Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Chemnitzer Verkehrs-AG (CVAG) vergibt eine Dienstleistungskonzession für den eigenverantwortlichen und eigenwirtschaftlichen Betrieb des Garagen-Campus in Chemnitz (Stadtteil Kappel, 09127 Chemnitz). Der Standort ist ein denkmalgeschützter Kultur-, Begegnungs- und Gemeinbedarfsort. Gesucht wird ein privater Betreiber oder eine Bewerbergemeinschaft, der/die den Standort organisiert, bewirtschaftet, vermarktet und mit kulturellen, sozialen und gemeinwohlorientierten Nutzungen bespielt – ohne Anschubfinanzierung durch die CVAG.
Das Verfahren ist ein Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb. Bewerber reichen zunächst einen Teilnahmeantrag ein; geeignete Bewerber werden zur Abgabe indikativer und finaler Angebote aufgefordert.
Wichtigste Termine:
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Pacht70%
Bewertet wird der angebotene Gesamtpachtzins über die Grundlaufzeit des Vertrags. Lineare Interpolation zwischen Mindestpachtzins (600.210 €) und Höchstwert (900.000 €). Angebote unter dem Mindestpachtzins werden ausgeschlossen. Gesamtpachtzins ab 900.000 € erhält volle 70 Bewertungspunkte.
- Qualität / Betriebskonzept30%
Betriebskonzept bestehend aus vier Teilkonzepten. Mindestens 10 von 30 GBP erforderlich, sonst Ausschluss. Zusätzlich muss mindestens eines der Teilkonzepte 2.1 oder 2.2 mit mindestens 2 BP bewertet sein.
Interpolationsformel für Pacht: Bewertungspunkte = 70 × (Gesamtpachtzins Angebot − 600.210 €) / (900.000 € − 600.210 €); ab Höchstwert wird der Höchstwert eingesetzt; kaufmännische Rundung auf 3 Nachkommastellen. Qualitative Kriterien: 4 BP = sehr gut, 3 BP = gut, 2 BP = befriedigend, 1 BP = ausreichend, 0 BP = unzureichend; keine Zwischenstufen. GBP = BP × Gewichtungsfaktor.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenBetrieb und Bewirtschaftung des Standorts
Der Betreiber übernimmt die eigenverantwortliche und eigenwirtschaftliche Betriebsführung des Garagen-Campus in Chemnitz (09127, Stadtteil Kappel). Dazu gehören:
Gemeinbedarfsauflage und Kontingente
Der Standort ist als Gemeinbedarfseinrichtung zu betreiben. Der Betreiber hat:
Jährlich bis zu 30 Kalendertage (auch aufteilbar) sind für Nutzungen der Konzessionsgeberin, des Garagen-Campus e.V., des Kulturamts der Stadt Chemnitz u.Ä. zu Sonderkonditionen freizuhalten.
Veranstaltungsformate und Kapazitäten
Der Campus muss unterschiedliche Veranstaltungsformate abdecken können. Aus den Vergabeunterlagen ergeben sich u.a.:
Für jedes Format sind u.a. Bestuhlung, Veranstaltungstechnik (Ton/Licht/AV), Sicherheits- und Rettungswegkonzepte, Brandschutz sowie Service- und Besucherführung vorzuhalten.
Betriebskonzept – vier Pflicht-Teilkonzepte
Das einzureichende Betriebskonzept muss vier Teilkonzepte enthalten:
1. Umsetzungskonzept – Betriebsorganisation, Erlös-/Kostenannahmen, Einnahmequellen, wirtschaftliche Tragfähigkeit, angebotene Pacht, Öffnungszeiten, Nutzungskoordination
2. Konzept zur Gemeinwohlorientierung – öffentliche Zugänglichkeit, Sozial-/Gemeinwohltarif, Buchungskontingente für privilegierte Nutzer, Dokumentation der Gemeinwohlanteile, Umgang mit Nutzungskonflikten
3. Organisationskonzept – Organisationsstruktur, Zuständigkeiten, Entscheidungs- und Eskalationswege, Schnittstellenmanagement, Ressourceneinsatz, Vertretungsregelungen, Erreichbarkeit
4. Konzept zum Wirken im Kultursektor – Netzwerkeinbindung, Vermarktungsstrategie, Programmkonzept, Kooperationen, Beitrag zur kulturellen Standortentwicklung
Bereitgestellte Unterlagen und Hinweise zur Kalkulation
Die CVAG stellt den Bietern folgende Unterlagen zur Verfügung:
Der Bieter hat eigenständig ein Belegungs-, Tarif- und Dokumentationssystem (zur Sicherstellung der Gemeinbedarfsauflage) sowie Nutzungsbedingungen und Verträge mit Drittnutzern vorzubereiten.
Was nicht zum Leistungsumfang gehört
Folgende Aufgaben verbleiben bei der CVAG und sind nicht vom Betreiber zu erbringen:
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenAusschlussgründe (M1)
Der Bewerber darf keine Ausschlussgründe nach §§ 123, 124 GWB aufweisen. Ebenfalls dürfen keine Verstöße gegen § 21 AEntG, § 98c AufenthG, § 19 MiLoG, § 21 SchwarzArbG oder § 22 LkSG vorliegen. Der Nachweis erfolgt durch Eigenerklärung (Anlage A04).
Berufsausübung (M2)
Befähigung und Berechtigung zur Berufsausübung. Bei juristischen Personen: Angabe von Namen und beruflicher Qualifikation der für die Leistungserbringung verantwortlichen Personen. Sofern einschlägig: Handelsregister-Nachweis.
Wirtschaftliche Leistungsfähigkeit (M3)
Durchschnittlicher jährlicher Netto-Umsatz aus vergleichbaren Leistungen von mindestens EUR 240.000 in den letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahren. Vergleichbar sind Leistungen aus dem Betrieb von Parkierungs-, Veranstaltungs- oder vergleichbaren Multifunktionsimmobilien.
Bei Bewerbergemeinschaften können Umsätze addiert werden; ein Nachweis über Kapazitäten anderer Unternehmen ist nach § 47 VgV möglich.
Haftpflichtversicherung (M4)
Bestehen oder im Auftragsfall vor Vertragsbeginn abzuschließende Berufs- oder Betriebshaftpflichtversicherung mit branchenüblichen, dem Betriebsrisiko angemessenen Deckungssummen für Personen-, Sach- und Vermögensschäden.
Referenzen (M5)
Mindestens eine vergleichbare Referenz (max. 5 möglich). Vergleichbarkeit misst sich an:
Die Referenz darf nicht älter als 10 Jahre sein und muss mindestens 2 Jahre Regelbetrieb eines öffentlich zugänglichen Kultur-, Veranstaltungs- oder Begegnungsortes nachweisen.
Auswahlverfahren bei mehr als 5 geeigneten Bewerbern
Sind mehr als 5 Bewerber geeignet, erfolgt eine referenzbasierte Reduzierung auf die 5 bestplatzierten Bewerber anhand der Eignungsbewertungsmatrix (Anlage A05). Bewertet werden je Referenz (max. 100 Punkte, max. 500 gesamt):
Bei Punktgleichstand entscheidet die höchste Punktzahl im Bereich Eigenwirtschaftlicher Betrieb, danach Öffentliche Zugänglichkeit / Gemeinbedarfsorientierung.
Mindestpacht als Eignungsanforderung
Bieter müssen die vorgegebene Mindestpacht von EUR 10.530 netto/kalt pro Monat anbieten können. Andernfalls erfolgt ein Ausschluss vom Verfahren. Die CVAG behält sich vor, die Höhe der Mindestpacht in der Angebotsphase noch anzupassen.
Mindestens 1 vergleichbare Referenz über den Betrieb eines öffentlich zugänglichen Kultur-, Veranstaltungs- oder Begegnungsortes mit mind. 2 Jahren Regelbetrieb
Nähe zum Auftragsgegenstand, Auftragsumfang, Laufzeit, Art des Auftraggebers/Betriebsmodells, Veranstaltungsmanagement, Flächenvermarktung/Belegungssteuerung, Objektbetreuung/Instandhaltung, öffentliche Zugänglichkeit/Gemeinbedarfsorientierung, eigenwirtschaftlicher Betrieb, Bar-/Gastronomiebetrieb; Nachweis über Eigenerklärung, Vertrag, Bewilligungsbescheid, Auftraggeberbestätigung oder Jahresabschluss; pro Referenz max. 2 DIN-A4-Seiten Beschreibung (Arial 10)