Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, vertreten durch das Staatliche Hochbauamt Freiburg, schreibt die schlüsselfertige Planung, Errichtung, 36-monatige Vorhaltung und den Rückbau einer provisorischen Fußgängerbrücke über die Autobahn A5 an der Grenzübergangsanlage in Weil am Rhein aus.
Die 150 m lange Brücke umfasst sechs Felder mit Spannweiten von 16 bis 28 m, sechs standsichere Unterbauten, drei barrierefreie Treppenaufgänge und eine lichte Laufbreite von mindestens 1,50 m. Der Angebotspreis ist als Pauschale einschließlich Baustelleneinrichtung abzugeben. Angebote müssen bis 22.09.2026 um 10:30 Uhr elektronisch über die Vergabeplattform eingereicht werden.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis (Wertungssumme einschl. evtl. Wartungskosten)80%
Wertungssumme des Angebotes. 10 Punkte für niedrigste Wertungssumme, 0 Punkte für das Zweifache der niedrigsten Wertungssumme und darüber, lineare Interpolation dazwischen. Werkstätten für Behinderte erhalten 15% Bonus bei der Wertungssumme.
- Entwurf/Konzept20%
Vorlage eines Lösungsvorschlags zum Entwurf/Konzept basierend auf dem Vorentwurf des AG und der funktionalen Leistungsbeschreibung. Bewertet werden: Systemschnitt M 1:200, Möglichkeiten zur Vormontage, Errichtungs- und Rückbauzeit, benötigte Flächen sowie Art und Anzahl der Sperrungen, Notwendigkeit von Eingriffen in den Bestand. Vorlage als PDF auf max. 2 DIN A3. Bewertung: 0/2/8/10/12 Punkte (ungenügend/mangelhaft/befriedigend/gut/sehr gut).
Preis: Lineare Interpolation zwischen niedrigster Wertungssumme (10 Punkte) und dem Zweifachen der niedrigsten Wertungssumme (0 Punkte), drei Stellen nach dem Komma. Nichtpreisliches Kriterium Entwurf/Konzept: Punkteskala 0/2/8/10/12 (ungenügend/mangelhaft/befriedigend/gut/sehr gut). Gesamtpunktezahl = v.H.-Satz × Punkte je Kriterium, Summe entscheidet über Rangfolge.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenPlanung und gebrauchsfertige Errichtung
Schlüsselfertige und gebrauchsfertige Erstellung der provisorischen Fußgängerbrücke einschließlich aller erforderlichen Architekten- und Ingenieur-, Grund-, Besonderen, Beratungs- und gutachterlichen Leistungen. Die Brücke ist 150 m lang, besteht aus sechs Feldern mit Spannweiten von 16,00 m bis 28,00 m und wird auf sechs vollständigen, standsicheren Unterbauten errichtet.
Technische Ausführung
Die lichte Laufbreite beträgt mindestens 1,50 m. Der Bodenbelag muss rutschfest sein. Vorgesehen sind drei barrierefreie Treppenaufgänge, eine lichte Höhe unter der Brücke von mindestens 4,5 m, Schutz gegen herabfallende Gegenstände sowie Schutzmaßnahmen an Stütztürmen und Widerlagern gegen Hochwasser. Zusätzliche Lasten einer Leitungstrasse und mögliche Durchbiegungen sind zu berücksichtigen.
Vorhaltung und Rückbau
Die fertige Brücke ist ab ihrer Fertigstellung 36 Monate vorzuhalten. Dazu gehören die Aufrechterhaltung der Betriebsbereitschaft sowie erforderliche Unterhalts- und Wartungsleistungen. Anschließend ist die provisorische Brücke vollständig zurückzubauen.
Organisation, Genehmigungen und Verkehrssicherung
Der Auftragnehmer übernimmt Koordination, Projektmanagement, Abstimmung mit Nutzern und Beteiligten sowie die terminliche Koordination mit Drittunternehmen. Er muss behördliche Genehmigungen, Nachweise und Abnahmen herbeiführen, erforderliche Nachbarzustimmungen und Sondernutzungsgenehmigungen einholen und die Verkehrssicherungs-, Räum- und Streupflicht während Herstellung, Vorhaltung und Rückbau erfüllen.
Konzept und Bauausführung
Zum Konzept sind ein skizzenhafter Systemschnitt im Maßstab 1:200, Aussagen zur Vormontage, zur Errichtungs- und Rückbauzeit, zum Flächenbedarf einschließlich Art und Anzahl erforderlicher Sperrungen sowie zu Eingriffen in den Bestand vorzulegen.
Baustelleneinrichtung und Abfallmanagement
Baustelleneinrichtung, Einrichtung, Abbau und Vorhaltung sind in der pauschalen Bauleistung zu berücksichtigen. Bau-, Abbruch- und Baustellenabfälle sind zu trnen, ordnungsgemäß zu entsorgen und hierzu Erklärungen, Bestätigungen und Belege vorzulegen. Bei abweichender Verwertung oder Beseitigung sind die Berechtigung und Annahmebestätigung der Anlage sowie gegebenenfalls behördliche Bestätigungen nachzuweisen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenEignungsnachweis und Referenzen
Mit dem Angebot ist eine PQ-Nummer, das Formblatt 124 Eigenerklärung zur Eignung oder eine Einheitliche Europäische Eigenerklärung vorzulegen. Referenznachweise werden nachgereicht, sofern die Vergabestelle sie anfordert. Einzelheiten zu Anzahl, Art, Zeitraum und Volumen der Referenzen sind in den vorliegenden Auszügen nicht enthalten.
Versicherungsschutz
Für die Betriebs- und Berufshaftpflichtversicherung sind folgende Mindestdeckungssummen vorgesehen: 1.500.000 € für Personenschäden sowie jeweils 500.000 € für Sachschäden und sonstige Schäden, insbesondere Vermögensschäden.
Arbeits- und Sozialrecht
Es dürfen nur legal beschäftigte Arbeitnehmer mit erforderlicher Arbeitserlaubnis oder zulässiger Arbeitnehmerüberlassung eingesetzt werden. Der gesetzliche Mindestlohn ist einzuhalten. Sozialversicherungs- und Berufsgenossenschaftsbeiträge sowie tarifliche Sozialabgaben sind ordnungsgemäß zu erfüllen. Für ausländische Arbeitnehmer gelten zusätzliche arbeits- und ausländerrechtliche Anforderungen.
Nachunternehmer und Eignungsleihe
Eingesetzte Nachunternehmer müssen fachkundig, leistungsfähig und zuverlässig sein sowie die erforderlichen gewerberechtlichen Voraussetzungen erfüllen. Bei Nutzung anderer Unternehmen sind das Verzeichnis der Unternehmerleistungen und auf Verlangen eine Verpflichtungserklärung einzureichen. Die wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit der beteiligten Unternehmen ist zu berücksichtigen.
Gewerbe-, Steuer- und Insolvenznachweise
Auf Verlangen sind Gewerbeanmeldung, Handelsregisterauszug, Handwerksrollen- oder IHK-Eintrag, gegebenenfalls ein Insolvenzplan sowie Unbedenklichkeitsbescheinigungen des Finanzamts, der tariflichen Sozialkasse und der Berufsgenossenschaft vorzulegen.
Russland-Sanktionen
Der Bieter muss die vorgesehene Erklärung zu Russland-Bezügen abgeben. Kapazitäten russland-bezogener Unternehmen, Nachunternehmer oder Lieferanten dürfen nur in Anspruch genommen werden, wenn die daraus erbrachten Leistungen höchstens 10 % des Auftragswerts ausmachen.
Referenznachweise zu abgeschlossenen vergleichbaren Projekten
Die konkreten Anforderungen an Art, Anzahl, Zeitraum und Volumen sind nicht enthalten. Maßgeblich sind die Angaben im Formblatt 124 Eigenerklärung zur Eignung.