). Zuschlag auf Angebot mit höchstem Gesamtpunktwert; bei Punktgleichheit auf Angebot mit niedrigster Wertungssumme.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenAnlagen und Standorte
Modernisierung von insgesamt 10 Lichtsignalanlagen an folgenden Standorten in Mönchengladbach:
Demontage und Entsorgung
Rückbau der bestehenden LSA inklusive Steuerungsgeräte, Signalgeber (bis und über 4 m Höhe), Anforderungstaster, Kabel (ca. 2.400 m), Mastverteiler und Aufhängevorrichtungen. Die demontierten Geräte sind zum städtischen Betriebshof zu transportieren und fachgerecht zu entsorgen.
Lieferung der Komponenten
Lieferung aller Komponenten für die neuen LSA in LED-40-Volt-Technik:
Montage und Inbetriebnahme
Montage, Verkabelung, Anschluss, Test und Inbetriebnahme aller gelieferten Komponenten inklusive Arbeitsstellensicherung. Die Umsetzung je LSA dauert ca. 2–3 Wochen. Vor der Bestellung der Maste ist eine Ausführungsfreigabe durch den Auftraggeber einzuholen.
Verkehrstechnische Planung
Erstellung der verkehrsabhängigen Signalsteuerung mit ÖPNV-Vorrangschaltung und Vorbereitung für Netzsteuerung (SITRAFFIC Motion) für alle 10 LSA. Planungsphasen: Vorplanung, Entwurfsplanung, Ausführungsplanung und Abnahme. Planung mit SITRAFFIC Office V8.6, PDME V3.0 und MXE V3.0 (oder aktuellere Versionen); Alternativsoftware (z.B. Lisa Plus) nur mit Kompatibilitätsnachweis zulässig.
Anbindung an den Verkehrsrechner
Integration der LSA in den Verkehrsrechner SITRAFFIC Scala (Siemens/Yunex) der Stadt Mönchengladbach über Ethernet/LWL-Kommunikation. Konformitätstest gemäß OCIT-O-Lstg_V2.0 ist nachzuweisen.
Barrierefreiheit
Alle LSA werden mit taktilen und akustischen Blindeneinrichtungen (RTB LOC.id) ausgestattet. Die Parametrierung der Akustik erfolgt gemäß Leistungsbeschreibung Kap. 1.7 vor Inbetriebnahme.
ÖPNV-Beschleunigung
Alle 10 LSA erhalten Road Side Units (RSU) für die virtuelle ÖPNV-Beschleunigung. Zusätzlich Beschleunigung des Busverkehrs über Datenfunk (R09.16).
Erweiterte Leistungen an einzelnen LSA
Abnahme und Nachjustierung
Abnahme jeder LSA nach Inbetriebnahme gemäß städtischem Musterprotokoll. Innerhalb eines Jahres nach Inbetriebnahme finden zwei weitere Ortstermine zur Nachjustierung statt. Die Gewährleistung richtet sich nach den gesetzlichen Bestimmungen.
Wartung über 10 Jahre
Regelmäßige Instandhaltung (Inspektion, Wartung, Instandsetzung) gemäß DIN VDE 0832-100 in Intervallen A/B/D (6/12/24 Monate), 24/7-Bereitschafts- und Entstörungsdienst (Reaktionszeit max. 120 Minuten bei Betriebsausfall), Bereitstellung eines Ersatz-Steuergeräts innerhalb von 3 Tagen bei irreparabler Beschädigung, Pflege eines Ersatzteillagers mit 5-Werktage-Lieferfähigkeit, kostenloser Ersatz von LED-Einsätzen bei Ausfall, jährliche Wartungskalender und Instandhaltungsberichte (spätestens 4 Wochen nach Wartung). Wartungsdauer: 10 Jahre ab Abnahme der jeweiligen LSA, mit automatischer Verlängerung um 1 Jahr, wenn nicht 9 Monate vor Ablauf gekündigt wird.
Projektrahmen und Vorgaben
Ausführung nach VOB/B; einzuhaltende Regelwerke u.a. VDE 0832-100, DIN, StVO, RiLSA. Bei jeder LSA sind Signalgeber bei Prüfungen grundsätzlich abzudecken. Schäden durch höhere Gewalt oder Eingriffe Dritter gehen zulasten des Auftraggebers; unmittelbare Blitzschäden sind ausgeschlossen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenZwingende Ausschlussgründe und Zuverlässigkeit
Fachliche Eignung – Register und Mitgliedschaften
Wirtschaftliche Leistungsfähigkeit
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Mindestlohn und Tariftreue
Optionale Nachweise
Falls zutreffend bzw. vom Auftraggeber angefordert:
Vergleichbare Bauleistungen – Lieferung, Montage und Inbetriebnahme von Lichtsignalanlagen (idealerweise mit OCIT-Standard und LED-Technik) sowie Erstellung verkehrsabhängiger Signalsteuerungen
Bezeichnung der Leistung, Auftragswert (auf eigenes Unternehmen entfallender Anteil), Ausführungszeitraum, Auftraggeber; auf Verlangen: Bescheinigung über ordnungsgemäße Ausführung