Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Stadt Heidelberg sucht ein Ingenieurbüro für die Fachplanung Technische Gebäudeausrüstung (TGA) der Anlagengruppen 4, 5 und 6 nach HOAI für den Neubau einer zweigeschossigen Mensa mit 7 Betreuungsräumen an der Mönchhof-Grundschule.
Was ist zu planen?
Was ist mitzubringen?
Ablauf: Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb. Erst Bewerbung um Teilnahme, dann – unter 3–5 ausgewählten Bietern – Angebote mit Projektanalyse, Referenzen und Honorar.
Bewerbungsfrist: 25.09.2026, 10:00 Uhr (MESZ) – ausschließlich digital über die Vergabeplattform (www.auftragsboerse.de).
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Projektanalyse und Herangehensweise an die Aufgabenstellung30%
Analyse des vorliegenden Entwurfs, Auseinandersetzung mit der Aufgabenstellung, Identifikation von Chancen und Problemstellungen, Vorschläge zur Herangehensweise, Stellungnahme zu Kostenbudget und Rahmenterminplan sowie zu den Zusätzlichen technischen Vertragsbedingungen. Einzureichen sind: Erläuterungstext, Skizzen/Grafiken (optional).
- Auftritt, Qualifikation, Referenzen und Erfahrung der Projektleitung25%
Fachliche Leistungsfähigkeit der Projektleitung anhand persönlicher Referenzen und Erfahrungen, z.B. Planung von Brandmeldeanlagen, Notfall- und Gefahren-Reaktions-Systemen, Sicherheitsbeleuchtungen, Förderanlagen, Schulen, Mensen/gewerbliche Küchen, Fachplanung Elektro in Holz-/Holzhybridbauten, Projekte für öffentliche Auftraggeber. Nachweis der Projektleitungskompetenz (Fort-/Weiterbildungen zu VOB, Risiko-/Nachtrags-/Kostenmanagement), Auftritt und Kommunikationsfähigkeit im Verhandlungsgespräch.
- Auftritt, Qualifikation, Referenzen und Erfahrung der Bauleitung25%
Fachliche Leistungsfähigkeit der Bauleitung anhand persönlicher Referenzen und Erfahrungen, z.B. Bauleitung bei gewerblichen Küchen, Bauen im laufenden Schulbetrieb, Umgang mit abweichenden Gegebenheiten vor Ort/im Bestand, Fachbauleitung Elektro in Holz-/Holzhybridbauten, Erfahrung mit Projekt-Kommunikations-Management-Systemen, Berufserfahrung, Stellungnahme zu Vorgaben/Umsetzung der ZTV.
- Verfügbarkeit und Entfernung zur Baustelle20%
Sicherstellung von Kosten und Terminen, Vertretungsregelung, Methoden zur Zusammenarbeit der Projektbeteiligten, Nachtragsbearbeitung, Abnahme und Dokumentation, Umsetzung Dokumentation/Bautagebuch, Vermeidung von Störungen im Bauablauf, Verfügbarkeit und Entfernung zur Baustelle.
- Honorarangebot20%
Wertung des Gesamthonorars (Euro, netto) aus Grundleistungen, Nebenkosten und besonderen Leistungen. Honorarangebot < 0,75 x Durchschnitt = 20 Punkte; > 1,25 x Durchschnitt = 0 Punkte; dazwischen lineare Interpolation.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenGebäude und Projektrahmen
Neubau einer zweigeschossigen, nicht unterkellerten Mensa mit 7 Betreuungsräumen an der Mönchhof-Grundschule in Heidelberg, Mönchhofstraße 18–24 (BGF ca. 1.304 m², BRI ca. 6.917 m³). Hybridbauweise (Erdgeschoss Stahlbeton, Obergeschoss Holzbauweise), Passivhausstandard, begrüntes Flachdach mit PV-Anlage (durch Stadtwerke Heidelberg). Erdgeschoss: Aufwärmküche, Speiseraum, Büro, Lager- und Haustechnikräume. Obergeschoss: 7 Betreuungsräume, erschlossen über einen Südflur. Barrierefreie Erschließung, Anschluss an Trinkwasser, Fernwärme und MSR-Technik des Bestands. Ein baufälliger Betreuungspavillon aus den 1960er-Jahren wird vorab abgebrochen. Gesamtkostenrahmen ca. 6 Mio. € brutto (KG 300+400).
Art der Planungsleistung
Fachplanungsleistung Technische Gebäudeausrüstung gemäß § 55 HOAI Anlage 15.1 für die Anlagengruppen 4 (Starkstromanlagen), 5 (Fernmelde- und informationstechnische Anlagen) und 6 (Förderanlagen). Die Leistungsphasen 1–4 wurden bereits durch das Büro SBI erbracht und sind NICHT Bestandteil dieses Auftrags. Zu erbringen sind die Leistungsphasen 5 (Ausführungsplanung), 6 (Vorbereitung der Vergabe), 7 (Mitwirkung bei der Vergabe – ohne Mitwirken bei der Auftragserteilung), 8 (Objektüberwachung – ohne Auflisten der Gewährleistungsfristen) und 9 (Objektbetreuung).
Inhalt Starkstrom (Anlagengruppe 4)
Elektroinstallation in Anlehnung an RAL-RG-678, Brandmeldeanlage, elektroakustische Gefahrenmeldeanlage (ELA), Sicherheitsbeleuchtung, Aufzugsanlage mit 2 Haltestellen, Blitzschutzanlage sowie Verkabelung und Schnittstelle bis zum Wechselrichter der PV-Anlage auf dem Dach. Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung für Küche und Personal-WC, separate Lüftung für Sanitärbereiche. Anbindung an Trinkwasser-, Fernwärme- und MSR-Technik des Bestands. Vorläufige anrechenbare Kosten: 702.816,81 € netto (Honorarzone II).
Inhalt Fernmelde-/Informationstechnik (Anlagengruppe 5)
Datenübertragungsnetze, IT-Infrastruktur, Brandmeldeanlage und Notfall-/Gefahren-Reaktions-System (Amokalarmierung). Vorläufige anrechenbare Kosten: 176.619,33 € netto (Honorarzone II).
Inhalt Förderanlagen (Anlagengruppe 6)
Aufzugsanlage für barrierefreie Erschließung. Vorläufige anrechenbare Kosten: 48.501,68 € netto (Honorarzone II).
Besondere Leistungen
Für alle drei Anlagengruppen sind u.a. folgende Besondere Leistungen vorgesehen: Abbruch-Zuarbeit Leistungsverzeichnis, Einarbeitung in Unterlagen / CAD-Übernahme, Überführung in Kostenstruktur DIN 276, Bestandsaufnahme NSHV/Trafo, Sichtbetonwandplanung, Kostenauslesung Fördermittelgeber, Mängelbeseitigungsüberwachung. Gesamthonorar (netto) über alle drei Anlagengruppen: 127.494,64 €.
Planungsanforderungen und Standards
Anzuwenden sind u.a.: Energiekonzeption Stadt Heidelberg, AMEV-Richtlinien, Planungsleitfaden IT-Infrastruktur Stadt Heidelberg, Schulstandard IT-Richtlinie, Versammlungsstättenanforderungen (Mensa), Barrierefreiheit, MLAR (Leitungsanlagen-Richtlinie), DIN 276, HOAI (Fassung 2021).
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenBerufliche Befähigung
Verantwortlicher Ingenieur M.Eng. oder Meister/Techniker im Elektrohandwerk. Nachweis durch Urkunde der Ingenieurkammer / Handwerkskammer oder gleichwertige Bescheinigung. Bei juristischen Personen: vom bevollmächtigten Vertreter.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Haftpflichtversicherung mit mindestens 1.500.000 € Deckungssumme für Personenschäden und mindestens 500.000 € für sonstige Schäden. Durchschnittlicher Jahresumsatz (netto) der letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahre (2023, 2024, 2025) mindestens 300.000 €. Die Haftpflichtversicherung ist während der gesamten Vertragszeit ununterbrochen aufrechtzuerhalten.
Technische Leistungsfähigkeit – Personal
Jährliches Mittel der Mitarbeitenden in den Fachgebieten (Ingenieur/M.Eng./Meister/Techniker Elektrohandwerk) von mindestens 3 in jedem der vergangenen drei Jahre (2023, 2024, 2025).
Ausschlussgründe und gesetzliche Anforderungen
Keine Ausschlussgründe gemäß §§ 123 und 124 GWB. Eigenerklärung zu Russland-Sanktionen gemäß Art. 5k EU-VO 2022/576 (Anlage 06). Verpflichtungserklärung LTMG (Tariftreue- und Mindestlohngesetz Baden-Württemberg, Anlage 04). Keine Geldbuße nach § 24 Abs. 1 LkSG mit Höhen gem. § 22 LkSG. Erfüllung der gewerberechtlichen Voraussetzungen für die Leistungsausführung.
Verfahrensregeln
Zulässig: Nachunternehmereinsatz (Anlage 07), Eignungsleihe (gesamtschuldnerische Haftung gem. § 47 Abs. 3 VgV), Bewerbergemeinschaften (Anlage 08, jedes Mitglied eigener Bewerbungsbogen, gesamtschuldnerische Haftung, bevollmächtigter Vertreter). Keine Mehrfachbewerbung. Elektronische Angebotsabgabe über die Vergabeplattform wird vorausgesetzt; keine Abgabe per Post, Fax oder E-Mail. Das Verfahren ist als KMU-geeignet gekennzeichnet.
Wertung der Eignung (Auswahlkriterien)
Eignung wird anhand der eingereichten Referenzen bewertet: Mindestens 1 Referenz mit Neubau, öffentlichem Auftraggeber (Kommune, Land, Bund), Leistungsphasen 5–7, Honorarzone I, Baukosten KGR 440+450+460+490 ≥ 250.000 € netto, Abschluss LPH 7 im Zeitraum 2016–2026. Bis zu 4 Referenzen fließen in eine Wertungsmatrix ein (Punkte u.a. für Schule, Mensa/gewerbliche Küche, Sonderbau/Gebäudeklasse ≥ 4, Holz-/Holzhybridbau, zusätzlich LPH 8, Brandmeldeanlage nach DIN 14675, Notfall-/Gefahren-Reaktions-System, Sicherheitsbeleuchtung, barrierefreier Kleinaufzug, PV-Anlage).
Zuschlagskriterien (Wertung der Angebote)
a) Projektanalyse und Herangehensweise (30 %), b) Qualifikation/Referenzen Projektleitung (25 %), c) Qualifikation/Referenzen Bauleitung (25 %), d) Umsetzung/Organisation inkl. Dokumentation, Vertretungsregelung, Verfügbarkeit/Entfernung zur Baustelle (20 %), e) Honorarangebot (linear: < 0,75 × Durchschnitt = 20 Pkt., > 1,25 × Durchschnitt = 0 Pkt., dazwischen lineare Interpolation). Skala a–d: 0 (unzureichend) bis 5 (hervorragend), max. 100 Punkte.
Mind. 1 Referenzprojekt für vergleichbare TGA-Planungsleistungen (Anlagengruppen 4, 5 und 6 HOAI): Neubau, öffentlicher Auftraggeber (Kommune, Land, Bund), Leistungsphasen 5–7, Honorarzone I, Baukosten KGR 440+450+460+490 ≥ 250.000 € netto, Abschluss LPH 7 im Zeitraum 2016–2026
Pro Referenz max. 3 DIN-A4-Seiten PDF (Wort und Bild); bei Bietergemeinschaft dürfen Referenzen beliebig von beteiligten Büros stammen, müssen aber erkennbar das jeweilige Büro zuordnen