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ST 26036 Erstellung Nahverkehrsplan 2029

Rhein-Kreis Neuss - Die Landrätin - Zentrales Vergabemanagement | Vergabekammer Westfalen | Datenservice Öffentlicher Einkauf (in Verantwortung des Beschaffungsamts des BMI)Grevenbroich, Nordrhein-WestfalenVeröffentlicht:
Angebotsfrist:

Zusammenfassung

Automatisch erstellt aus den Vergabeunterlagen

Der Rhein-Kreis Neuss sucht ein Planungsbüro, das den neuen Nahverkehrsplan (NVP) 2029 für das gesamte Kreisgebiet erstellt. Der Plan bildet die strategische Grundlage für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) bis 2040.

Die Leistung umfasst 10 Arbeitspakete: Bestandsaufnahme, Anforderungsprofil, Verkehrsprognose, Mängelanalyse, Zielkonzept, Umsetzung, Finanzierungs- und Organisationskonzept, Barrierefreiheit, Bürgerbeteiligung sowie weitere Beteiligungen und Anhörungen. Für das Stadtgebiet Neuss gelten zusätzlich die Anforderungen an einen Sustainable Urban Mobility Plan (SUMP).

Das Verfahren ist zweiphasig: Zunächst reichen interessierte Büros einen Teilnahmeantrag ein. Aus den Bewerbern werden 5 bis 7 Büros zur Angebotsabgabe aufgefordert. Bewertet werden Projekt- und Methodikkonzept, Projektteam, Projektorganisation, Zeitplan, Präsentation sowie der Preis.

Teilnahmeanträge müssen bis zum 2. November 2026, 9:00 Uhr, elektronisch über die Vergabeplattform eingereicht werden.

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Zeitplan & Fristen

Aus den Vergabeunterlagen extrahiert
Aktive Ausschreibung
Termin / FristSEP2026 MÄR SEP MÄR SEP MÄR SEP MÄR SEP MÄR SEP MÄR SEP MÄR SEP MÄR SEP MÄR SEP MÄR SEP MÄR SEP MÄR SEP MÄR SEP MÄR SEP
Veröffentlichung29. Sep. 2026
Bieterfragen-Frist23. Okt. 2026
Teilnahmefrist2. Nov. 2026
Bindefrist1. Dez. 2026
Vertragsbeginn1. Feb. 2027
Vertragslaufzeit1. Feb. 2027 – 31. Dez. 2028
NVP-Entwurf31. Mai 2028
Vertragsende31. Dez. 2028
Kreistagsbeschluss31. Dez. 2028
Planungshorizont NVP31. Dez. 2040
EinladungsfristDatum offenAufforderung zur Angebotsabgabe voraussichtlich in Kalenderwoche 47/2026 (16.–22.11.2026), geschätzt.
Sicherheitsüberprüfung bisDatum offenVerkürzte Informations- und Wartefrist nach § 134 GWB: 10 Kalendertage ab Absendung der Information durch den Auftraggeber.
vor Angebotsabgabenach Angebotsabgabe

Zuschlagskriterien

Gewichtung laut Vergabeunterlagen
Preis & Qualität6 Kriterien
Preis 20%Qualität 80%
  • Projekt- und Methodikkonzept40%

    Qualität, Schlüssigkeit und Projektspezifik der fachlichen Vorgehensweise: Bestandsanalyse, Methodik zur Nachfrageprognose und Ermittlung von Fahrgastpotenzialen, Mängelanalyse und Bewertung, Entwicklung und Bewertung der Szenarien, Konzept der Öffentlichkeits- und Gremienbeteiligung, Umgang mit Unsicherheiten und Datenlücken, Überführung der Ergebnisse in Ziel- und Maßnahmenkonzept. Bewertung mit Gesamtnote 1-6 (Unterpunkte 1.1-1.7). (Aspekte: Qualität und Schlüssigkeit der vorgesehenen Bestandsanalyse, Qualität und Nachvollziehbarkeit der Methodik zur Nachfrageprognose und zur Ermittlung von

  • Präsentation10%

    Fachliche Erläuterung und Vertiefung der Angebotsinhalte, Beantwortung fachlicher Rückfragen durch den Auftraggeber, Projektspezifität, Struktur und Nachvollziehbarkeit. Bewertet mit Gesamtnote gemäß separater Präsentationsmatrix (8 Kriterien).

  • Projektteam10%

    Auftragsbezogene Zusammensetzung und Qualifikation des Projektteams: einschlägige Erfahrung der Projektmitglieder mit vergleichbaren Nahverkehrsplänen und strategischen Verkehrs-/Mobilitätsplanungen, Erfahrung mit fachlichen Aufgabenstellungen, Schlüssigkeit der Rollen- und Aufgabenverteilung, Einsatz der Schlüsselpersonen. Bewertung mit Gesamtnote 1-6 (Unterpunkte 3.1-3.4).

  • Projektorganisation und Kommunikation5%

    Schlüssigkeit der Projektorganisation, Qualität der Abstimmungs- und Kommunikationsprozesse mit dem Auftraggeber, Konzept für Einbindung und Koordination der Akteure, Umgang mit unterschiedlichen Interessen und Konflikten, Nachvollziehbarkeit der Steuerungs- und Entscheidungsprozesse. Bewertung mit Gesamtnote 1-6 (Unterpunkte 4.1-4.5).

  • Zeit- und Arbeitsplan15%

    Plausibilität und Schlüssigkeit der zeitlichen Strukturierung, sinnvolle Gliederung in Arbeitsschritte und Meilensteine, sachgerechte zeitliche Anordnung der Beteiligungs-, Abstimmungs- und politischen Termine, Berücksichtigung der Abhängigkeiten zwischen Arbeitspaketen, Nachvollziehbarkeit der Bearbeitungs- und Prüfzeiten, Plausibilität der Maßnahmen zur Sicherstellung der fristgerechten Fertigstellung bis Dezember 2028, Berücksichtigung möglicher Verzögerungen und zeitlicher Puffer. Bewertung mit Gesamtnote 1-6 (Unterpunkte 5.1-5.7).

  • Preis20%

    Wertung anhand des angebotenen Gesamtpreises ohne Mehrwertsteuer; Punktzahl = (niedrigster wertungsfähiger Angebotspreis / Angebotspreis des jeweiligen Bieters) × 20.

Preiswertung: Punktzahl = (niedrigster wertungsfähiger Angebotspreis / Angebotspreis des jeweiligen Bieters) × 20

KI-Hinweis: Alle Zuschlagskriterien mit Gewichtungen und Bewertungsformel sind in den Vergabeunterlagen (Leistungsbeschreibung S. 18-21) und in der Bewertungsmatrix vollständig angegeben.

Leistungsumfang

Aus den Vergabeunterlagen

Auftraggeber und Geltungsbereich

Auftraggeber ist der Rhein-Kreis Neuss als Aufgabenträger für den ÖPNV. Der NVP gilt für das gesamte Kreisgebiet mit den acht kreisangehörigen Kommunen Grevenbroich, Jüchen, Kaarst, Korschenbroich, Meerbusch, Rommerskirchen, Dormagen und Neuss. Für das Stadtgebiet Neuss muss der Plan zugleich die Anforderungen eines Sustainable Urban Mobility Plan (SUMP) erfüllen. Leistungsort: Lindenstraße 10, 41515 Grevenbroich (Amt für Entwicklungs- und Landschaftsplanung, Bauen und Wohnen).

Erstellungsgegenstand und Fristen

Zu liefern sind ein NVP-Entwurf (mit Maßnahmenkonzept und Liniensteckbriefen), eine Synopse (Abwägungstabelle mit Stellungnahmen aus der Beteiligung) und ein beschlussfertiger Nahverkehrsplan. Harte Frist: NVP-Entwurf bis Ende Mai 2028. Der Kreistagsbeschluss für den endgültigen NVP muss bis spätestens Ende Dezember 2028 vorliegen. Vertragslaufzeit: 01.02.2027 bis 31.12.2028 (ca. 23 Monate).

Arbeitspaket 1 – Bestandsaufnahme

Untersuchung des gesamten Kreisgebiets. Bestandsaufnahme des ÖPNV: Linienangebot, Betriebsleistung, Bedarfsverkehre, Schülerverkehr und Infrastruktur. Ebenso: rechtlicher Rahmen und Wirkung des bisherigen NVP (verabschiedet am 19.12.2018).

Arbeitspaket 2 – Anforderungsprofil

Definition von Qualitätsstandards für den ÖPNV im Kreis als Mindest- und Zielstandards, u.a. zu Erschließungs-, Bedienungs- und Verbindungsqualität, Haltestellen- und Fahrzeugausstattung, Barrierefreiheit, Tarif, Digitalisierung und Umweltverträglichkeit.

Arbeitspaket 3 – Verkehrsprognose

Prognose der ÖPNV-Nachfrage bis zum Horizont 2040, inklusive Nachfrageentwicklung und Ermittlung von Fahrgastpotentialen aus dem motorisierten Individualverkehr (MIV). Erstellung eines Prognosenullfalls 2040.

Arbeitspaket 4 – Mängelanalyse und Bewertung

Abgleich der definierten Standards mit dem Status quo. Reisezeitvergleich zwischen MIV und ÖPNV sowie Identifikation von Störstellen im Straßennetz.

Arbeitspaket 5 – Zielkonzept

Überarbeitung des Zielkonzepts bis 2040. Entwicklung von bis zu drei Szenarien (Modal-Split, Netzstruktur, Qualitätsstandards, Finanzierbarkeit) und Auswahl eines Vorzugsszenarios.

Arbeitspaket 6 – Umsetzung

Erstellung des Linienkonzepts ab 01.01.2030 als Grundlage für die neuen Verkehrsverträge. Hierarchisiertes Liniennetz, Liniensteckbriefe je Linie, Maßnahmenkonzept inkl. flexibler Bedienungsformen und Antriebsart. Monitoring- und Evaluationskonzept; Berücksichtigung von Maßnahmen mit Wirkung über 2040 hinaus.

Arbeitspaket 7 – Finanzierungs- und Organisationskonzept

Darstellung der investiven und jährlichen Kosten sowie einer Nullprognose und von Alternativen. Aufzeigen von Fördermitteln und organisatorischen Aspekten rund um die Verkehrsgesellschaft Rhein-Kreis Neuss.

Arbeitspaket 8 – Barrierefreiheit

Herstellung der vollständigen Barrierefreiheit im ÖPNV gemäß § 8 Abs. 3 PBefG. Erstellung eines Zeitplans für die Barrierefreiheit der Haltestellen in Abstimmung mit den Kommunen.

Arbeitspaket 9 – Bürgerbeteiligung

Zweiteiliges Beteiligungskonzept: Online-Beteiligung sowie teilnehmerbegrenzte Planungswerkstatt. Zusätzlich ein eigenes Forum für mobilitätseingeschränkte bzw. vulnerable Personengruppen.

Arbeitspaket 10 – Beteiligungen und Anhörungen

Besondere Beteiligung der kreisangehörigen Gemeinden (Benehmen mit sechs Kommunen, Einvernehmen mit Dormagen und Neuss), Beteiligung der Verkehrsunternehmen, Verbände und benachbarten Kreise/Städte sowie eine Abschlussbeteiligung.

Projektmanagement, Termine und Berichte

Auftakttermin vor Ort zu Projektbeginn; 14-tägige Abstimmungstermine (i.d.R. digital, protokollarisch dokumentiert); ein öffentlicher Werkstatttermin; zwei Kommunentermine; vier Arbeitskreistermine (vom Auftragnehmer vorbereitet und durchgeführt); zwei Vorstellungstermine in politischen Gremien; Presse- und Öffentlichkeitsarbeit durch Zuarbeit. Alle Berichte und Dokumente in Deutsch. Übergabe in barrierefreiem PDF/A sowie in Word, Excel, PowerPoint und Shape-Format (für Karten).

SUMP-Anforderungen

Für das Stadtgebiet Neuss gelten zusätzlich die Anforderungen an einen Sustainable Urban Mobility Plan (SUMP) der Europäischen Kommission. Die SUMP-Kriterien sind in den jeweiligen Arbeitspaketen zu berücksichtigen.

Eignungskriterien

Geforderte Nachweise laut Vergabeunterlagen

Befähigung und Erlaubnis zur Berufsausübung

Nachweis über die Befähigung und Erlaubnis zur Berufsausübung gemäß § 44 VgV (z.B. Eintragung im Handelsregister oder vergleichbares Register).

Technische und berufliche Leistungsfähigkeit – Referenzen

Vorlage von zwei Referenzen über die Erstellung von Nahverkehrsplänen oder vergleichbaren strategischen Verkehrs- bzw. Mobilitätsplanungen aus den letzten fünf Jahren vor Angebotsabgabe. Mindestens eine Referenz muss hinsichtlich Umfang, Aufgabenstellung und Komplexität mit dem vorliegenden Auftrag vergleichbar sein. Pflichtangaben je Referenz: Auftraggeber, Bezeichnung und Gegenstand der Leistungen, Leistungszeitraum, kurze Darstellung der Vergleichbarkeit.

Technische und berufliche Leistungsfähigkeit – Schlüsselpersonen

Projektleitung: abgeschlossenes Hochschulstudium im Bereich Verkehrsingenieurwesen, Verkehrswesen, Verkehrswirtschaft, Geographie, Raumplanung, Stadtplanung oder vergleichbar; mindestens 5 Jahre einschlägige Berufserfahrung in der Erstellung von Nahverkehrsplänen oder vergleichbaren Konzepten.

Stellvertretende Projektleitung: abgeschlossenes Hochschulstudium in einem der genannten Fachgebiete; mindestens 3 Jahre einschlägige Berufserfahrung.

Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit

Nachweis einer Berufshaftpflichtversicherung mit mindestens 1.000.000 € für Personenschäden und 1.000.000 € für Sach- und Vermögensschäden je Schadensfall. Alternativ Eigenerklärung, dass die Versicherung im Auftragsfall abgeschlossen wird.

Ausschlussgründe und Sanktionen

Eigenerklärung über das Nichtvorliegen von Ausschlussgründen gemäß §§ 123 und 124 GWB (zwingende und fakultative Ausschlussgründe). Zusätzlich: Eigenerklärung zur Umsetzung von Art. 5k Abs. 1 EU-VO 833/2014 (Russland-Sanktionen).

Bietergemeinschaften und Nachunternehmer

Bietergemeinschaften haften gesamtschuldnerisch und benennen einen bevollmächtigten Vertreter (Erklärung Bieter-/Arbeitsgemeinschaft). Falls Nachunternehmer oder Kapazitäten anderer Unternehmen beansprucht werden: Nachunternehmerverzeichnis, Verzeichnis der Leistungen/Kapazitäten anderer Unternehmen und Verpflichtungserklärung anderer Unternehmen vorlegen.

Auswahlverfahren und Höchstzahl Bewerber

Aus den Bewerbern im Teilnahmewettbewerb werden maximal 7 Bieter (mindestens 5) zur Angebotsabgabe aufgefordert. Bei Ranggleichheit auf dem entscheidenden Rang entscheidet das Los. Bewertung der Referenzen: max. 50 Punkte (siehe Bereich Referenzprojekte).

Referenzprojekte
2 ReferenzenZeitraum: letzte 5 Jahre (vor Angebotsabgabe)Volumen: nicht spezifiziert

Erstellung von Nahverkehrsplänen oder vergleichbaren strategischen Verkehrs-/Mobilitätsplanungen

Mindestens eine Referenz muss hinsichtlich Umfang, Aufgabenstellung und Komplexität mit dem vorliegenden Auftrag vergleichbar sein. Pflichtangaben je Referenz: Auftraggeber, Bezeichnung und Gegenstand der Leistungen, Leistungszeitraum, kurze Darstellung der Vergleichbarkeit. Bewertung: Vergleichbarkeit Aufgabenstellung/Leistungsumfang (0–10 P. je Ref., max. 20), Vergleichbarkeit Komplexität räumlich/verkehrlich/organisatorisch (0–10 P. je Ref., max. 20), besondere Vergleichbarkeit mit Schwerpunkten Anforderungsprofil, Verkehrsprognose, Mängelanalyse, Zielkonzept, Szenarienentwicklung, Maßnahmenkonzept, Bürgerbeteiligung (0–10 P., max. 10). Maximal erreichbar: 50 Punkte.

KI-Hinweis: Alle Eignungskriterien wurden per KI aus den Vergabeunterlagen extrahiert. Mit TendiGo prüfen Sie in wenigen Minuten, ob Ihr Unternehmen die Anforderungen erfüllt.

Wettbewerb & Angebotsprognose

Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer Vergaben
1–3Angebote erwartet
Median vergleichbarer Vergaben: rund 2 Angebote
Geringe Konkurrenz
Wahrscheinliche Bieterzahl
1–3 · 58%4–10 · 38%11+ · 4%
Checkliste zur AngebotsabgabeKonkrete Schritte laut Vergabeunterlagen0 von 27 erledigt
Teilnahmeantrag (Phase 1)
Unterlagen bei Bietergemeinschaft / Nachunternehmer (falls zutreffend)
Angebot (Phase 2, nach Aufforderung)
Fragen / Bieterfragen
Mit TendiGo
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Auf einen Blick

Auftraggeber
Rhein-Kreis Neuss - Die Landrätin - Zentrales Vergabemanagement | Vergabekammer Westfalen | Datenservice Öffentlicher Einkauf (in Verantwortung des Beschaffungsamts des BMI)
Anschrift
41515 Grevenbroich
Ort
41515 Grevenbroich
Kategorie
Nordrhein-Westfalen
Veröffentlicht
Angebotsfrist
—
Auftraggeber-Website
www.rhein-kreis-neuss.de ↗

Erfüllungsort

Ort der Leistung
41515 Grevenbroich
Nordrhein-Westfalen

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