Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDas Helmholtz-Zentrum Hereon GmbH in 21502 Geesthacht schreibt Sanitärarbeiten zur Errichtung einer Stahlbaubühne öffentlich aus. Die Bühne entsteht im Zusammenhang mit einer CO₂-Testanlage über einem Bestandsgebäude. Gefordert werden Abwasser- und Brauchwasserleitungen, Kältedämmung, Kernbohrungen, eine verzinkte Stahlkonstruktion sowie Dokumentation, Stundenlohnarbeiten und 2 Jahre Wartung mit Rufbereitschaft. Angebote sind elektronisch über den Vergabemarktplatz Brandenburg bis zum 21.08.2026, 13:00 Uhr einzureichen. Zuschlag erfolgt nach VOB/A § 1 an den niedrigsten Preis. Es handelt sich um eine Leistung (keine Los-Aufteilung).
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel und Instandhaltungsangeboten.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenWasserversorgung – Abwasserleitungen
Verlegung von PP-Rohr DN/OD 100 (heißwasserbeständig bis 95 °C), ca. 12 m, inklusive Formstücken, Bögen und Belüftungsventil DN 100. Anschluss an einen Betonschacht im Gebäude 59, Befestigungsschellen sowie 10 m Frostschutz-Begleitheizung.
Wasserversorgung – Brauchwasserleitungen
Verlegung von ca. 65 m Kupferrohr AD 22 mm mit 100%-GEG-Wärmedämmung (Nichttrinkwasser) sowie 20 m PE100-Trinkwasserrohr AD 25 mm. Inklusive Pressfittings, Übergangsstücke, Absperrventile, Wasserzähler-Garnitur DN 25, 53 Befestigungsschellen und 30 m Frostschutz-Begleitheizung.
Kältedämmung Sanitär
Dämmung der Trinkwasserleitungen mit Elastomerschaum DN 25, D 20 mm, ca. 12 m, inklusive 6 Bögen, 8 Stutzen, 25 Passstücken, 16 Kälteschellen und 2 Armaturendämmungen DN 25 (D 13 mm). Ausführung im Freien und innerhalb des Gebäudes.
Bohrungen und Stahlbau-Anschlüsse
1× Kernbohrung Wand 18,5 cm Ø 60 mm und 9× Kernbohrungen Ø 80 mm. Lieferung und Montage einer verzinkten Profilstahlkonstruktion (ca. 150 kg) als Montageschienen und Konsolen bis 6 m. Inklusive Entsorgung der Bohrkerne und des Bohrwassers.
Prüfungen, Spülungen und Kennzeichnung
Trockene Druckprüfung der Rohrschleife gemäß Vorgaben, Spülung des Rohrstrangs sowie Anbringen von Farbringen und Richtungspfeilen nach DIN 2403.
Dokumentation und Einweisung
Erstellung der vollständigen Anlagendokumentation als 1× farbiges Original in Ordnern mit Registern und Inhaltsangabe, 2 identische Kopien sowie digital auf USB-Stick (Zeichnungen als DWG, sonst PDF). Anschließend Einweisung des Nutzer-Betriebspersonals in alle Funktionen der Anlage.
Stundenlohnarbeiten
Kontingent für Stundenlohnarbeiten – vorgesehen sind 5 Stunden Baustellenleiter, 10 Stunden Baufacharbeiter und 5 Stunden Bauhelfer, jeweils inklusive aller Lohnnebenkosten, Zuschläge und Sozialleistungen.
Wartung und Rufbereitschaft
Wartung aller Anlagenteile nach VDMA 24186 über die Dauer von 2 Jahren (Initialposition zuzüglich 2 Folgejahre) inklusive Pflege-/Updatevorgaben der Hersteller. Zusätzlich 24/7-Rufbereitschaft/Hotline mit einer Reaktionszeit von maximal 12 Stunden nach Störungsmeldung.
Allgemeine Nebenleistungen für alle Positionen
In jede Position einzukalkulieren sind Lieferung und Montage sowie das Vorhalten von Leitern, Gerüsten, Hebezeugen und Transportmitteln (Scherenhubwagen). Bei Arbeitshöhen bis 3,5 m (Teilbereiche bis 4 m, Stahlbau bis 6 m) sind Hubarbeitsbühnen oder Gerüste zu verwenden; Leitern > 2 m sind nicht zulässig. Bei Mineralwolle nach TRGS 500 ist ein Staubsauger mindestens der Staubklasse M einzusetzen. Bei Arbeiten auf Hubarbeitsbühnen ist persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz (PSAgA) zu verwenden. Es sind mindestens 14-tägige Koordinierungsbesprechungen durchzuführen und die Baustellenordnung Hereon (Stand Mai 2025) zu beachten.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenAllgemeine und persönliche Eignung
Der Bieter muss Unternehmer im Sinne von § 14 BGB, eine juristische Person des öffentlichen Rechts oder ein öffentlich-rechtliches Sondervermögen sein. Er muss im Handelsregister, in der Handwerksrolle und/oder bei der Industrie- und Handelskammer eingetragen sein (oder eintragungsfrei sein). Mitgliedschaft in der zuständigen Berufsgenossenschaft ist erforderlich. Es darf kein Insolvenzverfahren anhängig oder eröffnet sein. Schwere Verfehlungen nach § 6e EU VOB/A dürfen nicht vorliegen. Aus dem Strafregister/Wettbewerbsregister dürfen in den letzten zwei Jahren keine Verurteilungen mit Freiheitsstrafe > 3 Monate, Geldstrafe > 90 Tagessätzen oder Geldbuße > 2.500 € hervorgehen. Ab Auftragssumme ≥ 30.000 € wird das Wettbewerbsregister abgefragt. Die SiGeKo-Person muss gemäß RAB 30 qualifiziert sein. Alle Unterlagen und Bescheinigungen sind in deutscher Sprache oder mit deutscher Übersetzung vorzulegen.
Wirtschaftliche und finanzielle Eignung
Steuern, Abgaben und Sozialversicherungsbeiträge müssen ordnungsgemäß entrichtet werden (Unbedenklichkeitsbescheinigungen von Sozialkasse, Finanzamt sowie § 48b-EStG-Freistellungsbescheinigung sind auf Verlangen vorzulegen). Der Umsatz in den letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahren für vergleichbare Bauleistungen ist nachzuweisen (konkrete Mindestwerte sind in der VVB 212 definiert; dieser Ausschnitt enthält sie nicht).
Fachliche Eignung (Personal und Referenzen)
Die für die Ausführung erforderlichen Arbeitskräfte müssen verfügbar sein; bei Anforderung sind die jahresdurchschnittlich beschäftigten Arbeitskräfte der letzten drei Jahre gegliedert nach Lohngruppen mit extra ausgewiesenem Leitungspersonal zu benennen. Es sind mindestens drei Referenznachweise für vergleichbare Leistungen aus den letzten fünf Kalenderjahren nachzuweisen, erst auf gesonderte Aufforderung der Vergabestelle in der engeren Wahl. Je Referenz sind Ansprechpartner, Art und Umfang der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, maßgeblicher Leistungsumfang inkl. Mengen, eingesetzte Arbeitnehmer, besondere technische/gerätespezifische Anforderungen, Art der Baumaßnahme, vertragliche Bindung, ggf. koordinierte Gewerke sowie die Bestätigung des Auftraggebers über die vertragsgemäße Ausführung vorzulegen.
Förmlicher Nachweis der Eignung
Bevorzugt wird der Nachweis über eine Eintragung im Präqualifikationsverzeichnis des Vereins für Präqualifikation von Bauunternehmen e.V. (PQ-Eintrag). Nicht präqualifizierte Bieter müssen die Eigenerklärung zur Eignung (VVB 124, Fassung 2022) ausgefüllt mit dem Angebot abgeben. Für Nachunternehmer gelten dieselben Anforderungen – entweder PQ-Nachweis oder eigene Eigenerklärung.
Sonstige Erklärungen
Mit dem Angebot ist zusätzlich eine Eigenerklärung zu Sanktionen vorzulegen. Bieter-/Arbeitsgemeinschaften müssen sich schriftlich verpflichten, im Auftragsfall als ARGE aufzutreten, einen bevollmächtigten Vertreter zu benennen und gesamtschuldnerisch zu haften. Die VOB/B (Ausgabe 2016) wird Vertragsgrundlage.
Mindestens drei Referenznachweise für vergleichbare Leistungen aus den letzten fünf Kalenderjahren (Sanitär-/Installationsarbeiten, hier im Rahmen eines Stahlbau-/Anlagenbauprojekts)
Erst auf gesonderte Anforderung der Vergabestelle in der engeren Wahl; je Referenz: Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, maßgeblicher Leistungsumfang mit Mengen, durchschnittlich eingesetzte Arbeitnehmer, besondere technische/gerätespezifische Anforderungen, Art der Baumaßnahme (Neubau/Umbau/Denkmal), vertragliche Bindung (Hauptauftragnehmer/ARGE/Nachunternehmer), ggf. koordinierte Gewerke, Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung.