Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenWorum es geht: Die Landeshauptstadt München sucht ein Landschaftsarchitekturbüro für die komplette Planung der Außenanlagen einer Grundschule, die generalsaniert und erweitert wird.
Was zu tun ist: Planung der Freianlagen in allen 9 Leistungsphasen nach HOAI (§ 39) – also von der Grundlagenermittlung über Entwurfs- und Ausführungsplanung bis zur Bauüberwachung und Dokumentation. Dazu gehören Erschließungsflächen, ein Allwetterplatz, eine Laufbahn, ein Rasenspielfeld, Aufenthaltsbereiche (z.B. Grünes Klassenzimmer) sowie die Dachgestaltung (PV-Anlage oder Biodiversitätsdach).
Was gefordert wird: Mindestens eine vergleichbare Referenz aus den letzten ca. 10 Jahren über ein Freianlagen-Projekt mit anrechenbaren Kosten ab 1,5 Mio. €, Honorarzone IV und Naturschutzauflagen. Zusätzlich sind Nachweise zur Berufshaftpflicht, zur beruflichen Qualifikation (Landschaftsarchitektur) und verschiedene Eigenerklärungen nötig.
Wie es bewertet wird: Qualität der Projekteinschätzung 80 %, Preis 20 %. Die Beauftragung erfolgt stufenweise – es gibt keinen Anspruch auf Beauftragung aller Phasen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Projekteinschätzung80%
Analyse der Aufgabenstellung und Projektanforderungen, Darstellung vergleichbarer Referenzen, Reflexion positiver und negativer Erfahrungen sowie Ableitung geeigneter Lösungsansätze für die zu erwartenden Problemstellungen und Schwierigkeiten.
- Preis20%
Bewertet wird die nachgerechnete Nettowertungssumme des Angebots; das günstigste Honorar erhält 5 Punkte, ab dem 2,0-fachen des günstigsten Honorars werden 0 Punkte vergeben, dazwischen erfolgt eine lineare Interpolation.
Die endgültige Punktzahl eines Kriteriums ergibt sich aus der erreichten Bewertungspunktzahl (0 bis 5) multipliziert mit seiner prozentualen Gewichtung; der Zuschlag geht an das Angebot mit der höchsten Gesamtpunktzahl. Der Preis wird mit 5 Punkten beim günstigsten Nettopreis und mit 0 Punkten ab dem 2,0-fachen des günstigsten Nettopreises bewertet; dazwischen wird auf eine Kommastelle linear interpoliert. Bei Punktgleichheit entscheidet die niedrigere Wertungssumme.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenAufgabe und Projektkontext
Bauvorhaben: Ertüchtigung und Erweiterung der Grundschule am Dom-Pedro-Platz 2 in München (80637) zur 4-zügigen Grundschule mit Ganztagsbetreuung sowie Errichtung einer neuen Einfach- bzw. Zweifachhalle.
Denkmalschutz: Das Bestandsgebäude ist denkmalgeschützt.
Erfüllungsort: München, 80637 (DE212).
Auftraggeber: Landeshauptstadt München, Baureferat, Friedenstraße 40, 81671 München.
Leistungsbild und Beauftragungsstufen
Leistungsbild: Objektplanung Freianlagen gemäß § 39 HOAI, Leistungsphasen 1–9 (Neubau), Honorarzone IV.
Stufenweise Beauftragung:
Es besteht kein Rechtsanspruch auf Gesamtbeauftragung. Die Übertragung weiterer Stufen muss innerhalb von 24 Monaten nach Fertigstellung der jeweils zuletzt übertragenen Stufen erfolgen.
Honoraranteile je LPH (v.H.): LPH 1 = 2 %, LPH 2 = 9 %, LPH 3 = 16 %, LPH 4 = 4 %, LPH 5 = 25 %, LPH 6 = 6,5 %, LPH 7 = 2 %, LPH 8 = 30 %, LPH 9 = 2 %.
Anrechenbare Kosten Freianlagen: 1.050.000 € netto.
Kostenobergrenze Gesamtmaßnahme: 1.249.500 € brutto (Kostengruppen 200 und 500 nach DIN 276-1:2008-12).
Konkrete Planungsinhalte Freianlagen
Erschließungs- und Infrastrukturflächen: z.B. Anlieferzone.
Aufenthalts-, Sport- und Pausenbereiche: z.B. Grünes Klassenzimmer, Verkehrsparcours, Sitz- und Sportausstattungen.
Sportflächen:
Dachgestaltung: PV-Anlage oder Biodiversitätsdach. Eine schulische Nutzung der Dachfläche ist wegen Denkmalschutz ausgeschlossen.
PKW-Stellplätze: Anzahl wird nach Stellplatzschlüssel und Bedarf geklärt.
Besondere Leistungen (zusätzlich zu den Grundleistungen):
Liefer- und Dokumentationspflichten
Planlieferungen: Erstellung und Übergabe zeichnerischer Unterlagen in Papier und digital nach festgelegten Vervielfältigungszahlen je LPH (z.B. LPH 4: 8-fach Papier, 1-fach Datenträger; LPH 8: 3-fach Papier, 1-fach Datenträger). CAD-Formate: .dxf, .pdf, .plt; Handzeichnungen als .pdf.
Digitale Dokumentation: Führung eines digitalen Bautagebuchs über die gesamte Projektdauer im Projektraum der Austauschplattform ThinkProject (www.thinkproject.com). Dokumentenablage nach festgelegter Ablagestruktur und Plancodierung.
Austauschplattform: Lizenzbasierte Nutzung von ThinkProject (495,00 € netto/Jahr/Person) für projektbezogene Dokumente, Kommunikation und Dokumentation; Benachrichtigung des Auftraggebers bei jeder Dokumentenablage.
Anzuwendende Regelwerke: ZTV StraMü, VegTraMü, BaumschutzVO, Handlungsempfehlung Spielplatzplanung, Gendergerechte Spielraumgestaltung, Richtlinie CAD-Dateiformate.
Bestandsgrundlage
Die im Projekt verwendete Bestandsaufnahme (Stand 27.03.2025) liegt als Vermesserplan vor und enthält u.a. UTM-Koordinaten, Höhen (NHN 2016), Flurstücksgrenzen, Bewuchs, Spielgeräte, Asphalt- und Pflasterflächen, Grünflächen, Bushaltestelle und Parkplätze – Maßstab 1:200.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenBerufliche Qualifikation (§ 46 Abs. 3 Nr. 2 VgV)
Natürliche Person: Nachweis als Dipl.-Ing. TH/FH bzw. Bachelor/Master einer Universität oder Fachhochschule mit Fachrichtung Landschaftsarchitektur (oder gleichwertig).
Juristische Person: Benannter verantwortlicher Berufsangehöriger muss die Anforderungen an natürliche Personen erfüllen.
Ausländische Qualifikationen (EU/EWR): Nachweis der Bauvorlageberechtigung nach Art. 61 BayBO durch Berechtigung zur Führung der Berufsbezeichnung Architekt.
Berufshaftpflichtversicherung
Eigenerklärung des Bieters, dass im Auftragsfall eine Berufshaftpflichtversicherung nachgewiesen wird mit:
Bei Bietergemeinschaften jedes Mitglied einzeln; zusätzlich Erklärung des Versicherers zur Mitwirkung bei ARGE/Schäden.
Technische Leistungsfähigkeit – Referenzen (§ 46 Abs. 3 Nr. 1 VgV)
Mindestens eine Referenz, die alle folgenden Mindestkriterien gleichzeitig erfüllt (sonst Ausschluss):
Je Referenz sind Kontaktdaten des Auftraggebers, Leistungsbeschreibung, Wert, Eigenleistungsanteil und Angaben zu den erbrachten Leistungsphasen einzureichen.
Ausschlussgründe (§§ 123–126 GWB)
Erklärung des Bieters, dass keine Ausschlussgründe vorliegen, insbesondere:
Eignungsverleiher / Unterauftragnehmer
Zusätzliche Pflichten
Objektplanung Freianlagen gemäß § 39 HOAI; Leistungsphasen 2–8 selbst erbracht; Honorarzone mind. IV gem. § 40 HOAI; anrechenbare Kosten KG 500 nach DIN 276 mind. 1.500.000 € brutto; Betreuung von mindestens zwei Gewerken (z.B. Landschaftsbau, Zaunbau); Auflagen des Naturschutzes über die Baugenehmigung
Liste geeigneter Referenzen (Formblatt III.10a); zusätzlich Kontaktdaten des Auftraggebers, Leistungsbeschreibung, Wert und Eigenleistungsanteil; bei Eignungsleihe Bestätigung, dass Dritter im Auftragsfall als Unterauftragnehmer tätig wird