Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenÖffentliche Ausschreibung (EU-weit, offenes Verfahren) des Bezirksklinikums Mittelfranken für Stahl- und Metallbauarbeiten im Rahmen des Umbaus eines Biomasseheizkraftwerks am Klinikum am Europakanal in Erlangen, Am Europakanal 71.
Die Leistung umfasst im Wesentlichen:
Die Ausführung erfolgt in einer seitlich offenen Bestandshalle unter laufendem Klinikbetrieb. Funktionsfläche ca. 431 m².
Angebote müssen elektronisch über die Plattform aumass.de bis spätestens 20.08.2026 um 09:59 Uhr (MESZ) eingereicht werden. Sprache: Deutsch. Es ist nur ein Los vorgesehen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel, Instandhaltungsangeboten.
- Beschleunigungsregelung (Bauzeit)
Angabe des verbindlichen Endes der Bauzeit (Datum oder Werktage) durch den Bieter unter Berücksichtigung vertraglicher Vorgaben sowie Abgabe eines Bauzeitenplans als Balkenplan. Das Bauende darf nicht nach dem in den Besonderen Vertragsbedingungen genannten Bauende liegen.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenGeltungsbereich und Ausführung
Die Leistung gilt für den Umbau des Biomasseheizkraftwerks (BMKW) am Klinikum am Europakanal, Am Europakanal 71, 91056 Erlangen. Ausführung in einer seitlich offenen Halle unter bestehendem Stahldach und unter laufendem Klinikbetrieb. Funktionsfläche ca. 431 m².
Maßgebende Normen: DIN 18299, DIN 18335 (Stahlbau), DIN 18360 (Metallbau/Schlosser), DIN EN 1090-2 (Ausführungsklasse EXC 2), VOB/B und VOB/C, Bayerische Bauordnung (BayBO), Unfallverhütungs- und Brandschutzvorschriften (KUVB), DASt-Richtlinien, Stand der Technik.
Bauherr/Auftraggeber: Bezirkskliniken Mittelfranken, Feuchtwanger Str. 38, 91522 Ansbach.
Hinweis: Sämtliche Ca.-Mengen sind Circa-Mengen. Die Hackschnitzellagerhalle mit Schubboden liegt tiefer als die bestehende Bodenplatte, daher sind Eingriffe in die Gründung erforderlich (bauseits). Keine besonderen Anforderungen an vorbeugenden baulichen Brandschutz.
Baubetrieb und allgemeine Pflichten (Titel 1)
Baustelleneinrichtung inkl. Hubbühne (Vorhaltezeit 10 Wochen mit Hubbühne / 6 Wochen ohne Hubbühne), Schutz bestehender Flächen (Vegetation/Baumschutz), Bauwasser/Bauwasseranschluss (Verbrauch durch AG), Baustromanschluss, Bauschuttentsorgung durch AN, Baustellenverkehr im Gebäude nur innerhalb statisch zulässiger Bereiche, tägliche Baustellensicherung (Öffnen/Schließen), Freihalten der Feuerwehrumfahrten, Erkennbarkeit der Beschäftigten (Firmenname/Warnweste), verantwortliche Brandwache bei Schweiß- und Brennarbeiten, Alkoholverbot auf der Baustelle.
Pflicht zur Nutzung des Digitalen Projekt-Raums (DPR) sowie der kostenfrei vom AG bereitgestellten Systeme Planradar (Aufgaben-/Mängelmanagement) und Cloudbrixx (Bautagebuch).
Benennung eines deutschsprachigen Bauleiters mit Niveau B2 vor Arbeitsbeginn; Wechsel nur mit Genehmigung des AG, Austausch innerhalb von 3 Kalenderwochen auf Verlangen.
Nutzungsbeginn Baustelleneinrichtung: Startgespräch innerhalb 3 Kalendertagen nach Auftragserteilung. Übergabe Bauzeitenplan: 10 Werktage nach Auftragserteilung (Korrekturen innerhalb 3 Werktagen).
Stahlbau (Titel 2)
Stahlträger (z. B. HEB 200, HEA 120, UZ1 HEB 200), Stahlstützen (HEB 200, H = 3,6–7,4 m), Dach- und Wandverbände (Rundstahl d16 mm, S355), Kopf- und Fußplatten, Kleinteile. Ausführungsklasse EXC 2 gem. DIN EN 1090-2. Werkstoff Baustahl S235JR (DIN EN 10025); Edelstahl-Befestigungsmittel mind. Werkstoff-Nr. 1.4571 (V4A).
Korrosionsschutz: Feuerverzinkung mind. Korrosivitätskategorie C3 high, Schutzdauer lang/15 Jahre (DIN EN ISO 12944). Blitzschutz: Einzelteile leitend verbinden, Prüfung und Protokollierung.
Sicherheits- und Montagegerüst Typ S1 (bis 8,6 m Höhe) inklusive.
Gebäudehülle – Fassade und Zwischendach (Titel 3)
System-Sandwichpaneele für Fassade und Zwischendach vom gleichen Hersteller, Dicke 10 cm, Mineralwolldämmung WLS 035, nicht brennbar DIN 4102, U-Wert mind. 0,32 W/(m²K).
Fassade: ca. 210 m² (ca. 42 m² auf Massivbau + ca. 168 m² auf Stahlbau), horizontale Verlegung, inkl. Anschlüsse an Sockel, Zwischendach, Ecken, Wandabschlüssen und Wanddurchbrüchen.
Zwischendach: ca. 323 m² (ca. 27 m² auf Massivbau + ca. 296 m² auf Stahlbau), Anschluss an Sandwichwände, Dachausstieg 100×110 cm, Einhängeleiter mit Anstellkonsole und Rundrohr-Absturzsicherung, Abdeck-Blechwinkel.
Unterkonstruktion aus feuerverzinkten Stahlprofilen/Quadratrohren (z. B. 80–100×80×4–5), Kleinteile und Korrosionsschutz inklusive.
Blechverkleidung unterhalb Bestandsdach: ca. 80 m² Stahlblech 2 mm inkl. Unterkonstruktion (Rechteckrohre), obere/untere gleitende Anschlüsse, Z-Pfetten-Ergänzung.
Sicherheits- und Montagegerüste Typ F1/F2/F3 inklusive.
Farbgebung Sandwichpaneele: Grauton nach Musterfreigabe durch AG. Erstreinigung der Gebäudehülle inklusive.
Türen, Tore, Innentüren (Titel 4)
Stahlblech-Fassadentüren EG (1,135 × 2,135 m): 3 Stück inkl. Ergänzungszargen.
Fassaden-Rolltor motorisch (2,40 × 6,00 m): 1 Stück inkl. Inbetriebnahme/Probebetrieb und Abnahmeprüfung.
Öffnung Ascheaustrag (1,90 × 2,135 m): 1 Stück inkl. Stahlunterkonstruktion, Zargen/Schwelle und Schließen der Öffnung.
Stahlblech-Innentüren: 1 Stück 1-flügelig (1,135 × 2,135 m, ohne besondere Anforderung), 4 Stück T30 1-flügelig, 1 Stück T30 2-flügelig.
Stahlunterkonstruktion, Korrosionsschutz und Kleinteile in den Einheitspreisen enthalten.
Abdichtungen (Titel 5)
Armierter Flüssigkunststoff im Sockelbereich: ca. 40 m².
Stahltreppen, Geländer, Leitern (Titel 6)
4 Stahltreppenanlagen mit Gitterroststufen und -podesten (Außen- und Innenbereich):
Sicherheitsgeländer OG1: ca. 15 m. Ortsfeste Leiter am Bestandsdach-Westgiebel (DIN 14094): ca. 7 m Holme, 6 Wandhalter, 8 Sprossen, 1 Rückenschutz.
Gitterroste: Pressrost RAL GZ 638, Höhe ca. 30 mm, Nennmaschenweite ca. 30/30/3 mm, Lastannahme 2,00 kN/m². Geländer: Anpralllasten mind. 1,0 kN/m in Höhe Handlauf (OK 1,00 m über Podest/Stufe); Geländerpfosten mit hochfesten Edelstahlschrauben.
Sicherungssystem auf Bestandsdach (Titel 7)
Projektierung und statischer Nachweis für das Seil-Sicherungssystem als gesonderte Position.
Seil-Sicherungssystem auf Bestandsdach (6° Dachneigung): 17 Rohrmittelstützen, 14 Rohrendstützen, ca. 174 m Sicherungsseil.
Seil-Sicherungssystem auf Bestandsgiebel West: 8 Rohrmittelstützen, 2 Rohrendstützen, 27 m Sicherungsseil.
Anforderungen: CE-Zeichen, allgemein bauaufsichtlich zugelassen, Lastaufnahme mind. 7,5 kN.
Zubehör: 2 Laufelemente/Gleiter, 2 Sicherheitsgeschirre (Auffanggurt DIN EN 361, Verbindungsmittel DIN EN 354, Falldämpfer), 4 Seilbehälter aus Metall.
Arbeiten auf Nachweis / Regiearbeiten (Titel 8)
Stundenlohnarbeiten für Regie/Nachträge: je 30 h Vorarbeiter, Facharbeiter, Helfer.
Nachtragsangebote vor Ausführung mit Formblatt 221 prüfbar einreichen. Regiearbeiten mindestens 2 Tage vor Ausführung schriftlich per Mail an die Objektüberwachung anzeigen (inkl. Zeitschätzung und Materialkostenschätzung). Regieberichte täglich führen, wöchentlich per E-Mail senden; Anerkennung max. 2 Wochen nach Anfallsdatum.
Wartungsarbeiten Rolltor (Titel 9)
Wartung des Rolltors während der Gewährleistungszeit (4 Jahre) als Pauschalpreis pro Jahr. Auf Verlangen: Instandhaltungsdokument (Vorlage Instandhaltung_2014_AMEV) innerhalb 6 Kalendertagen ausgefüllt vorlegen. Optionale Anschlusswartung für jedes weitere Jahr nach Gewährleistung als Pauschalpreis.
Werkstoffe und Befestigung
Baustahl S235JR (DIN EN 10025), Edelstahl mind. 1.4404/1.4571 (V4A) für alle Befestigungsmittel und Anker. Dübelverankerungen nur mit zugelassenen Dübeln; Kunststoffdübel nicht zulässig; Mindestrandabstände einhalten; bei geringen Randabständen Klebeanker verwenden. Alle Schraubverbindungen gegen mutwilliges Öffnen sichern (selbstsichernde Muttern/Kontermuttern). Gerüste, Transport- und Montagehilfen sowie Unfallschutz nach DGUV sind in die Einheitspreise einzurechnen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenPersönliche und rechtliche Eignung
Kein laufendes/eröffnetes Insolvenzverfahren, kein Ablehnungsbescheid mangels Masse, keine Liquidation; ggf. rechtskräftig bestätigter Insolvenzplan.
Keine Ausschlussgründe nach § 6e EU VOB/A; keine Eintragungen im Wettbewerbsregister (Abfrage ab Auftragssumme ≥ 30.000 € netto durch den AG).
Verpflichtung zur Zahlung von Steuern, Abgaben und Sozialversicherungsbeiträgen ordnungsgemäß erfüllt.
Mitgliedschaft in der Berufsgenossenschaft; auf Verlangen qualifizierte Unbedenklichkeitsbescheinigung mit Lohnsummen.
Einhaltung Mindestlohngesetz, AEntG (Mindestbedingungen), Entgelttransparenzgesetz.
Erklärung Bezug Russland (Formblatt 127): kein Verbotstatbestand nach EU-VO 2022/576 für Hauptbieter, Eignungsverleiher, Nachunternehmer und Lieferanten (bzw. Ausnahme dokumentieren).
Berufliche/fachliche Eignung
Registereintragung (Handelsregister und/oder Handwerksrolle und/oder IHK-Eintragung) je nach Unternehmenstyp.
Auf Verlangen: Gewerbeanmeldung, Handelsregisterauszug, Handwerkskarte/IHK-Nachweis.
Fähigkeit, Werkstatt- und Montageplanung (W+M-Planung) sowie prüffähige statische Nachweise (inkl. Montagezustände, Baubehelfe) selbst zu erstellen.
Benennung eines deutschsprachigen Bauleiters mit Sprachniveau B2 für die gesamte Bauzeit; Wechsel nur mit Genehmigung des AG, Austausch innerhalb von 3 Kalenderwochen.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Umsatz der letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre (vergleichbare Bauleistungen) muss angegeben werden.
Auf Verlangen: Bestätigung des Umsatzes durch Wirtschaftsprüfer/Steuerberater oder testierte Jahresabschlüsse/G&V.
Haftpflichtversicherung: Nachweis ist auf Verlangen vorzulegen (auch bei Präqualifikation).
Auf Verlangen: Freistellungsbescheinigung nach § 48b EStG, Unbedenklichkeitsbescheinigungen Sozialkasse und Finanzamt.
Technische Leistungsfähigkeit – Referenzen
Vergleichbare Leistungen in den letzten 5 Kalenderjahren (längere Frist aus Bekanntmachung maßgebend).
Referenzliste mit: Bauvorhaben, Bauleistungen des AN, Ausführungszeitraum, Baukosten, Planer, Telefon des Planers. Auf Verlangen innerhalb 6 Kalendertagen vorzulegen.
Im Formblatt 124 vorgesehen: 3 Referenznachweise mit Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, maßgeblichem Leistungsumfang (mit Mengen), durchschnittlich eingesetzten Arbeitnehmern, besonderen technischen/gerätespezifischen Anforderungen, Art der Baumaßnahme (Neubau/Umbau/Denkmal), vertraglicher Bindung (Haupt-/ARGE-/NU), koordinierten Gewerken und Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung.
Technische Qualifikation – Stahlbau
Schweißnachweis DIN EN 1090-2, Ausführungsklasse EXC 2 für den Stahlbau dieses Projekts (auf Verlangen nachzuweisen).
Erfüllung der DIN/EN-Normen, VOB/C, DASt-Richtlinien, Bayerische Bauordnung (BayBO), Unfallverhütungs- und Brandschutzvorschriften (KUVB), Stand der Technik.
Verwendung zugelassener Dübel/Befestigungsmittel; Kunststoffdübel nicht zulässig.
Sonstige Pflichten und Erklärungen
Erklärung zur Verwendung von Holzprodukten (Formblatt 248).
Erklärung zur Lieferung und Verwendung von gebietseigenen Pflanzen (Formblatt 2481).
Erklärung zur Vermeidung des Erwerbs von Produkten aus ausbeuterischer Kinderarbeit (Formblatt 2491).
Erklärung zu Fahrzeug-Rückhaltesystemen (Formblatt 2292.StB).
Verbindliche Nutzung Digitaler Projekt-Raum (DPR), Planradar und Cloudbrixx (vom AG kostenfrei bereitgestellt).
Bietergemeinschaften zugelassen, gesamtschuldnerische Haftung jedes Mitglieds für die Gesamtbaumaßnahme.
Vergleichbare Referenzprojekte aus den letzten 5 Kalenderjahren – Art der Leistung, Ausführungszeitraum, Auftragssumme, eingesetztes Personal, Besonderheiten; auf Verlangen innerhalb von 6 Kalendertagen vorzulegen
vergleichbare Stahl- und Metallbauleistungen; Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung; Ansprechpartner, Planer mit Telefonnummer zur Überprüfung