Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenWorum es geht: Das Staatliche Bauamt Krumbach schreibt den Neubau eines rund 3 km langen, kombinierten Geh-, Rad- und Wirtschaftsweges entlang der Staatsstraße St 2025 südlich von Balzhausen öffentlich aus.
Was zu tun ist: Auf einer Strecke von ca. 3 km ist ein asphaltierter Weg mit frostsicherem Oberbau (3 cm Deckschicht, 8 cm Tragschicht, 29 cm Frostschutzschicht, ca. 40 cm Bodenaustausch) herzustellen. Die Baumaßnahme umfasst Erdarbeiten, Entwässerung (Mulden, Gräben, Rohrleitungen DN 200–700), Asphaltarbeiten, Anpassung von Zufahrten, Brückenanpassungen, Schutzmaßnahmen für Natur und Vogelschutzgebiet sowie Verkehrssicherung.
Wichtige Randbedingungen:
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung preislich günstigerer Grund- oder Wahlpositionen, ggf. monetarisierter Zuschlagskriterien sowie eines eventuellen Nachlasses ohne Bedingungen.
- Zuschlagskriterium Fahrbahnmietsystem
Bewertung des Fahrbahnmietsystems (Details siehe Formblatt 2271.StB)
- Zuschlagskriterium Qualität
Bewertung der Qualität (Details siehe Formblatt 2272.StB)
- Zuschlagskriterium Bauprozessmanagement Asphalt
Bewertung des Bauprozessmanagements Asphalt (Details siehe Formblatt 2273.StB)
- Zuschlagskriterium Bauablaufplanung
Bewertung der Bauablaufplanung (Details siehe Formblatt 2274.StB)
- Zuschlagskriterium Eignung Personal
Bewertung der Eignung des Personals (Details siehe Formblatt 2275.StB)
- Zuschlagskriterium Wiederverwendung von Baustoffen
Bewertung der Wiederverwendung von Baustoffen (Details siehe Formblatt 2277.StB)
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenOberbau und Asphaltbauweise
Frostsicherer Oberbau mit 3 cm Asphaltdeckschicht (AC 8 DN TA), 8 cm Asphalttragschicht (AC 22 TN TA bzw. AC 32 T N), 29 cm Frostschutzschicht und ca. 40 cm Bodenaustausch aus frostunempfindlichem Material mit Planumsstabilisierung. Asphaltbreite je nach Abschnitt 2,50 m bis 3,00 m, Bankette je 0,50–0,75 m beidseitig. Besonderheit: Einsatz von temperaturabgesenktem Asphalt (TA) mit Übergabetemperatur 140–155 °C am Mischgut, Absaugeinrichtungen am Straßenfertiger, thermoisolierten Transportmulden sowie einbaubegleitender Messungen (Thermoscan, Troxler/PQI, FDVK).
Erdarbeiten und Schichten ohne Bindemittel
Oberboden abtragen, lagern, andecken; Bankettbau; Schichten ohne Bindemittel aufnehmen und wieder einbauen; Frostschutzschicht herstellen; Unterlage profilieren; Boden/Fels lösen und fördern; Tiefenlockerung; Graben herstellen; Baustraßen herstellen, unterhalten und rückbauen. Mengenübersicht (u. a.): 3.800 m³ Oberboden, 5.400 m³ Boden/Fels, 3.100 m³ frostunempfindliches Material, 3.200 m³ Frostschutzschicht, 1.300 m³ Schicht ohne Bindemittel aufnehmen/wieder einbauen, 85 m³ Bankett abtragen, 8.000 m Bankett schälen.
Entwässerung und Ingenieurbauwerke
Entwässerungsgräben und Mulden mit Fließrichtung; Rohrdurchlass DN 500; Verlegung von Entwässerungsleitungen DN 200 bis DN 700; Anpassung bestehender Schachtabdeckungen, Schachtteile ausbauen, Betonauflagering einbauen, Umpflasterung. Anpassungsarbeiten an Brückenbauwerken: Drahtgeflecht (Schneeschutz) am Geländer herstellen, Fugenspaltarbeiten in Kappen, Pflasterarbeiten, Bordsteine aus Naturstein.
Bestandsanpassungen und Begleitarbeiten
Rückbau bestehender Asphaltflächen, Fräsen und Aufnehmen (ca. 1.100 m²); Erneuerung Wirtschaftswege; Anpassung Zufahrtstrichter an Bestand; Hofeinfahrtanschlüsse; Abbau und Wiederherstellung Holzgeländer; Bordsteine und Bordhalbsteine; Naht- und Anschlussarbeiten, Randabdichtung; Abstumpfungsmaßnahmen; Verdichtungskontrolle (FDVK), Schichtdickenmessung, Bohrkernentnahmen; Deckansaat im Frühjahr 2027.
Trassierung und Lage
Gesamtstrecke ca. 3 km (Bau-km 0+000 bis ca. 0+872). Achsen mit verschiedenen Gradienten und Ausrundungshalbmessern (u. a. R = ∞, 3000, 1541, 75, 50, -3155), Längsneigungen 0,790 %, 1,650 %, 2,5 %; Querneigung 2,5 %. Ausbauquerschnitt je nach Abschnitt 2,50–3,00 m Fahrbahn + beidseitige Bankette. Lage: Abschnitt 640 Station 0,35 bis Abschnitt 650 Station 0,55, Landkreise Günzburg und Unterallgäu, mit Verlauf entlang der Hasel.
Baustelleneinrichtung, Verkehrssicherung und Schutzmaßnahmen
Baustelleneinrichtung und -räumung, Baubüro für AG; Vermessung (Absteckung, Höhenfestpunkte); Leitungsrecherche, Zustandserfassung. Verkehrssicherung: Vollsperrung des Geh-, Rad- und Wirtschaftsweges, transportable Lichtsignalanlagen, Beschilderung, Absperrungen, Kontrolle zweimal täglich (an arbeitsfreien Tagen einmal täglich), verkehrsrechtliche Anordnung einholen. Sicherheits-/Gesundheitsschutz: SiGe-Vorankündigung, SiGe-Plan, SiGe-Koordinator. Umwelt-/Naturschutz: Bauzaun (2,0 m Stahlgitter-Fertigteile), Schutzzaun für Pflanzenbestand, Baumstammschutz, Baumwurzelbereichsschutz, Bauzaun umsetzen, kein Einsatz chemisch-synthetischer Pflanzenschutzmittel. Kampfmittelvorerkundung: visuelle Räumung, Flächensondierung (Magnetik), Störkörperfreilegung.
Naturschutzfachliche und zeitliche Vorgaben
Die Maßnahme liegt in einem Vogelschutzgebiet und einer Wiesenbrüterkulisse. Zulässiger Ausführungszeitraum ist nur Mitte September bis Mitte März. Hauptbauzeit Oktober bis Dezember 2026, Asphaltarbeiten frühestmöglich, spätestens bis 31.03.2027 abzuschließen. Frostschutzschicht muss bis Winter 2026/2027 in verkehrssicherem Zustand fertig sein. Mehraufwendungen aus getrennten Bauabschnitten, Winterbaupause und Umweltauflagen sind in die Preise einzukalkulieren. Winterunterbrechung witterungsbedingt möglich.
Sonstiges
Datenaustausch und Abrechnung über GAEB DA 90 oder GAEB DA XML (Abrechnung nach REB). Getrennte Rechnungsstellung für Staatliches Bauamt Krumbach, Staatliches Bauamt Kempten, ggf. Gemeinde Balzhausen und Gemeinde Eppishausen. Mindestens 70 % der Leistung im eigenen Betrieb auszuführen. Bauanlaufgespräch mit umfangreicher Beteiligtenliste.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenFachliche Eignung (Referenzen)
Vergleichbare Bauleistungen in den letzten 5 Kalenderjahren. Bei Listung in der Engeren Wahl sind 3 Referenznachweise gemäß Formblatt 444 vorzulegen mit Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, maßgeblichem Leistungsumfang mit Mengenangaben, durchschnittlicher Arbeitnehmerzahl, besonderen technischen/gerätespezifischen Anforderungen, Baumaßnahmenart, Vertragsrolle und Auftraggeberbestätigung über vertragsgemäße Ausführung.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Angabe des Unternehmensumsatzes der letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre (vergleichbare Bauleistungen). Kein Insolvenzverfahren (weder beantragt noch eröffnet, kein Ablehnungsbeschluss mangels Masse, nicht in Liquidation); alternativ rechtskräftig bestätigter Insolvenzplan.
Personelle Eignung
Erklärung, dass die für die Leistungsausführung erforderlichen Arbeitskräfte zur Verfügung stehen. Bei Listung in der Engeren Wahl zusätzlich Nachweis der durchschnittlich beschäftigten Arbeitskräfte der letzten 3 Jahre, gegliedert nach Lohngruppen, mit gesonderter Angabe des technischen Leitungspersonals.
Registereintragungen und Erklärungen
Eintragung im Handelsregister und/oder Handwerksrolle und/oder IHK – oder keine Eintragungspflicht. Ordnungsgemäße Erfüllung der Verpflichtungen zur Zahlung von Steuern, Abgaben und Sozialversicherungsbeiträgen. Mitgliedschaft in der Berufsgenossenschaft mit Vorlage einer qualifizierten Unbedenklichkeitsbescheinigung. Freistellungsbescheinigung § 48b EStG.
Zuverlässigkeit und Ausschlussgründe
Keine schweren Verfehlungen, keine Ausschlussgründe gemäß § 6e EU VOB/A, keine Eintragungen im Wettbewerbsregister; alternativ Nachweis über Selbstreinigungsmaßnahmen gemäß § 6e EU Abs. 6 VOB/A.
Besondere Fachqualifikationen
Auf Verlangen: Nachweis SiGe-Koordinator-Qualifikation (MVAS oder gleichwertig), Qualifikation Fachkraft für Fahrbahnmarkierungen (ZTV M 13 oder gleichwertig), Prüfurkunde Schutzplanken-Montagefachmann (ZTV FRS 13 oder gleichwertig). Erfahrung mit temperaturabgesenktem Asphalt und Absaugeinrichtungen ist Voraussetzung für die technische Umsetzung.
Nachunternehmer und Bietergemeinschaften
Bei Nachunternehmereinsatz: Nachweis der Präqualifikation oder Erfüllung der Voraussetzungen dafür sowie Sicherheitsauskunft und Verpflichtungserklärung (Formblatt 126). Bei Bietergemeinschaften Erklärung gemäß Formblatt 234.
Weitere Anforderungen
Keine unzulässige Wettbewerbsbeschränkung; Angebotssprache Deutsch; Verwendung der vorgegebenen Vordrucke; keine Mischkalkulation; keine negativen Einheitspreise im Hauptangebot; mindestens 70 % der Leistung im eigenen Betrieb. Berücksichtigung bevorzugter Bieter (Werkstätten für behinderte Menschen, Inklusionsbetriebe, anerkannte Blindenwerkstätten) mit 10 % Abschlag auf die Angebotssumme.
Vergleichbare Bauleistungen in den letzten 5 Kalenderjahren (Referenzen über Straßen-/Wegebau, insbesondere Asphalt- und Erdbauarbeiten)
Mindestangaben je Referenz: Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, maßgeblicher Leistungsumfang mit Mengen, durchschnittl. Arbeitnehmerzahl, besondere technische/gerätespezifische Anforderungen, Baumaßnahmenart (Neubau/Umbau/Denkmal), Vertragsrolle (Hauptunternehmer/ARGE/Nachunternehmer), ggf. koordinierte Gewerke, Auftraggeberbestätigung über vertragsgemäße Ausführung. Formblatt 444 (VHB Bayern) verwenden.