Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenWorum geht's?
Der Freistaat Sachsen baut den Knotenpunkt der Staatsstraße S 46 (Rippachtalstraße) mit der Albersdorfer Straße in Leipzig-Großzschocher um. Geplant sind ein neuer, ca. 100 m langer Radweg sowie eine neue Ampelanlage (Lichtsignalanlage) für eine sichere Querung.
Zwei Lose werden vergeben:
Was ist einzureichen?
Das Angebot muss elektronisch über die Plattform eVergabe.de (https://www.evergabe.de) mit fortgeschrittener oder qualifizierter elektronischer Signatur eingereicht werden – bis spätestens 03.09.2026 um 10:00 Uhr. Gefordert sind u.a. das Angebotsschreiben, das Leistungsverzeichnis mit Preisen (GAEB-Datei), Eigenerklärung zur Eignung, Nachweise zur Qualifikation (z.B. SiGe-Koordinator, Markierungsfirma), ausgefüllte Kostenblätter für die LSA-Wartung sowie mindestens eine vergleichbare Referenz je Los.
Bauzeit: ca. 7 Wochen – vom 05.10.2026 bis 27.11.2026.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssumme wird ermittelt aus der nachgerechneten Angebotssumme, insbesondere unter Berücksichtigung preislich günstigerer Grund- oder Wahlpositionen, ggf. monetarisierter Zuschlagskriterien sowie eines eventuellen Nachlasses ohne Bedingungen. Werkstätten für Behinderte wird bei der Berechnung der Wertungssumme ein Bonus von 15 v.H. eingeräumt.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenGemeinsamer Projektrahmen
Bauvorhaben: Ausbau des Knotenpunkts S 46 / Albersdorfer Straße in Leipzig-Großzschocher.
Streckenabschnitt: S 46 von NK 4739 132 nach NK 4739 123, Str.-km 3,075 bis 3,325 (Baulänge ca. 0,250 km).
Ort der Ausführung: 04249 Gemarkung Großzschocher, Stadt Leipzig.
Auftraggeber: Freistaat Sachsen – Landesamt für Straßenbau und Verkehr, Niederlassung Leipzig.
Bauzeit: ca. 7 Wochen (05.10.2026 – 27.11.2026), spätestens 10 Werktage nach Zuschlag zu beginnen.
Verkehrsführung: Vollsperrung der Knotenarme (Albersdorfer Str., Raiffeisenstr.) in zwei Bauabschnitten; S 46 bleibt durchgehend unter Verkehr; halbseitige Sperrung der S 46 nur kurzzeitig für Markierungsarbeiten.
Koordinierung beider Lose: Fundament-Pläne und Ankerkörbe sind vom Los 1 an Los 2 zu übergeben; Termine und Bauablauf sind laufend miteinander abzustimmen.
Sicherheitsleistung: 5 % der Auftragssumme (inkl. USt, ohne Nachträge) als Vertragserfüllungsbürgschaft; Formblätter HVA B-StB verwenden.
Abrechnung: Bei IT-gestützter Bauabrechnung Einhaltung der REB-Standards; vorherige schriftliche Vereinbarung; Testdaten vor Abrechnungsbeginn übergeben. Rechnungen als XRechnung gem. § 14 Abs. 1 VOB/B.
Gemeinsame Vorarbeiten und Nebenarbeiten
Baustelleneinrichtung: Einrichtung und Räumung der Baustelle, Bauzaun, Baustellenschild.
Beweissicherung: Vorschaugutachten und Nachschaugutachten durch einen öffentlich bestellten Gutachter inkl. Fotodokumentation.
Bestandsvermessung: Urgeländeaufnahme, Absteckung, Spartenabstimmung mit Trägern öffentlicher Belange.
Baumschutz: Stammschutz, Schutz des Wurzelbereichs, Schutzzaun, Wurzelschnitt; während der Bauzeit unterhalten.
Archäologie: Baustillstandskosten (5 Tage), Oberboden zur Prospektion abtragen (ca. 166 m³); schriftliche Vorankündigung an das Landesamt für Archäologie Sachsen mind. 3 Wochen vor Beginn der Erdarbeiten.
Kampfmittel: Baubegleitende Kampfmittelsondierung (KMR) durch zugelassene Fachfirma; Absteckung der Suchfelder, Entsorgung Schrott, Baustillstandskosten (5 Tage); Bescheinigung vor Tiefbauarbeiten vorlegen.
Verkehrssicherung: VRA gem. § 45 StVO einholen (mind. 2 Wochen vor Bauausführung); Aufbau, Vorhaltung (40 Kalendertage) und Kontrolle von Verkehrszeichen, Schildern, Absperrungen, Warnleuchten; 24-h-Rufbereitschaftsdienst.
Abfall/Entsorgung: Abfall-Anzeige nach § 53 KrWG; Nachweise ordnungsgemäße Verwertung/Entsorgung.
SiGe-Plan: Mitwirkung am vom Auftraggeber bereitgestellten SiGe-Plan gem. Baustellenverordnung.
Archäologie/Kampfmittel-Koordination: Baggerbereitstellung und Stundenlohnarbeiten für archäologische und Kampfmittel-Sondierungen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenAllgemeine Eignung (beide Lose)
Fachliche Eignung: Der Bieter muss über die erforderlichen personellen, gerätetechnischen und fachlichen Kapazitäten verfügen, um die ausgeschriebenen Leistungen vertragsgemäß auszuführen.
Präqualifikation: Präqualifizierte Unternehmen können ihre Eignung durch den Eintrag in der Liste des Vereins für Präqualifikation von Bauunternehmen e.V. nachweisen. Nicht präqualifizierte Unternehmen müssen die ausgefüllte 'Eigenerklärung zur Eignung' (HVA B-StB) vorlegen.
Formale Anforderungen: Pünktliche und formgerechte Angebotsabgabe – elektronisch in Textform über eVergabe.de mit fortgeschrittener oder qualifizierter elektronischer Signatur. Keine unzulässigen Wettbewerbsbeschränkungen.
Nachunternehmer: Weitergabe von Leistungen nur bis max. 50 % des Auftragswertes und nur mit Zustimmung des Auftraggebers.
Bietergemeinschaften: Bei Bietergemeinschaften ist die 'Erklärung Bieter-/Arbeitsgemeinschaft' (HVA B-StB) auszufüllen, ein bevollmächtigter Vertreter zu benennen und die gesamtschuldnerische Haftung aller Mitglieder zu erklären.
Spezielle Fachanforderungen (übergreifend)
Kampfmittelräumung (Los 1): Darf nur durch eine zugelassene Fachfirma erfolgen; Nachweis im Bautagesbericht.
Beweissicherung (Los 1): Vorschaugutachten und Nachschaugutachten sind durch einen öffentlich bestellten Gutachter durchzuführen.
Markierungsarbeiten (Los 1): Qualifikationsnachweise des Markierungsunternehmens (Zertifikate A 8.1–A 8.4, nicht älter als 3 Jahre); Prüfbericht der BASt für Markierungsstoffe.
Sicherungsarbeiten an Arbeitsstellen: Qualifikation des Verantwortlichen für Sicherungsarbeiten an Arbeitsstellen gem. MVAS.
Asphalt-Einbau: Bei > 6.000 m² zusammenhängender Fläche ist ein Einbau-/Logistikkonzept für Asphalt (Asphaltmischwerk, Umlaufplan, Thermoisolation) vorzulegen.
Mindestens 1 vergleichbare Referenz über Tiefbau-/Radwegbauarbeiten
Vergleichbare Leistungen im Straßen-/Tiefbau; Nachweis über Referenzbescheinigung (Anlage D, HVA B-StB Vorlage 3103) mit Leistungsbereich, Auftragswert, Ausführungszeitraum und Bewertung der Zusammenarbeit.
Mindestens 1 vergleichbare Referenz über LSA-Ausrüstung mit Datenbustechnik
Aus der Referenz muss erkennbar sein, dass das LSA-Steuergerät externe Signalschalter ansteuert und überwacht und externe Lampenschalter mit Datenbustechnik in LowEnergy bis max. 3 W pro Leuchtfeld verwendet werden. Nachweis über Referenzbescheinigung (Anlage D).