Projektversicherung DSD Starterpaket Scan-Med- München
Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie DB InfraGO AG schreibt eine kombinierte Bauleistungs-, Montage-, Haftpflicht- und Planungshaftpflichtversicherung für ein großes Bahninfrastrukturprojekt aus. Versichert wird der Bau und die Ausrüstung des Korridors München–Rosenheim–Freilassing mit neuer Stellwerkstechnik und ETCS Level 2 ohne Signale (DSD-Starterpaket Scan-Med). Die Versicherung löst einen bestehenden Vertrag ab und läuft über die geplante Bauzeit bis Ende 2031.
Die Vergabe ist in zwei Lose aufgeteilt:
Bieter können maximal zwei Lose anbieten, vergeben wird höchstens eines. Die Angebotsabgabe erfolgt elektronisch über die Vergabeplattform bis zum 18.11.2026 um 14:00 Uhr.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Gesamtprämiensatz (niedrigster Preis)100%
Niedrigster Gesamtprämiensatz (Promille, zwei Nachkommastellen, einschließlich Courtage, ohne Versicherungssteuer) als alleiniges Zuschlagskriterium
Zuschlag auf das Angebot mit dem niedrigsten Gesamtprämiensatz (Prämiensatz Bauleistungs-/Montageversicherung + Prämiensatz Haftpflichtversicherung), angegeben als Promillesatz mit zwei Nachkommastellen. Der PML-Wert fließt nicht in die Wertung ein.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenVersichertes Vorhaben
Versichert werden sämtliche Bau-, Erd- und Montageleistungen am Korridorteilstück München–Rosenheim (Strecke 5510) und Rosenheim–Freilassing (Strecke 5703), einschließlich DStW-Technik und ETCS Level 2 ohne Signale (L2oS).
Versicherungsnehmer ist der Bauherr (DB InfraGO AG). Mitversichert sind alle mit Planung, Überwachung und Ausführung beauftragten Unternehmen. Der Vertrag löst eine bestehende vorlaufende Deckung ab und gilt über die geplante Bauzeit bis Ende 2031.
Versicherte Sachen und Risiken (Bauleistung/Montage)
Versichert sind unter anderem Fundamente, Baulichkeiten, Konstruktionen, Maschinen, maschinelle/apparative/elektrische Einrichtungen, Zubehör, Reserveteile, Material, Baustoffe, Hilfskonstruktionen, Betriebs- und Hilfsstoffe sowie Montageleistungen (De- und Remontage).
Mitversicherte Risiken umfassen Brand, Blitzschlag, Explosion, Schmor-, Seng- und Glimmschäden, Probebetriebe, gebrauchte Sachen, Baugrund und Bodenmassen, Aufräumungs- und Schadensuchkosten, Dekontaminations- und Entsorgungskosten (Erdreich, behördlich angeordnet), Montageausrüstung, Sachen im Gefahrenbereich, Akten/Zeichnungen/Pläne sowie bauliche Provisorien.
Haftpflichtversicherung und erweiterte Planungsdeckung
Die allgemeine Haftpflichtversicherung deckt Personen-, Sach- und Vermögensschäden Dritter gegen den Versicherungsnehmer und Mitversicherte, einschließlich Umweltschäden nach Umwelthaftungsgesetz und Umweltschadengesetz.
Die erweiterte Planungsdeckung erstreckt sich auf Architekten, Ingenieure, Sachverständige und sonstige Planer/Gutachter und deckt in diesem Rahmen auch Eigenschäden des Bauherrn und der ausführenden Unternehmen.
Nicht versicherte Sachen und Risiken
Nicht versichert sind insbesondere Baugeräte, Kleingeräte und Handwerkszeuge, Vermessungs-, Werkstatt-, Prüf-, Labor- und Funkgeräte, Signal- und Sicherungsanlagen (soweit nur Baustellenabsicherung), Schäden durch elektrische/magnetische/elektromagnetische Felder (EMF), Berufskrankheiten und asbesttypische Arbeitsunfälle.
Laufzeiten und Nachhaftung
Die Versicherungsdauer für Bauleistung und Montage reicht vom Baubeginn bis zur protokollierten Freigabe/Abnahme zur kommerziellen Nutzung.
Daran anschließend gelten:
Während der Vertragsdauer leistet der Versicherer insgesamt maximal die dreifache Deckungssumme für alle Versicherungsfälle.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenPersönliche Zuverlässigkeit und Rechtstreue
Es dürfen keine Ausschlussgründe nach §§ 123 und 124 GWB vorliegen. Insolvenz-, Liquidations- oder vergleichbare Verfahren sind nicht zulässig. Es bestehen keine Listungen auf EU-, UN-, US- oder UK-Sanktionslisten und keine Russland-Bezüge gemäß Sanktionsvorgaben. Beteiligungen Dritter am Auftrag dürfen maximal 10 % betragen.
Das Unternehmen muss ordnungsgemäß angemeldetes Gewerbe betreiben, ggf. mit Handelsregistereintrag, und Eintragungen im Gewerbezentralregister offenlegen. Arbeits-, Umwelt- und Sozialrecht, Mindestlohn, AEntG, das Bundestariftreuegesetz sowie die Zahlung von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen sind einzuhalten. Mindestarbeitsbedingungen sind an Nachunternehmer und Verleiher weiterzugeben.
Kartellrechtliche Compliance (keine Kernbeschränkungen in den letzten 3 Jahren) und Korruptionsprävention werden vorausgesetzt. Bei früheren Aufträgen der Deutschen Bahn AG bzw. verbundener Unternehmen dürfen keine erheblichen oder fortdauernden Mängel bestanden haben. Das Unternehmen muss fähig sein, Nachweise nach §§ 122–124 GWB zu liefern und darf keine schweren Verfehlungen bzw. rechtskräftigen Verurteilungen oder Geldbußen nach § 123 GWB in den letzten 6 Kalenderjahren aufweisen.
Fachliche und finanzielle Eignung
Zugelassen ist, wer als Versicherungsunternehmen (Risikoträger) in einem EU-/EWR-Staat nach dem Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG) zugelassen ist.
Erforderlich ist ein Rating von mindestens A- bei Standard & Poor's oder eine vergleichbare Bewertung. Liegt kein Rating vor, ist eine vergleichbare finanzielle Leistungsfähigkeit nachzuweisen.
Verhaltenskodex und Vertraulichkeit
Es ist eine Verhaltenskodex-Erklärung abzugeben – entweder durch Anerkennung des DB-Verhaltenskodex oder durch Vorlage eines eigenen bzw. Verbandskodex. Außerdem ist eine Vertraulichkeitserklärung als Voraussetzung für den Zugang zu den vertraulichen Vergabeunterlagen (Anhänge B bis E) einzureichen.
Formale Teilnahmebedingungen
Teilnahmeanträge sind elektronisch über die Vergabeplattform in Textform nach § 126b BGB einzureichen. Sie müssen vollständig und fristgereich eingehen; fehlende Erklärungen können nach § 51 Abs. 2 SektVO nachgefordert werden. Bietergemeinschaften sind zugelassen, jedes Mitglied gibt eine eigene Eigenerklärung ab, die Haftung ist gesamtschuldnerisch. Rückfragen zu Unklarheiten sind spätestens 10 Kalendertage vor Ablauf der jeweiligen Frist zu stellen.
Mind. 2 Bau-/Infrastruktur-Referenzen über kombinierte Bauleistungs-, Betriebs- und Berufshaftpflichtversicherung (auch für Planungsleistungen) für Infrastruktur- bzw. Hoch-/Tiefbauprojekte, in Rolle als Führungs- oder Alleinversicherer
Pflichtangaben je Referenz: Auftraggeber (Umschreibung), Projektbeschreibung, Bausumme, Versicherungsbeginn/-ende (ggf. geplant), übernommene Zeichnungsquote in %
Mind. 2 Planungshaftpflicht-Schadenreferenzen mit bearbeiteten Schäden über TEUR 100, in Rolle als Führungs- oder Alleinversicherer
Pflichtangaben je Referenz: Auftraggeber, Schadenhöhe und Reserve, Schadenbearbeitungszeitraum (Beginn/Ende), Zeichnungsquote in %
Keine Referenzen gefordert
Wettbewerb & Angebotsprognose
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