Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Stadt Möckmühl sucht ein Architekturbüro für die umfassende Sanierung und Erweiterung der Grundschule Züttlingen (Jahnstraße 5, 74219 Möckmühl). Geplant ist eine energetische Sanierung und barrierefreie Erschließung des Bestandsgebäudes sowie ein mehrteiliger Neubau mit Klassenzimmern, Differenzierungsräumen, Bibliothek und Multifunktionsraum. Ausgeschrieben werden Architektenleistungen gemäß § 34 HOAI 2021 (Leistungsphasen 1–9) in zwei Leistungsbereichen (Sanierung und Neubau), stufenweise beauftragt. Die Leistung umfasst auch eine Interimsunterbringung in Containern während der Bauphase. Das Verfahren ist ein Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb – zunächst ist ein Teilnahmeantrag (Stufe 1) einzureichen, danach werden 3 Bewerber zu Verhandlungsgesprächen und Angebotsabgabe (Stufe 2) aufgefordert. Geschätzte Baukosten brutto: ca. 3,8 Mio. €.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Personelle Projektorganisation25%
Darstellung von Organigramm und interner Organisationsstruktur des Projektteams; Erläuterung der Sicherstellung von Kontinuität und Effizienz der Leistungserbringung (Vertretungsregelungen, Verfügbarkeiten, Wissenstransfer, technische Mittel, digitale/örtliche Präsenz, bisherige Zusammenarbeit). Bewertung durch Präsentation anhand einer 5-stufigen Punkteskala.
- Qualifikation und Erfahrung des betrauten Personals25%
Vorstellung der Erfahrung und Qualifikation des Projektteams; Darstellung vergleichbarer Referenzprojekte der Projektleitung mit mindestens überdurchschnittlicher Komplexität. Persönliche Anwesenheit von Projektleiter und Stellvertreter im Bietergespräch erforderlich. Bewertung durch Präsentation.
- Projekteinschätzung20%
Einschätzungen und Aussagen zu besonders anspruchsvollen Aspekten des Projekts, projektspezifische Erläuterungen der Herangehensweise und Lösungsansätze; insbesondere Auseinandersetzung mit Terminplanung/-einhaltung und Kostenplanung/-einhaltung. Bewertung durch Präsentation.
- Honorar30%
Gesamthonorar; das niedrigste Angebot erhält die volle Punktzahl (5,0), die weiteren Angebote werden nach der Formel Z.Honorar = 5*P.Bestangebot/P.Angebot ins Verhältnis gesetzt.
Z.Honorar = 5 * P.Bestangebot / P.Angebot
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenGegenstand der Gebäudeplanung
Gebäudeplanung gemäß § 34 HOAI 2021 für die Sanierung und Erweiterung der Grundschule Züttlingen/Jahnstraße 5 in 74219 Möckmühl. Die Leistung ist in zwei Leistungsbereiche aufgeteilt: Leistungsbereich 1 umfasst die Sanierung des Bestandsbaus, Leistungsbereich 2 umfasst den Neubau (Erweiterungs- und Ergänzungsbau). Beide umfassen die Leistungsphasen 1–9.
Stufenweise Beauftragung
Die Beauftragung erfolgt in drei Stufen:
Der Auftraggeber entscheidet frei, ob er weitere Stufen beauftragt – ein Anspruch auf Übertragung besteht nicht.
Besondere Leistungen (optional)
Für den Leistungsbereich 1 (Sanierung):
Für den Leistungsbereich 2 (Neubau):
Honorarrahmen (Erstangebot)
Honorarbemessungsgrundlage:
Nebenkosten: gemäß § 14 Abs. 2 HOAI.
Umbauzuschläge und mitzuverarbeitende Bausubstanzen sind über pauschalen Zuschlag einzurechnen – keine separate Vergütung.
Vertragsgrundlage: kommunale Vertragsmuster des Auftraggebers.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenVerfahrensart und Auswahl
Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb (§ 17 VgV) in zwei Stufen. In Stufe 1 werden die Bewerber anhand der Eignungskriterien bewertet. Die 3 punktbesten Bewerber werden zur Angebotsabgabe (Stufe 2) und zu Verhandlungsgesprächen aufgefordert. Bei Punktgleichheit entscheidet das Los.
Berufliche Qualifikation
Mindestens ein Inhaber oder eine Führungskraft des Unternehmens muss Mitglied der Ingenieur-/Architektenkammer sein oder eine vergleichbare Qualifikation besitzen. Gefordert: Dipl.-Ing. oder Master Fachrichtung Architektur/Hochbau + Bauvorlageberechtigung.
Berufshaftpflichtversicherung
Mindestens 3.000.000 € Deckungssumme für Personenschäden und 3.000.000 € für Sachschäden. Die Maximierung der Ersatzleistungen muss auf mindestens das Zweifache der Versicherungssumme pro Jahr nachgewiesen werden. Für die Bewerbungsphase genügt eine Eigenerklärung; im Auftragsfall ist die Haftpflichtpolice vorzulegen.
Ausschlussgründe und gesetzliche Anforderungen
Bewerber dürfen nicht von der Teilnahme am Wettbewerb ausgeschlossen sein. Eigenerklärungen sind erforderlich zu:
Referenzprojekte – Bewertungskriterien
Es sind zwei Referenzprojekte einzureichen, die mit dem Punktesystem bewertet werden (max. 1.350 Punkte gesamt):
D.1 Personelle Ausstattung (100 Punkte):
D.2.1 Referenzprojekt Neubau/Erweiterung (max. 750 Punkte):
D.2.2 Referenzprojekt Sanierung (max. 500 Punkte):
Mindestpunktzahl und Zuschlagsanforderungen
Mindestens ein Referenzprojekt (Ref. 1 oder Ref. 2) muss für einen öffentlichen Auftraggeber gemäß § 99 GWB oder unter Einhaltung des öffentlichen Vergaberechts (z.B. wegen Fördermitteln) erbracht worden sein. Werden beide Referenzprojekte für einen öffentlichen Auftraggeber erbracht, gibt es 75 Bonuspunkte zur Kompensation von Punktabzügen innerhalb der Referenzbewertung.
Mindestbedingungen und Formalitäten
Nicht erfüllte Mindestbedingungen führen zum Ausschluss:
Referenzpräsentationen: max. 2 Seiten DIN A4 je Projekt, mit prüfbaren Angaben und Kontaktdaten des Auftraggebers.
Referenzprojekt 1: Neubau oder Erweiterungsbau im Hochbau (bevorzugt Grundschule/weiterführende Schule, sonst Ausbildung/Wissenschaft/Forschung)
Abgeschlossene Leistungsphasen 2–8 gem. § 34 HOAI 2021; mind. Honorarzone III gem. Anlage 10.2 HOAI; Erweiterungsbau an Bestandsgebäude mit Eingriff in Bestand für Höchstpunktzahl; mind. ein Referenzprojekt (Ref. 1 oder Ref. 2) muss für öffentlichen Auftraggeber gem. § 99 GWB erbracht worden sein; max. 2 Seiten DIN A4 Präsentation mit Ansprechpartner und Kontaktdaten
Referenzprojekt 2: Sanierung im Hochbau (bevorzugt Grundschule/weiterführende Schule, sonst Ausbildung/Wissenschaft/Forschung)
Abgeschlossene Leistungsphasen 2–8 gem. § 34 HOAI 2021; mind. Honorarzone III gem. Anlage 10.2 HOAI; mind. ein Referenzprojekt (Ref. 1 oder Ref. 2) muss für öffentlichen Auftraggeber gem. § 99 GWB erbracht worden sein; max. 2 Seiten DIN A4 Präsentation mit Ansprechpartner und Kontaktdaten