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Stadtverwaltung Pirna, Hochwasserschadensbeseitigung 2021, Gewässerinstandsetzung Teichgrundbach, 01796 Pirna OT Obervogelgesang

Stadtverwaltung Pirna01796 Pirna OT Obervogelgesang, SachsenVeröffentlicht:
Angebotsfrist: noch 17 Tage

Zusammenfassung

Automatisch erstellt aus den Vergabeunterlagen

Öffentliche Ausschreibung der Stadtverwaltung Pirna für Bauleistungen am Gewässer Teichgrundbach.

Nach dem Unwetter vom 16./17.07.2021 ist der Teichgrundbach (Gewässer 2. Ordnung) im Ortsteil Obervogelgesang stark beschädigt. Die Stadt sucht ein Bauunternehmen, das:

das Gewässerprofil beräumt und die Sohle profiliert,eine bestehende Furt wiederherstellt,eine Trockenmauer abschnittsweise erhöht und instand setzt,einen Steilhang mit Spritzbeton, Felsankern und Pflanztaschen sichert,provisorische Überfahrten und Baustraßen anlegt und nach Abschluss zurückbaut,die ökologische Bauüberwachung übernimmt und umfangreiche Dokumentationspflichten erfüllt.

Vergabeart: Öffentliche Ausschreibung nach VOB/A als Bauvertrag.

Wichtige Termine:

Angebotsfrist: 31.08.2026, 10:00 UhrBindefrist: 31.10.2026Ausführung: 01.11.2026 bis 28.02.2027 (Bauzeit ca. 8 Wochen)

Zuschlag: 100 % Preis (Nebenangebote zugelassen).

Hinweis: Das Bauvorhaben liegt im Landschaftsschutzgebiet Sächsische Schweiz sowie im FFH-/SPA-Gebiet – besondere naturschutz- und artenschutzrechtliche Auflagen sind zu beachten.

Ausschreibung ansehen

Zeitplan & Fristen

Aus den Vergabeunterlagen extrahiert
Noch 17 Tage bis zur Angebotsfrist — 31. August 2026
HEUTE
Termin / FristAUG2026SEPOKTNOVDEZJAN2027FEB
Veröffentlichung12. Aug. 2026
Angebotsfrist31. Aug. 2026
Angebotsöffnung31. Aug. 2026
Bindefrist31. Aug. – 31. Okt. 2026
Ausführungsbeginn1. Nov. 2026
Vollendung1. Nov. 2026 – 28. Feb. 2027
vor Angebotsabgabenach Angebotsabgabe

Zuschlagskriterien

Gewichtung laut Vergabeunterlagen
Niedrigster Preis1 Kriterium
Preis 100%Qualität 0%
  • Preis100%

    Zuschlagskriterium ist ausschließlich der Preis mit 100% Gewichtung (niedrigster Preis).

KI-Hinweis: Das Zuschlagskriterium ist im Aufforderungsschreiben explizit benannt: Preis (100%).

Leistungsumfang

Aus den Vergabeunterlagen

Baustelleneinrichtung und Vorhaltung

Für die gesamte Bauzeit ist eine vollständige Baustelleneinrichtung vorzuhalten und nach Abschluss zurückzubauen. Dazu gehören u.a.:

Bauwasser- und Baustromversorgung (jeweils für ca. 56 Tage)Baustraße (insgesamt ca. 1.075 m², Nutzbreite bis 3,5 m), ggf. mit Baustraßenplatten (230 m²)Bauzaun (100 m, inkl. bauzeitlichem Tor) für 8 WochenVerkehrszeichen (6 Stück), Baustellenkennzeichnung und -sicherungAufstandsflächen (162 m²) herstellen und rückbauenReinigung öffentlicher Straßenflächen (56 Tage) und Winterdienst (28 Tage)Mobile Toiletten, Lagerflächen, Sanitär- und Sozialcontainer

Versorgung mit Strom, Wasser und Abwasser liegt in Eigenverantwortung des Auftragnehmers.

Vorbereitende Maßnahmen

Vor Beginn der eigentlichen Bauarbeiten sind folgende Leistungen zu erbringen:

Absteckung aller auszuführenden Leistungen durch ein Vermessungsbüro (Übergabe Festpunkte, Höhenfestpunkte, Hauptachsen)Schutzmaßnahmen für Baumstamm und Wurzelbereich (10 Stück) gem. DIN 18920 und RAS-LP 4Schutzmaßnahmen gegen GewässereintrübungSicherung bestehender Mauern, Zäune und EinfriedungenProvisorische Fahrzeugüberfahrt (SLW 60) und Rampe zum Gewässer – anlegen, unterhalten und zurückbauenFördereinrichtung einrichten, vorhalten und rückbauenKoordinierungsleistungen (Abstimmung mit Anwohnern, Energieversorgern, Behörden, Sachsenforst) während der gesamten Bauzeit

Dokumentations- und Nachweispflichten

Folgende Dokumentationen und Nachweise sind zu erbringen – teils vor, teils während und teils nach der Bauausführung:

Beweissicherung durch einen unabhängigen, öffentlich bestellten Sachverständigen (Fotodokumentation, Gipsmarken, Schadensprotokoll); Abgabe 1 Woche vor BaubeginnVerkehrsrechtliche Anordnung gem. § 45 StVO einholenBestandsvermessung / Bestandsplan nach DIN 2425 (Lage und Höhe in ETRS89 / DHHN 2016), Längs- und Querschnitte; Übergabe 2-fach analog + 1-fach digital (DWG + PDF)Deklarationsanalyse nach LAGA / TASI / DepV (2 Stück); Probenahme im Beisein des AG; Nachweis der Unbedenklichkeit für Grund- und OberflächenwasserFotodokumentation laufend, mind. 10 Bilder/Tag, digital, mind. 1024×768 Pixel, 24 BitFreistellungserklärungen (2 Stück) – je beanspruchtem Flurstück vom Eigentümer unterzeichnetBautagesberichte täglich; Lieferscheine und Entsorgungsnachweise positionsbezogenMaterialzertifikate, Prüfprotokolle, Aufmaßblätter und AufmaßzeichnungenEntsorgungskonzept und AbfallbilanzÜbergabeunterlagen für die Schlussrechnung (vollständige Zusammenstellung gem. LV) – u.a. Schlussrechnung, Mengenzusammenstellung, Bauzeitenplan, Hochwasser-/Havariemaßnahmenplan, Wasserhaltungskonzept, Statik, Bauleitererklärung, Nachunternehmerverzeichnis, Fertigstellungsanzeige, Abnahmeprotokoll, Prüfprotokolle, Eigenüberwachungsnachweise

Die Abschlussdokumentation ist 1 Woche vor Abnahmetermin in 2-facher Papierausfertigung und 1-fach digital (CD) zu übergeben.

Wasserbau – Erdarbeiten und Profilierung

Baufeld freimachen: Aufwuchs und Strauchwerk auf ca. 40 m² beseitigenOber-/Waldboden abtragen und lagern (125 m³), bei Bedarf entsorgenHomogenbereich 2 – Kies/Sand ausheben und auf Lager fahren (250 m³), davon ca. 125 m³ entsorgenHomogenbereich 3 – Fels ausheben und auf Lager fahren (25 m³), bei Bedarf Hindernisse aus Einzelsteinen (>0,5 bis 1,0 m³) zerkleinern und entsorgen (3 m³)Abbruchkante schneiden (8 m); Abbruchmaterialien entsorgen (5 m³)Bodenentsorgung Homogenbereich 2, größer Z1.2 (20 m³)Profilierung der Gewässersohle entlang der Verwallung (100 m²)

Eingesetzt werden dürfen nur Hydraulikbagger mit biologisch abbaubarem Hydrauliköl.

Hangsicherung mit Spritzbeton und Ankern

Stabilisierung des Prallhangbereichs Station 0+021 – 0+026,5:

Freiräumen der Auflageflächen (25 m²)Herstellung von bewehrtem Spritzbeton (25 m²), Spritzbeton C25/30 (5 m³), eingefärbter (beiger) Spritzmörtel (2 m³), Bewehrung (0,5 t)Bodennägel bzw. Rückverankerung von Stützknaggen (30 Stück)Mikropfähle TITAN 30/11 als Felsanker (80 m) und Nadelanker (30 m)3 Pflanztaschen (0,50 × 0,50 × 0,50 m) mit Drainagerohr; Felsanker ca. 2,50 m langBepflanzung mit Haselnusssträuchern (Corylus avellana, C3, 40–60 cm) – 3 Stück, inkl. WässernVor Ort gewonnene Steine integrieren (10 m²)

Instandsetzung Furt

Freiräumen der Auflageflächen (3 m²)Bewehrter Spritzbeton (3 m², Schichtdicke 5 cm); Spritzbeton C25/30 (0,5 m³), Bewehrung (0,2 t)Bodennägel und Rückverankerung (12 Stück); Mikropfähle TITAN 30/11 (6 m) und Nadelanker (7 m)Wiedereinbau der herausgelösten Trittsteine und Fixierung mit Stahlnetz (Betonstahlmatte Q188A) und Kurzanker (d=16 mm, L=0,60 m); Steine verspannen und verklammern mit BetonVor Ort gewonnene Steine integrieren (3 m²)

Instandsetzung Trockenmauer

Abschnittsweise Erhöhung um ca. 0,30–0,50 mAufnahme und Wiederverwendung des vorhandenen losen Felsgesteins; nicht mehr benötigtes Material zerkleinern und verwerten (z.B. Deponie)Verlegung bergmännisch gewonnenen Gesteinsmaterials in 2 cm starkem Mörtelbett; zurückgesetztes FugenbildVerjüngung der Mauerkrone von 0,50 m auf ca. 0,20 mAusbesserung vorhandener FehlstellenGesamtlänge ca. 10 m (Teilbereiche 3 m und 7 m), Trockenmauerbreite ca. 0,50 m

Ökologische Bauüberwachung (ÖBÜ)

Begleitung der gesamten Baumaßnahme durch qualifiziertes Personal:

Dokumentation des Ist-Zustands (5 h)Beratung bei fachbezogenen Arbeiten (2 h)Überwachung der Umsetzung der behördlichen Auflagen (5 h)Einhaltung der Baumschutzverordnungen (2 h)Überwachung des zu verwendenden Saat- und Pflanzgutes (5 h)

Zusätzliche ökologische Maßnahmen gem. Maßnahmenblättern V1–V8 und G1 umfassen u.a. Gehölzschutz (Stammummantelung, Wurzelbereich, RAS-LP 4 / DIN 18920), Einschränkung der Baustelleneinrichtung (keine Vollversiegelung, temporäre Verrohrung DN 600 / ca. 5,00 m), Vermeidung von Emissionen und Kontaminationen (Hochwassermaßnahmenplan, biologisch abbaubare Öle, breite Gummiketten / Baggermatten), Bauzeitenregelung (außerhalb Vogelbrutzeit, 07:00–20:00 Uhr, 7 Wochen Bauzeit, keine Nacht-/Wochenendarbeit) sowie Wiederherstellung bauzeitlich genutzter Flächen und Pflanzung gebietsheimischer Sträucher.

Verkehrssicherung und Bauausführung

Verkehrssicherung (Beschilderung, Beleuchtung, Absperrmaßnahmen) sowie 24-Stunden-Bereitschaftsdienst mit Zugriffszeit 1 StundeKontrolle der Baustellensicherung mind. 2× täglich (bei Tagesanbruch und nach Dunkelheit); an arbeitsfreien Tagen mind. 1×Nachtruhe 22:00–06:00 Uhr (keine Störung)Vorsorge gegen Gewässerverunreinigungen (Ölbindemittel vorhalten, sofortige Bodenauswechslung)Werbung auf der Baustelle nur mit vorheriger Zustimmung des AGBrandschutzunterweisung der Mitarbeiter nachweislich durchführenEinhaltung aller einschlägigen Normen und Richtlinien (DIN 18311, VOB C, ZTV-W LB 206, DIN 18551, DIN 18920, RAS-LP 4, FLL-Richtlinien, § 39 Abs. 5 BNatSchG, § 40 BNatSchG)

Eignungskriterien

Geforderte Nachweise laut Vergabeunterlagen

Eignungsnachweis – Präqualifikation oder Eigenerklärung

Der Bieter muss seine Eignung wie folgt nachweisen:

Präqualifizierte Bieter: Eintrag im Präqualifikationsverzeichnis (PQ-VOB) – auf Verlangen sind auftragsspezifische Einzelnachweise vorzulegen.Nicht präqualifizierte Bieter: Ausgefülltes Formblatt 124 (Eigenerklärung zur Eignung) – auf Verlangen sind Bescheinigungen zuständiger Stellen (ggf. mit deutscher Übersetzung) vorzulegen.Bei Bietergemeinschaften: Prequalifikation oder Eigenerklärung jedes Mitglieds; gesamtschuldnerische Haftung; Benennung eines bevollmächtigten Vertreters.Bei Nachunternehmern: Prequalifikation oder Eigenerklärung; auf Verlangen der Vergabestelle zu benennen mit Angabe von Art und Umfang der übernommenen Leistungen.

Zwingende formale Nachweise

Freistellungsbescheinigung gem. § 48b Abs. 1 Satz 1 EStG (zwingend mit dem Angebot)Einhaltung Mindestlohn / Arbeitnehmer-Entsendegesetz: Erklärung, dass keine Geldbuße von mindestens 2.500 € wegen Verstößen gem. §§ 19, 21 MiLoG gegen den Bieter verhängt wurdeErklärung zur Leistungserbringung: Eigenbetrieb oder Nachunternehmer – Angabe von Art und Umfang der NU-Leistungen im Angebot (Formblatt 233)

Fachliche und technische Anforderungen

Aus der Leistungsbeschreibung ergeben sich folgende Anforderungen an die Fachkunde (ohne dass diese in den vorliegenden Vergabeunterlagen explizit als formale Eignungskriterien ausformuliert sind):

Erfahrung und Geräteausstattung für Wasserbau, Hangsicherung (Spritzbeton, Mikropfähle, Anker) und TrockenmauerinstandsetzungQualifiziertes Personal für die ökologische Bauüberwachung gem. Maßnahmenblatt V1Sachkunde für Spritzbetonarbeiten nach DIN 18551Erfahrung mit naturschutz- und artenschutzrechtlichen Auflagen (FFH-/SPA-Gebiet, Landschaftsschutzgebiet Sächsische Schweiz)Einsatz biologisch abbaubarer Hydrauliköle und breiter Gummiketten / BaggermattenBefähigung zur Beweissicherung durch unabhängigen, öffentlich bestellten Sachverständigen

*Detaillierte Eignungsanforderungen (z.B. Umsatzgrenzen, Referenzprojekte, Anzahl Mitarbeiter) sind in den vorliegenden Unterlagen nicht hinterlegt.*

KI-Hinweis: Alle Eignungskriterien wurden per KI aus den Vergabeunterlagen extrahiert. Mit TendiGo prüfen Sie in wenigen Minuten, ob Ihr Unternehmen die Anforderungen erfüllt.

Wettbewerb & Angebotsprognose

Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer Vergaben
4–10Angebote erwartet
Median vergleichbarer Vergaben: rund 6 Angebote
Mittlere Konkurrenz
Wahrscheinliche Bieterzahl
1–3 · 27%4–10 · 45%11+ · 28%
Checkliste zur AngebotsabgabeKonkrete Schritte laut Vergabeunterlagen0 von 30 erledigt
Formale Angebotsunterlagen
Eignungsnachweise
Technische Konzepte und Pläne
Dokumentationspflichten während und nach Bauausführung
Verfahrenshinweise beachten
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Auf einen Blick

Auftraggeber
Stadtverwaltung Pirna
Ort
01796 Pirna OT Obervogelgesang, Sachsen
Kategorie
Sachsen
Veröffentlicht
Angebotsfrist

Erfüllungsort

Ort der Leistung
01796 Pirna OT Obervogelgesang
Sachsen

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