Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Rhein-Sieg-Verkehrsgesellschaft mbH (RSVG) schreibt Bauleistungen rund um die Erneuerung und Unterhaltung ihrer Güterbahnstrecke (VzG 9610 & 9611) im Großraum Troisdorf öffentlich aus.
Das Projekt umfasst allgemeine Gleisunterhaltung, Weichenunterhaltung sowie den Wechsel von rund 1.025 Schwellen in fünf klar abgegrenzten Bauabschnitten (mit zugehörigen Asphaltarbeiten an Bahnübergängen).
Bieter müssen ihre Angebote ausschließlich elektronisch über den Vergabemarktplatz Rheinland (www.vmp-rheinland.de) bis spätestens 01.09.2026, 10:00 Uhr (MESZ) einreichen.
Zuschlagskriterium ist der niedrigste Preis. Die Bauarbeiten müssen bis spätestens 30.11.2026 abgeschlossen sein; die Abnahme ist bis 07.12.2026 vorgesehen.
Das Vorhaben wird mit Bundes- und Landesmitteln gefördert (Tariftreue- und Vergabegesetz NRW findet Anwendung).
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Wertungssumme netto der Angebote; bei der Alternativposition Pos. 32.10/32.10A wird nur die günstigere Angebotssumme bzw. bei gleicher Summe diese nur einfach berücksichtigt.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenStrecke und Rahmenbedingungen
Leistungsort: Großraum Troisdorf, Güterbahnstrecke VzG 9610 & 9611 (Bahnhof Troisdorf-West km 0–700 bis Bahnhof Lülsdorf – EVONIK km 14+500).
Streckenbeschreibung: Öffentliche, nicht elektrifizierte, eingleisige Nebenbahn; Eigentum und Betrieb durch RSVG mbH; Anbindung an DB Netz AG (VzG 2324) über die Weichen 424 und 449.
Betrieb: Mo–Fr ist die Strecke zwischen 13:30 und 06:30 Uhr Betriebsruhe (Sperrzeit); Sa/So finden keine Zugfahrten statt. Gleisbauarbeiten sind nur innerhalb der Sperrzeiten zulässig. Teile der Baustellen sind nicht per Straße erreichbar.
Förderung: Für die Leistungen (insbesondere Titel 3) wurden Bundes- und Landesmittel beantragt/bewilligt. Bei Überschreitung der zuwendungsfähigen Baukosten für Titel 3 behält sich der Auftraggeber die Aufhebung der Ausschreibung vor. Es gilt das Tariftreue- und Vergabegesetz NRW (TVgG NRW).
Übergreifende Pflichten und organisatorische Anforderungen
Baustelleneinrichtung und -räumung in allen Titeln, einschließlich Anlieferung und Vorhaltung aller Geräte.
Beweissicherung / Fotodokumentation vor Beginn der Bauarbeiten (für Titel 1, 2 und 3).
Verkehrssicherung nach StVO: Aufstellen und Unterhalten von Verkehrszeichen, Absperrungen, Beleuchtung etc. für Sperrungen und Umleitungen.
Sicherungsposten außerhalb der Sperrzeiten sowie Sicherstellung der täglichen Befahrbarkeit als Baugleis (Mo–Fr).
Vermessungsleistungen während der Baumaßnahme durch qualifizierte Fachkräfte unter Leitung einer Fachkraft.
Einhaltung immissionsschutzrechtlicher Vorschriften (BImSchG, DIN 4150, GefStoffV).
Wöchentlicher Jour Fixe auf Grundlage arbeitstäglich schriftlich geführter Tagesberichte.
Information der Anwohner (Postwurfsendung) bei Nacht- und Sonntagsarbeit.
Genehmigungen für Sperrungen, Umleitungen und ggf. nach § 54 KrWG für gefährliche Abfälle sind durch den Auftragnehmer beizubringen.
Freistellungserklärungen der Grundstückseigentümer (5 Stück) sind nach Bauabschluss beizubringen.
Personelle Anforderungen und Qualifikationsnachweise
Fachkundiger Bauleiter (mind. 2 Jahre Berufserfahrung, deutschsprachig, Stellvertreter erforderlich) – namentliche Benennung schriftlich vor Baubeginn; auf Verlangen Referenzen vorzulegen.
Fachkundiger Schachtmeister (mind. 2 Jahre Berufserfahrung, deutschsprachig, Stellvertreter erforderlich) – namentliche Benennung schriftlich vor Baubeginn; auf Verlangen Referenzen vorzulegen.
Aufsichtführende auf jeder Einzelbaustelle – namentliche Benennung; Personalkontinuität erwünscht.
Zweiwegebaggerführer (ZWB-Tf): Nachweis Führerschein nach TfV sowie Kenntnisse des Betriebsverfahrens nach FV-NE im ZLB – Führerscheinnachweise vor Baubeginn in Kopie vorzulegen.
Schweißer: Prüfung und Zulassung für Lichtbogen-Schienenverbindungsschweißung (AzObri 29); Schweißerzeugnisse unaufgefordert vor Beginn der Arbeiten übergeben.
Materialzulassungen: Eignungsnachweise für sämtliche Baustoffe rechtzeitig und unaufgefordert nach Auftragserteilung; für Gleisbaumaterialien Zulassungen der DB-Netz AG, übrige Materialien gem. ZTV.
Abfallentsorgung: Genehmigung nach § 54 KrWG oder Nachweis der Ausnahme von der Genehmigungspflicht.
Titel 1 – Allgemeine Gleisunterhaltung (gesamte Strecke)
Titel 2 – Weichenunterhaltung (gesamte Strecke)
Titel 3 – Schwellenwechsel in fünf Streckenabschnitten
Abschnitt 41: BÜ Mariengrund (km 11,544) – BÜ Weidenstraße (km 11,762), ca. 168 m
Abschnitt 42: BÜ Spicher Straße (km 12,100) – BÜ Schellenberg (km 12,348), ca. 231 m
Abschnitt 43: BÜ Schellenberg (km 12,348) – BÜ Bergstraße (km 12,618), ca. 264 m
Abschnitt 44: BÜ Porzer Straße (km 13,344) – BÜ EVONIK I (km 13,532), ca. 158 m
Abschnitt 45: BÜ EVONIK I (km 13,532) – BÜ EVONIK II (km 13,748), ca. 199 m
Leistungen je Abschnitt (Auszug):
Titel 4 – Stundenlohnarbeiten (Bedarfspositionen)
Für alle Titel gilt zusätzlich: Gestellung der erforderlichen Arbeitszüge (Lok, Wagen, Az-Führer, Lokführer etc.).
Bauzeiten, Abnahme und Dokumentation
Baubeginn: spätestens 2 Wochen nach Zuschlagserteilung in Abstimmung mit dem Auftraggeber.
Endfertigstellungstermin: 30.11.2026.
Abnahmetermin (spätestens): 07.12.2026 (VOB-Abnahme; Anmeldung 1 Woche vorher).
Eingang Schlussrechnung (spätestens): 07.12.2026.
Bauzeitenplan: durch den Auftragnehmer zur Baustelleneröffnung zu erstellen und dem Auftraggeber zu übergeben.
Schürfschlitze & Lastplattendruckversuche: rechtzeitig vor Weichenumbauarbeiten im Einvernehmen mit dem Auftraggeber durchzuführen und auszuwerten.
Tagesberichte: arbeitstäglich schriftlich zu führen und im Jour Fixe zu übergeben.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenBefähigung und Eintragung
Präqualifikation: Präqualifizierte Unternehmen weisen ihre Eignung durch den Eintrag im Präqualifikationsverzeichnis des Vereins für die Präqualifikation von Bauunternehmen e.V. nach (Angabe der PQ-Nummer).
Eigenerklärung zur Eignung: Nicht präqualifizierte Unternehmen müssen das Formblatt „Eigenerklärung zur Eignung" mit dem Angebot einreichen. Bei Bietergemeinschaften für jedes nicht-präqualifizierte Mitglied separat.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Umsatz der letzten 3 Geschäftsjahre (Bauleistungen) – Eigenangabe.
Verfügbarkeit erforderlicher Arbeitskräfte und Gerätschaften – Eigenangabe.
Unbedenklichkeitsbescheinigung der tariflichen Sozialkasse (auf Verlangen).
Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamtes / Bescheinigung in Steuersachen (auf Verlangen).
Unbedenklichkeitsbescheinigung der Berufsgenossenschaft (qualifiziert, mit Lohnsummen; auf Verlangen).
Freistellungsbescheinigung nach § 48b EStG (auf Verlangen).
Fachliche Eignung und Referenzen
Mindestens 3 vergleichbare Bauleistungen der letzten 5 Jahre. Bei enger Wahl sind 3 Referenznachweise mit folgenden Details vorzulegen:
Zusätzlich auf Verlangen: Referenzen des Bauleiters und des Schachtmeisters.
Persönliche Eignung und Zuverlässigkeit
Registereintragungen: Gewerbeanmeldung, Handelsregisterauszug, Handwerkskarte bzw. IHK-Eintragung (auf Verlangen).
Kein Insolvenzverfahren / keine Liquidation – ggf. rechtskräftig bestätigter Insolvenzplan.
Keine schweren Verfehlungen gemäß § 6e VOB/A-EU (oder Selbstreinigung nachgewiesen).
Ordnungsgemäße Zahlung von Steuern, Abgaben und Sozialversicherungsbeiträgen.
Mitgliedschaft in der Berufsgenossenschaft.
Ab Auftragssumme ≥ 50.000 € netto: Abfrage beim Wettbewerbsregister (Bundeskartellamt) für den erfolgreichen Bieter.
Spezifische personelle Anforderungen
Bauleiter (und Stellvertreter): fachkundig, deutschsprachig, mindestens 2 Jahre Berufserfahrung; auf Verlangen Referenzen vorzulegen; Personalkontinuität erwünscht.
Schachtmeister/Vorarbeiter (und Stellvertreter): fachkundig, deutschsprachig, mindestens 2 Jahre Berufserfahrung; auf Verlangen Referenzen vorzulegen; Personalkontinuität erwünscht.
Aufsichtführende: fachkundige weisungsberechtigte Person pro Einzelbaustelle; Personalkontinuität erwünscht.
Zweiwegebaggerführer (ZWB-Tf): Führerschein nach TfV; Kenntnisse des Betriebsverfahrens FV-NE im ZLB.
Schweißer: geprüft und zugelassen für Lichtbogen-Schienenverbindungsschweißung (AzObri 29); Ultraschallprüfung erforderlich.
Für Pos. 32.29 (Schleifen): nur zugelassene Unternehmen mit erforderlicher Fachkunde.
Anforderungen an Bietergemeinschaften und Nachunternehmer
Bietergemeinschaften: Rechtsverbindliche Vertretung durch ein geschäftsführendes Mitglied; Gesamtschuldner-Haftung aller Mitglieder; jedes Mitglied muss einzeln Eignung nachweisen; Mitteilung der Gründe für die Bietergemeinschaftsbildung auf Verlangen.
Nachunternehmer: Fachkundig, leistungsfähig und zuverlässig; auf Verlangen präqualifiziert oder Voraussetzungen der Präqualifikation erfüllt; alternativ Eigenerklärung abgeben; das Formblatt „Erklärungen des Nachunternehmers" ist auf Verlangen vorzulegen.
Ergänzend für alle Bieter: Erklärung zum Nachunternehmereinsatz (mindestens Art und Umfang der Teilleistungen); namentliche Benennung von Nachunternehmern auf Verlangen.
Versicherungen und Sicherheiten
Versicherungen: Betriebshaftpflichtversicherung mit üblichen Bedingungen.
Sicherheiten (bei Nettoauftragssumme ≥ 250.000 EUR):
Mindestens 3 vergleichbare Bauleistungen (Gleisbau/Oberbau) aus den letzten 5 Jahren; bei enger Wahl vorzulegen. Zudem auf Verlangen Referenzen des Bauleiters und des Schachtmeisters.
Vergleichbare Bauleistungen; Angabe von Ansprechpartner beim Auftraggeber (Tel., E-Mail), Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, Leistungsumfang mit Mengen, durchschnittliche Anzahl eingesetzter Arbeitnehmer, besondere technische/gerätespezifische Anforderungen, Art der Baumaßnahme (Neubau/Umbau/Denkmal), vertragliche Bindung (Hauptauftragnehmer, ARGE-Partner, Nachunternehmer)