Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Stadt Blieskastel sucht ein Architekturbüro für die Objektplanung (Leistungsphasen 2–8 nach HOAI) von zwei baugleichen Feuerwehrgerätehäusern in den Stadtteilen Bierbach und Blickweiler.
Das beauftragte Büro übernimmt die komplette Planung: Vorentwurf, Baugenehmigung (Einreichung bis spätestens 14.02.2027), Werkplanung und die gesamte Bauleitung. Die Planungen laufen parallel, Bierbach soll im Sommer 2027 starten, Blickweiler ein Jahr später.
Verfahren: EU-weites Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb (zweistufig). Erst Teilnahmeantrag, dann Angebot.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Vergütung500%
Bewertung der Vergütung inkl. Gesamthonorar (max. 450 Punkte) und Stundensätze für zusätzlich beauftragte Leistungen (max. 50 Punkte).
- Organisationskonzept250%
Darstellung der Organisation des Projekts, Personaleinsatz, Qualifikation der Projektleitung, Kommunikation mit dem Auftraggeber und Präsenz vor Ort. Relative Angebotswertung: bestes Angebot erhält 250 Punkte (Skala: 250/200/150/100/50/0).
- Projektumsetzungskonzept250%
Darstellung der planerischen Herangehensweise, Maßnahmen zur Kosten- und Termineinhaltung, Nachhaltigkeit der Planung (Unterhaltungs-/Folgekosten, Erweiterbarkeit) sowie Berücksichtigung von Energieeffizienz und Klimaschutz. Relative Angebotswertung: bestes Angebot erhält 250 Punkte (Skala: 250/200/150/100/50/0).
Preis-Formel (Gesamthonorar): Punktzahl = 450 × (2 - Gesamthonorar/Niedrigstes Gesamthonorar); Angebote mit 2-fachem oder höherem Niedrigstpreis erhalten 0 Punkte. Preis-Formel (Stundensätze): Punktzahl = 50 × (2 - Durchschnittswert/Niedrigster Durchschnittswert); Angebote mit 2-fachem oder höherem Niedrigstwert erhalten 0 Punkte. Qualitätskriterien: Relative Angebotswertung; bestes Angebot erhält Maximalpunktzahl (250 für Organisationskonzept, 250 für Projektumsetzungskonzept), weitere Angebote erhalten geringere Punktzahlen (250/200/150/100/50/0).
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenGegenstand und Gebäudetyp
Es werden zwei baugleiche Feuerwehrgerätehäuser (Sonderbauten nach DIN 14092-1) geplant. Beide Standorte (Bierbach und Blickweiler) werden parallel geplant, um Synergieeffekte zu nutzen.
Gebäudemerkmale je Standort:
Bauteile:
Planungsleistungen nach HOAI (LPH 2–8)
Beauftragt werden die Leistungsphasen 2 bis 8 der Objektplanung Gebäude nach HOAI (§ 34, Anlage 10.1). Die Beauftragung erfolgt stufenweise:
Stufe 1: LPH 3 (Entwurfsplanung) + LPH 4 (Genehmigungsplanung)
Stufe 2: LPH 5 (Ausführungsplanung) + LPH 6 (Vergabevorbereitung) + LPH 7 (Mitwirkung bei Vergabe) + LPH 8 (Objektüberwachung/Bauleitung)
Ein Anspruch auf Beauftragung weiterer Stufen besteht nicht.
Im Rahmen der Leistungen sind insbesondere zu erbringen:
Anrechenbare Kosten und Budget
Die anrechenbaren Kosten (Kostengruppen 300 + 400 nach DIN 276) werden auf rund 1.060.504 EUR netto geschätzt.
Das beauftragte Büro ist verpflichtet, das vorgegebene Kostenbudget als verbindliches Kostenziel einzuhalten und alle Einsparungsmöglichkeiten auszuschöpfen.
Einzuhaltende Vorschriften und Normen
Die Planung muss unter anderem folgende Vorgaben berücksichtigen:
Zeitplan und Meilensteine
Geplanter Ablauf:
Vertragsende der Planerleistungen: 31.12.2028
Bereits durchgeführte Vorarbeiten
Für den Standort Bierbach wurde bereits eine Kampfmittelvorerkundung beauftragt und ausgewertet (Anlagen B02/B03). Ergebnis: Im Bereich Parkstraße/Pfalzstraße gibt es keine Hinweise auf Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg; für nicht auswertbare Flächen wird bei Bedarf eine technische Untersuchung empfohlen.
Diese Ergebnisse sind als Planungsgrundlage in die weitere Arbeit einzuarbeiten.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenWirtschaftliche und finanzielle Eignung
Jahresumsatz: Durchschnittlicher Jahresumsatz (netto) 2023–2025 aus Objektplanung Gebäude/Innenräume mit mindestens Honorarzone III muss durchschnittlich bei mindestens 300.000 EUR liegen.
Haftpflichtversicherung: Nachweis einer Vermögensschadenshaftpflichtversicherung mit Versicherungssummen von mindestens 3.000.000 EUR für Personen-, Sach- und Vermögensschäden, jeweils mindestens zweifach im Jahr verfügbar. Die Eintrittspflicht muss durchgehend bestehen.
Fachliche Eignung – Projektleitung
Projektleitung: Namentliche Benennung einer Projektleiterin/eines Projektleiters und einer Stellvertretung mit Qualifikation und Berufserfahrung.
Berufserfahrung Projektleitung/Stellvertretung: Wird in der Auswahlphase bewertet (Punktvergabe nach Erfahrungsjahren: ≤5 J. = 5 Pkt., ≤10 J. = 10 Pkt., ≤15 J. = 15 Pkt., >15 J. = 20 Pkt.).
Fachliche Eignung – Referenzen
Mindestens 2 abgeschlossene Referenzprojekte mit folgenden Anforderungen:
Persönliche Lage – Ausschlussgründe
Bewerber dürfen keine Ausschlussgründe nach §§ 123, 124 GWB aufweisen. Dazu zählen insbesondere:
Selbstreinigungsmaßnahmen nach § 125 GWB sind möglich. Ausschlussgründe nach EU-Verordnung 2022/576 (Russland-Sanktionen) dürfen ebenfalls nicht vorliegen.
Weitere Anforderungen
Auswahlphase (bei mehr als 5 geeigneten Bewerbern)
Wenn mehr als 5 Bewerber die Eignungsanforderungen erfüllen, wird eine Rangfolge nach Punkten gebildet (max. 100 Punkte). Kriterien:
Die 3–5 am besten bewerteten Bewerber werden zur Angebotsabgabe aufgefordert.
Zuschlagskriterien (für spätere Angebotsphase)
In der Angebotsphase werden 1.000 Punkte nach folgenden Kriterien vergeben:
Abgeschlossene Referenzprojekte im Bereich Objektplanung Gebäude (Leistungsphasen 2–8 nach HOAI), Sonderbau
Mindestens 1 Referenz muss ein Sonderbau sein (z. B. Feuerwehrgerätehaus); Nachweis auf Anlage D01 mit Angabe von Honorarzone, Baukosten und Sonderbau-Status
Optional (für Auswahl bei mehr als 5 Bewerbern): Zusätzliche Referenzen
Zusätzliche Punkte für mehr Sonderbau-Referenzen und mehr Projekte über 1 Mio. EUR