Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenWorum es geht: Ausgeschrieben werden Erd- und Verbauarbeiten für den Ersatzbau des Institutsgebäudes der Fakultät Physik (3. Bauabschnitt) am Allmandring 9 in Stuttgart-Vaihingen.
Was zu leisten ist:
Wichtige Eckdaten:
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel, Instandhaltungsangeboten. Werkstätten für Behinderte erhalten einen Bonus von 15 Prozent auf die Wertungssumme.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenBaustelleneinrichtung und Vorarbeiten
Herstellen und Vorhalten von Bohrebenen für Großbohrgeräte, Baustelleneinrichtung für Spritzbeton- und Verbauarbeiten, An- und Abtransport sowie Umsetzen von Pfahl-, Trägerbohr- und Ankerbohrgeräten, regelmäßige Straßenreinigung mit Hochdruckkehrmaschine, Herstellung von Schotterflächen für Autokrane, Absturzsicherung der Baugrube über ca. 265 m sowie Stahlgurt im Bereich der Trägerbohlwand.
Erdarbeiten und Baugrube
Bestandsaufnahme angrenzender Straßen/Wege/Gebäude und Rasterbeprobung des Baufeldes nach Ersatzbaustoffverordnung (EBV 2023). Herrichten der Oberfläche (Asphalt-, Pflaster- und Bordsteinabbruch, Roden von Wurzelstöcken, Abtrag Oberboden). Kampfmittelbeseitigung mit Einweisung, Flächensondierung, Tiefensondierungen bis 25 m Tiefe, Aushubüberwachung und Dokumentation. Aushub der Baugrube (ca. 80 × 57 × 12 m tief, rund 39.700 m³, davon ca. 35.200 m³ Fels) einschließlich provisorischer Zu- und Ausfahrtsrampe. Abschneiden bestehender Bohrpfähle und Ziehen alter Träger. Bodenaustausch mit Schaumglasschotter im Bereich des Versorgungskanals. Fachgerechte Entsorgung der Aushub- und Rückbaumassen (ca. 75.000 t in unterschiedlichen Abfallklassen BM-F0*, BM-0, BM-F1, BM-F3, DK0, DKII).
Verbauarbeiten – Trägerbohlwand
Rückverankerte Trägerbohlwand mit Holzausfachung. Bohrungen Ø 640 mm in Tiefen 6–21 m (ca. 1.769 m Bohrlänge), Lieferung und Einbau von UPE-H-330-Trägern (Stahlgüte S355), Betonplomben, Holzausfachung 12 cm dick, rückverankert mit Verpress-Kurzzeitankern (Litzenanker 5–20 m) in mehreren Lagen. Ausführung gemäß EAB, Eignungsprüfungen der Anker, Entsorgung des Bohrguts, späterer Rückbau der Holzausfachung und Ziehen der Träger nach Rohbaufertigstellung mit Verpressung des Ziehspalts.
Verbauarbeiten – Bohrpfahlwand
Aufgelöste, rückverankerte Bohrpfahlwand mit Spritzbetonausfachung. Bohrungen Ø 750 mm als Primär- und Sekundärpfähle (Bohrlänge ca. 470 m, Tiefe 9–18 m). Ortbeton C25/30 (XC2/XF1/WF), Bewehrungskörbe B500 (ca. 160 t), Kopfbalken. Spritzbetonausfachung 20 cm (ca. 698 m²) inkl. grundwasserverträglichem Spritzbetonbeschleuniger, Wasserdruckentlastungsöffnungen und Aussparungen für Mediendurchführungen. Rückverankerung mit Verpress-Kurzzeitankern (Litzenanker 10–20 m, 4–5 Litzen) in mehreren Lagen. Integritätsprüfungen (Low-Strain), Kolonneneinsatz bei Bohrhindernissen, Ausführungsplanung.
Wasserhaltung und Unterfangung
Offene Wasserhaltung über die gesamte Bauzeit: Dränleitungen DN 100–150 mit Kiesfilterschicht (ca. 3.500 m), ca. 20 Pumpensümpfe, redundante Pumpenanlage (Förderrate 1 l/s) mit Genehmigung der unteren Wasserbehörde, Grundwassermessstation, Neutralisationsanlage (ca. 4 Monate) und Notstromaggregat. Vorhaltung 12 Monate, Verlängerungsoption 40 Wochen. Schnurgerüst (320 m). Unterfangung des Einbringschachts ZAQuant als Winkelstützmauer nach DIN 4123 (2 × UPE 330, Bettungs- und Ortbeton C12/15/C25/30, Bewehrung B500B).
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenAllgemeine Eignung und Nachweise
Eigenerklärung zur Eignung (VHB 124) bzw. Präqualifikation (PQ-Verzeichnis) oder Einheitliche Europäische Eigenerklärung (EEE). Auf Verlangen der Vergabestelle sind Registereintragungen, Unbedenklichkeitsbescheinigungen von Sozialkasse, Finanzamt und Berufsgenossenschaft, Insolvenzfreiheit, Freistellungsbescheinigung nach § 48b EStG sowie ggf. ein Auszug aus dem Gewerbezentralregister (ab Auftragssumme ≥ 30.000 €) vorzulegen.
Technische Leistungsfähigkeit (Referenzen)
Vergleichbare Erdbau- und Verbauarbeiten (Bohrpfahlwand, Trägerbohlwand, Verpressanker, Wasserhaltung) aus den letzten fünf Kalenderjahren. Bei engerer Wahl sind bis zu drei Referenzbescheinigungen (VHB 444) mit Ansprechpartner, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, Leistungsumfang (eigenes Personal, Mengen, technische Anforderungen), durchschnittlicher Arbeitskräftezahl und Bestätigung der vertragsgemäßen Ausführung einzureichen.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Nachweis der finanziellen und wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit, u. a. Umsatz der letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahre mit vergleichbaren Bauleistungen. Bei Eignungsleihe durch andere Unternehmen sind Verpflichtungserklärungen (VHB 236) und ggf. Nachweise zur Verfügbarkeit der Kapazitäten beizubringen; bei finanzieller Eignungsleihe gilt die gemeinsame Haftung.
Arbeitskräfte und personelle Eignung
Angabe der durchschnittlichen Anzahl der in den letzten drei Kalenderjahren beschäftigten Arbeitskräfte, gegliedert nach Lohngruppen und mit Leitungspersonal. Bestellung einer Sicherheitsfachkraft, von Sicherheitsbeauftragten und Ersthelfern sowie Benennung eines Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinators gemäß Baustellenverordnung und RAB 30.
Sanktions- und Ausschlussgründe
Abgabe der Eigenerklärung zu Russland-Sanktionen (EU-VO 2022/576): kein Russland-Bezug des Bieters, der Eignungsverleiher, Nachunternehmer und Lieferanten; Leistungen von Unternehmen mit Russlandbezug dürfen 10 % des Auftragswerts nicht überschreiten. Keine schweren Verfehlungen gemäß § 6e EU VOB/A, keine Verurteilungen oder Geldbußen in den letzten zwei Jahren.
Zuschlagskriterium
Der Zuschlag wird auf das preisgünstigste Angebot erteilt (niedrigster Preis).
Vergleichbare Erdbau- und Verbauarbeiten (Bohrpfahlwand, Trägerbohlwand, Verpressanker, Wasserhaltung)
Bei engerer Wahl sind Referenzbescheinigungen (VHB 444) mit Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, Leistungsumfang (eigenes Personal, Mengen, technische Anforderungen), durchschnittliche Arbeitskräfte, Baumaßnahmentyp und Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung vorzulegen.