Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDer Bezirk Oberbayern (vertreten durch die Zentrale Vergabestelle) schreibt Planungsleistungen für Elektrotechnische Anlagen (ELT) für die Generalsanierung und den Ersatzneubau des Schulcampus Johanneskirchen (Förderzentrum mit Förderschwerpunkt Hören, Grund- und Mittelschule, Ganztag, PAB, Turn- und Schwimmhalle) in München-Johanneskirchen aus.
Gesucht wird ein Fachplaner Technische Ausrüstung (HOAI § 53) für die Anlagengruppen Starkstrom, Fernmelde-/IT-Anlagen und Förderanlagen. Die Beauftragung erfolgt stufenweise – zunächst bis zur Haushaltsunterlage Bau (HU-Bau). Geplanter Leistungszeitraum: 04.01.2027 bis 30.11.2027 (ca. 11 Monate).
Bewerbungsfrist (Teilnahmeantrag): 29.09.2026, 09:00 Uhr. Einreichung nur elektronisch über die Vergabeplattform. Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb; max. 3 Bieter werden zur Angebotsabgabe aufgefordert.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Projektteam und -organisation15%
Bewertet werden Zusammensetzung des Projektteams, fachliche Eignung der vorgesehenen Projektmitarbeiter, Projektorganisation und Verantwortlichkeiten, Organigramm einschließlich Entscheidungsbefugnissen, Vertretungsorganisation, Bearbeitung der Leistungsphasen, zeitliche Verfügbarkeit der Schlüsselpersonen und Präsenz vor Ort (3-fache Wichtung; max. 15 Punkte)
- Berufserfahrung des Projektleiters bei einem Referenzprojekt mit vergleichbarer Aufgabenstellung5%
Bewertet werden Vergleichbarkeit des Referenzprojekts, Rolle und Verantwortungsumfang der Projektleitung, Erfahrungen bei vergleichbaren Planungsaufgaben und Erfahrungen mit öffentlichen Auftraggebern (1-fache Wichtung; max. 5 Punkte)
- Arbeitsweise und Methodik – Kosten, Termine, Qualitäten, Kommunikation15%
Bewertet werden Kostensteuerung und Kostenkontrolle, Terminsteuerung und Termincontrolling, Qualitätssicherung in Planung und Ausführung, Organisation von Ausschreibung und Vergabe, Vorgehensweise bei der Bauleitung, Schnittstellenmanagement, Kommunikations- und Berichtswesen sowie Zusammenarbeit mit Auftraggeber, Nutzer und Fachplanern (3-fache Wichtung; max. 15 Punkte)
- Bauen im Bestand – planerischer Ansatz10%
Bewertet werden Umgang mit den vorhandenen Gebäudestrukturen, Umgang mit den architektonischen Qualitäten des Bestands, Integration neuer Anforderungen in bestehende Strukturen, Umgang mit Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung sowie Berücksichtigung der Ensemblewirkung des Schulcampus (2-fache Wichtung; max. 10 Punkte)
- Herangehensweise an die Aufgabenstellung hinsichtlich der Umsetzung baulicher Anforderungen – organisatorischer Ansatz10%
Bewertet werden Strukturierung der Planungs- und Bauaufgabe, Bauabschnittsbildung, Organisation der Interimsunterbringung, Aufrechterhaltung des Schulbetriebs sowie Umgang mit projektspezifischen Risiken und Abhängigkeiten (2-fache Wichtung; max. 10 Punkte)
- Einhaltung von Kosten und Terminen bei Referenzobjekten10%
Bewertet werden nachweisbare Kostenstabilität, nachweisbare Terminstabilität, Umgang mit Kosten- und Terminabweichungen sowie Steuerungsmaßnahmen bei Projektrisiken (2-fache Wichtung; max. 10 Punkte)
Einfache Richtwertmethode gemäß UfAB 2018: Z-Wert = L-Wert / Preis. Der Leistungswert (L-Wert) ergibt sich aus der Summe der gewichteten Punkte (je Kriterium 0-5 Punkte multipliziert mit jeweiliger Wichtung), maximal 65 Punkte. Das Angebot mit dem höchsten Z-Wert erhält den Zuschlag. Bei Gleichstand entscheidet der höhere L-Wert, danach Losverfahren.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenAufgabe und Anlagengruppen
Fachplanung Technische Ausrüstung gemäß § 53 HOAI für die Anlagengruppen 4 (Starkstromanlagen, KGR 440), 5 (Fernmelde- und informationstechnische Anlagen, KGR 450) und 6 (Förderanlagen, KGR 460). Die Anlagengruppen 1.1.1–1.1.3, 1.1.7 und 1.1.8 sind nicht Gegenstand dieses Auftrags.
Anrechenbare Kosten (netto):
Honorarzone: jeweils II. Basishonorare netto: Los 4 ca. 319.655 €, Los 5 ca. 173.784 €, Los 6 ca. 155.831 €.
Leistungsphasen und Beauftragung
Stufenweise Beauftragung gemäß § 55 Abs. 1 HOAI. Mit Vertragsschluss beauftragt: Leistungsstufen 1A (Grundlagenermittlung), 1B (Vorplanung), 1C (Entwurfsplanung) – jeweils für beide Bauabschnitte. Vorgesehen, aber noch nicht beauftragt: 1D (Genehmigungsplanung), 2 (Ausführungsplanung), 3A (Vorbereitung der Vergabe), 3B (Mitwirkung bei der Vergabe), 4 (Objektüberwachung und Dokumentation), 5 (Objektbetreuung).
Leistungszeitraum für die Stufen 1A–1C sowie HU-Bau-Beitrag: bis 30.11.2027. Gesamtabruffrist kumuliert maximal 18 Monate. Der Auftraggeber behält sich den Zuschlag auf das Erstangebot vor.
Gebäude und Maßnahmen
Bauabschnitt 1: Generalsanierung Förderzentrum 1 und 2 (ca. 3.710 m² NUF, ca. 6.000 m² BGF) sowie Ersatzneubau Förderzentrum 3 (ca. 1.166 m² NUF). Im FÖZ 3 bleibt die zentrale Technikzentrale (Fernwärme-Übergabe, Trinkwasser) im Untergeschoss für das Gesamtareal erhalten.
Bauabschnitt 2: Generalsanierung der Turn- und Schwimmhalle (3-Fach-Turnhalle mit Hubboden-Schwimmbecken, ca. 1.680 m² NUF, ca. 3.600 m² BGF).
Zusätzlich: Interimsgebäude in Modulbauweise für Schule und Sporthalle während der Bauphasen (auf dem Rasensportfeld). Geplante Baubeginne: 3. Quartal 2029 (BA 1) und 3. Quartal 2032 (BA 2).
Nutzungen und Raumprogramm
Nutzungen am Standort: Förderzentrum mit Förderschwerpunkt Hören (Grundschule und Mittelschule), Ganztagesbetreuung, Fachräume (Werkräume, IT, Hauswirtschaft, Textil, Berufsvorbereitung), Seminar- und Differenzierungsräume, Aula, Pädagogisch-Audiologische Beratungsstelle (PAB, mit Audiometrie- und Testräumen), Anni-Braun-Schule, Bibliothek, Lehrer- und Verwaltungsbereich, 3-Fach-Turnhalle mit Hubboden-Schwimmbecken.
Gesamtfläche ca. 4.874 m² NUF. Versorgung über öffentliches Fernwärmenetz mit zentraler Übergabestation im UG FÖZ 3.
Besondere Leistungen und Anforderungen
Besondere Leistungen (beauftragt bzw. vorgesehen):
Konzeptionelle Anforderungen: Low-Tech-Ansatz ('so viel wie nötig, so wenig wie möglich'), Nutzung der Dachflächen vorrangig für Photovoltaik zur Eigenbedarfsdeckung, nachhaltige/ressourceneffiziente Materialien (Leitfaden der Erzdiözese München und Freising), regionale Baustoffe, CO₂-Bilanz, Berücksichtigung urheberrechtlicher Belange des Bestands (Architekt Utz-Peter Strehle). Schnittstelle zur ITBO (IT-technische Verantwortung des Bezirks Oberbayern) und zu Fördermittel-Anforderungen ist zu beachten.
Kostenobergrenze gesamt: 44.800.000 € brutto (KG 200–600 nach DIN 276, Stand 1. Quartal 2025).
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenBefähigung und Erlaubnis zur Berufsausübung
Berechtigung zur Führung der Berufsbezeichnung 'Ingenieur/in' oder gleichwertige anerkannte Berufsqualifikation (Studienabschluss Bauingenieurwesen gem. Art. 62a Abs. 1 Nr. 1 BayBO i.V.m. Art. 62 Abs. 3 BayBO oder gleichwertig). Bei juristischen Personen ist ein verantwortlicher Berufsangehöriger mit o.g. Anforderung zu benennen. Nachweise zum Berufsstand sind mit dem Teilnahmeantrag einzureichen.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Berufshaftpflichtversicherung mit Mindestdeckungssummen 3.000.000 € für Personenschäden und 5.000.000 € für Sach- und Vermögensschäden pro Versicherungsfall; Maximierung der Ersatzleistung pro Versicherungsjahr mindestens das Zweifache der Deckungssumme; Deckungserhalt über die gesamte Vertragslaufzeit; Versicherer mit Zulassung in EU/EWR.
Spezifischer Jahresumsatz: mindestens 300.000 € netto pro Geschäftsjahr in den letzten 3 Jahren im Bereich Fachplanungen Technische Ausrüstung – Elektrotechnische Anlagen.
Testierte Jahresabschlüsse/G&V nur auf gesonderte Aufforderung nach enger Wahl.
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
3 vergleichbare Referenzprojekte (Formblatt III.110a, je max. 2 Seiten PDF), davon 1× Sanierung einer Schule und 2× Sanierung/Umbau/Erweiterung oder Neubau eines öffentlichen Gebäudes. Vergleichbarkeit hinsichtlich Nutzung und Größe. Fertigstellung oder abgeschlossene Leistungsphasen 1–8. Fertigstellung maximal 10 Jahre vor Ablauf der Teilnahmefrist. Projektbearbeitung muss den sich bewerbenden Personen zuzurechnen sein. Mindestpunktzahl 45 von max. 90 Punkten.
Mindestens 2 festangestellte Mitarbeiter (inkl. Büroinhaber). Projektleitung und stellv. Projektleitung mit jeweils mindestens 5 Jahren Berufserfahrung. Eigenerklärung zur notwendigen Ausstattung (Geräte, Hardware, Software). Angaben zur durchschnittlichen Beschäftigtenzahl der letzten 3 Jahre.
Ausschlussgründe und weitere Erklärungen
Eigenerklärung zu Ausschlussgründen nach §§ 123 und 124 GWB. Eigenerklärung, dass wissentlich falsche Angaben zum Ausschluss führen können. Keine Verurteilung nach Arbeitnehmerentsendegesetz, AufenthG, MiLoG oder SchwarzArbG mit Freiheitsstrafe >3 Monate / Geldstrafe >90 Tagessätze / Geldbuße >2.500 € in den letzten 2 Jahren. Erklärung Bezug Russland gemäß EU-VO 2022/576 (keine russische Staatsangehörigkeit/Niederlassung, keine >50%-Beteiligung solcher Personen/Unternehmen, kein Handeln im Namen solcher).
Bewertung der Teilnahmeanträge
Bewertung der Referenzprojekte nach Punktesystem (je max. 30 Punkte):
Mindestpunktzahl 45. Nach positiver Bewertung Aufforderung zur Angebotsabgabe (voraussichtlich 16.10.2026); es werden max. 3 Bieter zugelassen.
Wertung der Angebote (Zuschlagskriterien)
Wirtschaftlichstes Angebot nach UfAB 2018 (einfache Richtwertmethode; Z-Wert = L-Wert/Preis). Bewertung Präsentation/Verhandlungsgespräch (max. 65 Punkte):
Präsentationsdauer max. 30 Minuten.
3 Referenzprojekte über Formblatt III.110a: 1× Sanierung einer Schule, 2× Sanierung/Umbau/Erweiterung oder Neubau eines öffentlichen Gebäudes; vergleichbar hinsichtlich Nutzung und Größe
Projektbearbeitung muss den sich bewerbenden Personen zuzurechnen sein; Fertigstellung oder abgeschlossene Leistungsphasen 1–8; je Referenz max. 2 Seiten PDF; Low-Tech-Ansatz, PV-Dachgestaltung, Nachhaltigkeit/Ressourceneffizienz, gewerkespezifische Herausforderung; Mindestpunktzahl 45 Punkte gesamt (max. 90)