Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Landeshauptstadt Stuttgart – Stuttgarter Bäder beschafft ein cloudbasiertes, ticketloses Parkraummanagementsystem mit Schrankenanlagen für zunächst 7 Bäder-Standorte (mit Option auf bis zu 10).
Das System arbeitet ohne Tickets und ohne Bargeld und erkennt Fahrzeuge per Kennzeichen-Kamera (LPR). Es kommt ohne lokale Rechner an den Standorten aus.
Was zu liefern ist:
Es gibt zwei Angebotsvarianten:
Rahmenbedingungen:
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis50%
Angebotspreis, ermittelt aus der Wertungssumme des Angebotes
- Funktionale Qualität20%
Bewertung der funktionalen Qualität, Details siehe Leistungsbeschreibung Teil K (Seite 56)
- Service, SLA und regionale Servicepräsenz15%
Servicekonzept, Service-Level-Agreements und regionale Servicepräsenz, Details siehe Leistungsbeschreibung Teil K (Seite 56)
- Konzepte10%
Konzeptqualität, Details siehe Leistungsbeschreibung Teil K (Seite 56)
- Präsentation / Teststellung5%
Präsentation und Teststellung, Details siehe Leistungsbeschreibung Teil K (Seite 56)
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenGesamtsystem und Abgrenzung
Gegenstand ist die Lieferung, Installation, Inbetriebnahme und der Betrieb eines cloudbasierten, ticketlosen Parkraummanagementsystems an den Parkierungsanlagen der Stuttgarter Bäder. Das System arbeitet ohne Tickets und ohne Bargeld und basiert auf Kennzeichenerkennung (LPR). Es wird keine lokale Anlagen- oder Zellenrechner an den Standorten geben – die gesamte Logik läuft cloudbasiert. Die geforderte Systemverfügbarkeit beträgt 99,9 %; deshalb wird das Verfahren bewusst nicht in Lose aufgeteilt (auch § 97a GWB).
Leistungsbestandteile im Überblick
Die Lieferung umfasst fünf ineinandergreifende Bausteine:
Hardware-Komponenten
Lieferung, Aufstellung und Anbindung u. a. von:
Software (SaaS) und Schnittstellen
Bereitstellung als Cloud-Dienst über die Vertragslaufzeit inklusive Mandantenfähigkeit, Rollen- und Nutzerverwaltung, Tarif- und Konfigurationsmanagement, Reporting, FreeFlow-Umschaltung, Rückfallebene, Schnittstellen (u. a. API/OpenAPI, SAP-/Buchhaltungsexport, Parkleitsystem DATEX II, Anbindung an Zutritts-/Kassensysteme der Bäder, optional Mobilitätsanbieter wie EasyPark), Datenexport-/Exit-Paket bei Vertragsende und Wartung/Support zur Erfüllung der Service-Levels.
Inbetriebnahme, Probebetrieb und Abnahme
Vorgehensweise: zuerst Pilotstandort Mineralbad Leuze, danach schrittweise die weiteren Standorte.
Mengengerüst (Soll-Zustand)
Insgesamt 790 Stellplätze, 10 Einfahrten, 10 Ausfahrten, 6 Kassenautomaten und 20 Anzeigen über die 7 Standorte.
Bauseitige Leistungen der Stuttgarter Bäder (NICHT im Auftrag)
Durch den Auftraggeber werden in Eigenleistung erbracht:
Diese Punkte sind bei Kalkulation und Zeitplanung zu beachten, da sie Vorleistung für die Inbetriebnahme sind.
Datenschutz, IT-Sicherheit und Löschkonzept
Die Verarbeitung von Kennzeichendaten erfordert ein dokumentiertes IT-Sicherheits- und Datenschutzkonzept mit technisch-organisatorischen Maßnahmen (TOM), Löschkonzept und Notfallkonzept. Die geforderten Zertifizierungen (ISO/IEC 27001, 27017, 27018, 27701) sind nachzuweisen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenPersönliche Zuverlässigkeit (Ausschlussgründe)
Der Bieter darf nicht von Ausschlussgründen nach §§ 123 und 124 GWB betroffen sein. Insbesondere:
Finanzielle Eignung
Nachweis einer Betriebshaftpflichtversicherung mit folgenden Mindestdeckungssummen (einschließlich Cyber-/IT-Haftpflicht):
Auf gesondertes Verlangen sind weitere finanzielle Nachweise (z. B. Insolvenzbescheinigung, bestätigter Insolvenzplan) vorzulegen.
Fachliche Eignung – Referenzen
Mindestens 3 Referenzen aus den letzten 5 Jahren mit folgenden Anforderungen:
Je Referenz sind anzugeben: Auftraggeber, Ansprechperson mit Kontaktdaten, Standortanzahl, Fahrspuren, Leistungsumfang, Auftragswert und Zeitraum. Die Vergabestelle behält sich vor, Referenzen zu kontaktieren und Referenzanlagen zu besichtigen.
Fachliche Eignung – Unternehmensdarstellung
Umfangreiche Darstellung gemäß Teil I.1 mit: Firmierung, Rechtsform, Sitz, Handelsregister-Nr., Gründungsjahr, Konzernzugehörigkeit, Jahresumsatz letzte 3 Geschäftsjahre, Mitarbeitendenanzahl, Anzahl eigener Servicetechniker, Standorte, Anzahl betreuter Kunden/Anlagen, Projektteam, wirtschaftliche Stabilität sowie Angabe, ob Vertrieb, Planung, Projektierung, Installation und Service aus einer Hand erbracht werden (gegebenenfalls mit Benennung der Nachunternehmer).
Technische/personelle Anforderungen für die Auftragsausführung
Rechtliche/vertragliche Anforderungen
Eignungsleihe und Bietergemeinschaften
Bei Bietergemeinschaften: Erklärung aller Mitglieder in Textform (ARGE, Bevollmächtigter, gesamtschuldnerische Haftung). Bei Eignungsleihe über andere Unternehmen: Benennung der Leistungen/Kapazitäten, Name und Kontaktdaten, Verpflichtungserklärung; bei wirtschaftlicher/finanzieller Eignungsleihe zusätzlich gemeinsame Haftungserklärung.
Wünschenswerte Kriterien (S-Kriterien, nicht ausschlussrelevant)
Diese Punkte sind nicht Pflicht, verbessern aber die Bewertung:
Mindestens 3 Referenzen aus den letzten 5 Jahren im Parkraummanagement mit Kennzeichenerkennung (LPR); davon mindestens 1 Referenz bei einem öffentlichen Auftraggeber; mindestens 1 Referenz mit dem angebotenen cloudbasierten, ticketlosen System (laufendes Projekt oder Pilotinstallation im Produktivbetrieb genügt)
Je Referenz: Auftraggeber, Ansprechperson mit Kontaktdaten, Standortanzahl, Fahrspuren, Leistungsumfang, Auftragswert, Zeitraum. AG behält sich Kontaktrecht zur Referenzprüfung und Besichtigung der Referenzanlage vor.