Revitalisierung Bauhaus Trabelsdorf: BAU-16B Tischlerarbeiten inkl. feste Möblierung II
Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenIm Rahmen der Revitalisierung des ehemaligen Brauhauses in Trabelsdorf (Gemeinde Lisberg, OT Trabelsdorf) werden Tischlerarbeiten inklusive fester Möblierung vergeben. Ausgeschrieben ist ein einziges Los (BAU-16-A) mit dem kompletten Innenausbau aus Schreinerhand: Baustelleneinrichtung, Werk- und Montageplanung, Foyer-Theke und Garderobe, Saaltreppen-Brüstung und Wandverkleidungen im Saal, eine 'Bibliothek der Dinge' mit Regalsystem und Akustikdecke, Eiche-Massivparkett, zahlreiche Innentüren in mehreren Geschossen, Sockelleisten und -kanäle, WC-Trennwände, Außenklappläden und mehr.
Das Verfahren ist ein offenes Verfahren nach VOB/A-EU. Angebote werden elektronisch über die Plattform staatsanzeiger-eservices.de eingereicht, Zuschlagskriterium ist der Preis. Nebenangebote sind nicht zugelassen. Die Ausführung ist vom 25.11.2026 (Pflichtbeginn) bis 17.03.2027 (abnahmereife Vollendung) geplant, mit Baustellenbeginn am 14.12.2026.
Auftraggeber ist die Gemeinde Lisberg über die Verwaltungsgemeinschaft Lisberg. Ansprechpartner für Ortsbesichtigungen und Rückfragen ist das Bauamt (Herr Dominik Stierl, Tel. 09549 9897-62, bauamt@vg-lisberg.de).
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel, Instandhaltungsangeboten.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenProjektrahmen
Bauherr: Gemeinde Lisberg (über Verwaltungsgemeinschaft Lisberg, Am Schloß 6, 96170 Lisberg).
Bauvorhaben: Revitalisierung des ehemaligen Brauhauses Trabelsdorf (Am Schloss 8, 96170 Lisberg-OT Trabelsdorf) zu einem Gemeindesaal für ca. 60 Personen mit Café/Bürgertreff im EG, einer Arztpraxis/MVZ im 1. OG, drei Wohneinheiten im 2. OG sowie Technik im DG/UG.
Gebäudezustand: Denkmalgeschützter Bestand, der im Zuge der Maßnahme kernsaniert und umgebaut wird (u.a. Teilrückbau, neue Erschließung mit Aufzug und Fluchttreppenhaus, neue Haustechnik mit Pelletheizung und zentraler Lüftung, Fassadensanierung). Klimaneutrales, nachhaltiges Bauen ist ausdrücklich gewünscht; Förderung durch Städtebauförderung und kommunale Wohnungsbauförderung der Regierung Oberfranken.
Architekt: stm°architekten Mertenbacher Weis, Nürnberg.
Ansprechpartner für Rückfragen / Ortsbesichtigung: Herr Dominik Stierl, Bauamt VG Lisberg, Tel. 09549 9897-62 bzw. -60, bauamt@vg-lisberg.de. Ortsbesichtigung optional möglich (Mo/Di 08:30–12:00 Uhr, Do 14:00–18:00 Uhr + Vormittag nach Vereinbarung, Fr 08:00–12:00 Uhr, Mi nur nach Terminvereinbarung).
Vergabeart: Einzelmaßnahme – kein Los, sondern eine Gesamtvergabe der Tischler-/Schreinerarbeiten.
Ausführungszeiten (für ALLE Titel)
Pflichtbeginn: 25.11.2026.
Baustellenbeginn: 14.12.2026.
Einzelfrist Fertigstellung Saaldecke: 04.02.2027.
Einzelfrist Fertigstellung Bodenbelag: 26.02.2027.
Abnahmereife Vollendung: 17.03.2027.
Gesamtdauer: ca. 112 Kalendertage.
Verbindlichkeit: Beginn, Vollendung und die Einzelfristen Saaldecke und Bodenbelag gelten als Vertragsfristen.
Baustelleneinrichtung (Titel 01)
Einrichten, Vorhalten und Räumen der Baustelle für die Tischler-/Schreinerarbeiten; Schutz bestehender Bauteile (Folien, Abdeckungen); Messstellenmarkierung. Eigenverantwortliches Aufmaß vor Ort durch den Auftragnehmer.
Werk- und Montageplanung inkl. statischer Bemessung (Titel 02)
Erstellung aller Werkstatt- und Montagepläne für die Schreinerarbeiten, inkl. Aufmaß. Statische Bemessung für die Brüstungen der Saaltreppe und den statischen Nachweis der Saaldecken-Konstruktion. Werk- und Montagepläne für alle abweichenden Positionen (Innentüren, Verkleidungen, Brüstungen etc.) sind vor Fertigungsbeginn zur Freigabe durch den Auftraggeber/die Architekten vorzulegen; Fertigung erst nach Freigabe.
Foyer UG – Einbauten (Titel 03)
Foyer-Theke mit Wandschrank/Wandverkleidung.
Holzständerwand mit Wandverkleidung.
Freistehende Ausschanktheke mit Edelstahlarbeitsplatte und Spülbecken.
Garderobe als Einbaumöbel.
Türlaibungsverkleidungen IT 13 sowie Innenverkleidung des Eingangselements (Laibungsverkleidung P/R-Fassade).
Saal EG – Treppe, Wand und Boden (Titel 04)
Saaltreppe UG–EG–ZG: zweiseitige Brüstungsverkleidung mit Handlauf, Deckbretter am Treppenauge.
Brüstungen und brüstungshohe Wandverkleidungen im Saal und in der Bibliothek, inkl. Zulagen für Heizkörperverkleidung.
Saal-Parkett: Eiche-Massivparkett inkl. Treppenbelag, Untergrundvorbehandlung, Ausgleichsspachtel und Haftgrundierung.
Bibliothek der Dinge – Zwischenebene (Titel 05)
Wandverkleidung mit Lochplatten-Rasterfeldern, Gesims als oberer Abschluss, Blenden für Rollo-Integration.
Variable Einbauteile: Holzstifte, Haken, Bügel, Konsolen, Schlaufen, Halterungen.
Integrierte Rollos an West- und Nordfassade sowie über der Theke.
Ausleihtheke mit hochklappbarer Arbeitsplatte.
Klapptüre als Zugang EG–ZG.
Saaldecke – Akustik-Lamellendecke (Titel 06)
Abgehängte Holzlamellendecke als Akustikdecke: Fichte-Lamellen 30 × 30 mm, Fugenabstand 20 mm, mit Akustikplatten aus Mineralwolle, Metall-Unterkonstruktion und Noniusabhängern.
Revisionsöffnungen sowie ein absenkbares Deckenelement (Beamerlift).
Öffnungen für LED-Leisten und Leuchtenmontage.
Innentüren über alle Ebenen (Titel 07)
Umfangreiche Innentürelemente (Zargen und Türblätter) auf allen Ebenen:
Teilweise mit Brandschutzanforderungen (T30 / F30-RS, VDS), Schallschutz (27–37 dB), Panikschlössern und integrierten Türschließern. Ergänzend WC-Trennwände aus microperforiertem Aluminium-Wellblech (EV1) sowie Urinal-Trennwände.
Sockelleisten und Sockelkanäle (Titel 08)
Sockelleisten im UG und OG2 (HPL-beschichtet oder Massivholz).
Sockelkanäle für Installationen in EG und OG1.
Anschlussfugen (Silikon, Acryl).
WC-Trennwände (Titel 09)
WC-Trennwandanlagen aus microperforiertem Aluminium-Wellblech (EV1) sowie Urinal-Trennwände.
Sonstige Schreinerarbeiten (Titel 10)
Fensterlaibungsverkleidungen (UG Foyer, EG Saal).
Öffnungen für Steckdosen, Taster und Downlights in Möbelfronten.
Praxis-Sitzschalen mit Polsterung.
Wandklappliege im WC B (UG).
Außenklappläden.
Dokumentation (Titel 11)
Technische und administrative Dokumentation als PDF sowie 1-fach in Papier, spätestens 2 Wochen vor Abnahme.
Inhalt: Konformitätserklärungen, Prüfprotokolle, Messprotokolle, Wartungs- und Pflegeanleitungen.
Hinweis: Eignungs- und Gütenachweise nach DIN bzw. technischen Regelwerken sind rechtzeitig vor Baubeginn vorzulegen.
Stundenlohnarbeiten (Titel 12)
Regiestunden für Projektleiter, Facharbeiter und Hilfsarbeiter auf gesonderte Anordnung des Auftraggebers. Tagelohnzettel sind unverzüglich (spätestens innerhalb 1 Woche) zur Bestätigung vorzulegen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenFachliche Eignung
Eintragung in die Handwerksrolle (für Tischler-/Schreinerarbeiten), im Handelsregister oder bei der IHK – Status ist im Angebot anzukreuzen. Nachweis durch Gewerbeanmeldung, Handelsregisterauszug und Handwerkskarte/IHK-Eintragung auf Verlangen.
Technische Leistungsfähigkeit
Vergleichbare Leistungen: Referenzen über vergleichbare Tischler-/Schreinerarbeiten der letzten 5 Kalenderjahre – mit dem Angebot mindestens 1 Referenz, auf Verlangen 3 Referenznachweise gemäß Formblatt 444.
Arbeitskräfte: Erklärung zur Verfügbarkeit der erforderlichen Arbeitskräfte; auf Verlangen jahresdurchschnittliche Beschäftigtenzahl nach Lohngruppen (technisches Leitungspersonal separat).
Wirtschaftliche und finanzielle Eignung
Umsatz der letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre mit vergleichbaren Bauleistungen (inkl. ARGE-Anteil).
Haftpflichtversicherung: mindestens 2 Mio. EUR für Personen-, Sach- und Umweltschäden.
Bauleistungsversicherung: 0,15 % der Abrechnungssumme (brutto).
Sicherheiten: Vertragserfüllungsbürgschaft 5 % der Auftragssumme (inkl. USt, ohne Nachträge; ab Auftragssumme ≥ 250.000 EUR netto), Mängelansprüchebürgschaft 3 % der Abschlagszahlungen.
Persönliche Zuverlässigkeit / Ausschlussgründe
Keine Ausschlussgründe gemäß § 6e EU VOB/A, keine Eintragungen im Wettbewerbsregister (ab Auftragssumme ≥ 50.000 EUR netto Abfrage durch den Auftraggeber), kein Insolvenzverfahren, keine Liquidation. Ggf. sind Selbstreinigungsmaßnahmen zu erklären.
Steuer- und Sozialversicherungs-Zuverlässigkeit
Ordnungsgemäße Erfüllung der Steuer-, Abgaben- und Sozialversicherungspflichten. Auf Verlangen: Unbedenklichkeitsbescheinigungen der Sozialkasse (falls beitragspflichtig), des Finanzamts / Bescheinigung in Steuersachen, Freistellungsbescheinigung § 48b EStG und Unbedenklichkeitsbescheinigung der Berufsgenossenschaft (mit Lohnsummen).
Russland-Sanktionen (EU-VO 2022/576)
Erklärung Bezug Russland (Formblatt 127): Bieter müssen bestätigen, dass weder russische Staatsangehörigkeit/Niederlassung, noch eine >50 %-Beteiligung durch sanktionierte Personen/Unternehmen vorliegt und dass nicht im Namen/auf Anweisung solcher Personen gehandelt wird. Eignungsleihe durch sanktionierte Unternehmen nur bis max. 10 % der Auftragssumme (oder Ausnahme nach Art. 5k Abs. 2 VO (EU) 2022/576); gleiche Grenze für Nachunternehmer und Lieferanten.
Nachhaltigkeit / Holzprodukte und Kinderarbeit
Erklärung zur Verwendung von Holzprodukten (Formblatt 248): Alle eingesetzten Holzprodukte müssen FSC- und/oder PEFC-zertifiziert sein oder gleichwertige Kriterien erfüllen; bei Bedarf Prüfbescheid des Johann Heinrich von Thünen-Instituts (vTI) Hamburg oder des Bundesamts für Naturschutz (BfN) Bonn.
Erklärung zur Vermeidung ausbeuterischer Kinderarbeit (Formblatt 2491).
Tariftreue
Vereinbarung Tariftreue AN/NU (Formblatt 232.H): Tariftreue zwischen Auftragnehmer und Nachunternehmern ist verpflichtend zu erklären.
Wahl der Nachweisführung: PQ oder Eigenerklärung
Präqualifizierte Unternehmen: Nachweis durch Eintrag im Präqualifikationsverzeichnis (Verein für Präqualifikation von Bauunternehmen e.V.), ggf. ergänzt durch auftragsspezifische Einzelnachweise.
Nicht präqualifizierte Unternehmen: Eigenerklärung zur Eignung (Formblatt 124) oder Einheitliche Europäische Eigenerklärung (EEE).
Engere Wahl: Vorlage der in der Eigenerklärung/EEE genannten Bescheinigungen zuständiger Stellen (ggf. mit Übersetzung, falls nicht deutsch).
Andere Unternehmen (Unterauftragnehmer / Eignungsleihe): Auf Verlangen ebenfalls Eignungsnachweise; bei Eignungsleihe gemeinsame Haftungserklärung mit Verzichtserklärung.
Vergleichbare Tischler-/Schreinerarbeiten (keine konkrete Art in den Unterlagen definiert – 'vergleichbare Leistungen der letzten 5 Kalenderjahre' gemäß Eigenerklärung zur Eignung); auf Verlangen 3 Referenzbescheinigungen gemäß Formblatt 444
Referenzbescheinigung Formblatt 444 mit Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, maßgeblichem Leistungsumfang mit Mengen, durchschnittlicher Arbeitnehmerzahl, besonderen technischen/gerätespezifischen Anforderungen bzw. Kurzbeschreibung (bei Komplettleistung), Art der Baumaßnahme (Neubau/Umbau/Denkmal), Vertragstyp (Hauptauftragnehmer/ARGE-Partner/Nachunternehmer), ggf. koordinierten Gewerken und Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung
Wettbewerb & Angebotsprognose
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