VgV_Bauhof Wiesenbach_Auswahlphase
Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Gemeinde Wiesenbach (Landkreis Rhein-Neckar-Kreis) schreibt Generalplanerleistungen für den Neubau eines kommunalen Bauhofs in einem Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb (§ 17 VgV) aus.
Der Bauhof soll mehrere dezentrale Standorte zusammenführen und wird als eingeschossiges Betriebsgebäude (ca. 40 × 15 m) mit Büro-/Sozialtrakt, Werkstätten, Lagern, Fahrzeughalle (5 Stellplätze), offener Lagerhalle sowie Außenanlagen (Verkehrs-, Rangier- und Parkflächen) geplant. Geschätzte Baukosten KG 300–500: ca. 5,26 Mio. € brutto.
Wichtige Termine:
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Zusammensetzung und Erfahrung des vorgesehenen Projektteams25%
Struktur/Qualifikation des Projektteams insgesamt, personenspezifische Qualifikation/Erfahrung mit vergleichbaren Projekten der Projektleitung und der Bauleitung (0-5 Punkte je Unterkriterium, Wichtung: 1.1=5, 1.2=10, 1.3=10)
- Projektumsetzung10%
Darstellung der Kostenermittlung, -kontrolle und des Qualitäts- und Nachtragsmanagements (2.1, 0-5 Pkt., Wichtung 5) sowie Darstellung und Plausibilität des Grobterminplans inkl. Personalverfügbarkeit unter Bezug zum vorgegebenen Durchführungszeitraum (2.2, 0-5 Pkt., Wichtung 5)
- Honorarparameter20%
Gesamthonorarangebot Generalplanungsleistungen mit Objekt- und Fachplanungsleistungen. Bewertung: 5 Punkte für niedrigstes Honorar, 0 Punkte ab 2,0-fachem der niedrigsten Honorarsumme, lineare Interpolation dazwischen.
- Lösungsvorschlag45%
Herangehens- und Arbeitsweise (4.1), Qualität und Umfang des vorgelegten Lösungsvorschlags, Bezug zur gestellten Aufgabe, Angemessenheit und Qualität des Konzeptes (4.2), Plausibilität des Konzeptes hinsichtlich Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit (4.3). Jeweils 0-5 Punkte, Wichtung je 15.
Bewertung mit 0-5 Punkten je Unterkriterium durch Vergabegremium (in 0,5-Schritten), arithmetisches Mittel der Noten, gewichtet mit den Wichtungsfaktoren. Honorarparameter: 5 Punkte für niedrigstes geprüftes Honorar, 0 Punkte für fiktives Angebot mit 2,0-fachem der niedrigsten Honorarsumme, lineare Interpolation dazwischen (bis 2 Stellen nach dem Komma).
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenGegenstand und Projektziel
Es werden Generalplanerleistungen für den Neubau eines kommunalen Bauhofs der Gemeinde Wiesenbach (Landkreis Rhein-Neckar-Kreis, PLZ 69257, Baden-Württemberg) vergeben. Geplant ist ein eingeschossiges Betriebsgebäude (ca. 40 × 15 m) in L-förmiger Anordnung, das die bisher auf mehrere Standorte verteilten Flächen (u. a. Bürgerhaus, Garagen, Friedhofskapelle) zusammenführt. Geschätzte Baukosten KG 300–500: ca. 5,26 Mio. EUR brutto (Stand Q1 2026).
Es handelt sich um ein Gesamtpaket ohne Losaufteilung – alle Leistungsbereiche (Architektur, Freianlagen, Ingenieurbauwerke, Verkehrsanlagen, Tragwerk, HLS und Elektro) müssen gemeinsam angeboten werden.
Leistungsphasen und Stufen
Die Beauftragung erfolgt stufenweise; eine Bauabschnittsbildung ist nicht vorgesehen.
Die Leistungen umfassen jeweils die Grundleistungen nach HOAI sowie teilweise Besondere Leistungen (z. B. örtliche Bauüberwachung, Mitwirken bei Abnahmen, Rechnungsprüfung, Überwachen der Mängelbeseitigung, Nachweis konstruktiver Brandschutz, Erdbebennachweis, ingenieurtechnische Kontrolle der Ausführung, gewerkeübergreifende Brandfallsteuermatrix).
Einzelne Leistungsbereiche
Folgende Leistungsbereiche sind im Generalplanerauftrag gebündelt (jeweils mit den anrechenbaren Kosten netto):
Generalplanerzuschlag und Nebenkosten
Beide Pauschalen werden mit dem Honorarangebot angeboten.
Raumprogramm (Funktions- und Flächenbedarf)
Das Raumprogramm umfasst folgende Bereiche (Summenfläche ca. 854 m² netto, zzgl. Außenflächen):
Nicht im Generalplanerauftrag (separat vergeben)
Folgende Fachleistungen sind nicht Bestandteil des Generalplanerauftrags und werden separat vergeben:
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenFormale Zulassungskriterien (Auswahlphase)
Für die Zulassung zum Verfahren müssen folgende formale Voraussetzungen erfüllt sein – bei Nichterfüllung erfolgt ein Ausschluss:
Befähigung zur Berufsausübung
Berufsbezeichnung ist im Teilnahmeantrag anzugeben. Diplom-/Kammernachweise sind nicht einzureichen (können aber nachgefordert werden).
Ausschlussgründe (§§ 123, 124 GWB)
Zwingende Ausschlussgründe (§ 123 GWB) sind u. a. einschlägige Verurteilungen wegen:
Fakultative Ausschlussgründe (§ 124 GWB) umfassen u. a.:
Selbstreinigung nach § 125 GWB ist möglich (Schadenswiedergutmachung, Aufklärung, Präventionsmaßnahmen). Eignungsleihe ist zulässig.
Technische Leistungsfähigkeit – Personelle Mittel
Gefordert wird die durchschnittliche Anzahl fachtechnisch qualifizierter Mitarbeiter/innen (Berufsträger) der letzten 3 Geschäftsjahre (2023, 2024, 2025) je Leistungsbereich:
Punktierung: ≤ 2–3 BT = 1 Pkt.; 4–5 BT = 3–4 Pkt.; > 5 BT = 4–5 Pkt.
Berufliche Leistungsfähigkeit – Referenzen
Es sind pro Leistungsbereich A bis F jeweils 2 Referenzprojekte (insgesamt 24 Projekte) auf den Referenzblättern A2.1, A2.2, B2.1, B2.2, C2.1, C2.2, D2.1, D2.2, E2.1, E2.2, F2.1, F2.2 einzureichen. Pro Kategorie gilt:
Alle geforderten Kriterien müssen erfüllt sein – keine Teilpunkte. Übergabe-/Abschluss-Termin muss zwischen 01.09.2016 und 31.08.2026 liegen.
Auswahl: Die 4 punktbesten Bewerber werden zur Vergabephase eingeladen (mindestens und maximal 4).
Wirtschaftliche Eignung – Berufshaftpflichtversicherung
Nachweis einer Berufshaftpflichtversicherung mit folgenden Mindest-Deckungssummen:
Der Nachweis ist spätestens zum Verhandlungsgespräch vorzulegen.
Weitere Verpflichtungen und Eignungsanforderungen
Bewerber müssen sich verpflichten zur:
Auf gesonderte Anforderung ist vor Auftragserteilung die Einheitliche Europäische Eigenerklärung (EEE/ESPD) in vollelektronischer Form einzureichen.
Zuschlagskriterien (Vergabephase)
Die Auswahl in der Vergabephase erfolgt nach Qualität (kein reines Preisgebot); Gewichtung insgesamt 100 % = max. 500 Punkte:
Gebäudeplanung gem. § 34 HOAI (Neubau Bauhof/Werkhof) – Projekt 1
Selbst erbrachte LPH 1–8 nach § 34 HOAI, mind. 5 aufeinanderfolgende LPH; Bauherr/Auftraggeber ist zu benennen.
Gebäudeplanung gem. § 34 HOAI (Neubau Nicht-Wohngebäude öffentlicher Auftraggeber) – Projekt 2
Selbst erbrachte LPH 1–8 nach § 34 HOAI, mind. 5 aufeinanderfolgende LPH; öffentlicher Auftraggeber (auch kirchliche Träger).
Tragwerksplanung gem. § 51 HOAI (Neubau Bauhof/Werkhof)
Mind. 4 aufeinanderfolgende LPH 1–6 nach § 51 HOAI; selbst erbracht.
Tragwerksplanung gem. § 51 HOAI (Neubau/Umbau Nicht-Wohngebäude öffentlicher Auftraggeber)
Mind. 4 aufeinanderfolgende LPH 1–6 nach § 51 HOAI; selbst erbracht.
Technische Ausrüstung HLS gem. § 55 HOAI (Anlagengruppen 1–3) – Bauhof/Werkhof
Mind. 5 aufeinanderfolgende LPH 1–8 nach § 55 HOAI (LPH 4 darf übersprungen werden); selbst erbracht.
Technische Ausrüstung HLS gem. § 55 HOAI – Nicht-Wohngebäude öffentlicher Auftraggeber
Mind. 5 aufeinanderfolgende LPH 1–8 (LPH 4 darf übersprungen); selbst erbracht.
Technische Ausrüstung Elektro gem. § 55 HOAI (Anlagengruppen 4, 5, 7, 8) – Bauhof/Werkhof
Mind. 5 aufeinanderfolgende LPH 1–8 (LPH 4 darf übersprungen werden); selbst erbracht.
Technische Ausrüstung Elektro gem. § 55 HOAI – Nicht-Wohngebäude öffentlicher Auftraggeber
Mind. 5 aufeinanderfolgende LPH 1–8 (LPH 4 darf übersprungen); selbst erbracht.
Verkehrsanlagen gem. § 47 HOAI – Bauhof/Werkhof
Selbst erbrachte LPH 1–8 nach § 47(1) HOAI, mind. 5 aufeinanderfolgende LPH.
Verkehrsanlagen gem. § 47 HOAI – Nicht-Wohngebäude öffentlicher Auftraggeber
Mind. 5 aufeinanderfolgende LPH 1–8 nach § 47(1) HOAI; selbst erbracht.
Ingenieurbauwerke gem. § 43 HOAI – Bauwerke/Anlagen für Abwasserentsorgung (§ 41 Ziff. 2 HOAI)
Selbst erbrachte LPH 1–8 nach § 43(1) HOAI, mind. 5 aufeinanderfolgende LPH.
Wettbewerb & Angebotsprognose
Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer VergabenAuf einen Blick
Erfüllungsort
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