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Transportverpackungs- und Umzugsleistung eines Depotraums des Museums für Europäische Kulturen

Stiftung Preußischer Kulturbesitz14195 Berlin, BerlinVeröffentlicht:
Angebotsfrist: noch 17 Tage

Zusammenfassung

Automatisch erstellt aus den Vergabeunterlagen

Um was es geht:

Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz sucht ein spezialisiertes Umzugsunternehmen, das einen Depotraum (Magazinraum 312c, ca. 248 m² im Dachgeschoss) des Museums für Europäische Kulturen in Berlin-Dahlem fachgerecht räumt. Dabei müssen rund 287.000 Sammlungsobjekte – darunter eine Foto- und Dokumentensammlung sowie Keramik-, Medien- und Holzobjekte – konservatorisch verpackt, transportiert und eingelagert werden. Die Liegenschaften werden vor Angebotsabgabe besichtigt (KW 34, 17.–19.08.2026, Pflicht).

Was Bieter wissen müssen:

Angebote müssen bis 02.09.2026 (10:00 Uhr) elektronisch über die Vergabeplattform DTVP eingehen.Das Depot ist als kontaminierter Bereich eingestuft (Biozide, PCB, Asbest u. a.) – Sachkunde nach DGUV 101-004/TRGS 524 ist zwingend.Es werden 3 Referenzen über vergleichbare Leistungen der letzten 10 Jahre verlangt, darunter mind. eine mit kontaminiertem Kulturgut.Bestimmte Versicherungssummen (u. a. 5 Mio. € Transporthaftpflicht für Kunst- und Kulturgüter) und ein Mindestjahresumsatz von 500.000 € sind nachzuweisen.Es werden zwingend Restaurator*innen (Papier/Foto und Objekte) mit Berufserfahrung benötigt.
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Zeitplan & Fristen

Aus den Vergabeunterlagen extrahiert
Noch 17 Tage bis zur Angebotsfrist — 02. September 2026
HEUTE
Termin / FristAUG2026SEPOKTNOVDEZJAN2027
Veröffentlichung13. Aug. 2026
Bieterfragen-Frist13. Aug. – 26. Aug. 2026
Ortsbesichtigung17. Aug. – 19. Aug. 2026
Angebotsfrist2. Sep. 2026
Meldefrist Personalca. 29. Sep. 2026
Bindefristca. 2. Sep. – 16. Sep. 2026
Ausführungsbeginnca. 5. Okt. 2026
Vertragslaufzeitca. 5. Okt. 2026 – 28. Feb. 2027bis 2027
Bezugsfertigkeit Zieldepot Friedrichshagenca. 1. Jan. – 31. Jan. 2027
vor Angebotsabgabenach Angebotsabgabegeschätzt

Zuschlagskriterien

Gewichtung laut Vergabeunterlagen
Richtwertmethode3 Kriterien
  • Organisationskonzept0.2%

    Darstellung des Organisationskonzepts für die Durchführung der Umzugsleistung: Organisationsstruktur, Eigenleistungstiefe, Maßnahmen bei Personal-/Ressourcenausfällen, Gefahrstoffmanagement, Abstimmung/Kommunikation mit AG, Qualitätssicherung bei Verpackung/Handling/Transport, Schadensvorgehen. Bewertet auf einer Skala von 0 bis 10.

  • Logistikkonzept0.5%

    Darstellung des Logistikkonzepts: Kennzeichnung/Standortverwaltung der Lagertechnik, Verpackung/Kennzeichnung der Transporteinheiten, Transportmittel und Verpackungsmaterialien, Ersatztransportmittel bei Havarie, Personalaufstockung im Notfall, technische Einrichtungen für großformatige/schwere Objekte, Schutz von Gebäuden/Infrastruktur. Bewertet auf einer Skala von 0 bis 10.

  • Ressourcen- und Materialkonzept0.3%

    Darstellung des Ressourcen- und Materialkonzepts: Anzahl paralleler Teams (Packteams, Auf-/Abbau, Handling, Dekontamination), Volumen Schränke/Exponate je Transporttag, Arbeitszeiten, Personaleinsatz (Projektleitung, Restaurierung, Objekttransport, Möbeltransport/Reinigung), Material- und Technikeinsatz. Bewertet auf einer Skala von 0 bis 10.

Einfache Richtwertmethode: Z = L / P (Leistungspunkte dividiert durch Preis)

KI-Hinweis: Alle Zuschlagskriterien mit Gewichtungen, Bewertungsmaßstäben und der Berechnungsmethode (einfache Richtwertmethode) sind vollständig dokumentiert.

Leistungsumfang

Aus den Vergabeunterlagen

Schutz- und Sicherheitsanforderungen

Das gesamte Depot ist als Schwarzbereich (kontaminierter Bereich) eingestuft.

Persönliche Schutzausrüstung (PSA) ist zwingend: Kombinationsfilter A-P3, Schutzanzug Kategorie III Typ 5/6, Korbbrille Kategorie 5, Nitrilhandschuhe.Es liegt ein Arbeits- und Sicherheitsplan (A+S-Plan) nach TRGS 524 / DGUV Regel 101-004 vor; der Auftragnehmer muss die darin festgelegten Schutzmaßnahmen einhalten.Vor Beginn ist eine eigene Gefährdungsbeurteilung zu erstellen, Betriebsanweisungen (in Deutsch und in der Landessprache der Mitarbeitenden) sind vorzulegen, Unterweisungsnachweise zu führen.Anzeige bei der zuständigen Berufsgenossenschaft ist erforderlich.Ein Bautagebuch, ein Arbeitszeiten- und Masken-Tragezeitnachweis sowie eine Geräteliste mit Prüfzertifikaten sind zu führen bzw. vorzulegen.Angetroffene Gefahrstoffe: DDT, Lindan, PCP, PCB, Benzo(a)pyren, TCPP, Phthalsäureanhydrid, Arsen(III)-oxyd, Quecksilber(II)-chlorid, Bleiweiß, Asbest. Bei rd. 70 Mediengeräten ist eine Asbestbelastung nicht auszuschließen – staubdichte Einhausung mit Silikagel ist erforderlich.

Transportvorbereitung und Verpackung

Fachgerechte, konservatorisch Transportverpackung aller Objekte nach musealen Standards.Verpackungsmaterial muss säurefrei, klimaschutzgeeignet und IPM-konform sein; inklusive Staubschutz allseitig, Polstermaterialien und Wetterschutz an Ladebereichen.Bei asbestverdächtigen Objekten: staubdichte Verpackung (Einhausung mit Silikagel).Dokumentation und Kennzeichnung sämtlicher Verpackungs- und Transporteinheiten.Pflege einer Standortverwaltung (laufende Listen mit Zuordnung der Objekte zu den Zwischen- und Ziellagern).

Durchführung der Transporte

Fachgerechter Transport in klimatisierten Fahrzeugen, mit erschütterungsarmer Ladungssicherung und speziellem Equipment (Hubwagen, Stapler, Hebebühnen, Transportgestelle).Einsatz geeigneter Sauggeräte der Staubklasse H sowie geprüfter elektrischer Anlagen und Geräte nach DGUV Vorschrift 3.Transportwege: aus dem Dachgeschoss-Depot (Im Winkel 8) über Foyer, Lastenaufzug und Treppenhaus zu den Auslagerungsstandorten.Beräumungsarbeiten vor Ort ab KW 43 2026 (2 Wochen nach Projektstart).

Umgang mit Lagertechnik, Reinigung und Entsorgung

Reinigung und Transport eines Teils der bestehenden Lagertechnik (z. B. Flügeltür-, Plan- und Registerschränke, DIA-Schränke) – inkl. Absaugen und feuchtem Abwischen.Fachgerechte Entsorgung der nicht mehr benötigten Lagertechnik (Schwerlastregale, Rolladenschränke, Holzwerkstoffschränke) gemäß Umweltrecht.Nach Entnahme der Objekte: Grundreinigung der Lagerungssysteme im Depotraum 312c.

Zeitliche und organisatorische Rahmenbedingungen

Ausführungszeitraum: Anfang Oktober 2026 (KW 41) bis Ende Februar 2027 (KW 08), ca. 20 Wochen.Arbeitszeiten: Mo–Fr 08:00–18:00 Uhr (Ausführungsorte 1 und 3), Mo–Fr 06:00–17:00 Uhr (Ausführungsort 4). Nach 17:00 bis 22:00 Uhr nur mit Genehmigung des Auftraggebers. Keine Arbeit an Feiertagen Berlin-Brandenburg sowie 24./31. Dezember.Für Endlagerttransporte ins Zieldepot: Anmeldung 6 Werktage im Voraus.Namentliche Anmeldung des eingesetzten Personals 5 Werktage vor Leistungsbeginn.Vertragsstrafe bei Verzug: 0,2 % der Brutto-Anrechnungssumme pro Werktag, maximal 5 %.Erstellung eines detaillierten Abnahmeprotokolls durch den Auftragnehmer.

Eignungskriterien

Geforderte Nachweise laut Vergabeunterlagen

Persönliche Lage / Ausschlussgründe

Es dürfen keine Ausschlussgründe vorliegen:

Keine Eintragung im Wettbewerbsregister; Bereitschaft zur Abgabe der SPK-Eigenerklärung Wettbewerbsregister.Keine Ausschlussgründe nach §§ 123, 124 GWB.Keine Verstöße gegen § 21 Arbeitnehmer-Entsendegesetz, § 98c Aufenthaltsgesetz, § 19 Mindestlohngesetz, § 21 Abs. 1 Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetz, § 22 Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz.

Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit

Mindestjahresumsatz: durchschnittlich 500.000 € pro Geschäftsjahr in den letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahren (im Tätigkeitsbereich des Auftrags).Betriebshaftpflichtversicherung: mindestens 2.000.000 € je Schadensereignis für Personen-/Sachschäden und mindestens 500.000 € für Vermögensschäden; Deckung je Schadensfall mindestens zweifach maximiert.Transporthaftpflicht-/Verkehrshaftungsversicherung: mindestens 5.000.000 € je Schadensereignis für Kunst- und Kulturgüter.Der Versicherungsschutz ist während der gesamten Vertragslaufzeit auf eigene Kosten aufrechtzuerhalten und nachzuweisen.

Qualitätsmanagement

Nachweis einer Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001 oder einer gleichwertigen Dokumentation des Qualitätsmanagementsystems.

Fachliche Eignung und Sachkunde

Nachweisbare Erfahrung im Transport sowie im fachgerechten Umgang mit Kunst- und Kulturgütern aus musealen Sammlungen.Erfahrung mit kontaminiertem Kulturgut muss vorhanden sein.Sachkundenachweis für Sicherheit und Gesundheitsschutz bei Arbeiten in kontaminierten Bereichen nach DGUV Regel 101-004 (Anhang 6A und 6B).Fachkunde für Schutzmaßnahmen nach TRGS 524 (Kapitel 2A und 2B).Erfahrung im Umgang mit Archivgut (Fotos, Dokumente, Grafik, Pläne/Plakate, Bücher) ist wünschenswert.

Referenzen

Vorlage von 3 Referenzen über vergleichbare Leistungen, nicht älter als 10 Jahre.Mindestens 1 Referenz vergleichbar mit Foto-/Dokumentensammlungen.Mindestens 1 Referenz vergleichbar mit Keramik-, Medien- und Holzobjekten.Mindestens 1 Referenz mit kontaminiertem Kunst- und Kulturgut (kann mit einer der anderen Referenzen kombiniert sein).Je Referenz sind Auftraggeber, Ansprechperson mit Kontaktdaten, Leistungszeitraum, kurze Leistungsbeschreibung, Auftragsvolumen (netto) und ggf. Unterauftragnehmer anzugeben.

Personal

Deutschkenntnisse: alle eingesetzten Mitarbeitenden mindestens B1; Restaurator*innen mindestens C1.Ausländische Beschäftigte nur mit gültiger Arbeitserlaubnis und Aufenthaltsgenehmigung.Benennung einer Projektleitung inkl. Stellvertretung als feste Ansprechpartner während der gesamten Vertragslaufzeit; je Be- und Entladestandort ein entscheidungsbefugter Teamleiter.Polizeiliche Führungszeugnisse für alle eingesetzten Mitarbeitenden.Absolutes Alkohol- und Drogenverbot während der gesamten Leistungserbringung.Einheitliche Arbeitskleidung.Zwingend beizubringen:Restaurator*in Foto-/Papier (Diplom/Master, mind. 1 Jahr Berufserfahrung, Erfahrung mit transportvorbereitenden Maßnahmen, Deutsch C1).Restaurator*in Objektrestaurierung (Diplom/Master, mind. 1 Jahr Berufserfahrung, Erfahrung mit transportvorbereitenden Maßnahmen, Deutsch C1).Beide Restaurator*innen müssen zudem Erfahrung im Umgang mit kontaminierten, schadstoffbelasteten Museumsobjekten nachweisen.

Technische Ausstattung und Nachunternehmer

Ausreichend großer Fuhrpark für Transporte im vorgegebenen Zeitraum; klimatisierte Fahrzeuge.Vorhandensein von Hubwagen, Stapler, Hebebühnen, Transportgestellen, Sauggeräten der Staubklasse H.Geprüfte elektrische Anlagen und Geräte nach DGUV Vorschrift 3.Einsatz von Nachunternehmern ist zulässig; sie müssen die gleichen Anforderungen erfüllen. Leistungsanteile und Nachunternehmer sind im Angebot zu benennen, Verpflichtungserklärungen sind vorzulegen oder auf Verlangen nachzureichen.

Sonstige Bedingungen

Verpflichtungserklärung zum Bundestariftreuegesetz (Tariftreue).Zwingende Teilnahme an der Pflicht-Ortsbesichtigung in KW 34 (17.–19.08.2026) als Voraussetzung für die Angebotsabgabe.Nebenangebote sind nicht zugelassen.
Referenzprojekte
1 ReferenzenZeitraum: nicht älter als 10 JahreVolumen: nicht spezifiziert

Mindestens 1 Referenz vergleichbar mit Sammlungsbereich A (Foto- und Dokumentensammlung: Fotoarchive, Dokumente, Grafik, Pläne/Plakate, Bücher)

Vergleichbare Leistung mit musealen Foto-/Archivbeständen; anzugeben mit Auftraggeber, Ansprechperson, Leistungszeitraum, Kurzbeschreibung, Auftragsvolumen

1 ReferenzenZeitraum: nicht älter als 10 JahreVolumen: nicht spezifiziert

Mindestens 1 Referenz vergleichbar mit Sammlungsbereich B (Keramik-, Medien- und Holzobjekte – dreidimensionale ethnologische/kunstgewerbliche Objekte)

Vergleichbare Leistung mit Objekten aus musealen Sammlungen; anzugeben mit Auftraggeber, Ansprechperson, Leistungszeitraum, Kurzbeschreibung, Auftragsvolumen

1 ReferenzenZeitraum: nicht älter als 10 JahreVolumen: nicht spezifiziert

Mindestens 1 Referenz mit kontaminiertem Kunst- und Kulturgut (kann mit einer der anderen Referenzen kombiniert sein)

Erfahrung im Umgang mit kontaminierten Museumsobjekten; kann mit Sammlungsbereichs-Referenz kombiniert werden

KI-Hinweis: Alle Eignungskriterien wurden per KI aus den Vergabeunterlagen extrahiert. Mit TendiGo prüfen Sie in wenigen Minuten, ob Ihr Unternehmen die Anforderungen erfüllt.

Wettbewerb & Angebotsprognose

Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer Vergaben
4–10Angebote erwartet
Median vergleichbarer Vergaben: rund 6 Angebote
Mittlere Konkurrenz
Wahrscheinliche Bieterzahl
1–3 · 27%4–10 · 45%11+ · 28%
Checkliste zur AngebotsabgabeKonkrete Schritte laut Vergabeunterlagen0 von 24 erledigt
Pflicht-Ortsbesichtigung
Eigenerklärungen und Eignungsnachweise
Konzepte und Leistungsnachweise
Hinweise zur Angebotsabgabe
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Auf einen Blick

Auftraggeber
Stiftung Preußischer Kulturbesitz
Ort
14195 Berlin, Berlin
Kategorie
Berlin
Veröffentlicht
Angebotsfrist

Erfüllungsort

Ort der Leistung
14195 Berlin
Berlin

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