Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Stadt Pfullingen schreibt im offenen Verfahren nach VOB/A die Schlosserarbeiten (Metallbauarbeiten) für den Neubau eines viergeschossigen Rathausergänzungsgebäudes sowie den Umbau und die Sanierung des bestehenden, denkmalgeschützten Rathauses II aus.
Was zu tun ist: Es geht um Metallbauarbeiten im und am Gebäude – also Geländer, Handläufe, Absturzsicherungen an Fenstern, Attikaaufkantungen, Gitterroste, Stahltüren, Schließgitter, Schriftzug und diverse Kleinkonstruktionen. Die Arbeiten finden sowohl im Neubau als auch im Bestand statt und müssen zeitgleich mit anderen Gewerken ausgeführt werden.
Wichtig: Angebote können nur elektronisch über die Vergabeplattform vergabe24.de abgegeben werden, und zwar bis zum 21.09.2026 um 10:00 Uhr. Es wird kein Los gebildet – die Leistung wird als Ganzes vergeben. Zuschlagskriterium ist allein der Preis.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Zuschlagskriterium Preis - der Preis fließt ohne manuelle Bearbeitung in die Wertung ein. Der Punktwert des Preises errechnet sich, indem die günstigste Angebotssumme durch die Gesamtsumme des jeweils zu bewertenden Angebotes geteilt und mit 100 multipliziert wird.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenRahmen und Erfüllungsort
Bauvorhaben: Neubau eines 4-geschossigen Rathausergänzungsgebäudes (Gebäudeklasse 4) mit Keller, Stahlbetonskelettbauweise mit Mauerwerk-Außenwänden und Satteldach (Pfettendach) als Holzkonstruktion mit Blecheindeckung – umbauter Raum Neubau ca. 7.000 cbm.
Daneben Umbau und Sanierung des bestandsgeschützten Rathauses II (Altbau 1685, Anbau 1905) – umbauter Raum Bestand ca. 5.000 cbm – einschließlich Erweiterung des bestehenden Ratssaals im OG, statischer Ersatzmaßnahmen bis ins EG und Einbau einer Lüftungsanlage im DG. Barrierefreie Erschließung über zentrales Treppenhaus und Aufzug.
Erfüllungsort: 72793 Pfullingen.
Übergeordnete Ausführungsanforderungen
Material: Baustahl S235JR, soweit nicht anders angegeben.
Oberflächenbehandlung: Feuerverzinkung nach DIN EN ISO 1461, teilweise zusätzliche Pulverbeschichtung (z.B. RAL 7039 Quarzgrau) bzw. Grundierung für bauseitige Beschichtung (z.B. Innenbereiche).
Vor Ausführung der jeweiligen Gewerke sind in der Regel Aufmaß vor Ort und Werkstattzeichnungen zu erstellen und vom Auftraggeber freigeben zu lassen; für Treppenhaus-Geländer (Erweiterung) ist zwingend ein 3D-Aufmaß und 3D-Werkstattzeichnungen erforderlich.
Während der gesamten Bauausführung muss mindestens ein fließend Deutsch sprechender Mitarbeiter des Auftragnehmers ständig auf der Baustelle anwesend sein.
Verunreinigungen öffentlicher Verkehrswege durch Fahrzeuge/Maschinen des AN sind durch geeignete Maßnahmen zu vermeiden und bei Auftreten unverzüglich zu beseitigen.
Bei Unklarheiten zur Zuordnung einzelner Leistungen ist vorab mit der Bauleitung zu klären, welchem Titel (Erweiterung/Bestand) die Leistung zuzuordnen ist.
Örtliche Gegebenheiten: begrenzte Lagerfläche; Zufahrt über Griesstraße/Klemmenstraße ohne Wendemöglichkeit; Brücke Griesstraße max. 18 t; Hebewerkzeuge sind bauseits nicht vorhanden und in die Einheitspreise einzurechnen.
Ausführungszeitraum: 16.11.2026 bis 27.11.2026 (Baumaßnahme im Bestand, 12 Tage).
Sicherheits-, Sprach- und Tariftreueanforderungen
Verpflichtung zur Einhaltung des Mindestlohngesetzes (MiLoG) und der tarifvertraglichen Arbeitsbedingungen nach AEntG; Verstoß kann zu Vertragsstrafe, Angebotsausschluss oder Ausschluss von Vergaben bis zu drei Jahren sowie zur fristlosen Kündigung führen.
Sicherheits- und Gesundheitsschutzplan (SiGe-Plan) liegt vor; SiGe-Koordinator nach § 3 BaustellV ist eingesetzt.
Bautagesberichte nach Vordruck KEV 320 täglich führen und wöchentlich übergeben.
Sprachanforderung: mindestens ein fließend deutsch sprechender Mitarbeiter ständig auf der Baustelle.
LV-Titel 01 – Erweiterung (Neubau)
01.01 Attikaaufkantungen Flachdächer: geschweißte Winkelprofile aus Flachstahl S235JR, feuerverzinkt, Befestigung mit Klebedübel in Stahlbeton; Ausführungen für Loggia, Lagerraum und Terrasse Ratssaal – teilweise mit Pulverbeschichtung RAL 7039 Quarzgrau.
01.02 Umwehrungen/Geländer außen: Außengeländer aus Baustahl S235JR, feuerverzinkt; umlaufender Rahmen aus Rechteckhohlprofil 40x60x4mm; senkrechte Füllung aus Flachstahl 40x5mm in Ovalform; Handläufe aus Rundrohrprofil 33,7x2,0mm; Montage an Loggia, Lagerraum, Terrasse Ratssaal, Anlieferung/Hebebühne und Treppe Haupteingang.
01.03 Umwehrungen/Geländer innen – Foyer: Innengeländer aus Baustahl S235JR, grundiert für bauseitige Beschichtung; Quadrathohlprofil 40x40x4mm; Verkleidungen der Steg-Wangen mit Stahlplatten 8mm; Brüstungskonstruktionen für Gipskartonbeplankung; Montageort Foyer E+1.
01.04 Umwehrungen/Geländer innen – Treppenhaus: Treppengeländer aus Baustahl S235JR, grundiert; Staketen/Quadrathohlprofil 30x30x4mm; zwingend 3D-Aufmaß und 3D-Werkstattzeichnungen; Verkleidung der Treppen-/Podestwangen mit Stahlplatten 8mm; Handläufe mit taktilen Handlaufschildern (Brailleschrift); Montageort Treppenhaus E-1 bis E+3.
01.05 Absturzsicherung Fenster: horizontale Stäbe aus Rundrohrprofil, feuerverzinkt und pulverbeschichtet RAL 7039 Quarzgrau; Befestigung mit Klebedübel M10x190mm in perlitegefülltem Hochlochziegel (Schlagmann S9); verschiedene Größen von 1,075m bis 2,35m.
01.06 Gitterroste Loggia
LV-Titel 02 – Bestand (Umbau/Sanierung Rathaus II)
02.01 Handlauf: Handlauf aus Rundrohrhohlprofil S235JR, 33,7x2,0mm, grundiert für bauseitige Beschichtung; Konsolen für Mauerwerkswand; Montageort Geländer Treppe Foyer Bestand; ca. 12 m inkl. Richtungswechsel und Enddeckel.
02.02 Nachweisarbeiten: Bedarfspositionen für Facharbeiter und Helfer (Stundenlohnarbeiten).
Ungefähre Mengen Eckwerte (aus LV/Projektübersicht)
Attikaaufkantungen: ca. 40 lfm.
Geländer und Handläufe (innen und außen): ca. 110 lfm.
Absturzsicherungen Fenster: ca. 50 Stk.
Sonstige Kleinkonstruktionen (Verkleidung Fenster, Unterverteiler u.Ä.): ohne Mengenangabe.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenVerfahrensart und Form der Eignungsprüfung
Offenes Verfahren nach VOB/A Abschnitt 2.
Eignungsnachweis wahlweise durch Eintrag im Präqualifikationsverzeichnis des Vereins für Präqualifikation von Bauunternehmen e.V. oder durch Eigenerklärung zur Eignung (Vordruck KEV 179 AngErg Eignung) bzw. Einheitliche Europäische Eigenerklärung (EEE).
Auftragsspezifische Einzelnachweise sind in den Vergabeunterlagen nicht ausdrücklich gefordert.
Fehlende Unterlagen und fehlende Preisangaben werden NICHT nachgefordert (§ 16a EU Abs. 3 VOB/A).
Fachliche Eignung – Referenzen
Eigenerklärung zu vergleichbaren Leistungen (Schlosser-/Metallbauleistungen) – falls angekreuzt, sind mindestens 3 Referenzen aus den letzten 3 abgeschlossenen Kalenderjahren mit Angaben zu Baumaßnahme, Ort, Auftraggeber, Leistungsbeschreibung, Auftragswert und eigenem Leistungsvolumen, Ausführungszeitraum, Rolle, eingesetzten Arbeitskräften und besonderen Anforderungen vorzulegen.
Im engeren Wahlkreis zusätzlich schriftliche Bestätigung des früheren Auftraggebers je Referenz.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Umsatzangaben der letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre für Bauleistungen und vergleichbare Leistungen (Höhe nicht vorgegeben, muss plausibel sein).
Bei Inanspruchnahme der Kapazitäten anderer Unternehmen: Verzeichnis (KEV 177) und Verpflichtungserklärung (KEV 178); die anderen Unternehmen haften gemeinsam.
Personelle Leistungsfähigkeit
Erklärung, dass die zur Ausführung der Leistung erforderlichen Arbeitskräfte zur Verfügung stehen.
Auf Verlangen Angabe der durchschnittlich Beschäftigten je Lohngruppe, getrennt nach Leitungspersonal.
Sprachanforderung: mindestens ein fließend deutsch sprechender Mitarbeiter muss ständig auf der Baustelle anwesend sein.
Zuverlässigkeit / Ausschlussgründe
Kein laufendes Insolvenzverfahren oder Liquidation (bzw. bestätigter Insolvenzplan).
Keine schweren Verfehlungen gem. § 6e EU VOB/A; ggf. Angabe von Selbstreinigungsmaßnahmen.
Ordentliche Erfüllung der Steuer- und Sozialversicherungspflichten; Nachweise (Unbedenklichkeitsbescheinigungen Finanzamt, tarifliche Sozialkasse, Berufsgenossenschaft) auf Verlangen.
Berufliche Registrierung
Eintragung in einem Berufsregister (Handelsregister, Handwerksrolle oder IHK) – Nachweise bei Zuschlagserteilung vorzulegen; alternativ Nachweis, dass keine Eintragung erforderlich ist.
Tariftreue und Mindestlohn
Verpflichtungserklärung Mindestlohn LTMG-BW (KEV 179.3) abzugeben: Einhaltung MiLoG und der tarifvertraglichen Arbeitsbedingungen nach AEntG; entsprechende Verpflichtungserklärungen auch von Nachunternehmen und Verleihunternehmen einzuholen.
Mitgliedschaft in der zuständigen Berufsgenossenschaft.
Vergleichbare Bauleistungen (Schlosser-/Metallbauleistungen) – auf Verlangen sind mind. 3 Referenzen aus den letzten 3 abgeschlossenen Kalenderjahren vorzulegen
Baumaßnahme, Ort der Ausführung, Bauherr/Auftraggeber (Name, Anschrift), Leistungsbeschreibung (Schlosserarbeiten), Auftragswert der gesamten Leistung (€) und eigenes Leistungsvolumen (€), Ausführungszeitraum (von–bis), Rolle des Bieters (Hauptauftragnehmer/ARGE-Partner/Nachunternehmer), durchschnittlich eingesetzte Arbeitnehmer und Leitungskräfte, besondere technische/gerätespezifische/zeitliche/sonstige Anforderungen; im engeren Wahlkreis zusätzlich schriftliche Bestätigung des früheren Auftraggebers