Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenWas wird hier beschafft?
Der Freistaat Bayern (Staatliches Bauamt Freising) sucht ein Ingenieurbüro für die Objektplanung einer Staatsstraße. Geplant wird der bestandsnahe Ausbau der L 2368 zwischen Oberbiberg und Oberhaching (Landkreis München).
Was ist konkret zu tun?
Rahmenbedingungen:
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Auftragsbezogenes Organisationskonzept30%
Wie organisiert sich das Büro in Bezug auf den Auftrag?
- Auftragsbezogene Qualifikation und Erfahrung der Projektmitarbeiter45%
Welche Fähigkeiten und Erfahrungen sollen die Mitarbeiter des Projektteams haben?
- Auftragsbezogenes Konzept zum Ablauf der Planungsphase25%
Welches Vorgehen schlägt das Büro für die Planungsphase vor?
Z = vergebene Leistungspunkte (L) x Faktor 100.000 / Angebotspreis bzw. Wertungssumme (P); Erweiterte Richtwertmethode nach UfAB V 2.0; Hürde: 80 v.H. / mindestens 400 Leistungspunkte
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenKernleistung – Objektplanung Verkehrsanlage
Gegenstand: Objektplanung „Verkehrsanlagen" gemäß HOAI § 45 für den bestandsnahen Ausbau der L 2368 zwischen Oberbiberg und Oberhaching (Gemeinde Oberhaching, Landkreis München).
Zu erbringende Leistungsphasen:
Stufenweise Beauftragung: Mit Vertragsschluss werden zunächst die LPH 1–2 beauftragt; alle weiteren Leistungsphasen werden stufenweise vom Auftraggeber abgerufen (aufschiebende Bedingung).
Planungsaufgabe – Variantenvergleich und Vorzugsvariante
Für die Strecke sind verschiedene Instandsetzungs- und bestandsnahe Ausbauvarianten zu entwickeln und hinsichtlich folgender Kriterien zu vergleichen:
Zusätzlich ist eine abschnittsweise Differenzierung der Maßnahmen zu prüfen. Aus dem Variantenvergleich ist eine Vorzugsvariante abzuleiten und zu empfehlen, die möglichst kostengünstig und zeitnah umsetzbar ist.
Ziel: Verbesserung der Verkehrssicherheit. Die heutige Fahrbahn (ca. 5,70 m breit) ist für die vorhandene Belastung (DTV 2021 = 3.458 Kfz/24 h, davon 131 Schwerverkehr) zu schmal.
Entsorgungskonzept PAK-belastete Ausbaustoffe
Da im Bestand PAK-Belastungen in den Ausbaustoffen festgestellt wurden, ist ein Entsorgungs- und Verwertungskonzept zu erarbeiten. Die Kosten- und Bauzeit-Auswirkungen der PAK-bedingten Entsorgung sind im Variantenvergleich zu berücksichtigen und in der Vorzugsvariante zu integrieren.
Bestandsaudit, Bushaltestellen und Sparten
Bestandsaudit und Asphaltbohrkerne: Die vorliegenden Ergebnisse des Bestandsaudits sowie die vorhandenen Asphaltbohrkerne sind als Planungsgrundlage zu berücksichtigen.
Bushaltestellen: Die bedarfsgerechte und verkehrssichere Gestaltung der im Planungsgebiet vorhandenen Bushaltestellen ist zu prüfen und in die Planung einzubeziehen.
Sparten / Leitungsbestand:
Fachbeitrag WRRL (Wasserrahmenrichtlinie): Vereinbarkeit des Vorhabens mit WRRL/WHG ist zu prüfen.
Bauoberleitung (LPH 8)
Während der Bauausführung übernimmt der Auftragnehmer die Bauoberleitung, u.a.:
Mindestens ein fachlich geeigneter Mitarbeiter muss während des Baustellenbetriebs im Baustellenbüro präsent sein.
Planungsgrundlagen und Schutzgebiete
Ausgenommener Bereich – Ingenieurbauwerk
Das Ingenieurbauwerk bei L2368_260_5,200 (Brücke BW-Nr. 7935501/0 über Bahngleise) ist ausdrücklich NICHT Gegenstand dieser Objektplanung und von der Beauftragung ausgenommen.
Übergabeformate und technische Standards
Zu liefernde Formate:
Qualitätsanforderungen: Planrechtfertigung, Verkehrsqualität, Verkehrssicherheit, Umweltverträglichkeit, Ressourcenschutz, Energieeinsparung, Wirtschaftlichkeit und Kosten.
Zeitplanung (Vertragsfristen):
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenAusschlussgründe
Keine Ausschlussgründe gemäß §§ 123, 124 GWB.
Keine Verurteilungen gemäß:
Eine Selbstreinigung ist auf Verlangen der Vergabestelle nachzuweisen.
Berufliche Qualifikation (besonderer Berufsstand)
Der Bewerber muss zur Führung der Berufsbezeichnung Ingenieur/in berechtigt sein (gemäß Ingenieurgesetz / BayIngG). Möglich auch:
Juristische Personen sind nur teilnahmeberechtigt, wenn der/die verantwortliche Berufsangehörige die obigen Anforderungen erfüllt. EU/EWR-Berufsbezeichnungen werden bei dauerhafter Niederlassung oder vorübergehender Tätigkeit mit Dienstleistungsanzeige gemäß RL 2005/36/EG anerkannt.
Spezifische Anforderung LP 8 (Bauoberleitung): Berechtigung als Ingenieur/in gem. Art. 2 Abs. 1 BayIngG, mindestens 3 Jahre Baustellenpraxis, Kompetenzen in Projektmanagement, bautechnischem und bauvertraglichem Wissen sowie Naturschutz-/Umweltrecht. Verantwortlicher und Stellvertreter müssen diese Anforderungen erfüllen.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Berufshaftpflichtversicherung:
Spezifischer Jahresumsatz: Mindestumsatz 150.000 € netto im Tätigkeitsbereich Verkehrsanlagen, nachzuweisen für die Jahre 2023, 2024 und 2025.
Durchschnittliche Beschäftigtenzahl: Mindestens 3 Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt über 3 Jahre (mit dem Angebot anzugeben).
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Referenzen: Mindestens 3 vergleichbare Referenzen sind mit dem Angebot einzureichen (Formblatt III.10a). Detailanforderungen siehe Rubrik „reference_projects".
Berufserfahrung des eingesetzten Personals:
Technische Ausstattung: Die notwendige Hard- und Software (z.B. OKSTRA-/GAEB-fähige Planungssoftware) muss vorhanden sein.
Bietergemeinschaften und Eignungsleihe
Bietergemeinschaften: Bei ARGE ist eine Erklärung in Textform mit allen Mitgliedern, dem bevollmächtigten Vertreter und der Gesamtschuldner-Haftung abzugeben (Formblatt III.9).
Eignungsleihe / Unterauftragnehmer: Die Kapazitäten anderer Unternehmen dürfen in Anspruch genommen werden (Formblätter III.7 / III.8). Bei wirtschaftlicher oder finanzieller Eignungsleihe ist eine gemeinsame Haftung erforderlich. Das Verzeichnis III.7 muss mit dem Angebot eingereicht werden.
Verfahrenshinweise
Verfahrensart: Offenes Verfahren.
Zuschlagskriterium: Qualität (Preis ist kein Zuschlagskriterium – dennoch ist ein Honorarangebot einzureichen).
Sprache: Angebote und Unterlagen sind in deutscher Sprache einzureichen.
SMEs-Eignung: Das Verfahren ist als nicht für kleine und mittlere Unternehmen geeignet gekennzeichnet – es wird die Teilnahme größerer Planungsbüros erwartet.
Rechtsrahmen: Auftragsverarbeitung gemäß Art. 28 DSGVO ist im Vertrag geregelt. Weitere Unterlagen können gemäß § 56 VgV nachgefordert werden.
Vergleichbare Referenzen für Objektplanung Verkehrsanlage gemäß HOAI § 45
Neubau oder Erweiterung; öffentlicher Auftraggeber als Empfänger; Nachweis mit Angebot über Formblatt III.10a; auf Verlangen Formblatt III.8 nachzureichen