Umsetzung GaFöG an der GS St. Johann - Zweigstelle Könen
Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Stadt Konz schreibt Planungsleistungen für die Technische Gebäudeausrüstung (TGA) nach § 55 HOAI, Leistungsphasen 1–9, aus. Gegenstand ist der Ganztagsausbau der Grundschule St. Johann / Zweigstelle Könen mit einem Mensaneubau (1. Bauabschnitt) und einer energetischen Sanierung des Bestands (2. Bauabschnitt) inklusive neuer zentraler Wärmeversorgung. Die Beauftragung erfolgt stufenweise: zuerst verbindlich die Leistungsphasen 1–5, optional später die Phasen 6–9.
Bieter müssen u.a. mindestens 3 vergleichbare Referenzprojekte nachweisen, eine Berufshaftpflichtversicherung mit definierten Mindestdeckungen belegen sowie verschiedene Eigenerklärungen (Tariftreue, Sanktionen, Schwarzarbeit, Ausschlussgründe) abgeben. Angebote werden elektronisch über die Vergabeplattform eingereicht.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Qualität (Projektumsetzung)45%
Darstellung der Projektorganisation, Terminkontrolle und Kostenkontrolle des Bieters anhand eines vergleichbaren Projekts (max. 10 DIN A4 Seiten). Bewertet wird die Qualität der zu erwartenden Projektumsetzung. (Aspekte: Projektorganisation, Terminkontrolle, Kostenkontrolle)
- Teamwertung15%
Auftragsbezogene Teambesetzung des Bieters: Zusammensetzung des Teams, Aufgabenverteilung, nachgewiesene Erfahrung und berufliche Werdegänge der Teammitglieder. (Aspekte: Teamzusammensetzung und Aufgabenverteilung, Erfahrung und Werdegänge der Teammitglieder)
- Honorarangebot40%
Gesamt-Honorarsumme inklusive Zeithonorar und Nebenkosten (netto) unter Berücksichtigung von Nachlässen + Umsatzsteuer. Niedrigstes Angebot erhält 15 Punkte, doppelter Wert = 0 Punkte, dazwischen lineare Interpolation.
Bewertung nach Schulnotensystem (Mainzer-Studien-Stufe). Punkte 0-15 je Kriterium, multipliziert mit Gewichtungsfaktor. Preisformel: y = 15 - (15 / (x3 - x1)) * (x2 - x1), wobei x1 = niedrigstes Honorarangebot, x2 = angegebenes Honorarangebot, x3 = doppeltes des niedrigsten Honorarangebots.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenGegenstand und rechtliche Grundlage
Gegenstand der Vergabe sind freiberufliche Planungsleistungen der Technischen Ausrüstung gemäß §§ 53, 55 HOAI in Verbindung mit Anlage 15.1 zu § 55 Abs. 3 HOAI für alle 8 Anlagengruppen. Die Beauftragung erfolgt im offenen Verfahren nach § 15 VgV (EU-weite Ausschreibung).
Leistungsphasen und Stufung
Zu erbringen sind die Leistungsphasen 1–9 nach § 55 HOAI.
Bauvorhaben und Bauabschnitte
Bauvorhaben ist die Umsetzung des Ganztagsförderungsgesetzes (GaFöG) an der Grundschule St. Johann – Zweigstelle Könen. Es ist eine strikte Trennung der Planungs- und Projektunterlagen nach Bauabschnitten erforderlich (Kostenberechnungen, Terminpläne, Dokumentationen), damit Förderfähigkeit und Prüffähigkeit gewahrt bleiben.
Anlagengruppen und technische Anforderungen
Zu planen sind die Anlagengruppen 1–8 der Technischen Ausrüstung (Abwasser-/Wasser-/Gasanlagen; Wärmeversorgungsanlagen; lufttechnische Anlagen; Starkstromanlagen; Fernmelde- und informationstechnische Anlagen; Förderanlagen; nutzungsspezifische und verfahrenstechnische Anlagen; Gebäudeautomation). Im Bestand wie im Neubau sind regenerative Energieträger nach GEG einzusetzen; die neue zentrale Wärmeversorgung soll beide Gebäude (Mensa und Bestand) versorgen. Wo technisch geeignet, ist eine Photovoltaikanlage auf den Dachflächen vorzusehen. Es ist Barrierefreiheit nach DIN 18041 in Verbindung mit der LBauO umzusetzen.
1. Bauabschnitt – Mensa und Funktionsflächen
Im 1. Bauabschnitt sind u.a. folgende Bereiche technisch zu planen: Mensa/Speiseraum (ca. 100 m², multifunktional), Ausgabeküche mit Lager und Kühlung (ca. 70–80 Essen täglich), zwei Betreuungsräume (ca. 60 m² und ca. 80 m²), Büro der Schulleitung, Elternsprech-/Arztzimmer, Sanitäranlagen, Technikräume sowie die zugehörigen Erschließungsflächen. Im 1. Bauabschnitt ist außerdem die neue zentrale Wärmeversorgungsanlage zu planen.
2. Bauabschnitt – Energetische Bestandssanierung
Im 2. Bauabschnitt sind die energetische Verbesserung des Bestandsgebäudes (Hülle und Haustechnik) und die Integration in das neue Wärmeerzeugungs- und Verteilungssystem zu planen. Betroffen sind die Anlagengruppen 1–8.
Wesentliche Planungstermine
Verbindlich: Fertigstellung der Planungsleistungen bis Entwurfsplanung (LPH 3) für beide Bauabschnitte bis 31.08.2027.
Verbindlich: Baulicher Abschluss 1. Bauabschnitt bis 31.12.2029, Abrechnung 1. Bauabschnitt bis 30.06.2030 (Vorgaben Förderrichtlinien Investitionsprogramm Ganztagsausbau).
Voraussichtliches Ende 2. Bauabschnitt: Ende 2033.
Detailterminpläne sind jeweils innerhalb von 3 Wochen nach Vertragsschluss bzw. Abruf der Leistungsstufe 2 vom Auftragnehmer aufzustellen und vom Auftraggeber freizugeben.
Besondere Leistungen und Honorar
Für Besondere Leistungen gemäß Anlage 15 zu § 55 HOAI sind im Angebot Stundensätze anzugeben. Die Vergütung erfolgt in Anlehnung an die HOAI.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenBerufliche Befähigung
Berechtigung zur Führung der Berufsbezeichnung 'Ingenieur' oder 'beratender Ingenieur' gemäß § 75 Abs. 2 VgV oder EU-Richtlinie 2005/36/EG. Juristische Personen, Partnerschaftsgesellschaften, KG und GbR sind zugelassen, sofern sie verantwortliche Berufsangehörige mit entsprechendem Qualifikationsnachweis benennen. Eigenerklärung zur unabhängigen freiberuflichen Leistungserbringung (§ 73 Abs. 3 VgV analog).
Ausschlussgründe
Eigenerklärung, dass keine zwingenden Ausschlussgründe nach § 123 GWB (z.B. Straftaten, schwere Steuer-/Sozialversicherungspflichtverletzungen) und keine fakultativen Ausschlussgründe nach § 124 GWB vorliegen; Selbstreinigung nach § 125 GWB bleibt vorbehalten. Eigenerklärung nach § 21 Abs. 1 SchwarzArbG (Schwarzarbeitsbekämpfung) auf Formblatt 251. Eigenerklärung zum 5. EU-Sanktionspaket gegen Russland auf Formblatt 254 (kein Fall von Art. 5k VO EU 833/2014 i.d.F. 2022/576).
Tariftreue und Mindestentgelt (LTTG)
Erklärungen nach § 4 Abs. 1 und Abs. 2 LTTG (Tariftreue und Mindestentgelt) auf den Formblättern 245 (Mustererklärungen 1 und 3). Gleiche Verpflichtungen sind für Nachunternehmer und Verleiher ab einem Auftragsvolumen von 10.000 € sicherzustellen.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit (Referenzen)
Nachweis von mindestens 3 Referenzprojekten aus dem Bereich Technische Ausrüstung gemäß § 55 HOAI, Projektabschluss (LPH 8 mit Abnahme) nach dem 01.01.2019. In der Gesamtheit der Referenzen müssen abgedeckt sein:
Einzureichen auf Formblatt 253 mit den dort geforderten Pflichtangaben je Projekt. In Bietergemeinschaften können die Referenzen auch von einem einzelnen Mitglied stammen.
Bietergemeinschaften und Eignungsleihe
Bietergemeinschaften sind zugelassen; jedes Mitglied hat sämtliche Nachweise zu erbringen, und es ist ein bevollmächtigter Vertreter mit gesamtschuldnerischer Haftung zu benennen. Die Eignungsleihe nach § 47 Abs. 1 VgV ist zulässig; in diesem Fall ist die tatsächliche Verfügbarkeit der Kapazitäten durch Verpflichtungserklärung nachzuweisen, und es dürfen keine Ausschlussgründe beim Drittunternehmen vorliegen.
Sprache und Form
Alle Erklärungen und Nachweise sind in deutscher Sprache einzureichen. Angebote sind elektronisch in Textform über die Vergabeplattform einzureichen. Nebenangebote sind nicht zugelassen und führen zum Ausschluss.
Mindestens 3 Referenzprojekte Technische Ausrüstung gem. § 55 HOAI; Projektabschluss (LPH 8 mit Abnahme) nach dem 01.01.2019
In der Gesamtheit der Referenzen abzudecken: (1) Sanierung/Umbau/Modernisierung Bestandsgebäude, (2) Neu-/An-/Erweiterungsbau, (3) öffentliche/soziale/Bildungs-/Betreuungs- oder vergleichbare Nutzung, (4) energetische Verbesserung Bestandsgebäude, (5) vergleichbare Größenordnung, (6) LPH 2–8 vollständig oder in wesentlichen Teilen. Einzureichen auf Formblatt 253 mit allen dort geforderten Pflichtangaben.
Wettbewerb & Angebotsprognose
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