Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenOffenes Verfahren zur Lieferung von 33 Notarzteinsatzfahrzeugen und Verlegearzteinsatzfahrzeugen nach DIN 75079:2025. Die Fahrzeuge werden als vollständig betriebsbereite Neufahrzeuge einschließlich Fahrgestell, funktionalem Ausbau, eingebauter Ausrüstung, Dokumentation, Schulung und Übergabe beschafft. Die Lieferung erfolgt im Rahmen einer Vereinbarung an Rettungsdienstträger in Schleswig-Holstein.
Abgabe: Elektronisch in deutscher Sprache über https://www.subreport.de/E16943566 bis **09.09.2026
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Ausführung45%
Bewertung der konstruktiven und technischen Ausführung des Fahrzeugs (Sicherheitsniveau, Bodenfreiheit, Sitzabstand, Gewichtsreserve, Kraftstoffverbrauch, Sicherheitseinrichtungen, Wendekreis, Motorleistung, Zuziehhilfen, Hecköffnung, Scheinwerfer, Lichtschaltung, Lieferzeit, Bereitstellung Beistellteile, Terminkontrollkonzept) – max. 100 Punkte.
- Service15%
Bewertung der Serviceleistungen (Garantien, Full-Service, Werkstattnetz, Servicekosten) – max. 100 Punkte.
- Preis40%
Bewertung über lineare Preisformel auf Basis des Bruttoendpreises. Niedrigster Preis = Höchstpunktzahl; Preisdifferenz zum Bestbieter wird über die Formel in Punkte umgerechnet.
Preispunkte = Preisdifferenz zum Bestbieter × Höchstpunktzahl : Preis Bestbieter - Höchstpunktzahl (lineare Preisformel); Gesamtpunkte = gewichtete Leistungspunkte + Preispunkte. Die Leistungsbewertung erfolgt über 0-100 Punkte je Kriterium, multipliziert mit dem Gewichtungsfaktor.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenFahrzeuge und Ausführung
Lieferung von 33 Neufahrzeugen, bestehend aus Basisfahrzeug, funktionalem Um- und Ausbau sowie eingebauten Komponenten. Die Fahrzeuge müssen den Anforderungen der DIN 75079:2025 entsprechen.
Basisfahrzeug
Das Basisfahrzeug umfasst unter anderem Dieselmotor mit Partikelfilter und mindestens 140 kW, permanenten Allradantrieb, Automatikgetriebe mit Hold-Funktion, eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in höchstens 14 Sekunden bei voller Beladung, mindestens 170 km/h Höchstgeschwindigkeit, höchstens 13 m Wendekreis, mindestens 120 mm Bodenfreiheit, Klimatisierungsautomatik, Standheizung, Motorweiterlaufschaltung, ESP, Antiblockiersystem, Komfortsitze mit Gurtwarneinrichtung, mindestens drei M1-geprüfte Sitze, mindestens sechs Airbags, Markenreifen mit 3PMSF-Kennung und einen zusätzlichen Reifensatz.
Funktionaler Ausbau
Der Ausbau umfasst ein Schranksystem gemäß Zeichnungen, eine Gepäckraumlänge von mindestens 2550 mm, eine Arbeitsplatte, ein Kühl- und Wärmefach, einen Hygieneauszug, Helm- und Handschuhhalter, einen rutschhemmenden Spritz- oder Streichfußboden, einen Unfalldatenspeicher UDS-AT pro, Folierung nach DIN 14502-3 sowie Außen- und Innenbeschriftung.
Medizinische und technische Ausstattung
In die Fahrzeuge werden die vom Auftraggeber beigestellten Geräte und Ausrüstungen eingebaut und gelagert, darunter Beatmungsgerät, Monitoring/Defibrillation, Sekretabsaugpumme, Notfallrucksäcke oder -taschen, Spritzenpumpen und ein Thoraxkompressionsgerät. Zusätzlich gehören Zentralelektrik, Batterieladegerät, eine LiFePO4-Zusatzbatterie mit mindestens 100 Ah, CAN-Bus-Steuerung, ein 230-V-Wechselrichter mit mindestens 600 W und die Verkabelung für medizinische Geräte zum Umfang.
Kommunikation und Sondersignale
Der Ausbau umfasst den Einbau beigestellter BOS-Digitalfunkgeräte, eine Antennenanlage, eine Freisprecheinrichtung, GPS-Navigation, einen Fahrzeugrouter und einen Rauchwarnmelder. Die Sondersignalanlage umfasst vorne und hinten eine Dachbalkenanlage nach ECE R65, Frontblitzer oder Räumer, ein Heckwarnsystem, elektronische und pneumatische akustische Sondersignale sowie eine Sprachdurchsage.
Dokumentation, Schulung und Übergabe
Der Auftragnehmer erstellt und liefert sämtliche erforderlichen Dokumente, Dokumentationen und Betriebsanleitungen. Dazu gehören unter anderem Bedien- und Wartungsanleitungen, Materiallisten für Ersatzteile, Schalt- und Anschlusspläne, Kabellaufpläne, ein UDS-Einbauprotokoll mit Fotodokumentation, ein Einbauprotokoll für die Sauerstoffanlage, eine VDE-Prüfbestätigung 230 V mit DGUV Vorschrift 3, ein Kommunikationsprotokoll für CAN-BUS, Messprotokolle für Funkantennen, eine Einbaubestätigung für Digitalfunkgeräte und ein Schaltplan für elektrische Zusatzeinbauten. Die Fahrzeuge werden nach Teilnahme an Projektbesprechungen, Schulung und Einweisung vollständig betriebsbereit, vollgetankt und einsatzbereit übergeben. Die Abnahme und die erstmalige Inbetriebnahme werden unterstützt.
Optionen und Service
Optional können Überführungen auf eigener Achse oder nicht auf eigener Achse, Überführung und Abnahme beim Auftraggeber sowie Hol- und Bringdienste auf eigener Achse oder nicht auf eigener Achse angeboten werden. Zusätzlich können Verschleiß- und Wartungsreparaturen als Full-Service angeboten werden. Das Servicekonzept sieht Reparaturen innerhalb von 24 Stunden werktags nach Auftragseingang und die Lieferung von Verschleiß- und Ersatzteilen innerhalb von 48 Stunden werktags vor.
Lieferung und Abruf
Die Fahrzeuge werden an abrufberechtigte Rettungsdienstträger oder deren Durchführer in Schleswig-Holstein geliefert. Die Lieferzeit beträgt höchstens 220 Kalendertage nach Auftragserteilung oder Abruf. Die Beistellungen des Auftraggebers werden kostenfrei gelagert; Verpackungsmaterial wird entsorgt.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenAusschlussgründe und rechtliche Eignung
Die Bieter müssen Eigenerklärungen zu Ausschlussgründen abgeben und bestätigen, dass keine zwingenden oder fakultativen Ausschlussgründe vorliegen. Hierzu gehören insbesondere keine rechtskräftige Verurteilung wegen der genannten Straftaten, keine Geldbuße nach § 30 OWiG, keine Verstöße gegen Umwelt-, Sozial- oder Arbeitsrecht, keine Zahlungsunfähigkeit, kein Insolvenzverfahren, keine schwere Verfehlung, keine wettbewerbswidrigen Vereinbarungen, keine mangelhafte Auftragsausführung, kein Korruptionsversuch und keine irreführenden Informationen. Steuern, Abgaben und Sozialversicherungsbeiträge müssen ordnungsgemäß gezahlt worden sein.
Haftpflichtversicherung
Vorlage eines Nachweises oder einer Erklärung zum Abschluss einer Berufs- oder Betriebshaftpflichtversicherung. Die Mindestdeckung beträgt 1.500.000 EUR je Schadensfall für Personenschäden und Sachschäden. Der Versicherungsschutz muss während der Vertragslaufzeit und bis zum Ende der Gewährleistungs- oder Garantiezeit aufrechterhalten werden.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Einreichung einer Eigenerklärung zum Jahresumsatz für die letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahre. Dabei sind der Gesamtumsatz und der Umsatz für die ausgeschriebene Leistungsart anzugeben.
Referenzen
Einreichung von mindestens drei Referenzprojekten aus den letzten drei Jahren zu Notarzteinsatzfahrzeugen und/oder Verlegearzteinsatzfahrzeugen. Die Referenzen müssen hinsichtlich Fahrzeugtyp, Größe, Ausstattung, Funktionen, Umfang und Komplexität vergleichbar sein. Je Referenz sind Fahrzeugtyp, Kundenname, Kennzeichen, Lieferzeitraum, Ansprechpartner mit Telefonnummer und E-Mail-Adresse, Leistungsumfang und Auftragssumme anzugeben.
Qualitätsmanagement und Normen
Vorlage eines Zertifizierungsnachweises für ein Qualitätsmanagementsystem nach DIN EN ISO 9001 oder eines gleichwertigen Nachweises sowie eines vollständigen Prüfberichts einer akkreditierten Prüfstelle zur Einhaltung der DIN 75079:2025. Die Fahrzeuge müssen außerdem unter anderem die Anforderungen der DIN EN 1789:2024, DIN 14502-3, ECE R65 und ECE R104 erfüllen.
Leistungs- und Servicefähigkeit
Darstellung der Lieferfähigkeit innerhalb von höchstens 220 Kalendertagen, der verfügbaren Werkstattstruktur in Schleswig-Holstein mit mindestens einer Vertragswerkstatt je Kreis oder kreisfreier Stadt und insgesamt mehr als 25 Werkstätten sowie der Vor-Ort-Servicezeiten. Im Servicekonzept sind Reparaturen innerhalb von 24 Stunden werktags und die Lieferung von Verschleiß- und Ersatzteilen innerhalb von 48 Stunden werktags zu berücksichtigen.
Bieter- und Unterauftragnehmererklärungen
Mindestens drei vergleichbare Referenzprojekte aus den letzten drei Jahren zu Notarzteinsatzfahrzeugen und/oder Verlegearzteinsatzfahrzeugen.
Fahrzeuge gleichen oder ähnlichen Typs; Vergleichbarkeit in Größe, Ausstattung, Funktionen, Umfang und Komplexität. Je Referenz Fahrzeugtyp, Kundenname, Kennzeichen, Lieferzeitraum, Ansprechpartner mit Telefonnummer und E-Mail-Adresse sowie Leistungsumfang und Auftragssumme angeben.