Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie DB InfraGO AG – Geschäftsbereich Fahrweg schreibt Nachtragsprüfungsleistungen für den Projektkomplex Lehrte–Berlin (Regionalbereich Südost) aus. Dieser umfasst drei große Eisenbahninfrastrukturvorhaben: die Korridorsanierung Lehrte–Berlin (Südost), das Großprojekt ABS Hannover–Berlin und die Erneuerung Feste Fahrbahn Hannover–Berlin.
Die Leistung ist in zwei Lose aufgeteilt:
Bieter können sich für eines oder beide Lose bewerben. Die Leistungserbringung erfolgt am Standort Magdeburg und läuft vom 15.01.2027 bis 31.12.2029.
Gefragt sind erfahrene Ingenieurbüros mit nachgewiesener Projekterfahrung in der Nachtragsprüfung von großen Eisenbahninfrastrukturprojekten. Zuschlagskriterium ist ausschließlich der Preis (niedrigster Preis gewinnt).
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis (übertragene+optionale Leistungen)100%
Angebotspreis einschließlich übertragener und optionaler Leistungen
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenGeltungsbereich und Projekte
Die Leistungen werden für folgende drei Vorhaben erbracht:
Erbringungsort: Magdeburg (PLZ 39014).
Art der Leistung: Dienstleistungen (Architekten- und Ingenieurleistungen).
Die Leistungen umfassen auch alle zur Erreichung des Leistungserfolges erforderlichen, nicht ausdrücklich beschriebenen Tätigkeiten.
Bearbeitungs-Workflow (Schritte und Fristen)
Der Nachtragsbearbeitung liegt folgender Workflow zugrunde (Fristen sind Kalendertage):
Sämtliche Unterlagen (Mehrkostenanzeigen, Verträge, Prüfdokumente) werden digital übergeben und digital gezeichnet. Bedenken bezüglich übergebener Unterlagen sind innerhalb von 4 Wochen nach Übergabe (über die Nachtragsplattform) mitzuteilen. Nachtragsverhandlungen sind innerhalb von 20 Kalendertagen nach digitaler Übergabe zu terminieren, mit mindestens 7 Tagen Vorlauf.
Allgemeine Pflichten und Rahmenbedingungen
Geltende Regelwerke: VOB/B und VOB/C (Bauleistungen), BGB (werkvertragliche Regelungen), HOAI (Planungsleistungen), DB-Regelwerk, DIN 276-2008 (anrechenbare Kosten). Konformität mit dem QM-System des Auftraggebers (Prozess I.01.02.06.02 Nachtragsmanagement, Ril 208.1403). Leistungserbringung persönlich oder durch angestellte Mitarbeiter; Nachunternehmer nur ausnahmsweise mit vorheriger Zustimmung. Schlüsselpersonal muss Deutsch in Wort und Schrift beherrschen. Nachtragsangebote sind ab 01.05.2026 über die Nachtragsplattform (NTP) oder per Anlage 8 vorzulegen.
Beauftragung: Der Auftragnehmer wird mit einer Grundlast (definierte Anzahl von Nachträgen je NT-Cluster nach Forderungshöhen) beauftragt. Leistungen werden maßnahmen- und projektspezifisch abgerufen; Einzelabrufe können auch nach Vertragslaufzeitende liegen, sofern der Abruf innerhalb der Vertragslaufzeit erfolgte. Der Auftraggeber kann die Anzahl der Nachträge zwischen NT-Clustern und Leistungskategorien verschieben; optionale Leistungen nach Anlage 1.1/1.2 können übertragen werden (kein Anspruch des Auftragnehmers).
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenFormale Anforderungen und Ausschlussgründe
Erklärung, dass kein Insolvenz- oder Liquidationsverfahren anhängig ist; Erfüllung steuer-, abgaben- und sozialversicherungsrechtlicher Pflichten sowie Einhaltung von AEntG, MiLoG und Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetz. Keine Ausschlussgründe nach §§ 123, 124 GWB (keine schweren Verfehlungen, Korruption, Kartellverstöße, Täuschung oder Auskunftsverweigerung im Vergabeverfahren). Keine unzulässigen Wettbewerbsbeschränkungen. Bekenntnis zur Korruptionsprävention. Keine unzulässige Einflussnahme auf das Vergabeverfahren. Keine Sperrung durch die DB AG.
Sanktions- und Embargokonformität
Erklärung, dass das Unternehmen und seine Beteiligten nicht den Sanktionsmaßnahmen nach Art. 5k der VO (EU) 2022/576 unterfallen sowie keine gelisteten Unternehmen (EU, UN, USA, UK, Schweiz) sind. Keine sanktionierten Geschäfte, insbesondere keine russischen Beteiligungen > 50 %. Zustimmung zu regelmäßigen Überprüfungen nach Sanktionslisten.
Interessenkonflikte und Verbundenheit
Erklärung zur beabsichtigten Zusammenarbeit (BIEGE/Nachunternehmer); bei Bietergemeinschaften gesamtschuldnerische Haftung. Angabe, ob und inwieweit Verbindungen (gesellschaftlich/wirtschaftlich) zu den im Kriterienkatalog genannten Unternehmen bestehen. Ausschluss, wenn im Rahmen des Projektes Bauleistungen und zugehörige Arch.-/Ing.-Leistungen erbracht wurden (auch bei Personenidentität in verbundenen Unternehmen).
Persönliche Eignung und Verhaltenskodex
Anerkennung des DB-Verhaltenskodex (oder BME-/VDB-Verhaltenskodex oder gleichwertiger eigener Kodex). Keine Wahrnehmung von Unternehmer- oder Lieferanteninteressen (Sachwalterrolle). Einhaltung der Integritätsklausel (keine Korruption, Bestechung, Kartellverstöße, Sanktionsverstöße). Bei Selbständigen: Zusatzerklärungen gemäß SGB VI.
Sprache, Form und Fristen
Teilnahmeantrag in deutscher Sprache; elektronische Einreichung über das Bieterportal der DB AG; Signatur in Textform nach § 126b BGB ausreichend. Unveränderte Zusammensetzung der Bietergemeinschaft nach Zulassung. Fristgerechte Einreichung (Teilnahmeantrag bis 21.09.2026, 09:30 Uhr; Fragen bis 11.09.2026, 12:00 Uhr). Nachforderung von Erklärungen/Unterlagen nach Fristablauf möglich (§ 51 Abs. 2 SektVO, § 16a Abs. 1 VOB/A-EU). Geschäftsgeheimnisse kennzeichnen (§ 165 GWB). Kenntnis und Anwendung von ANKE (Anlage 4) und VIKTOR (Anlage 5) des DB-Bauvertrags.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Nachweis durch Jahresabschlüsse, Umsatz- und Gewinnentwicklung, ggf. Bonitätsnachweise. Bereitstellung einer Sicherheit (Garantie) gemäß den Vergabeunterlagen.
Zuschlagskriterium
Die Zuschlagswertung erfolgt ausschließlich nach dem Preis (niedrigster Preis gewinnt). Nebenangebote und Mehrfachangebote sind nicht zulässig.
Nachtragsprüfung dem Grunde nach + Finanzierungs- und Zuwendungsmanagement: ≥ 2 Referenzprojekte (komplexe Eisenbahninfrastruktur, Bauvolumen > 10 Mio. EUR netto, letzte 10 Jahre); ≥ 10 Nachtragsprüfungen dem Grunde nach (≥ 5 je Projekt, Forderung > 250 TEUR netto); mind. 1 Nachtrag > 1 Mio. EUR netto mit komplexem baubetrieblichem Sachverhalt; mind. 1 Nachtrag zu Bauablaufstörung > 250 TEUR netto; ≥ 4 abgeschlossene Finanzierungs-/Zuwendungsvorgänge (Bauvolumen > 2 Mio. EUR), darunter mind. 1 Antrag auf Unbedenklichkeit, 1 SiB, 1 Planänderungsantrag nach BUV; benannte Fachkraft muss Vorgänge persönlich/fachlich verantwortet haben.
Komplexe Eisenbahninfrastrukturprojekte; Nachweis über Anlage zum Teilnahmeantrag Los 1 mit Projektbezeichnung, AG/Kontakt, Bauvolumen, Vertragswert, Leistungszeitraum und Nachtragstabelle (Nr., Vertragsart, Inhalt, Forderungshöhe, Bearbeiter); persönliche Unterschrift der benannten Fachkraft.
Nachtragsprüfung der Höhe nach: ≥ 2 Referenzprojekte (komplexe Eisenbahninfrastruktur, Bauvolumen > 10 Mio. EUR netto, letzte 10 Jahre); ≥ 10 Nachtragsprüfungen der Höhe nach (≥ 5 je Projekt, Forderung > 250 TEUR netto); mind. 1 Nachtrag > 1 Mio. EUR netto mit komplexem baubetrieblichem Sachverhalt; mind. 1 Nachtrag zu Bauablaufstörung > 250 TEUR netto; benannte Fachkraft muss Vorgänge persönlich/fachlich verantwortet haben.
Komplexe Eisenbahninfrastrukturprojekte; Nachweis über Anlage zum Teilnahmeantrag Los 2 mit Projektbezeichnung, AG/Kontakt, Bauvolumen, Vertragswert, Leistungszeitraum und Nachtragstabelle; persönliche Unterschrift der benannten Fachkraft.
Kenntnis und Anwendung der Anlagen 4 (ANKE) und 5 (VIKTOR) des DB-Bauvertrags
Bestätigung im Teilnahmeantrag.