Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenWorum geht's?
Die Ev.-Luth. Kirchengemeinde Lübeck vergibt im Rahmen einer öffentlichen Ausschreibung (VOB/A) Restaurierungsarbeiten an Gewölbe- und Wandmalereien in der St. Marien Kirche in Lübeck.
Was ist zu tun?
Im 1. Bauabschnitt werden die drei Turmkapellen W2 (Bergenfahrer-Kapelle), W3 (Lichterbaum-Kapelle) und W4 (Gedenk-Kapelle) sowie die Joche 1 und 2 des Mittelschiffs bearbeitet. Die Farbfassung aus den 1950er Jahren (Maler Malskat und Fey) soll sichtbar erhalten und konservatorisch aufgearbeitet werden.
Wichtige Eckdaten:
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis60%
Angebot mit der niedrigsten Wertungssumme erhält 10 Punkte, Angebote mit dem zweifachen der niedrigsten Wertungssumme und darüber erhalten 0 Punkte. Lineare Interpolation dazwischen.
- Leistung40%
Bewertung der Leistungsfähigkeit des Bieters mit maximal 49 Leistungspunkten. Bewertet werden wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit, fachliche Eignung, technische Leistungsfähigkeit und Referenzen.
Gesamtpunktzahl = Summe (Gewichtung in % × Punkte je Kriterium). Lineare Interpolation der Punkte beim Preis: 10 Punkte für niedrigste Wertungssumme, 0 Punkte für zweifache oder höhere Wertungssumme.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenProjektrahmen und Organisation
Gebäude: St. Marien Kirche Lübeck (Marienkirchhof 2-3, 23552 Lübeck)
1. Bauabschnitt: Turmkapellen (W2 Bergenfahrer-, W3 Lichterbaum-, W4 Gedenk-Kapelle) und Mittelschiffjoche 1+2
Bauzeitraum: 02.11.2026 (bzw. 01.12.2026) bis 16.08.2027 (Abnahmereife)
Bauausführung: ca. 10 Monate
Kirchennutzung: Kirche bis 31.10.2026 in Gemeindenutzung; Schließung 01.11.2026 – 31.05.2027; ab 01.06.2027 wieder eingeschränkte Nutzung. Mi & Fr 12:00–12:30 Uhr Lärmpause wegen Orgelkonzerten/Andachten.
Baustelleneinrichtung und übergreifende Leistungen
Dokumentationspflichten des Bieters
Für alle Restaurierungspositionen ist ein Arbeitsbericht/Dokumentation zu erstellen mit:
Stunden für Restauratoren (50–100 h je Bereich) und technische Hilfskräfte (20–100 h je Bereich) sind auf Tagelohnzetteln zu dokumentieren und mindestens einmal wöchentlich der Bauleitung vorzulegen.
Schutzmaßnahmen für Ausstattung und Inventar
Vor Beginn der Restaurierungsarbeiten sind umfangreiche Schutzmaßnahmen an der Ausstattung erforderlich:
Lärmintensive Arbeiten sind während der Nutzungszeiten der Kirche (Mi & Fr 12:00–12:30 Uhr) einzustellen.
Allgemeine Restaurierungsmethoden (für alle Bereiche)
Folgende Methoden kommen je nach Befund in allen Bereichen zur Anwendung:
Die Farbfassung aus den 1950er Jahren (Malskat/Fey) ist als eigenständige Neufassung zu erhalten und darf nicht überarbeitet werden.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenFachliche Qualifikation
Leistungsfähigkeit und Kapazität
Zuverlässigkeit und rechtliche Eignung
Referenzen (Pflicht)
Referenztyp 1 – mindestens 2 Referenzen:
Erfahrung bei:
Referenztyp 2 – mindestens 3 Referenzen:
Konservierung und Restaurierung im Bestand (Gebäudehülle) aus den letzten 10 Jahren:
Formale Zulassung
Erfahrung bei: Ruß-/Staubkonservierung auf kreidigen Malschichten, Malschichtfestigung (Kieselsol/KSE), Konservierung von Hohllagen an Putzen/Tünchen (calcit. Injektion/Kieselsol/KSE), Qualitätsdokumentation
Vergleichbare Leistungen – als Referenznachweis
Konservierung und Restaurierung im Bestand (Gebäudehülle): polychrome Malerei, Farbfassung auf Kalkgrund, stark entfestigtes proteinhaltiges Bindemittel
Vergleichbarer Umfang und vergleichbare Leistung