Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenWorum es geht:
Die Landeshauptstadt München (Münchner Stadtentwässerung) beschafft umfassende Planungsleistungen für den Aufbau einer neuen Wärme-, Kühl- und Kälteinfrastruktur im Klärwerk Gut Marienhof (KLW II) in Eching. Das Klärwerk soll künftig möglichst klimaneutral aus eigenen Ressourcen (Faulgas, Abwärme) versorgt werden.
Was zu tun ist:
Der Auftragnehmer übernimmt die vollständige Objekt- und Fachplanung über alle HOAI-Leistungsphasen 1–8 (stufenweise Beauftragung) für folgende Bereiche:
Die Maßnahme gliedert sich in zwei Bauabschnitte: zuerst das Wärmenetz (Prozess- und Gebäudewärme, Heizzentrale, Großwärmespeicher, Wärmepumpen, Anbindung Abwärme aus BHKW), danach die Optimierung des Kühlwassersystems (Kühlwasserring, Absorptionskältemaschine, Rückkühler).
Wichtige Hinweise für Bieter:
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Qualifikation Schlüsselpersonal99%
- Verfügbarkeit Fachplaner*innen9%
Persönliche Verfügbarkeit der Fachplaner*innen innerhalb von zwei Stunden vor Ort auf der Baustelle.
- Ressourcenkonzept9%
Darstellung der Personalauslastung der Projektbeteiligten.
- Darstellung der Organisation der Aufgabenverteilung beim Bieter9%
Darstellung der Aufgabenverteilung im Projektteam.
- Darstellung der Projektabwicklung und -durchführung9%
Darstellung der vorgesehenen Projektabwicklung und Durchführung.
- Analyse der Aufgabenstellung durch den Bieter117%
- Preis168%
Nettopreis aus der nachgerechneten Wertungssumme des Angebots; der niedrigste Angebotspreis erhält 168 Punkte, höhere Preise werden linear abgestuft.
Preispunkte = (niedrigster Angebotspreis / Angebotspreis des Bieters) × 168. Die Gesamtpunktzahl ergibt sich aus der Addition der Punkte aller Kriterien und Unterkriterien; bei Punktgleichheit entscheidet die niedrigste Wertungssumme.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenGesamtaufgabe & Koordination
Der Auftragnehmer erbringt die vollständige Objekt- und Fachplanung über alle HOAI-Leistungsphasen 1–8 (stufenweise Beauftragung) und koordiniert als Hauptplaner das Gesamtprojekt sowie alle beteiligten Fachdisziplinen.
Stufenweise Beauftragung (typische Stufung):
Leistungsbilder nach HOAI:
Übergeordnete Anforderungen:
Wärmenetz (Bauabschnitt 1)
Aufbau eines Wärmenetzes für Prozesswärme (Faulbehälter) und Gebäudewärme (Nahwärmenetz) mit Übergabestationen und Einbindung der Abwärme aus Gas-Otto-Motoren (BHKW).
Varianten zu untersuchen (Vorzugsvariante gemäß Bedarfsprogramm):
Heizzentrale: Untersuchung mehrerer Standorte (Sanierung Bestandsgebäude, Anbau Betriebs-/Verwaltungsgebäude, Integration neues Maschinenhaus, Neubau). Wärmespeicher (de-/zentral), Wärmepumpen, Pufferspeicher, Anbindung an Bestandswärmenetz (95/70 °C).
Bestehendes Wärmedefizit im Winter: bis 1.500 kW.
Kältenetz und Kühlwassersystem (Bauabschnitt 2)
Kältenetz: Neue Kältezentrale mit Adsorptionskältemaschine (max. 1.420 kW Kälteleistung), Kältenetz als Versorgungsleitung zur Kälteerzeugung.
Kühlwassernetz: Aufbau eines geschlossenen Kühlwasserkreises (Rückkühlung max. 27 °C) mit Anbindung an:
Varianten der Wärmeabfuhr (Untersuchung): Kanalwärmetauscher, Kollektoren in Klärbecken, Wärmetauscher im Notauslasskanal (NAK).
Kühlwasserstation: Neue Station mit Hydraulik-/Pumpen-/Verteilerstation (ggf. Leichtbauhalle); Standort in Abstimmung mit dem Projekt 'Erweiterung des Klärwerks'.
Wärmeüberschuss im Sommer bis 1.000 kW soll für Kälteerzeugung genutzt werden.
Elektrotechnik, MSR und Leittechnik
Bautechnik und Bauabschnitte
Bautechnik je Objekt:
Bau im laufenden Klärwerksbetrieb mit Schutz bestehender Bestandsanlagen, Schnittstellenkoordination mit anderen Baumaßnahmen (Erweiterung Klärwerk, 4. Reinigungsstufe, Neubau Betriebs-/Verwaltungsgebäude) und Kampfmittelräumung.
Schnittstellen, Abgrenzungen
Nicht im Auftrag enthalten (werden separat ausgeschrieben oder vom AG beigesteuert):
Konfliktverbot: Der Auftragnehmer (inkl. ARGE-Mitglieder und Nachunternehmer aus Eignungsleihe) darf sich nicht an der parallel laufenden Ausschreibung der örtlichen Bauüberwachung für das Projekt 'Erweiterung der Wärme- und Kälteinfrastruktur im KLW I' beteiligen.
Inbetriebnahme, Dokumentation und Standards
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenBefähigung zur Berufsausübung (§ 44 VgV)
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit (§ 45 VgV)
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit (§ 46 VgV) – Personal
Mindestpersonal in den letzten 3 Jahren (relevante Berufsgruppen):
Zusätzlich benötigt: Aufstellung der für die Ausführung verantwortlichen Personen (Name, Nachweise beruflicher Qualifikation).
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit (§ 46 VgV) – Referenzen
Nachweis durch mindestens 3 Referenzen (besser: 8, weil alle 8 Kriterien erfüllt werden müssen) aus dem Zeitraum 2018 bis Ende Angebotsfrist (12.11.2026). Eine Referenz kann mehrere Kriterien erfüllen, muss aber eindeutig zuordenbar sein. Nichterfüllung auch nur eines Kriteriums führt zum Ausschluss aus dem Verfahren.
8 Referenz-Kriterien (jeweils Mindestanforderung):
1. Ingenieurbau – LPH 1–8, ≥ 1.000 m³ umbauter Raum
2. Tragwerksplanung – LPH 1–6, > 500 T€
3. Anlagen- und Rohrleitungsbau – LPH 1–8, > 600 kW
4. Energieoptimierung / Energiekonzepte thermisch (Wärme/Kühlung/Kälte) – > 600 kW
5. Technische Ausrüstung – LPH 1–8
6. Mittel-/Niederspannungsanlagen (Industriemaßstab) – LPH 1–8, > 0,5 Mio. €
7. Prozessautomation / Gebäudeautomation (Industriemaßstab) – LPH 1–8, > 0,5 Mio. €
8. Bauüberwachung/Objektüberwachung – mehrere Gewerke/Schnittstellen, mind. 3 Jahre Projekterfahrung, > 2 Mio. €
Je Referenz erforderlich: Name/Anschrift Auftraggeber, Ansprechpartner (Telefon, E-Mail), Kurzbeschreibung Projekt + erbrachte Leistung (Aufgaben, besondere Anforderungen, Leistungsbilder/-phasen, Schwierigkeit, Vertragsverhältnis), Wert der Leistung, erbrachte Leistungsphasen, Eigenleistungsanteil, Bestätigung der Erfüllung des jeweiligen Kriteriums (Ja/Nein).
Hinweis Bietergemeinschaft: Gesamtreferenzen müssen nur so viele vorgelegt werden wie ein Einzelbewerber; jede Referenz muss eindeutig einem Kriterium der Matrix zuordenbar sein – 'Überlappung' bei Einzelkriterien nicht zulässig.
Ausschlussgründe und sonstige Erfordernisse
Planungsleistungen im Ingenieurbau – mindestens LPH 1–8
Kurzbeschreibung, Leistungsphasen, Ansprechpartner Auftraggeber
Planungsleistungen der Tragwerksplanung – mindestens LPH 1–6
Kurzbeschreibung, Leistungsphasen, Ansprechpartner Auftraggeber
Planungsleistungen im Anlagen- und Rohrleitungsbau – mindestens LPH 1–8
Kurzbeschreibung, Leistungsphasen, Ansprechpartner Auftraggeber
Planungsleistungen für Energieoptimierung / Energiekonzepte thermisch (Wärme/Kühlung/Kälte)
Kurzbeschreibung, Leistungsphasen, Ansprechpartner Auftraggeber
Planungsleistungen Technische Ausrüstung – LPH 1–8
Kurzbeschreibung, Leistungsphasen, Ansprechpartner Auftraggeber
Planungsleistungen Mittel- und Niederspannungsanlagen im Industriemaßstab – LPH 1–8
Kurzbeschreibung, Leistungsphasen, Ansprechpartner Auftraggeber
Planungsleistungen Prozessautomation / Gebäudeautomation im Industriemaßstab – LPH 1–8
Kurzbeschreibung, Leistungsphasen, Ansprechpartner Auftraggeber
Bauüberwachung / Objektüberwachung (Ingenieurbau + technische Ausrüstung, mehrere Gewerke/Schnittstellen)
Kurzbeschreibung, Leistungsphasen, Ansprechpartner Auftraggeber