Neubau Feuerwehrgerätehaus Guntersblum
Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenOffenes Vergabeverfahren der Verbandsgemeinde Rhein-Selz für den Neubau eines Feuerwehrgerätehauses in Guntersblum. Ausgeschrieben sind Tief- und Rohbauarbeiten in einem Los.
Das Gebäude steht im Hochwassergebiet und wird auf ≥90,50 mNN angehoben. Der Auftrag umfasst die komplette Baustelleneinrichtung (Container, Baustrom, Bauwasser), Erdarbeiten und Geländeaufbau, Verlegung von Trinkwasser-, Regenwasser- und Abwasserleitungen, Leerrohre für Strom/Telekom, einen Leichtflüssigkeitsabscheider sowie den kompletten Rohbau (Fundamente, Bodenplatten, Wände, Decken in Stahlbeton).
Die Angebote müssen bis zum 02.11.2026 um 09:30 Uhr elektronisch über die Vergabeplattform eingereicht werden.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Allein der Preis ist für die Angebotswertung entscheidend; der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenBaustelleneinrichtung und Logistik
Die Containeranlage für den Auftraggeber umfasst ein Bauschild (5,00 m × 4,20 m), Büro- und Besprechungscontainer (~98 m²), Sanitärcontainer (2 Stück), Einzelcontainer (2 Stück) sowie Reinigung 2× wöchentlich, Außenbeleuchtung, Schuttcontainer und Entsorgung. Vorzuhalten vom 26.04.2027 bis 17.11.2028 (ca. 70 Wochen).
Für die Tief- und Rohbauarbeiten ist eine eigene Baustelleneinrichtung vorzuhalten: komplette Geräte, Kräne, Werkzeuge, Bauleiter vor Ort, Bauzaun (80 m), Absperrschranken, Baustellentüren, Baustellen-WC (15 Wochen), Baustellenverkehrsfläche (3.000 m²), Vorhaltung über 34 Wochen.
Baustrom: Hauptverteiler 400 V/100 A, drei Unterverteiler, Kranverteiler; Vorhaltung 18 Monate (Kran 12 Monate). Wasserversorgung: Trinkwasseranschluss, Frisch- und Abwasserleitung, Standhydrant; Vorhaltung 20 Monate.
Tiefbau – Erdarbeiten und Geländeaufbau
Sicherungsarbeiten außerhalb des Grundstücks: Betonstemmarbeiten, Abbau/Wiedereinbau von Sitzbänken, Tischen, Hinweistafeln und Verkehrsschildern, Baumschutz (Stamm-Ø 30–60 cm), Wurzelbehandlung, Schachtfreilegung.
Vorbereitende Arbeiten: Absteckungsarbeiten (Kanalisation, Versickerungsbecken, Wasserversorgung, Strom/Telekom/Glasfaser), Umschlagplatz für Aushub (~800 m²), Absteckprotokoll vor Baubeginn.
Verkehrssicherung: allgemeine Baustellenzufahrt und LKW-Sicherung, Kanalbau (100 m), Geh-/Radwegsicherung (100 m), Einengung Alsheimer Straße, Verkehrszeichenplan, Beschilderung und Betrieb 0–24 Uhr über 20 Wochen, 2× tägliche Kontrolle, provisorische Überfahrten.
Erdarbeiten und Tragschichten: Oberboden abräumen (7.700 m²), Erdreich abtragen und entsorgen (1.550 m³, davon ca. 2.500 t nach LAGA Z0), Geländenivellierung mit RC-Material (7.000–8.000 m³, Schichtdicke 80–100 cm), Tragschicht (1.000 m³, 40 cm), Geotextil (7.700 m²), Probebelastungen (dynamisch + statisch).
Tiefbau – Ver- und Entsorgungsleitungen, Entwässerung
Trinkwasserversorgung: Gräben (350 m³), Druckrohre PE100 DN/OD 63–110 (330 m), Formstücke, Absperrschieber, Über- und Unterflurhydranten DN80, Wasserübergabeschacht (Stahlbeton-Fertigteil), Druckprüfung nach DIN EN 805 und Desinfektion nach DVGW W 291.
Schmutz- und Regenwasserkanalisation: PVC SN16 DN/OD 315 (210 m) für Regenwasser, DN/OD 160 (140 m) für Schmutzwasser, RW-Anschlussleitungen DN/OD 160 (170 m), Schächte DN 1000 (verschiedene Typen), Schachtabdeckungen Klasse D400, Rückstauklappen, Leichtflüssigkeitsabscheider NG10, Probenahmeschacht, Warnanlage, Bodenabläufe, Ablaufrinnen E600 für Fahrzeug- und Waschhalle. Dichtheitsprüfung nach DIN EN 1610, Kameraprüfung nach DIN EN 13508-2.
Entwässerung unter der Bodenplatte: PP-MD Vollwandrohre KG 2000 DN 110 (336 m) und DN 160 (9 m), Formstücke, Reinigungsrohre, Mauerkragen EPDM (67 St. DN 110, 4 St. DN 160).
Tiefbau für Strom/Telekom/Glasfaser: Kabelgräben (300 m³), KG-Rohre DN 200, KG-Bodenelemente, Mehrsparten-Hauseinführung, Leerrohrsysteme. Erdungsanlage: Erdungsband (325 m), Fundamenterder (205 m), Ringerder (227 m), Klemmverbinder (130 St.), Anschlussfahnen, Potentialausgleich, Blitzschutzkomponenten.
Rohbau – Fundamente, Bodenplatten, Wände, Decken
Vorbereitende Arbeiten: Betoneinbau-Überwachung, Einmessung Hauptachsen/Höhenfestpunkte, Wasserhaltung (100 Tage).
Fundamente und Bodenplatten: Sauberkeitsschichten, Frostschürze, Bodenplatten für Verwaltungsbereich, Fahrzeughalle, Waschhalle, Übungsturm, Energiezentrale und Fahrradeinhausung (verschiedene Dicken 25–50 cm, Betongüten C25/30 bis C35/45, Gesamtvolumen ca. 580 m³), Perimeterdämmung (XPS/EPS), Abdichtung (Bitumen/ECB).
Aufgehende Bauteile: Ortbetonwände, Stützen, Aufkantungen, Attika und Torsturz – überwiegend in Sichtbetonqualität SB3 (Gesamtvolumen ca. 220 m³).
Decken: Deckenplatten für Bereitschaftsraum, Übungsturm, Energiezentrale und Fahrradeinhausung.
Schalung: für alle Fundamente, Bodenplatten, Wände, Stützen, Decken und Attika – überwiegend SB3.
Bewehrung und Einbauteile: ca. 50 t Betonstahl-Stabstahl und 55 t Betonstahlmatten, Rückbiegekörbe, Stahleinbauteile, Dichtungsrohre, Ankerplatten, Kantenschutz.
Stundenlohnarbeiten, Baustofflieferungen, Dokumentation
Stundenlohnarbeiten: Polier, Facharbeiter, Helfer, LKW-Fahrer, Monteur Blitzschutz; Geräte wie Hydraulikbagger, Radlader, Minibagger, Rüttelplatte, Kompressor, LKW.
Baustofflieferungen: kleine Mengen Beton C20/25, Sand, Splitt, Schotter.
Dokumentation: Vermessungsdaten aller Leitungen im Erdreich als Isybau 2006-XML, Übergabe spätestens 20 Werktage nach Beendigung. Bestandspläne CAD (DWG), 3-fach, farbig, Übergabe mindestens 15 Werktage vor Abnahme. Bestandsdokumente (Betriebs-/Wartungsanleitungen, Abnahmebescheinigungen) in Papier und digital (PDF + CD/USB), Übergabe mindestens 15 Werktage vor Abnahme. Dokumentationsunterlagen komplett spätestens 4 Wochen vor Gesamtinbetriebnahme bzw. 2 Wochen nach Teileabnahmen. Zustandsfeststellung gem. VOB/B § 4 Abs. 10 nach jedem Abschnitt.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenAusschlussgründe
Ausschlussgründe nach § 123 Abs. 1–10 GWB (zwingende Ausschlussgründe – bestimmte Straftaten), § 124 GWB (fakultative Ausschlussgründe), §§ 57, 42 Abs. 1 VgV, § 16 VOB/A, § 6e EU VOB/A sowie LTTG und Verordnung (EU) 2022/576 (Russland-Sanktionen). Bieter müssen erklären, dass keine Verfehlungen mit Eintrag im Gewerbezentralregister in den letzten 2 Jahren vorliegen und keine Insolvenzverfahren anhängig sind (bzw. ein rechtskräftig bestätigter Insolvenzplan vorliegt). Ab Auftragssumme ≥ 30.000 € fordert die Vergabestelle einen Auszug aus dem Gewerbezentralregister gem. § 150a GewO an.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Umsatz in den letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahren (Bauleistungen und vergleichbare Leistungen) ist auf Verlangen nachzuweisen, einschließlich der Anteile bei gemeinsam mit anderen Unternehmen ausgeführten Leistungen. Mitgliedschaft in der Berufsgenossenschaft ist Voraussetzung.
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Mindestens 3 vergleichbare Referenzleistungen in den letzten 5 Kalenderjahren mit den im Formblatt 124 genannten Angaben (Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, maßgeblicher Leistungsumfang mit eingesetzten Mengen, durchschnittliche Arbeitnehmerzahl, technische/gerätespezifische Anforderungen, Art der Baumaßnahme, vertragliche Bindung, koordinierte Gewerke, Auftragsgeberbestätigung). Die zur Auftragsausführung erforderlichen Arbeitskräfte stehen zur Verfügung; auf Verlangen Nachweis der durchschnittlichen Beschäftigten der letzten 3 Jahre, gegliedert nach Lohngruppen mit extra ausgewiesenem Leitungspersonal. Eintragung in Handelsregister, Handwerksrolle (Handwerkskarte) bzw. IHK – oder Nachweis, dass keine Eintragungspflicht besteht.
Nachunternehmer und Eignungsleihe
Nachunternehmer dürfen keine Ausschlussgründe aufweisen und müssen die Eignungskriterien erfüllen. Werden Kapazitäten anderer Unternehmen in Anspruch genommen, sind die Teilleistungen im Angebot zu benennen, Namen und Kontaktdaten der Unternehmen anzugeben und Verpflichtungserklärungen vorzulegen (Formblatt 236). Bei Eignungsleihe gemeinsame Haftungserklärung. Die Vergabestelle kann eine Frist zur Ersatzung nicht geeigneter Nachunternehmer setzen.
Tariftreue und Mindestlohn
Mit dem Angebot ist die LTTG-Mustererklärung 3 nach § 4 Abs. 2 des rheinland-pfälzischen Landestariftreuegesetzes abzugeben. Bieter verpflichten sich zur Zahlung des gesetzlichen Mindestlohns an Beschäftigte, zur sorgfältigen Auswahl und Überprüfung von Nachunternehmen und Verleihern und zur Bereithaltung prüffähiger Unterlagen über eingesetzte Beschäftigte. EU-Eigenerklärung zu Russland-Sanktionen (Verordnung EU 2022/576) ist Pflichtbestandteil.
Sprache und Form der Eignungsnachweise
Angebote sind in deutscher Sprache abzufassen. Nicht deutschsprachige Bescheinigungen sind mit deutscher Übersetzung einzureichen. Eignung kann nachgewiesen werden über Präqualifikation (PQ-Eintrag) oder über die Eigenerklärung zur Eignung (Formblatt 124) bzw. die Einheitliche Europäische Eigenerklärung (EEE) gemäß Aufforderung. Bei engerer Wahl: Bestätigung durch Bescheinigungen zuständiger Stellen.
3 vergleichbare Referenzen aus den letzten 5 Kalenderjahren mit Angabe von Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, maßgeblichem Leistungsumfang mit eingesetzten Mengen, durchschnittlicher Arbeitnehmerzahl, technischen/gerätespezifischen Anforderungen, Art der Baumaßnahme (Neubau/Umbau/Denkmal), vertraglicher Bindung (Hauptauftragnehmer/ARGE/Nachunternehmer), koordinierten Gewerken und Auftragsgeberbestätigung
vergleichbare Bauleistungen; Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung
Wettbewerb & Angebotsprognose
Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer VergabenAuf einen Blick
Erfüllungsort
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