SAP-S/4HANA-Readiness Krankenhausapotheke
Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDas Universitätsklinikum Köln bereitet die Umstellung seiner Krankenhausapotheke auf SAP S/4HANA vor. Gesucht wird eine Gesamtlösung, die die bestehende Apotheken- und Materialwirtschaftssoftware in SAP integriert, erweitert, migriert, testet und bis zur Produktivsetzung am 01.01.2028 begleitet.
Im ersten Verfahrensschritt ist kein bindendes Angebot, sondern eine ergebnisoffene Rückmeldung einzureichen. Erforderlich sind unter anderem eine Erfüllungsmatrix, das technische Umsetzungskonzept, ein Grobprojektplan sowie geeignete Referenzen und Eignungsnachweise.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis (TCO)40%
Bewertung des TCO-Preises aus dem Preisblatt als niedrigster TCO-Preis aller wertbaren Angebote geteilt durch den TCO-Preis des jeweiligen Angebots, multipliziert mit 400 Wertungspunkten.
- Qualität60%
Gesamtqualität aus der Erfüllung des Anforderungskatalogs und der Bewertung des Ausführungskonzepts.
Gesamtwertung mit maximal 1.000 Punkten: Preis = 400 × niedrigster TCO-Preis / TCO-Preis des Angebots; Erfüllung Anforderungskatalog = 200 × erreichte Punkte / erreichbare Punkte, wobei nur HP- und NP-Anforderungen bewertet werden; Ausführungskonzept = gewichtete Bewertung der Konzeptaufgaben mit jeweils 0 bis 5 Punkten × 400. Nicht abbildbare KO-Anforderungen führen zum Ausschluss, Anpassungen von KO-Anforderungen werden mit 20 Punkten je Anforderung von der Gesamtpunktzahl abgezogen. Anlage 0 sieht zusätzlich einen Ausschluss bei weniger als der Hälfte der Kriteriumspunktzahl zum Erfüllungsgrad Leistungsverzeichnis vor.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenGesamtauftrag und Zielbetrieb
Die Krankenhausapotheke und die angrenzenden Materialwirtschaftsprozesse werden auf eine vollständig funktionsfähige SAP-S/4HANA-Landschaft vorbereitet. Bestehende Anwendungen, Daten und Prozessstrukturen sollen weitgehend fortgeführt werden. Die Leistung umfasst die Verantwortung für technische Anpassung, Integration, funktionale Ergänzungen, Test- und Abnahmefähigkeit sowie die betriebsbereite Produktivsetzung zum 01.01.2028.
Apothekenspezifische Kernprozesse
Innerhalb der SAP-Zielarchitektur sind insbesondere Arzneimittelstammdaten, apothekenspezifische Anforderung und Beschaffung, Bestandsführung, Kommissionierung, Modulschrankversorgung, Chargen- und Verfallsdatenverfolgung, Betäubungsmittelverwaltung, Importarzneimittel-Dokumentation, Transfusionsgesetz-Nachweise, securPharm-Verifikation und fallbezogene Einzelkostenerfassung abzubilden. Bestehende kundenspezifische SNAP-/GHT-APM-Funktionen und die Einzelkostenerfassung sollen dabei fortgeführt und weiterentwickelt werden.
SAP-Integration und angebundene Systeme
Die Lösung wird durchgängig in die SAP-Module FI, CO, MM und SD integriert; Medienbrüche und redundante Datenpflege sind zu vermeiden. Zusätzlich sind unter anderem MSV3, elektronische Bestellabwicklung, Lieferengpassmanagement, Avoxa/ABDA, Beneering, JVM Unit-Dose-Automat, PBMG, LOGBUCH/Dynamed, BD Pyxis, Axon, BD CATO und AID Klinik anzubinden. SAP-BTP-Erweiterungen sind nur so einzusetzen, dass sie über Standardmechanismen in S/4HANA integrierbar bleiben.
Architektur, Herstellerabhängigkeiten und Rechte
Die Lösung muss wartbar, upgradefähig, releasefähig und Clean-Core-konform sein. Produktkomponenten, Erweiterungsmechanismen, Abhängigkeiten, Hersteller- und Drittanbieterbeziehungen sowie der vorgesehene Upgradepfad sind nachvollziehbar darzustellen. Erforderliche Nutzungs- und Änderungsrechte, Herstellerfreigaben und Mitwirkungsbedarf sind transparent zu machen.
Sicherheit, Verfügbarkeit und regulatorische Dokumentation
Ein differenziertes Rollen- und Berechtigungskonzept, revisionssichere Verarbeitung sowie ein Verfügbarkeits- und Ausfallkonzept sind umzusetzen. Bei Systemausfall muss die Arzneimittelversorgung sichergestellt und eine spätere Nacherfassung ermöglicht werden. Die regulatorische Dokumentation muss während Migration, Parallelbetrieb und Produktivsetzung lückenlos erhalten bleiben.
Migration, Tests und kontrollierte Einführung
Stamm-, Bestands- und Bewegungsdaten sind zu übernehmen und abzugleichen. Schnittstellen- und Funktionstests sowie Test- und Abnahmefähigkeit sind sicherzustellen. Anschließend folgen eine kontrollierte Produktivsetzung, ein Rückfallverfahren für eine gescheiterte Einführung und die Stabilisierung im laufenden Krankenhausbetrieb. Die Umsetzung muss sich in die laufenden S/4HANA-Implementierungs- und Testwellen integrieren.
Projektorganisation und Ergebnisdokumente
Die Umsetzung ist durch einen nachvollziehbaren Grobprojektplan, klare Verantwortlichkeiten, benannte Ressourcen sowie die Darstellung von Abhängigkeiten und offenen Voraussetzungen zu steuern. Produktarchitektur, Datenobjekte, Buchungsflüsse, Schnittstellenmatrix, Test- und Abnahmekonzept sowie Betriebs-, Support- und Releasekonzept sind als belastbare Projektergebnisse zu erstellen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenRegistereintrag und formale Zuverlässigkeit
Erforderlich ist die Eintragung im Berufs- oder Handelsregister. Im Rahmen der Eignungserklärung sind zudem Angaben zu Branchenzuordnung, Insolvenz und Liquidation, Zuverlässigkeit, Steuern und Sozialversicherung sowie zum Nichtvorliegen der maßgeblichen Ausschlussgründe abzugeben.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Für die letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahre ist jeweils ein Nettoumsatz von mindestens 2,0 Mio. EUR mit vergleichbaren Leistungen nachzuweisen. Jahresabschlüsse und weitere steuerliche oder sozialversicherungsrechtliche Bescheinigungen können auf Nachfrage verlangt werden.
Versicherungsschutz
Versicherungsnachweise sind vorzulegen. Anlage 0 nennt 2,0 Mio. EUR für Personen- und Sachschäden sowie 1,0 Mio. EUR für Vermögensschäden pro Jahr; Anlage 2 F2.1 nennt 3,0 Mio. EUR für Personen- und Sachschäden sowie 5,0 Mio. EUR für Vermögensschäden. Wegen dieser Abweichung ist vor der Einreichung eine Klärung erforderlich.
Referenzen und SAP-Support
Mindestens fünf gültige Referenzen über eine produktiv eingesetzte SAP- oder S/4HANA-integrierte Krankenhausapothekenlösung sind nachzuweisen. Die Referenzen müssen insgesamt Betäubungsmitteldokumentation, Modulschrankversorgung mit mobiler Erfassung und die Anbindung eines Kommissionierautomaten abdecken. Zusätzlich ist ein geregelter Zugang zum SAP-Hersteller-Support, etwa über das SAP-Partnerprogramm oder vertraglich gesicherten Partnersupport, nachzuweisen.
Technische und organisatorische Erfüllbarkeit
Die vollständige fachliche und technische Erfüllbarkeit ist anhand der vollständigen Zielarchitektur nachzuweisen. Eine isolierte Fähigkeit einzelner Funktionen genügt nicht. Nachvollziehbar darzustellen sind SAP-Integration, Clean-Core-Konformität, Upgradepfad, fortführbare bestehende Produkte, Hersteller- und Produktverantwortung sowie die Einbindung in laufende Implementierungs- und Testwellen.
Ressourcen und Zeitplan
Qualifizierte Projektkapazitäten müssen ab Januar 2027 verfügbar sein; Anlage 1a verlangt die verbindliche Verfügbarkeit spätestens bis Ende des ersten Quartals 2027. Der Grobprojektplan muss Meilensteine, Ressourcen, Vorleistungen, Test- und Abnahmephasen, Verantwortlichkeiten, Produktivsetzung und Stabilisierung einschließlich der fortlaufenden Arzneimittelversorgung abbilden.
Erklärungen zu Ausschlussgründen und Compliance
Erforderlich sind Erklärungen zum Nichtvorliegen der zwingenden und fakultativen Ausschlussgründe, zur Antikorruption, zur Einhaltung des Mindestlohngesetzes und gegebenenfalls zur tariftreuen Mindestentlohnung. Die Russlandsanktionen-Erklärung ist abzugeben. Bei einer Bewerbergemeinschaft sind die Ausschlussgründe für jedes Mitglied zu belegen; Leistungsfähigkeit und Fachkunde werden für die Gemeinschaft insgesamt bewertet.
Unteraufträge und Eignungsleihe
Werden Unterauftragnehmer oder Eignungsleihende eingesetzt, sind die eingesetzten Unternehmen, Leistungsbereiche und bereitgestellten Kapazitäten zu benennen und mit Verpflichtungs- und Haftungserklärungen zu belegen. Die tatsächliche Verfügbarkeit der Mittel muss nachgewiesen werden. Bei technischer oder beruflicher Eignungsleihe muss der Eignungsleiher zugleich Unterauftragnehmer sein.
Mindestens fünf gültige Referenzen über Einführung, Anpassung oder Weiterentwicklung einer SAP-integrierten Krankenhausapothekenlösung. Die Unterlagen verlangen außerdem eine produktive Betäubungsmitteldokumentation, Modulschrankversorgung mit mobiler Erfassung und die Anbindung eines Kommissionierautomaten.
Nachzuweisen sind unter anderem Universitätsklinikum beziehungsweise Maximalversorger, SAP-Integration, Arzneimittel- und Betäubungsmittelrecht, vergleichbare Apothekenprozesse, Produktivbetrieb, Umfang der SAP-Integration und Anbindung apothekenspezifischer Fremdsysteme. Anlage 0 verlangt mindestens drei Universitätskliniken und erlaubt für die übrigen zwei Referenzen auch Maximalversorger; Anlage 2 F4 verlangt für alle fünf gültigen Referenzen ein Universitätsklinikum. Die abweichenden Angaben sollten vor Abgabe geklärt werden.
Wettbewerb & Angebotsprognose
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