Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenIm Rahmen des Projekts „VBH 2030 – AvenioXL Ausbaustufe 1" werden auf dem Betriebshof der SWU Verkehr GmbH in Ulm Bodenbelagsarbeiten in den Hallen C und E sowie in der Waschhalle ausgeschrieben.
Worum es geht: Auf rund 1.350 m² Fläche wird ein neuer, industriell genutzter Nicocyl-Bodenbelag verlegt – inklusive Untergrundvorbereitung (Fräsen, Schleifen, Spachteln), Abdichtung, Grundierung, Sockelleisten, Markierungen, Fugen- und Anschlussarbeiten sowie Oberflächenversiegelung.
Besonderheiten: Die Arbeiten erfolgen abschnittsweise bei laufendem Betrieb des Betriebshofs.
Verfahren: Offenes Verfahren nach Sektorenverordnung (SektVO). Angebote werden ausschließlich elektronisch über die Plattform subreport.de eingereicht.
Auftraggeber: SWU Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH (Karlstraße 1-3, 89073 Ulm) bzw. SWU Verkehr GmbH.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Angebotspreis ist das einzige Zuschlagskriterium
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenÜbergeordnete Vorgaben für alle Bereiche
Ausführung nach DIN 18365 (Bodenbelagsarbeiten), DIN 18202 (Toleranzen) und DIN 4102 (Brandverhalten).
Verwendet wird ausschließlich das NICOCYL® Industriebodensystem (Plattenbelag NICO tile, 10 mm, schwarz, R11) gemäß Herstellerangaben; bei positionsbezogenen Alternativen ist das herstellerspezifische Fabrikat im Angebot anzugeben (z. B. „PCI Apoflex F oder gleichwertig").
Alle verwendeten Materialien müssen Eignungs- und Gütenachweise besitzen; für das Abdichtungssystem ist ein allgemeines bauaufsichtliches Prüfzeugnis auf Verlangen vorzulegen. Produktdatenblätter und technische Unterlagen des Nicocyl-Systems sind auf Verlangen bereitzustellen, ebenso kostenlose Muster.
Vorhandene Gefälleflächen (1,0 % bis 2,5 %) sind zu wahren. Die Ausführung erfolgt abschnittsweise entsprechend dem Bauablauf.
Untergrundvorbereitung, Abdichtung und Spachtelung (alle Bereiche)
Untergrundvorbereitung durch Fräsen (ca. 2–3 mm Abtrag) und Schleifen der Bestandsflächen.
Abdichtungsarbeiten auf Polyurethan- und Epoxidharzbasis (gegen rückseitige Feuchtigkeit gemäß ATV DIN 18336); der zweite Abdichtungsauftrag erfolgt frühestens 12 Stunden und spätestens 3 Tage nach dem ersten Auftrag gemäß Herstellerangaben.
Grundierungen auf saugendem Untergrund und auf Stahluntergrund.
Spachtelungen als standfeste Spachtelung (ca. 10 mm) und selbstnivellierende Spachtelung (ca. 2–3 mm).
Belag, Anarbeitung und Abschluss (alle Bereiche)
Lieferung und Verlegung des NICOCYL® Industriebodens einschließlich Anarbeitungen an Wände, Stützen, Leitungen und Einbauten.
Sockelleisten, Markierstreifen (gelb), Antrittplatten im Treppenbereich sowie Abschlusswinkel (z. B. L 80/40/6 mm).
Verfugung mit dauerelastischem PUR-Dichtstoff und abschließende Oberflächenversiegelung mit Nicocyl-NicoProtect.
Anschluss- und Fugenarbeiten sind exakt nach Festlegung der örtlichen Bauleitung auszuführen; an der Bohrpfahlwand in Halle E wird der Belag mittels Stahlwinkel angearbeitet.
Die genauen Kanten ergeben sich nach Festlegung der örtlichen Bauleitung.
Ausführungsorganisation und Rahmenbedingungen
Die Arbeiten erfolgen abschnittsweise in mehreren Bereichen der Hallen C und E (Zentralwerkstatt, Klebebereich/Thermowand mit Radlastwaage, Arbeitsstände, Schichtbüro Waschhalle) bei laufendem Betrieb des Betriebshofs.
Während der Bauphase ist eine deutschsprachige Fachkraft mit mindestens C1-Kenntnissen (Wort und Schrift) ständig auf der Baustelle anwesend. Ein verantwortlicher Bauleiter mit regelmäßiger Anwesenheit ist zu benennen.
Teilnahme an wöchentlichen Jour-Fix-Terminen, Führen eines Bautagebuchs und Mitwirkung bei der SiGeKo-Unterweisung gemäß Baustellenverordnung.
Für Bohr-, Rüttel- oder Verbauarbeiten außerhalb heutiger Gebäude ist eine Kampfmitteluntersuchung erforderlich (multitemporale Luftbildauswertung 2015 RP Stuttgart liegt vor, Verdachtsgebiet).
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenEignungsnachweis: Präqualifikation oder Eigenerklärung
Im offenen Verfahren nach SektVO genügt zur Angebotsabgabe die Einheitliche Europäische Eigenerklärung (EEE) oder die Eigenerklärung zur Eignung (Vordruck KEV 179 AngErg Eignung). Präqualifizierte Unternehmen können alternativ ihre PQ-Nummer angeben.
Auf Verlangen der Vergabestelle sind die Eigenerklärungen durch Bescheinigungen zuständiger Stellen zu bestätigen.
Fachliche Eignung und Referenzen
Mindestens 3 vergleichbare Referenzen aus den letzten 5 abgeschlossenen Kalenderjahren über Bodenbelagsarbeiten.
Je Referenz sind Baumaßnahme/Ort, Bauherr/Auftraggeber (Name, Anschrift), Leistungsbeschreibung, Ort der Ausführung, Ausführungszeit, Auftragswert (gesamt und eigener Anteil), Leistungsmenge/Einheit, Rolle (Hauptauftragnehmer/ARGE-Partner/Nachunternehmer), durchschnittlich eingesetzte Arbeitskräfte und Leitungskräfte sowie besondere technische/gerätespezifische/zeitliche Anforderungen anzugeben.
Auf Verlangen sind schriftliche Bestätigungen der damaligen Auftraggeber sowie Ansprechpartner zu benennen.
Persönliche und rechtliche Eignung
Eintragung im Handelsregister und/oder Handwerksrolle und/oder bei der Industrie- und Handelskammer; Gewerbeanmeldung.
Keine schweren Verfehlungen gemäß § 6e EU VOB/A (keine Verurteilung wegen einschlägiger Verstöße, Freiheitsstrafe > 3 Monate, Geldstrafe > 90 Tagessätze oder Geldbuße > 2.500 € in den letzten 2 Jahren).
Kein Insolvenzverfahren beantragt/eröffnet, kein Antrag mangels Masse abgelehnt, keine Liquidation.
Verfügbarkeit der für die Ausführung erforderlichen Arbeitskräfte; auf Verlangen Nachweis über die durchschnittlich beschäftigten Arbeitskräfte der letzten 3 Jahre, gegliedert nach Lohngruppen und mit ausgewiesenem Leitungspersonal.
Finanzielle und steuerliche Eignung
Umsatz des Unternehmens in den letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahren (Bauleistungen und vergleichbare Leistungen) ist anzugeben.
Ordungsgemäße Erfüllung der Pflichten zur Zahlung von Steuern, Abgaben und Sozialversicherungsbeiträgen; auf Verlangen Unbedenklichkeitsbescheinigung der tariflichen Sozialkasse (soweit beitragspflichtig), Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamts bzw. Bescheinigung in Steuersachen sowie qualifizierte Unbedenklichkeitsbescheinigung der Berufsgenossenschaft mit Angabe der Lohnsummen.
Mitgliedschaft in der Berufsgenossenschaft.
Bietergemeinschaft, Nachunternehmer und Eignungsleihe
Bietergemeinschaften reichen eine von allen Mitgliedern unterzeichnete Erklärung nach Vordruck KEV 175 (AngErg Bietergem) ein, benennen das geschäftsführende Mitglied und geben für jedes Mitglied Firma, Adresse und Nationalität an. Mitglieder haften gesamtschuldnerisch.
Bei Einsatz von Nachunternehmern oder Eignungsleihe sind das Verzeichnis Leistungen/Kapazitäten anderer Unternehmen (KEV 177) und die Verpflichtungserklärung (KEV 178) einzureichen. Auf Verlangen ist nachzuweisen, dass die Kapazitäten der Unterauftragnehmer zur Verfügung stehen und deren Eignung gegeben ist; bei Eignungsleihe haften Bieter und Unterauftragnehmer gemeinsam.
Fremdsprachige Bescheinigungen sind mit deutscher Übersetzung vorzulegen.
Tariftreue und Mindestlohn
Verpflichtungserklärung Mindestlohn/Tariftreue nach Vordruck KEV 179.3 (LTMG-BW) ist zwingend einzureichen.
Verpflichtungserklärung Mindestlohn LTMG-BW sowie Besondere Vertragsbedingungen LTMG-BW sind als Vertragsbestandteile zu beachten.
Vergleichbare Referenzen über Bodenbelagsarbeiten, abgeschlossene Kalenderjahre: letzte 5 Jahre
Schriftliche Bestätigung des jeweiligen Auftraggebers über auftragsgemäße Ausführung inkl. Ansprechpartner; Angabe von Baumaßnahme/Ort, Bauherr, Leistungsbeschreibung, Ausführungszeit, Auftragswert (gesamt/eigen), Leistungsmenge, Rolle (Hauptauftragnehmer/ARGE/Nachunternehmer), eingesetzte Arbeitskräfte und Leitungskräfte.