Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenWorum es geht: Die Bundesagentur für Arbeit (Regionales Einkaufszentrum Bayern) sucht einen Träger, der im Bezirk der Agentur für Arbeit Ansbach-Weißenburg am Standort Roth ein Aktivierungsprogramm für langzeitarbeitslose Menschen durchführt.
Was zu tun ist: Rund 60 Teilnehmende sollen über einen Zeitraum von ca. 14 Monaten (22.02.2027 – 16.04.2028) individuell aktiviert und in Arbeit vermittelt werden. Dazu gehören Bewerbungscoaching, intensive Einzelförderung, sozialpädagogische Begleitung und – wenn möglich – die Vermittlung in eine versicherungspflichtige Beschäftigung mit anschließender 6-monatiger Stabilisierungsphase.
Was Sie dafür brauchen: Eine gültige Trägerzulassung nach AZAV (§ 178 SGB III), vergleichbare Referenzen aus den letzten 3 Jahren sowie ein überzeugendes Konzept zu Zusammenarbeit, Strategie, Methodik und Personaleinsatz.
Wie und bis wann: Das Angebot muss elektronisch über die e-Vergabe-Plattform des Bundes (evergabe-online.de) **bis spätestens 15.09.2026
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- I - Auftragsbezogene Zusammenarbeit auf dem regionalen Arbeitsmarkt10%
Wertungsbereich zur Bewertung der auftragsbezogenen Zusammenarbeit auf dem regionalen Arbeitsmarkt
- II - Strategische Vorgehensweise und inhaltliche Ausgestaltung sowie Organisation50%
Wertungsbereich zur Bewertung der strategischen Vorgehensweise, inhaltlichen Ausgestaltung und Organisation
- III - Personal10%
Wertungsbereich zur Bewertung des Personaleinsatzes
- IV - Bisherige Erfolge und Qualität30%
Wertungsbereich zur Bewertung bisheriger Erfolge und Qualität der Vertragsausführung
Erweiterte Richtwertmethode nach UfAB 2018.04: Schritt 1: Kennzahl = (Gesamtsumme der Leistungspunkte / Wertungspreis) x 100. Schritt 2: Korridor aus Kennzahl des führenden Angebotes minus 10%. Schritt 3: Angebote innerhalb des Korridors werden nach Gesamtpunkzahl der Entscheidungskriterien II.1, II.2 und IV.1 rangordnet; bei Gleichstand gilt das preisgünstigere Angebot. Ausschluss, wenn Summe der Punkte in Wertungsbereichen I-III weniger als 85% der Gesamtpunktzahl bei Wertungsstufe 2 beträgt.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenAuftragsgegenstand
Konzeption und Durchführung der Maßnahmekombination Aktivierung – Modul „LAVA" nach § 45 Abs. 1 Satz 1 SGB III im Bezirk des REZ Bayern. Die Leistung wird als Gesamtpaket vergeben – es kann nur für die vollständige Leistung ein Angebot abgegeben werden.
Pflichtinhalte der Maßnahme (B.2.1)
1. Auftakt-/Kennenlerngespräch am ersten Tag
2. Informationen zum regionalen/bundesweiten/europäischen Arbeitsmarkt (Branchen: Industrie, Handwerk, Pflege, Wirtschaft/Verwaltung, Hotel/Gaststätten, Dienstleistung/Handel)
3. Analyse und Aufarbeitung des Bewerberprofils
4. Bewerbungscoaching und Unterstützung der Eigenbemühungen
5. Elemente der intensiven Aktivierung
6. Informationen zur Arbeitswelt 4.0 (Digitalisierung, neue Medien, Zukunftskompetenzen)
7. Informationen über Künstliche Intelligenz
8. Informationen über Online-Angebote der BA (BundID, eServices, BA-mobil-App, Jobsuche, Videokommunikation – max. 2 Stunden)
Zusätzlich zu fördernde Schlüsselkompetenzen: persönliche, soziale, methodische, ökologische, IT-/Medien-, Gender-/Diversity-Kompetenzen sowie Lernmotivation.
Optionale Zusatzmodule (B.2.2)
Je nach Festlegung im Losblatt können folgende Module Bestandteil sein:
Durchführungsform und -rahmen
Dokumentations- und Berichtspflichten
Während der Maßnahme fortlaufend:
Räumlichkeiten, Ausstattung und Erreichbarkeit
Vergütung
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenTrägerzulassung
Gültige Zulassung nach § 178 SGB III (AZAV) ist erforderlich; bei Bietergemeinschaften muss jedes Mitglied über die Zulassung verfügen. Der Nachweis ist spätestens 5 Arbeitstage vor Maßnahmebeginn einzureichen.
Berufliche Leistungsfähigkeit (Referenzen)
Nachweis früher ausgeführter, vergleichbarer Leistungen innerhalb der letzten 3 Jahre. Vergleichbar sind insbesondere:
Formular D.3 verwenden, max. 6 Referenzen sind ausreichend. Eignungsleihe ist zulässig: Unterauftragnehmer können für fehlende Leistungsfähigkeit herangezogen werden; bei Bietergemeinschaften muss die Leistungsfähigkeit bei mindestens einem Mitglied vorliegen. Art und Umfang der auszuführenden Leistungsteile durch Unterauftragnehmer sind in D.2 zu benennen.
Ausschlussgründe und Ethikklausel
Personalqualifikation
Jobcoach (Pflicht):
Sozialpädagoge/-in (ggf.):
Vertretung: professiongerechte Vertretung bei Ausfall > 1 Woche; bei Krankheit spätestens am 2. Tag
Personaleinsatznachweis: Vordruck F.1 mit täglich namentlicher Erfassung, 4 Wochen vor Maßnahmebeginn einzureichen.
Mindestqualifikation im Angebot
Angebote müssen mindestens 85 % der Maximalpunktzahl in den Wertungsbereichen I–III (Konzept: Zusammenarbeit, Strategie/Methodik/Inhalt, Personal) erreichen, sonst Ausschluss. Die Bewertung jedes Konzeptkriteriums erfolgt mit 0–3 Punkten.
Bevorzugter Bieter (Inklusionsbetrieb)
Bei bevorzugten Bietern (Inklusionsbetrieb) kann der Zuschlag auch bei bis zu 15 % höherem Preis im Unterschwellenbereich (UVgO) erfolgen; bei gleicher Punktzahl im Entscheidungskriterium sind sie gegenüber nicht bevorzugten Bietern vorrangig zu berücksichtigen.
Vergleichbare Leistungen nach § 45 Abs. 1 S. 1 SGB III – Maßnahmenkombinationen zur Aktivierung/Vermittlung in versicherungspflichtige Beschäftigung oder vergleichbare Eingliederungsmaßnahmen für Arbeitslose/erwerbsfähige Leistungsberechtigte
pro Referenz: Auftragnehmer, Leistungsbeschreibung (inkl. §§-Angaben), ggf. Vergabe-/Los-Nr., Durchführungszeitraum und -ort, Anzahl Plätze/Teilnehmende/Stunden, Auftraggeber inkl. Kontaktperson und Telefonnummer; Kontaktpersonen freiwillig, aber ohne sie keine Prüfung möglich