Planungsleistungen für den Neubau der Verbundschule am Tuniberg Freiburg mit 3-fach Sporthalle, Schulhof und Sport- und Außenanlagen
Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenPlanungswettbewerb für den Neubau einer sechszügigen Verbundschule mit knapp 12.000 m² Nutzfläche, Dreifach-Sporthalle, Schulhof sowie Sport- und Außenanlagen in Freiburg-Opfingen.
Gebäudeplanung führt das Verfahren. Die Leistungen umfassen außerdem Tragwerksplanung, Technische Ausrüstung, Bauphysik und Freianlagenplanung. Leitprinzip ist das „Einfache Bauen“.
Der Teilnahmeantrag ist bis zum 24.11.2026, 10:00 Uhr, ausschließlich elektronisch über die Deutsche eVergabe einzureichen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Honorarangebot30%
Plausibilität/Höhe des Honorarangebotes in Relation zum günstigsten Honorarangebot auf Grundlage des verbindlichen Honorarangebotes (Stufe 3).
- Lösungsvorschlag70%
Beurteilung des Lösungsvorschlags (Stufe 3) anhand von: Herangehensweise an die Aufgabenstellung, Qualität und Umfang der vorgelegten Planung (insbesondere Gestaltung), Angemessenheit/Qualität/Plausibilität des Konzepts hinsichtlich stadträumlichem Gesamtkonzept, architektonischer Gestaltqualität, funktionaler Qualität, Umsetzung des Raumprogramms (inkl. Inklusion/Barrierefreiheit), Ökologie/Klimawandel/Nachhaltigkeit/Energiekonzeption, Funktionalität/Innovationskraft Konzept 'Einfaches Bauen', Außenraumqualität/Freiraumkonzept sowie Wirtschaftlichkeit und Realisierbarkeit. In Stufe 2 wird dieses Kriterium zu 100% gewertet.
Bewertung Honorarangebot: günstigstes Honorarangebot erhält 5 Punkte, weitere Angebote linear in Relation: (günstigstes Honorarangebot / weiteres Honorarangebot) x 5 Punkte, Zwischenwerte auf eine Dezimalstelle interpoliert. Bewertung Lösungsvorschlag: je Beurteilungskriterium 0-5 Wertungspunkte nach Bewertungsschema (5=übertrifft, 4=erfüllt voll und ganz, 3=erfüllt im Wesentlichen mit Potenzial, 2=erfüllt im Wesentlichen mit anderen Herausforderungen, 1=erfüllt in Teilen, 0=gar nicht). Punkte werden in Bewertungsmatrix mit Gewichtung multipliziert. Zuschlag auf höchste Gesamtpunktzahl; bei Gleichstand: bessere Bewertung Lösungsvorschlag, dann Honorar, dann Los.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenProjektumfang und Planungsansatz
Geplant wird eine sechszügige Verbundschule mit knapp 12.000 m² Nutzfläche für rund 1.200 Schülerinnen und Schüler auf einem etwa 3,4 ha großen Plangebiet. Enthalten sind eine neue 3-fach-Sporthalle, Schulhof, Freianlagen sowie Sport- und Außenanlagen. Der planerische Ansatz folgt dem Leitprinzip des „Einfachen Bauens“.
Planungsbereiche
Die Planung umfasst Gebäudeplanung und Innenräume, Tragwerksplanung, Technische Ausrüstung der Anlagengruppen 1 bis 8, Bauphysik und Freianlagenplanung. Die Gebäudeplanung hat die Federführung. Für die fünf Fachrichtungen sind getrennte Verträge vorgesehen; zunächst werden die Leistungsphasen 1 bis 3 und gegebenenfalls Teile besonderer Leistungen beauftragt, weitere Phasen können stufenweise folgen.
Gebäudeplanung und Innenräume
Leistungen nach §§ 33 ff. HOAI 2021 für Vorplanung, Entwurfs- und Genehmigungsplanung, Ausführungsplanung, Vorbereitung und Mitwirkung bei der Vergabe, Objektüberwachung sowie Objektbetreuung. Berücksichtigt werden das pädagogische Konzept, Clusterstrukturen, Inklusion, Barrierefreiheit und das Konzept „Einfaches Bauen“.
Tragwerksplanung
Tragwerksplanung nach §§ 49 ff. HOAI 2021 einschließlich Grundlagenermittlung, Planung, Nachweisen, Kostenbeiträgen und Mitwirkung an Vergabe, Objektüberwachung und Objektbetreuung. Die 3D-Planung dient der Kollisionsprüfung; BIM wird nicht erwartet.
Technische Ausrüstung
Planung der Technischen Ausrüstung nach §§ 53 ff. HOAI 2021 für Abwasser-, Wasser- und Gasanlagen, Wärmeversorgung, Raumlufttechnik, Elektrotechnik, Kommunikations-, Sicherheits- und Informationstechnik, Förderanlagen, nutzungsspezifische Anlagen und Gebäudeautomation. Die Leistungen umfassen die HOAI-Leistungsphasen 1 bis 9 sowie insbesondere GA-Lastenheft, Raumbuchteil, Zählerkonzept, Schnittstellenkoordination, Brandfallsteuermatrix, Funktionsprüfung, Live-Test und Optimierung der GA in den ersten drei Jahren nach Inbetriebnahme.
Bauphysik
Bauphysikalische Mitwirkungsleistungen der HOAI-Phasen 1 bis 7 für Wärmeschutz, Energiebilanzierung, Bau- und Raumakustik. Zusätzlich sind ein Energiekonzept für Klimaneutralität, ein Luftdichtigkeitskonzept, ein Bauteilkatalog, hygrothermische Berechnungen, Tageslicht- und thermische Simulationen, Blower-Door-Messungen sowie Baustellenkontrollen vorgesehen.
Freianlagenplanung
Freianlagenplanung nach §§ 38 ff. HOAI 2021 für Schulhof, integrierte Sportflächen, weitere Sport- und Außenanlagen, Erschließung, Fahrrad- und PKW-Stellplätze, Grün-, Versiegelungs-, Entwässerungs-, Baum- und Spielflächen. Barrierefreiheit ist durchgängig zu berücksichtigen.
Besondere Leistungen und Koordination
Alle Teilleistungen aus der Vertragsanlage „Vertrag Grundleistungen und Besondere Leistungen“ sind anzubieten. Dazu gehören unter anderem vertiefte Kostenschätzungen nach DIN 276, Raumbücher, Brandfall- und Brandfallsteuermatrizen, Servicepläne, 3D-Kollisionsprüfungen ohne BIM, Kosten- und Terminplanung, Förderprogrammzuarbeit, Abnahme- und Funktionsprüfungen sowie Mängelverfolgung. Ein separates Fachplanungsbüro erstellt das Barrierefreiheits-Konzept; die Planung muss dieses koordinieren.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenBerufsqualifikation
Für Gebäudeplanung muss mindestens eine verantwortliche Person als Architektin oder Architekt in einer deutschen Architektenkammer eingetragen oder zur Tätigkeit in Deutschland zugelassen sein. Für Freianlagenplanung gilt ein anerkannter Befähigungsnachweis, etwa ein einschlägiges Studium oder eine Qualifikation im Garten- und Landschaftsbau. Für Tragwerksplanung, TGA und Bauphysik ist mindestens eine Person mit Berechtigung zur Führung der Berufsbezeichnung Ingenieurin oder Ingenieur oder entsprechender Listeneintragung erforderlich. Juristische Personen müssen einen verantwortlichen Berufsangehörigen mit passender Qualifikation benennen.
Referenzen und technische Leistungsfähigkeit
Die technische und berufliche Leistungsfähigkeit wird anhand der sechs beschriebenen Referenzarten nachgewiesen: Gebäudeplanung, nachhaltige und innovative Baukonzepte, TGA, Tragwerksplanung, Bauphysik und Freianlagenplanung. Die Referenzen werden in Stufe 1 zur Eignungsprüfung herangezogen und nicht wertend berücksichtigt.
Versicherung
Eine Berufs- oder Betriebshaftpflichtversicherung muss über den gesamten Leistungszeitraum bestehen. Erforderliche Mindestdeckungssummen sind für Gebäudeplanung und Ingenieurleistungen 3 Mio. € für Personenschäden und 5 Mio. € für sonstige Schäden, für Freianlagenplanung jeweils 3 Mio. €. Vorzulegen ist ein aktueller Versicherungsnachweis, der zum Bekanntmachungszeitpunkt höchstens 12 Monate alt ist.
Erklärungen und Ausschlussgründe
Erforderlich sind Erklärungen zur Unabhängigkeit der Leistungserbringung, zum Nichtvorliegen von Ausschlussgründen, zur Tariftreue und Mindestentgeltverpflichtung nach dem LTMG Baden-Württemberg, zur Einhaltung der ILO-Kernarbeitsnormen und zur Einhaltung der EU-Sanktionen gegen russische Unternehmen, Personen und Lieferanten. Bei Bewerbergemeinschaften sind die Erklärungen grundsätzlich je Mitglied vorzulegen.
Organisation und Verfahrensanforderungen
Die Bewerbung muss vollständig, fristgerecht, elektronisch und in deutscher Sprache eingereicht werden. Wertungsrelevante Angaben und Nachweise können nicht nachgereicht werden. Die Leistungen werden zunächst für die HOAI-Leistungsphasen 1 bis 3 beauftragt; eine Bereitschaft zur stufenweisen Beauftragung der weiteren Phasen und zu getrennten Fachverträgen ist erforderlich. In Stufe 2 werden bis zu zehn, in Stufe 3 drei Bewerber zugelassen.
Gebäudeplanung: Neubau oder Sanierung eines Bauwerks für Bildung, Lehre, Jugend oder vergleichbare Nutzung; mindestens HZ III und 3.500 m² BGF; vollständig selbst erbrachte Grundleistungen der HOAI-Phasen 2 bis 5.
Beauftragung durch einen öffentlichen Auftraggeber nach § 99 GWB; Leistungen des erbringenden Büros nachweisen.
Nachhaltige und innovative Baukonzepte: mehrgeschossiger Neubau oder Anbau mit nachweisbarer Erfahrung im ressourcen- und kostenbewussten Bauen, beispielsweise Holz- oder Hybridbau, Vorfertigung, Rückbau, LCA/LCC, Ressourcenpass, DGNB/BNB/QNG oder reduzierte TGA.
Vollständig selbst erbrachte Grundleistungen der HOAI-Phasen 2 bis 5.
Technische Gebäudeausrüstung: Fachplanung für Neubau oder Sanierung im Hochbau mit Erfahrung in den wesentlichen Anlagengruppen nach § 53 HOAI.
Bildungs-, Verwaltungs-, Kultur-, Gesundheits- oder vergleichbare nutzungsintensive Nutzung; vollständig selbst erbrachte HOAI-Phasen 2 bis 5.
Tragwerksplanung: Fachplanung für einen Neubau im Hochbau.
Vollständig selbst erbrachte Grundleistungen der HOAI-Phasen 2 bis 5.
Bauphysik: Fachplanung für einen Neubau im Hochbau mit BNB-, DGNB- oder QNG-Zertifizierung oder Lebenszykluskostenbetrachtung.
Vollständig selbst erbrachte Grundleistungen der HOAI-Phasen 2 bis 5.
Freianlagenplanung: Schulfreianlagen sowie Sport-, Spiel- oder Freizeitflächen.
Vollständig selbst erbrachte Grundleistungen der HOAI-Phasen 2 bis 5.
Wettbewerb & Angebotsprognose
Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer VergabenAuf einen Blick
Erfüllungsort
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