Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenIm Rahmen der Renaturierung der Pleiße werden am ehemaligen Neumühlenwehr in Rötha zwei Außenanlagen gebaut: ein Rastplatz auf der Ostseite (mit Gabionen-Böschungssicherung, instandgesetztem Wehrwand-Mauerwerk, Wegen, Geländer, Bänken, Fahrradbügeln und Abfallbehälter) und ein Sitzplatz für ein „Grünes Klassenzimmer" auf der Westseite direkt am Berufsschulzentrum Böhlen, einschließlich eines Sportpfads mit fünf Outdoor-Sportgeräten (Brustpresse, Ellipsentrainer, Barren, Bauchtrainer, Ruderbank). Die Auftragnehmerfirma liefert und montiert Geländer aus Edelstahl, Möblierung, Schautafeln, Paketkasten und Wandklapptisch, führt Pflaster- und Schotterrasenarbeiten durch, montiert eine temporäre Baustraße und kümmert sich um Beweissicherung, Fotodokumentation und Werkplanung. Wichtig: Die Arbeiten liegen im festgesetzten Überschwemmungsgebiet der Pleiße – Baumaschinen müssen täglich herausgeräumt werden, Strom kommt zwingend aus einem Aggregat. Angebotsfrist: 27.08.2026, 13:00 Uhr MESZ. Bauzeit ca. 6 Monate (Ende Oktober 2026 bis Ende April 2027). Es handelt sich um eine Gesamtmaßnahme ohne Losaufteilung.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel, Instandhaltungsangeboten.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenBaustelleneinrichtung & Verkehrssicherung
Einrichten, Vorhalten und Räumen der gesamten Baustelleneinrichtung inklusive Bauzaun (Ost 40 m, West 50 m), Kehrmaschine mit Fahrer täglich über die Gesamtbauzeit sowie eigenständige Strom- und Wasserversorgung (Strom zwingend per Aggregat, auf der Westseite geräuscharm für das BSZ). Verkehrsrechtliche Anordnung (VAO) inkl. Verkehrszeichenplänen ist spätestens 5 Kalendertage vor Baubeginn verbindlich beim Auftraggeber vorzulegen; Verkehrszeichen werden 25 Wochen vorgehalten. Keine Lagerflächen durch den Auftraggeber – AN fragt bei LTV Sachsen / LK Leipzig an.
Technische Bearbeitung, Dokumentation & Beweissicherung
Erstellung und Fortschreibung des Soll-Null-Bauzeitenplans (Balkenplan, PDF A-3 farbig, 3-fach Papier + Datenträger), Fortschreibung des Hochwassermaßnahmenplans des AG, Beweissicherung der öffentlichen Flächen (Ost mind. 30 Fotos, West mind. 80 Fotos) vor Baubeginn und nach Bauende, Fotodokumentation der Gesamtmaßnahme (mind. 60 Einzelfotos à 750 kb, jpg, 2-fach Ausdruck + 1-fach digital) sowie Bestandsdokumentation vor Abnahme (Bauleitererklärung, Bautagebuch, Lieferscheine, Qualitätsnachweise, Produktdatenblätter, Montage- und Pflegeanleitungen – 3-fach analog + 1-fach digital).
Standortbedingungen & Schutzmaßnahmen (Hochwasser, Kampfmittel, Baugrund)
Beide Baubereiche liegen im festgesetzten Überschwemmungsbereich der Pleiße – Baumaschinen und Geräte sind täglich aus dem Überschwemmungsbereich zu entfernen und auf der HWS-Aufstellfläche abzustellen. Bauarbeiten nur bei Mittelwasserstand. Eine Kampfmittelerkundung ist nicht erforderlich. Baugrund: ca. 20 cm Oberboden mit Grasnarbe auf bindigem Boden (TM, SU*); kein Baugrundaufschluss vorhanden – Bodenklassen nach DIN 18300 sind eigenständig einzuschätzen. Wasserhaltung und Oberflächenentwässerung sind Nebenleistungen und nicht gesondert vergütet. Abfallentsorgung nach KrWG mit Verwertungspflicht durch den AN.
Qualitätssicherung (beide Bereiche)
Auf Anforderung des AG sind statische und dynamische Plattendruckversuche durchzuführen und ein Belastungsfahrzeug für Kontrollprüfungen bereitzustellen. Verdichtungsanforderungen: Planum EV2 ≥ 45 MN/m², Frostschutzschicht EV2 ≥ 60 MN/m², Schotterrasen EV2 ≥ 80 MN/m², Fugenboden 95 % Dpr. Betonspezifikationen u. a. C30/37 XF1 XA2 mit HS-Zement (Konsistenz F2) und C20/25 XF1; Bewehrung BSt 500 M; Edelstahl A4 (1.4571/1.4401) für Geländer, Schrauben, Anker; Cortenstahl S355J2WP für Randeinfassung Sportpfad; Geotextil GRK 3.
Mauerwerksinstandsetzung an der Wehrwand (beidseitig)
Partielle Instandsetzung des Klinkermauerwerks der Wehrwandreste: Arbeitsgerüst herstellen, vorhalten und rückbauen (witterungsbedingt wegen wechselnder Wasserstände täglich rückbaubar), lose Klinker ausbauen, Bestandsmaterial und Liefermaterial wieder einbauen, Fugenarbeiten in MG III. Ostseite: 50 Stück Klinker aus-/einbauen, 4 m² ausfugen. Westseite: 20 Stück Klinker aus-/einbauen, 2 m² ausfugen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenWirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Eigenerklärung zum Umsatz des Unternehmens in den letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahren (vergleichbare Bauleistungen, inkl. ARGE-Anteil). Nachweis kann auch über die Inanspruchnahme der Kapazitäten anderer Unternehmen (Form 236 – Verpflichtungserklärung) erbracht werden, wobei das verpflichtende Unternehmen gemeinsam mit dem Bieter für die Auftragsausführung haftet.
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Eigenerklärung zu vergleichbaren Leistungen in den letzten 5 Kalenderjahren (Referenzliste bei Teilnahmewettbewerb dem Teilnahmeantrag beifügen). Bei engerer Wahl Nachreichung von 3 Referenznachweisen mit allen Pflichtangaben (Ansprechpartner, Art, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, maßgeblicher Leistungsumfang mit Mengen, eingesetzte Arbeitskräfte, besondere technische Anforderungen, Art der Baumaßnahme, vertragliche Bindung, ggf. koordinierte Gewerke, Auftraggeberbestätigung). Eigenerklärung zur Verfügbarkeit der erforderlichen Arbeitskräfte und durchschnittliche Beschäftigtenzahl der letzten 3 Jahre nach Lohngruppen inkl. Leitungspersonal.
Persönliche Eignung / Ausschlussgründe (§ 6e EU VOB/A)
Erklärung, dass kein Insolvenzverfahren anhängig ist bzw. ein Insolvenzplan rechtskräftig bestätigt wurde. Keine schwere Verfehlung, die die Zuverlässigkeit in Frage stellt. Keine Verurteilung in den letzten 2 Jahren wegen Straftaten (Freiheitsstrafe > 3 Monate, Geldstrafe > 90 Tagessätze, Geldbuße > 2.500 €). Ordnungsgemäße Zahlung von Steuern, Abgaben und Sozialversicherungsbeiträgen. Mitgliedschaft in der Berufsgenossenschaft. Bei Auftragssumme ≥ 30.000 € wird ein Gewerbezentralregisterauszug angefordert.
Reglementäre Eignung (Registereintragungen)
Eintragung im Handelsregister, in der Handwerksrolle, bei der IHK – oder Erklärung, dass keine Eintragungspflicht besteht. Auf Verlangen: Gewerbeanmeldung, Handelsregisterauszug, Handwerkskarte bzw. IHK-Eintrag. Präqualifizierte Unternehmen können den Nachweis über die Eintragung im Präqualifikationsverzeichnis des Vereins für die Präqualifikation von Bauunternehmen e.V. führen; nicht präqualifizierte Unternehmen reichen die Eigenerklärung (Form 124) ein. Bei Einsatz von Nachunternehmen müssen diese präqualifiziert sein oder die Voraussetzungen dafür erfüllen.
Vergleichbare Bauleistungen in den letzten 5 Kalenderjahren (Mindestanzahl 3 Referenznachweise bei engerer Wahl; Referenzliste bei Teilnahmewettbewerb dem Teilnahmeantrag beifügen)
Je Referenz: Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, maßgeblicher Leistungsumfang mit Mengenangaben, Anzahl durchschnittlich eingesetzter Arbeitnehmer, besondere technische/gerätespezifische Anforderungen, Art der Baumaßnahme (Neubau/Umbau/Denkmal), vertragliche Bindung (Hauptauftragnehmer/ARGE-Partner/Nachunternehmer), ggf. koordinierte Gewerke, Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung