Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenÖffentliche Ausschreibung der Stadtverwaltung Schneeberg für Bauleistungen zur Sanierung und Erneuerung von Fenstern und Außentüren am denkmalgeschützten Welterbebesucherzentrum (Fürstenplatz 1, 08289 Schneeberg).
Das Gebäude – Teil des UNESCO-Welterbes Montanregion Erzgebirge – soll zur Touristeninformation und zum Besucherzentrum umgenutzt werden. Die Maßnahme betrifft über 50 historische Fenster (Kasten-, Verbund- und Einfachfenster) über alle Geschosse sowie zwei Außentüren (eine neue 2-teilige Fluchttür mit Oberlicht und eine restauratorisch aufzuarbeitende Gebäudeeingangstür).
Gefordert sind unter anderem:
Verfahrensart: Öffentliche Ausschreibung nach VOB/A, Einheitspreisvertrag, kein Los, schriftliche Angebotsabgabe. Nebenangebote zugelassen, mehrere Hauptangebote nicht.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Zuschlagskriterium Preis; ermittelt aus der Wertungssumme des Angebotes unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbeträgen aus Lohngleitklausel und Instandhaltungsangeboten. Werkstätten für Behinderte erhalten einen Bonus von 15 Prozent auf die Wertungssumme.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenProjektrahmen & örtliche Gegebenheiten
Sanierung und Umnutzung des denkmalgeschützten Gebäudes Fürstenplatz 1, 08289 Schneeberg, zum Welterbe-Besucherzentrum der UNESCO-Welterbe Montanregion Erzgebirge und zur Touristeninformation der Bergstadt Schneeberg. Maßnahme erstreckt sich über alle Geschosse (EG, 1. OG, 2. OG, DG). Fassadengerüst ist bauseitig vorhanden; Baustrom und Bauwasser sind kostenpflichtig im Gebäude nutzbar. Pausenraum in EG-08, WC im 2. OG. Alle Maße sind bauseits zu prüfen; Unstimmigkeiten sind der Bauleitung und dem Architekturbüro (ABOA Architekten GmbH) unverzüglich zu melden. Maßnahmen an Fassade, Sockelputz und Blechabdeckungen sind mit der Denkmalschutzbehörde abzustimmen.
Holztechnische Aufarbeitung und Ergänzungen (Gewerk 01.01)
Reinigung und Bearbeitung geschädigter Holzteile (60 Stck), teilweise Erneuerung Fensterkitt (210 m), Anfertigung und Einbau neuer Wetterschenkel aus Eiche (12 m), Erneuerung von Fensterprofilen bis 15 cm (50 Stck) und über 1,0 m (30 Stck), Gangbarmachung der Fensterbeschläge (710 Stck), Erneuerung von Fensteroliven (12 Stck) und Fensterverglasung (20 Stck), neue Innenfensterbänke aus Eiche (3 Stck + 1 Erweiterung), Abdeckung von GKB-Wänden in EG-01 (11 m + 3 dreieckige Stück), fachgerechte Nachbesserungen (32 h).
Neuherstellung Fenster und Fensterflügel (Gewerk 01.02)
Komplette Fensterserie Gaubenfenster Verbundfenster (3 Stck, F208, F216, F217), Dachgaupenfenster-Verkleidung außen (24 m), komplette Erneuerung von 6 Fensterflügeln der Kastenfenster, Blickschutzfolien (saturiert: 1 + 12 Stck; neutraldicht: 15 Stck), VSG-Glasbrüstungen an 2 Fenstern (F118a, F123), Einbau eines RWA-Antriebs (1 Stck, F12), Demontage von 24 Innenrollos. Zulassungsbescheide für VSG-Glasbrüstungen sind vor Ausführung dem Bauherrn vorzulegen.
Außentür (Gewerk 01.03)
Neue 2-teilige Außentür als Fluchttür F9 mit Oberlicht (1 Stck, ca. 100 × 300 cm). Restauratorische Aufarbeitung der Gebäudeeingangstür (1 Stck, ca. 218 × 320 cm) – Aufarbeitung 3-teiliges Türelement und Oberlicht, anschleifen, Lasur mit braunen Pigmenten, neue Türdrücker (Sicherheitsbeschlag Messing antik, Höhe 1,05 m, außen Knauf/innen Drücker), neue Bänder (schwarz beschichtet, Schlitzschrauben ersetzt), neuer OTS-Türschließer mit Gleitschiene, Schließverzögerung, einstellbarer Schließkraft, Öffnungsdämpfung, Schließkraftklasse EN 3, max. Öffnungsmoment 47 Nm. Schloss wahlweise SVP-Motorschloss mit Tag-/Nachtschaltung oder Panikfunktion E mit mechanischer Tagesentriegelung. Barrierefreie Ausführung nach DIN 18040-1.
Malermäßige Auf- und Überarbeitung der Fenster (Gewerk 02)
Malerarbeiten an den Fenstern über alle Geschosse: EG 12 Fenster (Räume EG-05, EG-08, EG-11, EG-12, EG-13), 1. OG 14 Fenster (Räume OG1-01, OG1-02, OG1-03, OG1-05, OG1-09), 2. OG diverse Fenster inkl. Gauben- und Verbundfenster, DG äußere Holzverkleidung der Gaubenfenster (50 m) und 4 Einfachfenster. Ausführungsqualität nach VOB/C in aktueller Fassung, BFS-Merkblatt Nr. 18 und DIN 68800 Teil 3: Untergrundvorbereitung, Holzschutz, Beschichtungsaufbau (Imprägnierung, Isolierbeschichtung, Grund-, Zwischen-, Schlussbeschichtung), restauratorische Holzergänzungen. Anstrichstoffe – gebotenes Fabrikat in den LV-Positionen angeben.
Regiearbeiten (Gewerk 02.05)
Stundenlohnarbeiten gemäß § 15 VOB/B: Vorarbeiter 10 Std, Facharbeiter 24 Std, Helfer 12 Std, Lehrling 6 Std.
Ausführung ausgewählter Einzelfenster – Beispiele (zur Veranschaulichung der durchgehend wiederkehrenden Arbeiten über alle Geschosse)
Die historischen Kastenfenster (Innen- und Außenfenster) in den Ausstellungsräumen EG-05/-11/-12, OG1-02/-03/-05/-09/-14, OG2-01/-02/-03/-08/-09, die Verbundfenster F206, F208, F212, F216, F217 sowie die Einfachfenster im EG, 1. OG, 2. OG und DG (z. B. F123, F301–F304) und F13 (EG-06) werden nach einem wiederkehrenden Muster bearbeitet: Fensterbank anschleifen und streichen (innen und außen), Fensterblech neu aus Titanzink mit Wulst, Wetterschenkel, Sprossen und Kämpfer anschleifen, spachteln und streichen, Kitt im Bereich Wetterschenkel ergänzen oder erneuern, Sandsteingewände bearbeiten, alle Fensterflügel gangbar machen; je nach Einzelfenster: Glasleisten befestigen, neue Beschläge (Volloliven, Fenstergriffe, Vorreiber, Mittelpfosten, Mittelkämpfer, Stulpflügel), ggf. Blickschutzfolien (neutraldicht/saturiert), ggf. Aufbringen einer neutraldichten Folie auf allen Gläsern. Reinigung der Glasflächen, Rahmen, Falzen, Wetterschenkel und Fensterbänke (innen und außen) bei den Einfachfenstern.
Allgemeine Regie-, Abbruch- und Vorbereitungsarbeiten
Fachgerechte Nachbesserungen, Demontage nicht zu erhaltender Bauteile (z. B. Innenrollos), Baustelleneinrichtung – sofern nicht bauseits gestellt – ist Sache des Auftragnehmers.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenEignung – präqualifizierte und nicht präqualifizierte Unternehmen
Präqualifizierte Bieter erfüllen die Eignung durch Eintrag im Präqualifikationsverzeichnis des Vereins für die Präqualifikation von Bauunternehmen e. V. (ggf. ergänzt durch auftragsspezifische Einzelnachweise). Nicht präqualifizierte Bieter legen mit dem Angebot eine ausgefüllte Eigenerklärung zur Eignung (Vordruck 124) vor (ggf. ergänzt durch auftragsspezifische Einzelnachweise). Sprache: Deutsch. Originalbescheinigungen sind auf Verlangen in deutscher Übersetzung vorzulegen.
Zwingende Eignungsanforderungen (aus Vordruck 124)
Verfügbarkeit der für die Ausführung erforderlichen Arbeitskräfte. Eintragung im Handelsregister, Handwerksrolle oder IHK (oder keine Eintragungspflicht). Kein eröffnetes, beantragtes oder mangels Masse abgelehntes Insolvenzverfahren; keine Liquidation. Keine schweren Verfehlungen in den letzten 2 Jahren (keine Freiheitsstrafe > 3 Monate, keine Geldstrafe > 90 Tagessätze, keine Geldbuße > 2.500 € wegen Verstößen mit Gewerbezentralregister-Eintrag). Ordnungsgemäße Erfüllung der Steuer- und Sozialversicherungspflichten. Mitgliedschaft in der zuständigen Berufsgenossenschaft.
Nachunternehmereinsatz
Art und Umfang der Nachunternehmerleistungen sind bereits im Angebot anzugeben (Vordruck 233); die Namen der Nachunternehmer sind bereits bei Angebotsabgabe zu benennen. Auf Verlangen der Vergabestelle ist nachzuweisen, dass die eingesetzten Nachunternehmen präqualifiziert sind oder die Voraussetzungen für die Präqualifikation erfüllen; ansonsten sind entsprechende Eigenerklärungen beizufügen. Für Nachunternehmer kann die Vergabestelle eine Sicherheitsauskunft (Vordruck 126) verlangen.
Auf Verlangen nachzuweisende Unterlagen (bei engerer Wahl)
3 Referenznachweise vergleichbarer Leistungen der letzten 5 Kalenderjahre (Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, maßgeblicher Leistungsumfang inkl. Mengen, durchschnittliche Arbeitnehmerzahl, technische/gerätespezifische Anforderungen, Baumaßnahmentyp incl. Denkmal, Vertragsbindung, ggf. koordinierte Gewerke, Auftraggeberbestätigung). Arbeitskräfte-Nachweis (jahresdurchschnittlich letzte 3 Jahre, gegliedert nach Lohngruppen, Leitungspersonal separat ausgewiesen). Registereintragungen (Gewerbeanmeldung, Handelsregisterauszug, Handwerksrolle/IHK-Eintragung). Insolvenzbescheinigung. Unbedenklichkeitsbescheinigungen (Sozialkasse, Finanzamt, Freistellungsbescheinigung § 48b EStG). Qualifizierte Unbedenklichkeitsbescheinigung der Berufsgenossenschaft mit Lohnsummen-Angabe. Aufgliederung der Einheitspreise (Vordruck 223). Gewerbezentralregister-Auszug (wird vom Auftraggeber bei Auftragssumme ≥ 30.000 € direkt angefordert).
Vergleichbare Leistungen (Fenster-/Türsanierung, möglichst denkmalbezogen) aus den letzten 5 Kalenderjahren
Mit Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, maßgeblicher Leistungsumfang (inkl. Mengen), durchschnittliche Arbeitnehmerzahl, technische/gerätespezifische Anforderungen, Baumaßnahmentyp (Neubau/Umbau/Denkmal), Vertragsbindung (Hauptauftragnehmer/ARGE/Nachunternehmer), ggf. koordinierte Gewerke, Bestätigung des Auftraggebers