Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenEs handelt sich um eine EU-weite, offene Ausschreibung der Verkehrsverbund Mittelsachsen GmbH für den Neubau des Betriebshofs Chemnitz Hauptbahnhof. Der Auftrag umfasst die Lieferung und Inbetriebnahme von Trafostationen.
Gefordert werden Mittelspannungs-Übergabestation, mehrere Trafostationen (T1, T3, T4, T7), MS-Schaltanlagen, Transformatoren, NS-Hauptverteilungen, MS-Schutztechnik, Kommunikationstechnik, Erdungs- und Blitzschutzanlagen sowie die zugehörigen Kabelanschluss- und Dokumentationsleistungen.
Die Arbeiten sind in vier Bauabschnitte (BA1–BA4) gegliedert: BA1+2 ab Q2/2027 (kurzfristige Netzumstellung, Übergabestation, T1-Umbau, T4 und T7), BA3+4 ab 2028 (T3 und Ringschluss).
Bieter müssen unter anderem nachweisen, dass sie als Elektrofachbetrieb zugelassen sind (VDE + Energieversorger + Handwerkskammer), und vergleichbare Leistungen aus den letzten fünf Kalenderjahren vorlegen können. Zuschlagskriterium ist ausschließlich der Preis.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Zuschlagskriterium Preis100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel und Instandhaltungsangeboten.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenGeltungsbereich und Komplettleistung
Der Auftrag umfasst Lieferung, Verlegung, Montage, Anschluss, Prüfung, Inbetriebnahme und Dokumentation der Trafostationen-Infrastruktur einschließlich aller Komplettleistungen, Schnittstellenkoordinierung mit den Tiefbau-VEs (VE 0.04 für BA1+2, VE 1.1 für BA3+4) sowie Überprüfung der Tiefbauleistungen. Projektsprache ist Deutsch.
Zu liefernde Komponenten quer durch alle Stationen: MS-Schaltanlagen (24 kV, 20 kA/1s) mit Leistungsschaltern, Transformatoren (Trockentrafos 400–630 kVA, 20 kV/0,4 kV), NS-Hauptverteilungen (NSHV) mit Leistungsschaltern und NH-Sicherungen, MS-Schutztechnik (UMZ-Leitungsdifferenzialschutz und Trafoschutz), Kommunikationstechnik (USV, Switches, UMG-Messwerterfassung, Zählererfassung), LWL-Kabel und Spleißarbeiten, Erdungs- und Potentialausgleichsanlagen (Ringerder, Betriebserder, PA-Ringe), Blitzschutzanlagen, Sicherheitstechnik, Beleuchtung, Kleinverteiler, Steckdosen, Heizung, Transport und Kranleistungen.
Kabelanschluss- und Vernetzungsleistungen
Herstellung der MS-Kabelverbindungen (24 kV, z. B. VPE 3×185 mm² bzw. N2XS2Y 3×70 mm²) zwischen den Stationen inklusive Endverschlüsse, Muffen, Erderanschlüsse, LWL-Spleißboxen, LWL-Messungen (OTDR), Patchkabel, Kernbohrungen, Gebäudeeinführungen (DN 100/160), Schutzrohre sowie MS-/NS-Muffen.
Planung, Dokumentation und Nachweise
Erstellung der Werk- und Montageplanung (3-fach, analog + digital), Kurzschluss- und Lastflussberechnung für den MS-Ring je Abschnitt, MS-Montageplanung zur EVU-Freigabe, Inbetriebnahmeablaufplan, Fotodokumentation der Erdungsanlagen und Kabelverlegung, Sichtprüfungen, Messprotokolle (MS-Verkabelung, Schaltanlagen, LWL), Inbetriebnahmeprotokolle, Abnahmeerklärungen und Mängelprotokolle je Teilabschnitt, Einweisungsprotokoll für den Betreiber (VMS), Dokumentationsmappen je BA (3-fach) inkl. Revisionszeichnungen, Stromlaufplänen, Fachunternehmererklärung, Zertifikaten, Datenblättern, Teilelisten, Netzberechnung und Übereinstimmungserklärungen – zusätzlich als DWG/DXF-Datei.
Umwelt-, Entsorgungs- und Arbeitsschutz
Einsatz von Baustoffen frei von grundwassergefährdeten Inhaltsstoffen, ordnungsgemäße Entsorgung nicht wiederverwendbarer Materialien nach KrWG und NachwV (Trennung, sortenreine Sammlung, Nachweisdokumentation), Einhaltung aller einschlägigen Vorschriften (VOB/B, VOB/C, DIN-Normen, VDE, VDI, VDS, TÜV, DGUV, Sächsische Bauordnung).
Bauabschnitte – Zeitliche Struktur
BA1+2 (ab Q2/2027): kurzfristige Netzumstellung, Lieferung/Einbau/Inbetriebnahme Übergabestation (ÜST) und T1-Umbau, Lieferung/Einbau/Inbetriebnahme T4 und T7, Herstellung der Baustromversorgung.
BA3+4 (ab 2028): Lieferung, Einbau und Inbetriebnahme T3, MS-Kabelanschlüsse T1↔T3 und T3↔T4, Ringschluss, weitere Erdungs- und Kabelführungsarbeiten, LWL-Spleißarbeiten und Messungen.
Wichtige Einzelfristen aus Beiblatt 01 WBVB: Lieferung ÜST 02.08.–31.08.2027, Inbetriebnahme ÜST 01.09.–30.09.2027, Lieferung und Inbetriebnahme T4/T7 01.09.–30.10.2027, Lieferung und Inbetriebnahme T3 01.05.–30.06.2028; Anmeldung Lieferung/Montage ÜST und Trafostationen spätestens 4 Wochen vorher beim AG; Werk- und Montageplanung 14 Tage nach Beauftragung; Bauzeiten- und Zahlungsplan 3 Wochen nach Zuschlag.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenFachkunde und Zulassung als Elektrofachbetrieb
Zulassung als Elektrofachbetrieb ist zwingend mit dem Angebot vorzulegen. Voraussetzung: Arbeiten nach VDE mit Zulassung des örtlich zuständigen Energieversorgers und der Handwerkskammer.
Persönliche Lage / Zuverlässigkeit
Keine Ausschlussgründe: keine schweren Verfehlungen gemäß § 6e EU VOB/A, kein Verstoß im Gewerbezentralregister in den letzten zwei Jahren, weder beantragtes noch eröffnetes Insolvenzverfahren, kein Antrag mangels Masse abgelehnt, keine Liquidation, ordnungsgemäße Erfüllung der Steuer-, Abgaben- und Sozialversicherungspflichten, Mitgliedschaft in der zuständigen Berufsgenossenschaft.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Angabe des Umsatzes der letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahre, soweit er Bauleistungen und vergleichbare Leistungen betrifft (inkl. Anteile bei Gemeinschaftsleistungen). Vertragserfüllungsbürgschaft: 5 % der Auftragssumme inkl. USt (fällig ab Auftragssumme ≥ 250.000 € netto). Mängelansprüchebürgschaft: 3 % der Abschlagszahlungen zum Zeitpunkt der Abnahme. Ab Auftragssumme > 50.000 € erfolgt eine Abfrage im Wettbewerbsregister (§ 6 Abs. 1 WRegG).
Technische Leistungsfähigkeit
Ausführung vergleichbarer Leistungen in den letzten fünf Kalenderjahren (Eigenerklärung; auf Verlangen drei Referenznachweise mit Ansprechpartner, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, Leistungsumfang, Arbeitnehmerzahl, technischen Anforderungen, Bestätigung des Auftraggebers). Verfügbarkeit der erforderlichen Arbeitskräfte; Nachweis der durchschnittlich beschäftigten Arbeitskräfte der letzten drei Jahre nach Lohngruppen mit extra ausgewiesenem Leitungspersonal.
Register und Bescheinigungen
Eintragung in das Berufsregister des Sitzes/Wohnsitzes (Handelsregister, Handwerksrolle oder IHK – je nach zutreffender Rechtsform). Auf Verlangen vorzulegen: Gewerbeanmeldung, Handwerkskarte, Unbedenklichkeitsbescheinigungen der tariflichen Sozialkasse, des Finanzamts (inkl. Freistellungsbescheinigung nach § 48b EStG) und qualifizierte Unbedenklichkeitsbescheinigung der Berufsgenossenschaft mit Angabe der Lohnsummen.
Eignungsleihe und Nachunternehmer
Bei Inanspruchnahme von Kapazitäten Dritter: Verzeichnis der Leistungen/Kapazitäten anderer Unternehmen (FB 235) und Verpflichtungserklärung (FB 236) mit gemeinsamer Haftungserklärung. Nachunternehmer dürfen nur mit Zustimmung des AG eingesetzt werden; bei Einsatz ohne Zustimmung droht nach Fristsetzung die fristlose Kündigung.
Sanktionsrechtliche Eignung
Verpflichtende Eigenerklärung EU-RUS-Sanktionen (kein Bezug zu Russland gemäß Art. 5k VO EU 833/2014 i.d.F. VO EU 2022/576); bei Bietergemeinschaften für jedes Mitglied separat; auch für Unterauftragnehmer/Lieferanten > 10 % Auftragswert.
Zuschlagskriterium
Ausschließlich der Preis (100 % Gewichtung); ermittelt aus der Wertungssumme des Angebots unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbeträgen aus der Lohngleitklausel und Instandhaltungsangeboten. Keine Nebenangebote zugelassen.
Vergleichbare Leistungen – Lieferung und Inbetriebnahme von Trafostationen
Eigenerklärung im Formblatt 124; bei engerer Wahl drei Referenzen mit Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, maßgeblicher Leistungsumfang inkl. Mengen, durchschnittlicher Anzahl Arbeitnehmer, besonderen technischen/gerätespezifischen Anforderungen, Art der Baumaßnahme und Bestätigung des Auftraggebers