Transport von Rohsickerwasser von der Deponie Schönwohld zum Klärwerk Bülk
Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Landeshauptstadt Kiel (Abfallwirtschaftsbetrieb) schreibt den Transport von Rohsickerwasser (Abfallschlüsselnummer 19 07 03) von der Deponie Schönwohld in Achterwehr zum Klärwerk Bülk in Strande als Rahmenvereinbarung öffentlich aus. Erwartet werden ca. 25.000 m³ pro Jahr (max. 120 m³ pro Tag). Die Aufträge werden per Fax oder E-Mail ausgelöst; die Abholung muss innerhalb von 24 Stunden erfolgen. Pro Ladung ist eine Rückstellprobe (1–2 Liter) zu ziehen und an das Klärwerkspersonal zu übergeben.
Gefordert ist ein zertifizierter Entsorgungsfachbetrieb gemäß § 56 KrWG. Die Vertragslaufzeit geht vom 01.01.2027 bis zum 31.12.2027. Das Angebot ist elektronisch über die Vergabeplattform der Stadt Kiel einzureichen, spätestens bis zum 22.10.2026 um 08:25 Uhr.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Zuschlagskriterium Preis; Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen. Werkstätten für Behinderte erhalten einen Bonus von 15 Prozent auf die Wertungssumme.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenTransport von Rohsickerwasser
Gegenstand: Abholung und Transport von Rohsickerwasser (Abfallschlüsselnummer 19 07 03) von der Deponie Schönwohld (24239 Achterwehr OT Schönwohld) zum Klärwerk Bülk der Stadtentwässerung Kiel (Bülker Huk, 24229 Strande).
Art der Leistung: Es handelt sich um eine Rahmenvereinbarung über ein Jahr. Die Rahmenmenge beträgt ca. 25.000 m³ pro Jahr (Erfahrungswert und zugleich Höchstmenge). Pro Tag dürfen maximal 120 m³ abgerufen werden. Die tatsächlichen Mengen sind witterungsabhängig und können schwanken.
Abholung, Beladung und Probenahme
Aufnahme: Das Rohsickerwasser ist aus einem Becken auf der Deponie aufzunehmen. Der Absaugstutzen liegt auf +29,00 m NN, die Beckensohle auf +23,35 m NN; der Anschluss am Becken ist ein Pilzanschluss DN 100. Am Fahrzeug muss eine eigene Pumpe vorhanden sein, mit der das Sickerwasser aufgenommen wird.
Rückstellproben: Von jeder Ladung ist eine Rückstellprobe von 1–2 Litern zu ziehen. Die Probengefäße werden vom Auftraggeber gestellt; die Proben sind dem Klärwerkspersonal zu übergeben.
Abruf und Fristen
Auftragserteilung: Der einzelne Abholauftrag wird schriftlich per Fax oder E-Mail durch das Deponiepersonal erteilt.
Abholfrist: Die Abholung muss innerhalb von 24 Stunden nach Versand des Auftrags erfolgen. Nach einer Mahnung gilt eine weitere Nachfrist von 24 Stunden (insgesamt 48 Stunden nach Auftrag).
Vertragslaufzeit: Vom 01.01.2027 bis zum 31.12.2027 (12 Monate). Die Vereinbarung endet außerdem, sobald die maximale Jahresmenge von 25.000 m³ erreicht ist.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenFachliche Eignung
Zertifizierung als Entsorgungsfachbetrieb: Der Bieter muss gemäß § 56 KrWG für die hier ausgeschriebenen Leistungen zertifiziert sein. Der Nachweis ist bereits mit dem Angebot einzureichen. Die Zertifizierung muss während der gesamten Vertragslaufzeit aufrechterhalten werden.
Fachkunde: Vergleichbare Leistungen müssen in den letzten drei Jahren ausgeführt worden sein (drei Referenzen mit Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme und Ausführungszeitraum).
Personelle Ausstattung: Die für die Auftragsdurchführung erforderlichen Beschäftigten müssen zur Verfügung stehen. Eine verantwortliche Projektleitung ist zu benennen.
Fahrzeugtechnik: Am Fahrzeug muss eine Pumpe vorhanden sein, mit der das Sickerwasser aus dem Becken aufgenommen werden kann.
Wirtschaftliche und rechtliche Eignung
Wirtschaftliche Leistungsfähigkeit: Der Bieter muss in den letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahren Umsatz mit vergleichbaren Leistungen erzielt haben. Die durchschnittliche Zahl der Beschäftigten in den letzten drei Jahren ist auf Verlangen nachzuweisen.
Zuverlässigkeit: Es dürfen keine Ausschlussgründe gemäß § 123 oder § 124 GWB vorliegen.
Steuern und Sozialversicherung: Die Verpflichtungen gegenüber dem Finanzamt und den Sozialversicherungsträgern müssen ordnungsgemäß erfüllt sein (Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamts auf Verlangen).
Insolvenzfreiheit: Es darf kein Insolvenzverfahren eröffnet oder beantragt sein und keine Liquidation stattfinden. Gegebenenfalls ist ein Insolvenzplan vorzulegen.
Berufsgenossenschaft: Die Mitgliedschaft in der zuständigen Berufsgenossenschaft ist auf Verlangen nachzuweisen.
Berufsregister: Soweit einschlägig, ist die Eintragung im Berufsregister nachzuweisen.
Sonstige Pflichten
Lenk- und Ruhezeiten: Die geltenden Vorschriften zu Lenk- und Ruhezeiten sind einzuhalten.
Mindestlohn und VGSH: Der Bieter verpflichtet sich zur Zahlung des Mindestlohns nach MiLoG (sowie ggf. höherer tariflicher Entgelte) und zur Einhaltung der Vertragsgestaltungshinweise Schleswig-Holstein (VGSH).
Register zum fairen Wettbewerb: Bei Auftragssummen ab 30.000 € wird nach dem Zuschlag ein Auszug aus dem Wettbewerbsregister beim Bundeskartellamt angefordert.
Vergleichbare Leistungen aus den letzten drei Jahren (Referenzen)
mit Ansprechpartner, Art der ausgeführten Leistung, Auftragssumme und Ausführungszeitraum; nur auf Verlangen der Vergabestelle vorzulegen
Wettbewerb & Angebotsprognose
Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer VergabenAuf einen Blick
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