Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenWorum es geht: Die Freisinger Stadtwerke Parkhaus und Verkehrs-GmbH beschaffen die Lieferung, Montage und Inbetriebnahme einer netzgekoppelten Photovoltaikanlage auf der Überdachung der Busabstellplätze ihres neuen Busbetriebshofs in Freising.
Was zu tun ist: Auf einer Holz-Kastenträger-Überdachung (ca. 34,5 m × 57,5 m, ca. 6,8 m hoch, ca. 35° Dachneigung) sind 480 bifaziale Doppelglas-PV-Module (mind. 450 Wp) auf einer dachparallelen Unterkonstruktion zu montieren. Wegen einer mittigen Brandwand entstehen zwei elektrisch getrennte Teilanlagen mit je einem dreiphasigen Stringwechselrichter (insgesamt ca. 216 kWp, ca. 959 m² Modulfläche). Ebenfalls enthalten: komplette DC- und AC-Verkabelung, Netz- und Anlagenschutz, Zähler-/Anschlussverteilung, Einspeisemanagement, Blitzschutz/Potenzialausgleich, Brandschutz-Schottungen, Monitoring, Werk- und Montageplanung, Netzbetreiber-Abwicklung, Inbetriebnahme, Einweisung und vollständige Dokumentation.
Wie und bis wann: Die Angebotsabgabe erfolgt elektronisch bis 30.09.2026, 10:00 Uhr. Die Bauzeit ist vom 02.11.2026 bis 04.12.2026 vorgesehen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung preislich günstigerer Grund- oder Wahlpositionen, des evtl. Erstattungsbetrages aus der Lohngleitklausel, ggf. monetarisierter Zuschlagskriterien sowie eines eventuellen Nachlasses ohne Bedingungen.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenProjektrahmen
Beim Vorhaben handelt es sich um den Neubau eines Busbetriebshofs mit Ladeinfrastruktur für Elektrobusse in Freising. Bestandteile des Gesamtprojekts sind Verkehrsanlagen mit Busabstellplätzen, Mitarbeiter- und Besucherparkplätze, Sozialgebäude mit Leitstelle/Büro/Seminar/Sozialräume, Werkstattgebäude, Waschhalle sowie die Überdachung der Busabstellplätze mit Photovoltaikanlage. Die PV-Überdachung wird in Holzbauweise als Kastenträger-Konstruktion (ca. 34,5 m × 57,5 m, ca. 6,8 m hoch, Dachneigung ca. 35°) ausgeführt; die PV-Anlage ist mit Blitzschutz, Elektroinstallation sowie statischen und brandschutztechnischen Anforderungen abzustimmen.
Die Vergabe erfolgt als einheitliche Leistung ohne Lose (Vergabenummer 20260047) im offenen Verfahren gemäß VOB/A. Vertragsgrundlagen: VOB/B, VOB/C, Abrechnung nach Einheitspreisen und tatsächlich ausgeführten Mengen; Nachträge sind vor Ausführung schriftlich beim Auftraggeber anzumelden und dürfen erst nach Freigabe ausgeführt werden.
Anlage und Hauptkomponenten
PV-Generator: 480 bifaziale Doppelglas-Module (n-Typ-Halbzellen, schwarzer Rahmen) mit ≥ 450 Wp, ≥ 22,5 % Wirkungsgrad, 1.500 V DC; Produktgarantie ≥ 25 Jahre, lineare Leistungsgarantie ≥ 30 Jahre. Generatorleistung ca. 216 kWp, Modulfläche ca. 959 m².
Aufteilung: Zwei elektrisch getrennte Teilanlagen wegen mittiger Brandwand und begehbarer Regenablaufrinne; je 30 Reihen × 2 Module plus 30 Reihen × 6 Module. Jede Teilanlage erhält einen eigenen dreiphasigen Multi-MPPT-Stringwechselrichter (je 125 kVA, 1.100 V DC, ≥ 12 MPP-Tracker, ≥ 98,5 % max. Wirkungsgrad, inkl. DC-Lasttrennschalter, DC/AC-Überspannungsschutz, AFCI, IP66, C5).
Unterkonstruktion: Systemgeeignetes Montagegestell für dachparallele Modulmontage (Modulneigung ca. 35°) auf Holzplatten (ca. 60 mm) mit Abdichtungsebene; dauerhaft wasserdichte Dachdurchführungen; nur zugelassene Systeme für den Gebäudetyp Sonderbau; Statiknachweise sowie Wind- und Schneelastnachweise soweit erforderlich.
Elektroausrüstung und Verkabelung
DC-Verkabelung: Solarkabel 6 mm² (H1Z2Z2-K) mit MC4-Steckverbindern, ca. 2.400 m.
AC- und Steuerkabel: ÖLFLEX Classic 400 CP 4G1,5 mm² (50 m) und 7G1,5 mm² (250 m), NHXMH-J in verschiedenen Querschnitten (insgesamt 210 m), NYCWY 4×95 SM/50 für Anschluss und Verlegung, Datenkabel Cat.7 S/FTP (250 m).
Leitungsführung: C-Profilschiene (10 m), Kabelrinne aus Niro (115 m), Elektroinstallationsrohre in verschiedenen Durchmessern (insgesamt 64 m), Sammelhalter (25 Stück), Kabeltragsysteme.
Netz- und Anlagenschutz (NA-Schutz): zertifiziertes NA-Schutz-/Entkupplungsschutzgerät, Kuppelschalter, Hilfsspannungsversorgung, Einbindung beider Wechselrichter gem. VDE-AR-N 4105.
Zähler- und Anschlussverteilung: Niederspannungsseitige Verteilung für die PV-Anlage als Standschrank mit Sockel, Zählerplatz, Wandler, Einspeise-/Abgangsfelder, Überspannungsschutz, Platzreserve ≥ 20 %.
Einspeisemanagement: Wirk-/Blindleistungsregelung, fernwirktechnische Beeinflussung, Kommunikation mit Wechselrichtern, Steuer- und Kommunikationsgeräte.
Schutz, Blitzschutz und Brandschutz
Überspannungsschutz AC- und DC-seitig, Erdung und Potenzialausgleich, Anschluss an die Blitzschutzanlage der Überdachung.
Blitzschutz/Potenzialausgleich: Potenzialausgleichsschienen (64 Stück), NYY-J 1×6 mm² (1.500 m inkl. Brücken), NYY-J 1×25 mm² (320 m durchgehende Leitung), Cu-Potenzialausgleichsleitung 1×25 mm², Anschlüsse (60 Stück).
Brandschutz: Schottung von Kabel- und Leitungsdurchführungen nach DIN 4102, u. a. Brandschutzschaum FX200 (2 Stück).
Planung, Inbetriebnahme und Dokumentation
Werk- und Montageplanung auf Grundlage der Ausführungsplanung des Auftraggebers; vor Ausführung sind Kabeltrassen-Skizze und Modulverschaltungsplan vorzulegen und freigeben zu lassen.
Spätestens 3 Wochen vor Abnahme sind vollständige Revisionsunterlagen einzureichen (Papierform sowie digital als PDF und DWG/DXF): Bestandspläne, Modulbelegungs- und Stringpläne, Wechselrichterübersichten, DC-/AC-Leitungspläne, technische Datenblätter, Bedienungs- und Wartungsunterlagen, Inbetriebnahme-, Mess- und Prüfprotokolle (DIN VDE 0100-600, DIN EN 62446), Isolationsmessungen DC, Parametrierungs- und Monitoring-Dokumentation, Hersteller-/Fabrikatslisten, Einweisungsprotokolle mit Teilnehmerliste, Konformitätserklärungen, Garantieunterlagen und Bescheinigungen.
Weitere Unterlagen: Übersichts-, Lage- und Stromlaufpläne, Schaltschrank-/Bestückungs-/Klemmenpläne, Anlagen-/Verdrahtungs-/Kabel-/Klemmenpläne, Konstruktionszeichnungen/Werkpläne, ggf. Moduleinzelmessungen, Datenblätter aller Komponenten, Betriebshandbücher, Zertifikate/Bauteilbescheinigungen, Anlagenfunktionsbeschreibung, Datenpunktliste der Schnittstelle.
Inbetriebnahme: vollständige Leistungs- und Funktionsprüfung, Einweisung des Betriebspersonals, Monitoring-Einrichtung, Stringzuordnung, Parametrierung.
Abwicklung Netzbetreiber: Anmeldung, Genehmigungsverfahren, Abstimmung Schutz- und Messkonzept, Inbetriebsetzung, Registrierung im Marktstammdatenregister. Übergabe sämtlicher Systempasswörter und Zugangsdaten an den Auftraggeber.
Baustelle, Logistik und Sicherheit
Baustelleneinrichtung inklusive Hubarbeitsbühne (Gelenkteleskop, Arbeitshöhe ≤ 14 m, 200 kg) und Arbeits-/Schutzgerüst; allgemeine Baustelleneinrichtung. Hubarbeitsbühnen müssen für die Montage der PV-Anlage geeignet sein (Dachhöhe ca. 6,8 m); für Arbeitsbühnen > 6,0 m über Gelände ist ein Arbeits-/Schutzgerüst nach DIN 4420/DIN 18451 erforderlich. Kalkulationszeitraum Hubarbeitsbühne: 4 Wochen (20 Werktage); bei längerer Nutzung anteilige Vergütung mit 5 % je Werktag.
Einsatz von qualifiziertem Personal: Benennung eines verantwortlichen Vertreters des Auftragnehmers für Baubesprechungen, eines Maschinenführers für Hubarbeitsbühnen mit Befähigungs-/Prüfnachweisen sowie eines Ansprechpartners für den Gewährleistungszeitraum.
Einhaltung der Baustellenverordnung und der Vorgaben des SiGeKo, der allgemein anerkannten Regeln der Technik sowie der einschlägigen Gesetze, Verordnungen, Normen und Richtlinien (u. a. DIN VDE 0100-600, DIN EN 62446, DIN 4102, DIN 4420/18451).
Bauzeit: 02.11.2026 bis 04.12.2026 gemäß Bauzeitenplan.
Abfallentsorgung und Nebenpflichten
Vermeidung, Verwertung und Beseitigung von Bau- und Abbruchabfällen sowie Baustellenabfällen; getrennte Erfassung und Sammlung nach geltenden Vorschriften; Führung der nach Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) und Nachweisverordnung (NachwV) erforderlichen Nachweise.
Bei alternativer Entsorgungslösung: Nachweis der Berechtigung der Verwertungs-/Beseitigungsanlage, Annahmebestätigung des Betreibers, ggf. Bestätigung der zuständigen Abfallwirtschaftsbehörde (Andienungspflicht bei gefährlichen Abfällen); Verwertungskosten sind in die Einheitspreise einzurechnen, Beseitigungskosten sind zu benennen und sollen vom Auftraggeber unmittelbar getragen werden können. Auf Verlangen: Anzeige nach § 53 KrWG und Erlaubnis nach § 54 KrWG.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenFachliche und technische Eignung
Nachweis vergleichbarer Leistungen (PV-/elektrotechnische Projekte) in den letzten 5 Kalenderjahren über Eigenerklärung 124; bei Aufforderung 3 Referenznachweise mit Ansprechpartner, Leistungsbeschreibung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, Leistungsumfang mit Mengenangaben, eingesetzten Arbeitnehmern, technischen/gerätespezifischen Anforderungen, Art der Baumaßnahme (Neubau/Umbau/Denkmal), vertraglicher Bindung und Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung (Formblatt 444).
Verfügbarkeit der erforderlichen Arbeitskräfte (Erklärung); bei Aufforderung Jahresdurchschnitt der letzten 3 Jahre, gegliedert nach Lohngruppen, einschließlich technischem Leitungspersonal.
Erfüllung der fachtechnischen Anforderungen: PV-Modul-Unterkonstruktion muss nachweislich für die vorhandene Dachkonstruktion geeignet sein, Montage ausschließlich nach Herstellervorgabe, nur zugelassene Systeme für Gebäudetyp Sonderbau; fachgerechte Abdichtung sämtlicher Dachdurchdringungen; Einhaltung anerkannter Regeln der Technik sowie der einschlägigen Normen (u. a. DIN VDE 0100-600, DIN EN 62446, DIN 4102, DIN 4420/18451); Fähigkeit zur kompletten Netzbetreiber-Abwicklung bis zur Freigabe/Inbetriebsetzung.
Rechtliche und wirtschaftliche Eignung
Registereintragungen (Handelsregister, Handwerksrolle, IHK), soweit eine Verpflichtung besteht; bei Aufforderung entsprechende Nachweise (Gewerbeanmeldung, Handelsregisterauszug, Handwerkskarte/IHK-Eintragung).
Kein Insolvenzverfahren (eröffnet, beantragt oder Abweisung mangels Masse); keine Liquidation; ggf. Insolvenzplan.
Keine schweren Verfehlungen gemäß § 6e EU VOB/A; keine Eintragungen im Wettbewerbsregister (Abfrage bei Zuschlag ab 30.000 € netto).
Ordnungsgemäße Zahlung von Steuern und Abgaben sowie von Sozialversicherungsbeiträgen; bei Aufforderung Unbedenklichkeitsbescheinigungen (Finanzamt/Steuersachen, Sozialkasse, Berufsgenossenschaft unter Angabe der Lohnsummen); Freistellungsbescheinigung § 48b EStG; Erklärung Bezug Russland (Formblatt 127).
Mitgliedschaft in der Berufsgenossenschaft (Nachweis bei Aufforderung).
Möglichkeit der Eignungsleihe: Nachweis wirtschaftlicher/finanzielle Leistungsfähigkeit auch über Kapazitäten anderer Unternehmen (Formblatt 235 mit Angabe zur überlassenen Eignung), Verpflichtungserklärung anderer Unternehmen (Formblatt 236); Präqualifikation (PQ-Nummer) ist möglich.
Personelle und organisatorische Anforderungen
Benennung eines verantwortlichen Vertreters des Auftragnehmers für Baubesprechungen, eines Ansprechpartners für den Gewährleistungszeitraum sowie eines Maschinenführers für Hubarbeitsbühnen mit Befähigungs- und Prüfnachweisen.
Fähigkeit zur Auftragsabwicklung in der vorgegebenen Bauzeit (02.11.2026 bis 04.12.2026) und zur gleichzeitigen Bearbeitung von Werk-/Montageplanung, Netzbetreiber-Abwicklung, Montage, Inbetriebnahme und Dokumentation.
Vergleichbare Leistungen in den letzten 5 Kalenderjahren (formelle Anforderung über Eigenerklärung 124; bei Aufforderung 3 Referenznachweise auf Formblatt 444)
Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, Leistungsumfang mit Mengenangaben, eingesetzte Arbeitnehmer, technische/gerätespezifische Anforderungen, Art der Baumaßnahme (Neubau/Umbau/Denkmal), vertragliche Bindung (Hauptauftragnehmer/ARGE/Nachunternehmer), Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung
Hinweis: Leistungsverzeichnis erwähnt, dass die PV-Modul-Unterkonstruktion nachweislich für die vorhandene Dachkonstruktion geeignet sein muss (nur zugelassene Systeme für Sonderbau); implizit vergleichbare PV-Montageprojekte
Eignung über Eigenerklärung 124 bzw. PQ möglich; spezifische Referenz-Anforderungen nicht weiter spezifiziert