Neubau Wasserwerk TA - Verfahrens- und elektrotechnische Ausrüstung
Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDer Zweckverband Wasserversorgung Unteres Kochertal schreibt im offenen Verfahren die verfahrens- und elektrotechnische Ausrüstung des neuen Wasserwerks FA 2 aus. Das Wasserwerk ist Teil einer Verbundlösung zur Trinkwasserversorgung der Gemeinden Neuenstadt am Kocher, Hardthausen am Kocher und Langenbrettach.
Gefordert wird die komplette Lieferung, Montage, Inbetriebnahme und Dokumentation einer mehrstufigen Trinkwasseraufbereitungsanlage (ca. 200 m³/h) mit Ultrafiltration, Niederdruckumkehrosmose, Entsäuerung, UV-/Chlordesinfektion, Druckerhöhung, sowie die gesamte Elektro-, MSR- und Prozessleittechnik.
Zusätzlich werden Wartungsarbeiten während der gesetzlichen Verjährungsfrist (mit Option auf weitergehende Wartung) angeboten. Bieter müssen umfangreiche Eignungsnachweise erbringen (mind. 3 vergleichbare Referenzen, Schlüssel- und Stammpersonal, Schweißzertifikate, Mindestumsatz).
Angebotsabgabe bis 26.10.2026, 10:00 Uhr, Bindefrist bis 29.12.2026.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis95%
Angebotspreis. Punkte = (niedrigster Preis / Angebotspreis) × 100.
- Darstellung der verfügbaren Ressourcen5%
Darstellung der verfügbaren Kapazitäten (Montage- und Werkstattkolonnen für VT und ET). Bewertet wird die verbindlich geplante Verfügbarkeit von Stammpersonal über den Projektzeitraum. 5-stufige Punktelogik (1-5 Punkte), Multiplikation mit 20. Nachweis: Ressourcenplan (Phasen, Mannwochen), Bindungserklärung der Kolonnen, Abgleich mit Termin-/Ablaufplan.
Gesamtpunkte = 0,95 · Preis + 0,05 · Ressourcen. Preis-Punkte = (niedrigster Preis / Angebotspreis) × 100. Ressourcen-Punkte = (1-5) × 20. Zuschlag = Angebot mit höchster Gesamtpunktzahl (max. 100).
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenGemeinsame Pflichten für beide Gewerke (Verfahrenstechnik und Elektrotechnik)
Lieferung, betriebsfertige Montage, Inbetriebnahme, Funktionsprüfung und Probebetrieb (4 Wochen unterbrechungsfrei) der gesamten verfahrens- und elektrotechnischen Ausrüstung des Wasserwerks FA 2.
Pflichtleistungen ohne separate Vergütung: Kleinmaterialien, Bohrungen, Befestigungen, Nebenleistungen nach VOB/C, Mitbenutzung von Gerüsten durch Fremdfirmen, Erstellung der vollständigen technischen Dokumentation in 3-facher Ausfertigung (Papier + PDF), Einweisung des Betriebspersonals.
Vor Montagebeginn sind vollständige Planungsunterlagen (Kabel-, Stromlauf-, Aufbaupläne, Pflichtenheft) beim Auftraggeber zur Baufreigabe einzureichen. Etwaige Werkstatt-, Montage- und Detailzeichnungen für die Verfahrenstechnik sind vor Auftragserteilung vorzulegen.
Nach Auftragserteilung ist der Baufristenplan innerhalb von 20 Werktagen einzureichen. Die namentliche Liste der Baustellen-Arbeitskräfte ist vor Baubeginn unaufgefordert vorzulegen.
Bei Lieferfristen über 4 Wochen ist eine Auftragsbestätigung des Lieferanten vorzulegen. Vor Inbetriebnahme (mindestens 14 Tage vorher) ist ein detaillierter Prüfungs- und Inbetriebnahmeplan mit dem Auftraggeber abzustimmen.
Sprache: Angebote und Schriftverkehr in Deutsch; Bauleiter, Poliere, Maschinenführer und Vorarbeiter müssen Deutsch sprechen.
Materialien mit Trinkwasserkontakt müssen KTW-/DVGW W270-/W347-Zulassung besitzen; CE-Kennzeichnung ist für alle relevanten Produkte nachzuweisen.
Bei Nachunternehmerleistungen über 20 % der Angebotssumme sind diese namentlich zu benennen – andernfalls droht Vergabeausschluss.
Festpreisbindung: bis 3 Monate nach Fertigstellung der Leistungen. Nachbesserungsfrist: 5 Wochen nach Abnahme. Optional verlängerte Inbetriebnahme bis 10 Monate Vorhaltezeit.
Baustelleneinrichtung und Hygienekonzept
Aufbau einer vollständigen Baustelleneinrichtung inklusive Baustromverteiler, Bauheizung, Material- und Personenschleuse, Flächengerüsten und Grundbeleuchtung.
Das Vorhaben liegt in einem Wasserschutzgebiet – die Trinkwasser-Hygienevorschriften (DVGW W 300, W 270, W 347) sowie ein abgestimmtes Hygienekonzept mit Hygienezonen A, B, C für die Trinkwasserspeicher sind verbindlich einzuhalten.
In den Angeboten sind Witterungseinflüsse (Frost, Regen, Winterpause) in Kalkulation und Terminplan zu berücksichtigen.
Wartung während der Verjährungsfrist (separates Angebot)
Ergänzend zur Herstellung wird die Wartung der verfahrens- und elektrotechnischen Ausrüstung des Wasserwerks FA 2 während der gesetzlichen Verjährungsfrist ausgeschrieben. Leistungen: regelmäßige Inspektionen und Wartungen gemäß Herstellervorgaben, Instandsetzungsarbeiten zur Wiederherstellung des Sollzustands, Störungsbeseitigung auch außerhalb betriebsüblicher Arbeitszeiten, Erstellung von Arbeitsberichten/Arbeitskarten (Vordruck KEV 149 (W) Arbeit).
In der Jahrespauschale sind abgegolten: Wartung, Instandsetzung mit Ersatzteilen bis 25 € je Wartung/Anlage, Hilfsmittel und -stoffe, Materialien, Fahrtkosten, Zuschläge. Teurere Ersatzteile werden separat vergütet. Es ist eine 24-h-Störungsbereitschaft Bestandteil des Angebots.
Vertragslaufzeit: ab Abnahme der Anlage, Dauer in Jahren noch festzulegen. Mängelansprüche: 2 Jahre Verjährungsfrist. Preisgleitklausel mit Allgemeinkostenanteil A=0 und Lohnkostenanteil L=1,0 – maßgebender Tarifvertrag und maßgebende Lohngruppe sind anzugeben.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenFachliche Eignung (Referenzen)
Mindestens 3 erfolgreich abgeschlossene Bauvorhaben vergleichbarer Wasserwerke in den letzten 5 Jahren (bezogen auf das Abnahmedatum). Jede Referenz muss den Bau eines Wasserwerks mit Ultrafiltration ≥ 50 m³/h, Niederdruckumkehrosmose ≥ 50 m³/h, physikalischer Entsäuerung und Pumpwerk ≥ 150 m³/h bei 5 bar umfassen. Pflichtangaben je Referenz: Bezeichnung Vorhaben, Bauherr, Ansprechpartner mit Kontaktdaten, Bauzeit, Auftragswert. Auch Nachunternehmer müssen Referenzen nachweisen. Nichterfüllung führt zum Ausschluss.
Zuverlässigkeit und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit
Sprach- und allgemeine Pflichten
Mindestens 3 erfolgreich abgeschlossene Bauvorhaben vergleichbarer Wasserwerke in den letzten 5 Jahren (bezogen auf Abnahmedatum). Jede Referenz muss Bau eines Wasserwerks mit Ultrafiltration ≥ 50 m³/h, Niederdruckumkehrosmose ≥ 50 m³/h, physikalischer Entsäuerung und Pumpwerk ≥ 150 m³/h bei 5 bar umfassen. Pflichtangaben je Referenz: Bezeichnung Vorhaben, Bauherr, Ansprechpartner mit Kontaktdaten, Bauzeit, Auftragswert.
Vergleichbarkeit über die genannten Verfahrenskomponenten (UF, UO, Entsäuerung, Pumpwerk). Auch für Nachunternehmer sind Referenzen nachzuweisen. Referenzbestätigungen sind als Anlage beizufügen.
Wettbewerb & Angebotsprognose
Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer VergabenVerlauf dieser Vergabe
2 Bekanntmachungen- 06.10.2026Ausschreibungauf dieser Seite
- Abgabefrist: 26.10.2026 → 09.11.2026
- 18.09.2026Ausschreibung
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