Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Stadt Bamberg vergibt im offenen Verfahren die Bautischlerarbeiten für die Sanierung des denkmalgeschützten Rathauses Schloss Geyerswörth (UNESCO-Welterbe Bamberg). Ausgeschrieben sind Tischlerarbeiten im Innenbereich: eine Holztreppe aus Eiche, Handläufe, eine schallabsorbierende Lamellenbekleidung am Aufzugschacht, Wandverkleidungen im Obergeschoss sowie Ergänzungen an Holzgeländern. Alle Hölzer müssen FSC/PEFC-zertifiziert sein. Angebote sind elektronisch bis zum 21.09.2026, 11:00 Uhr über die Vergabeplattform einzureichen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel, Instandhaltungsangeboten.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenAuftragsgegenstand und Bauort
Bautischlerarbeiten im Rahmen der Sanierung des Rathauses Schloss Geyerswörth, Geyerswörthstraße 1, 96047 Bamberg. Ausführungszeitraum 19.10.2026 – 22.01.2027 (ca. 3 Monate). Die Leistung erfolgt unter denkmalrechtlichen Bedingungen und in Abstimmung mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege und der örtlichen Bauleitung.
Qualitätsanforderungen und Normen
Alle neuen Holzprodukte müssen FSC, PEFC oder gleichwertig zertifiziert sein. Eiche in Sichtqualität A, astfrei. Oberflächen geschliffen, geölt, transparent (System: Grundierung → Zwischenschliff → Hartöl). Es gelten VOB Teil B/C sowie DIN 18299, DIN 18355 (Tischlerarbeiten), DIN 18357 (Beschlagarbeiten) und DIN 18360 (Metallbauarbeiten).
Werk- und Montageplanung
Innerhalb 2 Wochen nach Auftragserteilung ist ein Feinterminplan vorzulegen. Vor Baubeginn sind eine vollständige Werk- und Montageplanung mit Aufmaß, Ansicht, Schnitten, Anschlussdetails, Beschlägen, Materialien, Dichtungen sowie Prüfzeugnisse, Zertifikate, Datenblätter und Zulassungsbescheide für alle einzubauenden Produkte vorzulegen. Alle sichtbaren Materialien müssen vor Einbau bemustert und vom Auftraggeber freigegeben werden.
Baustellenorganisation und Dokumentation
Teilnahme an wöchentlichen Baubesprechungen, wöchentliche Bautagesberichte an die örtliche Bauleitung, tägliche Bauschuttbeseitigung, Einhaltung aller Umwelt-, Gesundheits-, Arbeits- und Brandschutzvorschriften sowie der SiGeKo-Anordnungen. Mit der Schlussrechnung sind Fachunternehmererklärung, Bauleitererklärung, Prüfzeugnisse, Zertifikate und Wartungs-/Pflegeanleitungen zu übergeben.
Regie- und Stundenlohnarbeiten
Stundenlohnarbeiten (Helfer, Facharbeiter, Vorarbeiter/Meister) werden nur auf vorherige schriftliche Genehmigung der Bauleitung und des Auftraggebers ausgeführt. Die Verrechnungssätze müssen sämtliche Kostenbestandteile (Lohn, Lohnnebenkosten, Sozialkosten, Gemeinkosten, Gewinn) enthalten.
Abfallwirtschaft und Verwertung
Vermeidung, Verwertung und Beseitigung von Bau- und Abbruchabfällen gemäß Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) und Nachweisverordnung. Übernahme der Erzeuger- und Besitzerpflichten, ordnungsgemäße Trennung, Entsorgung und Nachweisführung. Bei abweichenden Verwertungs-/Beseitigungslösungen sind Berechtigungs- und Betreibernachweise zu erbringen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenFachliche Eignung und Registereintrag
Eintragung in Handelsregister und/oder Handwerksrolle (für die auszuführenden Leistungen) und/oder IHK; alternativ Erklärung, dass keine Eintragungspflicht besteht. Präqualifikation (PQ-Nummer) oder Eigenerklärung zur Eignung (Formblatt 124 / Einheitliche Europäische Eigenerklärung) ist Pflicht.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Umsatz der letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre aus Bauleistungen und vergleichbaren Leistungen (inkl. ARGE-Anteile). Auf Verlangen: Bestätigung durch Wirtschaftsprüfer/Steuerberater.
Technische und personelle Leistungsfähigkeit
Verfügbarkeit erforderlicher Arbeitskräfte; bei engerer Wahl Angabe der durchschnittlichen Beschäftigtenzahl der letzten 3 Jahre nach Lohngruppen inkl. technischem Leitungspersonal. Während der Ausführung muss mindestens ein fließend Deutsch sprechender Vorarbeiter ständig auf der Baustelle anwesend sein.
Referenzen
Mindestens 3 vergleichbare Leistungen aus den letzten 5 Kalenderjahren (mit Auftraggeberbestätigung). Nachreichung erst bei engerer Wahl.
Zuverlässigkeit und Rechtstreue
Kein Insolvenzverfahren anhängig oder eröffnet (ggf. Insolvenzplan). Keine schweren Verfehlungen i.S.d. § 6e EU VOB/A, keine Verurteilungen mit Geldstrafe > 90 Tagessätze oder Geldbuße > 2.500 € in den letzten 2 Jahren. Auf Verlangen: Unbedenklichkeitsbescheinigungen Finanzamt, tarifliche Sozialkasse und Berufsgenossenschaft sowie Freistellungsbescheinigung § 48b EStG.
Weitere rechtliche Anforderungen
Einhaltung des Mindestlohngesetzes (MiLoG), des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) und des Entgelttransparenzgesetzes (EntgTranspG). Bei Bautätigkeiten Einsatz eines geeigneten SiGeKo gem. Baustellenverordnung / RAB 30. Vertragsstrafe 5 % der Auftragssumme bei unzulässigen Wettbewerbsbeschränkungen.
Bietergemeinschaft und Nachunternehmer
Bietergemeinschaften müssen bevollmächtigten Vertreter benennen, haften gesamtschuldnerisch und reichen Formblatt 234 ein. Nachunternehmer und Eignungsleihgeber sind in Formblatt 233/235 zu benennen; bei Eignungsleihe haften Bieter und verliehende Unternehmen gemeinsam.
Vergleichbare Leistungen (Bautischlerarbeiten) mit Auftraggeberbestätigung über vertragsgemäße Ausführung
Angabe Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, Leistungsumfang inkl. Eigenes Personal/Mengen, Anzahl Arbeitnehmer, Baumaßnahme-Beschreibung (Neubau/Umbau/Denkmal), vertragliche Bindung (Hauptauftragnehmer/ARGE/Nachunternehmer), ggf. koordinierte Gewerke; Nachreichung erst bei engerer Wahl