Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Kommunale Wasserwerke Grimma-Geithain GmbH schreibt Bauarbeiten zur Erneuerung der Trinkwasserleitung in der Staudnitzstraße in Parthenstein, Ortsteil Klinga, öffentlich aus.
Gefordert wird die Verlegung von rund 620 Metern neuer Trinkwasserleitung (PE 100-RC, 180 x 10,7 mm) – überwiegend in geschlossener Bauweise (Spülbohr-/HDD-Verfahren), teilweise in offener Bauweise. Hinzu kommen 9 neue Hausanschlussleitungen sowie der Einbau eines Unterflurhydranten.
Bieter müssen unter anderem eine gültige DVGW-Zertifizierung GW 301 (mindestens Gruppe W3) nachweisen. Angebote können schriftlich oder elektronisch abgegeben werden; Nebenangebote sind zugelassen.
Die Baumaßnahme ist in zwei Bauabschnitte unterteilt, die Gesamtbauzeit beträgt rund 54 Kalendertage.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel, Instandhaltungsangeboten. Ein Bonus von 15 Prozent wird bei Angeboten von Werkstätten für Behinderte gewährt.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenBaustelleneinrichtung, Vorbereitung und Koordination
Einrichten und Räumen der Baustelle, Vermessung, Beweissicherung vor Baubeginn (filmisch/bildlich mit Protokollen), Suchschachtungen zur Tiefenermittlung bestehender Leitungen sowie Koordinierung der Fachgewerke und Einholung der Schachtscheine betroffener Versorgungsunternehmen.
Hinzu kommen die Kampfmittelüberprüfung durch eine befähigte Person (Nachweis nach § 7 und § 20 SprengG), das Aufstellen von Haltverbotsschildern mindestens 3 volle Tage vor Baubeginn und das Einrichten eines jederzeit erreichbaren Notdienstes für die gesamte Bauzeit.
Verkehrsführung in zwei Bauabschnitten
Die Baumaßnahme ist in zwei Bauabschnitte unterteilt (BA 1 Staudnitzstraße: 28 Kalendertage, BA 2 S45: 26 Kalendertage, Gesamtbauzeit rund 54 Kalendertage). Während der Bauzeit ist die Verkehrsführung – inklusive Vollsperrung, halbseitiger Sperrung und Umleitungsbeschilderung – verkehrsrechtlich durch den Auftragnehmer zu beantragen (VRAO, mind. 3 Wochen vor Ausführungsbeginn; Mitzeichnung durch den Auftraggeber: 5 Arbeitstage einplanen).
Sicherzustellen sind jederzeit erreichbare Hauseingänge, die Zuwegung für Rettungsverkehr, die Müllentsorgung sowie eine aktive Anliegerinformation (Faltblätter, Aushänge, Informationsgespräche).
Hauptleitung: Erneuerung der Trinkwasserleitung
Verlegung von rund 620 Metern neuer Trinkwasserleitung PE 100-RC 180 x 10,7 mm (SDR 17), überwiegend im gesteuerten Spülbohrverfahren nach DVGW GW 304 (grabenlos); ergänzend etwa 25 Meter in offener Bauweise.
Zum Umfang gehören: Erdaushub für Start- und Zielbaugruben, Wasserhaltung, Rohrverbindungen und Formstücke, Einbau von Absperrschiebern und einem Unterflurhydranten DN 80, Aufbruch und Wiederherstellung der Fahrbahnoberfläche (Asphalt, Betonpflaster, Grünland), Verfüllung und Verdichtung, Druckprüfung nach DIN EN 805 / DVGW W 400-2, Desinfektion nach DVGW W 291 sowie Spülung (3- bis 5-faches Leitungsvolumen) und Markierungsarbeiten.
Hausanschlussleitungen
Herstellung von 9 neuen Hausanschlussleitungen (PE 100, 32 x 3,0 mm bzw. 40 x 3,7 mm), teils in offener, teils in geschlossener Bauweise, inklusive Anbohrarmaturen, Schiebern, Einbaugarnituren, Druckprüfung und Spülung. Wiederherstellung der Oberflächen in Pflaster, Asphalt und Grünland (Rasenansaat).
Straßenoberbau und Wiederherstellung
Aufbruch und Wiederherstellung der Fahrbahnoberfläche im Bereich der Baugruben (mind. alle 100 Meter für Start- und Zielgruben), einschließlich Frostschutzschicht (0/45, 0/56), hydraulischer Tragschicht, Asphalttragschicht (AC 22 T S), Bitumenemulsion, Asphaltbinder- und Deckschicht (SMA 11 S), Abstumpfung, Fugenherstellung, Pflasterdecke aus Betonsteinen, Borde aufnehmen und setzen sowie Natursteinstreifen.
Dokumentation, Bestandspläne und Nachweise
Anzufertigen sind Bestandspläne nach CAIGOS-Standard (Lagesystem ETRS89, Höhensystem DHHN16) – 4-fach analog und 1-fach digital als .pdf, .dxf, .pmf, inklusive Längsschnitten und separater Einmessskizzen je Anschlussleitung.
Zu erbringen sind weiterhin: dynamische Plattendruckversuche alle 25 Meter sowie 4 Plattendruckversuche nach DIN 18134 mit Nachweis Verformungsmodul EV2 ≥ 45 MPa, Vortriebs- und Druckprüfprotokolle (digitaler Druckschreiber), Entsorgungsnachweise (eANV), Wiegescheine für Schüttgüter, bakteriologische Freigabe des Gesundheitsamtes sowie Eignungsnachweise für Asphaltmischgut, Beton und hydraulische Tragschichten (2 Wochen vor Einbau). Stundenlohnarbeiten für zusätzliche Arbeitskräfte (Werkpolier, Baufacharbeiter) und Baugeräte (Bagger ≤ 0,4 m³, Frontlader 45–75 kW, Flächenrüttler 0,75–1,3 t, Kompressor 5–10 m³/min, Abbruchhammer, LKW ca. 10 t Nutzlast) sind im Leistungsverzeichnis vorgesehen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenDVGW-Zertifizierungen und fachliche Qualifikation
Mit Angebotsabgabe ist eine gültige DVGW-Zertifizierung GW 301, mindestens Gruppe W3, nachzuweisen. Für grabenlose Rohrverlegung ist zusätzlich die Gütesicherung DVGW GW 302 erforderlich; dieser Nachweis darf durch einen Nachunternehmer erbracht werden.
Die Kampfmittelüberprüfung verlangt einen Befähigungsnachweis nach § 7 und § 20 SprengG. Für verkehrsbehördliche Belange ist – soweit im Bereich von Bundesautobahnen gearbeitet wird – ein MVAS-Nachweis gemäß VOB/A § 6a Punkte 1 und 2 (Schulungsgruppe E, 2-tägig) beizubringen.
Eignungsnachweis – Präqualifikation oder Eigenerklärung
Jeder Bieter hat seine Eignung entweder durch Eintrag im Präqualifikationsverzeichnis des Vereins für Präqualifikation von Bauunternehmen e.V. (ggf. ergänzt um auftragsspezifische Einzelnachweise) oder durch die Eigenerklärung zur Eignung (Formblatt 124) nachzuweisen.
Bei Einsatz von Nachunternehmern müssen diese ebenfalls präqualifiziert sein oder eine Eigenerklärung vorlegen. Die Namen der vorgesehenen Nachunternehmer sind bereits bei Angebotsabgabe anzugeben. Bei Zuschlag sind die Eigenerklärungen durch Bescheinigungen der zuständigen Stellen zu bestätigen.
Allgemeine Zuverlässigkeit und rechtliche Anforderungen
Es gelten die üblichen Ausschlussgründe (kein Insolvenzverfahren bzw. keine Ablehnung mangels Masse, kein Insolvenzplan erforderlich, sofern nicht rechtskräftig bestätigt). Es dürfen keine Ausschlussgründe nach § 6e EU VOB/A vorliegen.
In den letzten zwei Jahren darf weder eine Freiheitsstrafe > 3 Monate noch eine Geldstrafe > 90 Tagessätze oder eine Geldbuße > 2.500 € wegen Verstößen mit Gewerbezentralregister-Eintragung bestehen. Die ordnungsgemäße Erfüllung der Steuer- und Sozialversicherungspflichten sowie die Mitgliedschaft in der Berufsgenossenschaft sind nachzuweisen.
Fachliche Eignung und Personal
Der Bieter muss nachweisen, dass er in den letzten fünf Kalenderjahren vergleichbare Leistungen (Trinkwasserleitung oder vergleichbar) erbracht hat. Auf Verlangen sind mindestens 3 Referenznachweise mit Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, maßgeblichem Leistungsumfang mit Mengen, durchschnittlicher Arbeiterzahl, besonderen technischen Anforderungen, Bauart, vertraglicher Rolle und Auftraggeberbestätigung vorzulegen.
Zusätzlich ist die durchschnittliche Zahl der in den letzten drei abgeschlossenen Kalenderjahren beschäftigten Arbeitskräfte – gegliedert nach Lohngruppen mit extra ausgewiesenem Leitungspersonal – anzugeben.
Fristen und Rahmenbedingungen
Angebotsfrist: 27.08.2026, 10:00 Uhr (MESZ), Eröffnungstermin am gleichen Tag.
Bindefrist: 30 Tage ab Angebotsabgabe (bis 26.09.2026). Verbindliche Vertragsfristen sind der Ausführungsbeginn am 28.09.2026 und die abnahmereife Fertigstellung am 20.11.2026 (rund 53 Kalendertage Ausführungsdauer). Die Angebote sind in deutscher Sprache abzufassen; Preise in Euro ohne Umsatzsteuer mit maximal 3 Nachkommastellen. Angebote können schriftlich oder elektronisch (Textform) eingereicht werden, Nebenangebote sind zugelassen, mehrere Hauptangebote nicht.
Vergleichbare Leistungen (Trinkwasserleitung oder vergleichbar) innerhalb der letzten fünf Kalenderjahre
Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, maßgeblicher Leistungsumfang mit Mengenangaben, durchschnittliche Arbeiterzahl, besondere technische/gerätespezifische Anforderungen, Bauart (Neubau/Umbau/Denkmal), vertragliche Rolle (Hauptunternehmer/ARGE/Nachunternehmer), Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung. Bei enger Wahl vom Auftraggeber nachgefordert.