Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDas Staatliche Bauamt Krumbach (Schwaben) schreibt den vollständigen Rückbau eines Doppelhauses auf dem Gelände der Straßenmeisterei öffentlich aus.
Die Leistung umfasst eine fachgerechte Schadstoffsanierung (Asbest, KMF-Dämmung, PCP-haltige Holzbauteile) mit entsprechender Schwarz-Weiß-Trennung und emissionsarmen Verfahren sowie den anschließenden Abbruch des Gebäudes samt Keller, Fundamenten und Außenanlagen inklusive Erdarbeiten und ordnungsgemäßer Entsorgung aller anfallenden Fraktionen.
Ausführungszeitraum: November 2026 bis Februar 2027. Angebote sind bis zum 24.09.2026 (09:45 Uhr) elektronisch über die Vergabeplattform www.vergabe.bayern.de bzw. die Plattform meinauftrag.rib.de einzureichen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel und Instandhaltungsangeboten.
- Beschleunigungsregelung (Bauzeit)0%
Angabe des verbindlichen Endes der Bauzeit (Datum oder Werktage) durch den Bieter unter Berücksichtigung vertraglicher Vorgaben; Abgabe eines Bauzeitenplans als Balkenplan. Das Bauende darf nicht nach dem in den Besonderen Vertragsbedingungen genannten Bauende liegen.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenBaustelleneinrichtung
Einrichtung, Vorhaltung und Räumung der Baustelle inkl. Bauzaun (Stahlrohrrahmen, 2 m hoch, ca. 60 m), Standgerüst (ca. 15 m × 5,6 m, 4 Wochen Standzeit), Baustrom- und Bauwasseranschluss (Anschluss erfolgt durch den Auftraggeber am Büro-/Werkstattgebäude, inkl. Verteil- und Messeinrichtungen). Baustelleneinrichtungsplan innerhalb 14 Kalendertagen nach Auftragserteilung vorzulegen.
Schadstoffsanierung (Schwarzbereich)
Behördliche Anzeige nach TRGS 519 an die Gewerbeaufsicht. Aufbau und Vorhaltung (jeweils 35 Tage) einer 3-Kammer-Personalschleuse, einer 2-Kammer-Materialschleuse und zweier Unterdruck-Hygienischer Geräte (UHG 5.000 m³/h). Saug- und Schleiftechnik im BT33.6-Verfahren inkl. drei Saugern und Tellerschleif-/Randschleifgeräten. Staubwände aus PE-Folie (40 m²). Demontage und emissionsarmes Abfräsen/Abschleifen der asbesthaltigen Wandfarbe und des asbesthaltigen Fliesenklebers gemäß TRGS 519 Nr. 2.9. Rückbau der KMF-haltigen Dämmung unter dem Estrich (ca. 265 m², Stärke 8 cm) und Verfestigung des Fräsguts (6 Vorgänge).
Entkernung des Gebäudes
Ausbau und Entsorgung von Holz-, Stahl- und Kunststofffenstern (18 + 6 + 1 Stück), Hauseingangstüren (Holz/Kunststoff, teils PCP-haltig), Stahlbrandschutztüren (als gefährlicher Abfall) und Innentüren/Zargen (22 Stück). Demontage der Sanitär-, Heizkörper- und Elektroinstallation. Ausbau der Bodenbeläge (Laminat ca. 170 m², PVC ca. 15 m²). Rückbau der PCP-haltigen Holzverschalung an West- und Ostseite (80 m²). Abschleifen und Entsorgen der Betonfarbe auf der Bodenplatte im UG (98 m²). Sortenreine Trennung aller Fraktionen.
Dachrückbau
Rückbau und Entsorgung der Dachdeckung inkl. First und Befestigung (ca. 172 m² als Bauschutt), der Dachlattung/Konterlattung (ca. 172 m² Holzabfall A I) und des Dachstuhls (ca. 195 m³ Holzabfall A I). Ausbau zweier Dachluken mit Holztreppe sowie der Styropordämmung mit OSB-Platte (ca. 120 m²).
Abbruch oberirdisches Bauwerk
Abbruch und Entsorgung des WDVS (EPS 5 cm mit Putz, ca. 165 m²), der Ziegelaußenwände (36,5 cm, ca. 62 m³), der Haustrennwand aus Ziegel (2 × 14,5 cm + 2 cm Trennlage, ca. 150 m²) sowie tragender (ca. 19 m³) und nichttragender Innenwände (ca. 133 m²). Rückbau der Stahlbetondecken EG/OG (ca. 43 m³) und des Estrichs (ca. 264 m² – KMF-Dämmung darunter bereits im Gewerk Schadstoffsanierung entfernt). Abbruch der Holztreppen (4 Stück, A II/A III), der PCP-haltigen Holzbalkone/Überdachungen, der Balkongeländer aus Holz (A IV-Holz) und der Dachentwässerung (ca. 55 m).
Abbruch Keller und Fundamente
Abbruch und Entsorgung der keramischen Fliesen auf Terrasse und Treppenabgang (ca. 62 m²), der Stahlbeton-Kellerdecke/Terrasse (ca. 32 m³), der Stahlbeton-Kelleraußenwände inkl. Abdichtung (ca. 46 m³) und der Haustrennwand im Keller (ca. 14,5 m³). Ausbau der Beton-Lichtschächte (6 Stück), der Stahlbetonbodenplatte im UG (ca. 21 m³), der Streifenfundamente (ca. 50 m³) und der Stahlbetontreppe am Kellereingang (2 Stück). Rückbau und Verschluss der Grundleitungen (ca. 50 m).
Erdarbeiten und Außenanlagen
Aushub zur Freilegung des Kellerbauwerks (ca. 710 m³, inkl. Arbeitsraum ca. 0,8–1,0 m und Böschung 45°), Haufwerksbeprobung des Aushubs (2 Proben) und Abdeckung der Baugrube mit Schutzfolie mind. 0,2 mm (ca. 600 m²). Ausbau/Entsorgung von Betonpflaster (Knochenpflaster 6 cm, ca. 110 m²), Maschendraht- und Doppelstabmattenzaun, Zaunpfosten samt Fundamenten, Sichtschutz aus Holz (ca. 25 m) und Gartentoren (2 Stück). Verfüllung der Fundamentlöcher (ca. 1,5 m³).
Dokumentation und Entsorgungsnachweise
Übergabe sämtlicher Wiegescheine sowie aller Entsorgungs- und AVV-Nachweise an den Auftraggeber.
Stundenlohnarbeiten (Regie)
Bereitstellung von Regiestunden für Meister, Facharbeiter/Maschinist, Vorarbeiter und Helfer, je 20 h.
Örtliche Verhältnisse und Baugrund
Doppelhaus in Massivbauweise, zwei Vollgeschosse, voll unterkellert; Ziegelaußenwände mit EPS-Dämmung und Holzverschalung (Ost-/Westseite); Stahlbetondecken; oberseitige Deckendämmung mit Styropor; nicht ausgebauter Dachstuhl. Schadstoffbelastung: Holzbauteile teilweise PCP-haltig, Innenputz asbesthaltig, KMF-Dämmung unter Estrich in EG/OG.
Ausführungszeitraum
Beginn spätestens in KW 46/2026 (letzter Werktag), spätestens 46 Werktage nach Zugang des Auftragsschreibens. Vollendung bis spätestens letzter Werktag der KW 8/2027.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenAllgemeine Eignung
Mit dem Angebot ist entweder eine gültige PQ-Nummer im Angebotsschreiben oder eine ausgefüllte Eigenerklärung zur Eignung (Formblatt 124 VHB Bayern) bzw. eine Einheitliche Europäische Eigenerklärung vorzulegen. Auf gesondertes Verlangen sind zusätzlich Gewerbeanmeldung, Handelsregisterauszug, Handwerksrolle bzw. IHK-Eintragung vorzulegen.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Auf Verlangen: Nachweis des Unternehmensumsatzes (Bauleistungen und vergleichbare Leistungen) in den letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahren inkl. Angabe des Anteils bei Gemeinschaftsleistungen; Bestätigung des Umsatzes durch Wirtschaftsprüfer/Steuerberater oder testierte Jahresabschlüsse.
Fachliche und technische Leistungsfähigkeit
Mindestens drei vergleichbare Referenzleistungen aus den letzten fünf Kalenderjahren (Schadstoffsanierung und Abbruch), Details gemäß Formblatt 444. Auf Verlangen: Erklärung zur durchschnittlichen Beschäftigtenzahl der letzten drei Jahre, gegliedert nach Lohngruppen, mit gesonderter Angabe des technischen Leitungspersonals.
Zuverlässigkeit / Ausschlussgründe
Kein eröffnetes oder beantragtes Insolvenzverfahren, keine Abweisung mangels Masse, keine Liquidation; ggf. rechtskräftig bestätigter Insolvenzplan. Keine Eintragungen im Wettbewerbsregister; bei Ausschlussgründen nach § 6e EU VOB/A sind Nachweise zur Selbstreinigung möglich. Unbedenklichkeitsbescheinigungen der tariflichen Sozialkasse, des Finanzamts, Freistellungsbescheinigung nach § 48b EStG sowie qualifizierte Unbedenklichkeitsbescheinigung der Berufsgenossenschaft mit Angabe der Lohnsummen. Angabe der Personalien aller Geschäftsführer und Prokuristen.
Steuern und Sozialversicherung
Erklärung, dass Steuern, Abgaben und Sozialversicherungsbeiträge ordnungsgemäß entrichtet wurden. Ab Auftragssumme ≥ 50.000 € netto erfolgt durch den Auftraggeber eine Abfrage beim Wettbewerbsregister.
Pflichtnachweise Schadstoffsanierung
Mit dem Angebot zwingend vorzulegen (soweit nicht anders angegeben): gültige Zulassung gemäß GefStoffV (Anhang I Nr. 2.4.2 Abs. 4) für Abbruch- und Sanierungsarbeiten an schwach gebundenem Asbest; Nachweis einer gültigen Umwelthaftpflicht- und Umweltschadensversicherung mit Mindestdeckungssumme 5.000.000 €; Sachkundeprüfung TRGS 519 Anlage 3 des verantwortlichen Aufsichtführenden; ggf. fristgerechte Teilnahme am Fortbildungslehrgang TRGS 519 Anlage 5; arbeitsmedizinische Vorsorgebescheinigungen aller im Schwarzbereich eingesetzten Mitarbeiter.
Sonstige besondere Anforderungen
Art und Umfang von Nachunternehmerleistungen sind mit dem Angebot anzugeben; auf Verlangen sind Nachunternehmer zu benennen (Formblatt 233). Bei Eigenschaft als Werkstatt für Behinderte erfolgt ein Bonus von 15 v. H. auf die Wertungssumme – Nachweis ist mit dem Angebot zu führen.
Vergleichbare Leistungen im Bereich Schadstoffsanierung und Abbruch
jeweils mit Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, maßgeblichem Leistungsumfang mit Mengenangaben, durchschnittlich eingesetzte Arbeitnehmer, technische/gerätespezifische Anforderungen, Art der Baumaßnahme, vertragliche Bindung, ggf. koordinierte Gewerke und Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung (Vorlage Formblatt 444 VHB Bayern empfohlen)