Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Stadtwerke Schwabach vergeben die Lieferung, Montage und Inbetriebnahme der hydraulischen Ausrüstung für das neue Wasserwerk Heidenberg nahe Obermainbach.
Der Auftrag umfasst unter anderem Trinkwasserleitungen aus Edelstahl und PE, Armaturen, Förder- und Spülpumpen, Belüftungs- und UV-Desinfektionstechnik, Behälter sowie sanitäre und Entwässerungseinrichtungen. Die Arbeiten laufen vom 1. März bis 30. September 2027. Anschließend sind ein mindestens dreiwöchiger Probebetrieb, analytische Nachweise, die Einweisung des Betriebspersonals und eine vollständige Anlagendokumentation vorgesehen.
Das Angebot muss bis 8. Oktober 2026 um 10:00 Uhr ausschließlich elektronisch über die Deutsche eVergabe eingereicht werden. Nebenangebote sind nicht zugelassen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel und Instandhaltungsangeboten.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenBaustelleneinrichtung und Ausführungsunterlagen
Baustelle einrichten, für die Bauzeit vorhalten und anschließend räumen. Dazu gehören Sanitäreinrichtung, Baustrom- und Wasseranschluss, Gerüstbau sowie Baustellenbeleuchtung.
Für die Ausführung sind unter anderem ein Baustelleneinrichtungsplan, Leitungs- und Montagepläne, ein Mess-/Steuer-/Regelungsschema, eine Funktionsbeschreibung, Messstellen-, Aggregate- und Armaturenlisten, statische Nachweise sowie ein Inbetriebnahmeplan zu erstellen und abzustimmen.
Rohrleitungen und Armaturen
Lieferung und Montage von rund 281 m Edelstahlrohrleitungen V4A, DN 50 bis 400, einschließlich Formstücken, Flanschen, Schweißverbindungen, Rohrkupplungen und elektrolytischen Trennungen. Zusätzlich sind rund 15 m PE-Leitungen DA 90 bis 110, rund 105 m Edelstahl-Kleinleitungen von 1/2 bis 2 Zoll und rund 85 m Abwasserleitungen HT-PP DN 50 bis 100 vorgesehen.
Die Luftversorgung umfasst rund 131 m Edelstahlleitungen V2A, DN 50 bis 250, mit Armaturen und vier Luftfiltereinheiten. Zu liefern und zu montieren sind außerdem Absperrklappen, Regelventile mit Antrieben, Be- und Entlüftungsventile, Rückflussverhinderer, Rückschlagklappen, MIDs, Kompensatoren und weitere erforderliche Armaturen.
Pumpen und Wasseraufbereitung
Drei Reinwasser- oder Förderpumpen für 35 l/s bei rund 45 m Förderhöhe, zwei Spülpumpen für 5 bis 10 l/s bei rund 5 m Förderhöhe sowie eine Kellerentwässerungspumpe liefern, montieren, ausrichten und in Betrieb nehmen.
Weiterhin sind zwei Flachbettbelüfter zur physikalischen Entsäuerung, vier Seitenkanalverdichter für die Belüftung und eine UV-Desinfektionsanlage mit einem Durchsatz von mindestens 70 l/s vorgesehen. Die Aufbereitung umfasst außerdem die GEH-Adsorption mit Filterdüsen und 25 m³ granuliertem Eisen(III)hydroxid sowie erforderliche Dichtheitsprüfungen und die hydraulische Inbetriebnahme.
Behälter, Sanitär und Entwässerung
Zu liefern und einzubauen sind ein PE-Auffangbehälter mit 1.000 l Inhalt und Auffangwanne, ein Entwässerungscontainer mit 25 m³ Inhalt sowie die zugehörigen Leitungen, Absperrklappen und Entleerungseinrichtungen. Für die sanitäre Einrichtung sind ein Waschtisch, ein Wandtiefspülklosett, ein Urinal, ein Klein-Durchlauferhitzer und die erforderlichen Trinkwasser- und Abwasserleitungen vorgesehen.
Prüfung, Inbetriebnahme und Dokumentation
Nach Montage sind Sichtprüfungen, Druck- und Dichtheitsprüfungen, Spülung und Desinfektion der trinkwasserberührten Anlagenteile durchzuführen. Die gesamte Anlage ist in Betrieb zu nehmen.
Der Probebetrieb muss mindestens drei Wochen dauern. Während des Probebetriebs sind analytische Nachweise zur Trinkwasserqualität zu erbringen; die Unterlagen nennen je nach Abschnitt zwei beziehungsweise drei Analysen. Das Betriebspersonal ist einzuweisen. Zum Abschluss sind unter anderem Betriebsanleitungen, Bestands- und R&I-Pläne, MSR-Unterlagen, Stücklisten, Prüfprotokolle, Werkszeugnisse, Ersatzteilkataloge und Abrechnungszeichnungen zu übergeben.
Wartungsangebot und Stundenlohnarbeiten
Als Bedarfsposition ist ein Wartungsvertrag nach DIN 31051 mit einer Laufzeit von vier Jahren ab dem der Abnahme folgenden Tag vorgesehen. Er umfasst Wartung, Inspektion, kleine Instandsetzungen und die Beseitigung von Störungen an den technischen Anlagen. Der Bieter muss dafür das Vertragsmuster, den Leistungskatalog und die jährliche Vergütung ausfüllen.
Für zusätzliche Arbeiten sind Stundenlohnpositionen für Obermonteur, Monteur, Helfer sowie Transporter, Elektrohammer, Winkelschleifer, Schweißbrenner und WIG-Schweißgerät vorzusehen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenFachkunde und technische Qualifikation
Für Stahlbau- und Schweißarbeiten werden eine Zertifizierung nach DIN EN 1090-1, Schweißerqualifikationen nach EN ISO 9606-1 und gegebenenfalls eine Werkstattzertifizierung nach DIN EN ISO 3834 gefordert. Für Arbeiten an PE-Rohren wird fachkundiges Personal mit Schweißerprüfung nach DVS 2212 Teil 1 verlangt.
Alle mit Trink- oder Grundwasser in Kontakt kommenden Materialien, einschließlich Rohren, Armaturen, Dichtungen, UV-Anlage und Filtermaterial, müssen die geforderten trinkwasserbezogenen Eignungs- und Zulassungsanforderungen erfüllen. Genannt werden DVGW W 270, KTW und für Kunststoffrohre zusätzlich RAL- und DVGW-Anforderungen.
Leistungsfähigkeit und Ausführungserfahrung
Der Bieter muss die Leistungsfähigkeit für die Errichtung und Inbetriebnahme der geforderten Wasserwerks- und Wasseraufbereitungstechnik nachweisen. Die Unterlagen nennen Erfahrung bei Wasserwerks- oder Wasseraufbereitungsanlagen als erforderliche Fachkunde, enthalten aber keine weitergehenden quantitativen Anforderungen an Referenzen, Umsatz oder Personalstärke.
Technische und hygienische Anforderungen
Die Ausführung muss den Anforderungen des Wasserschutzgebiets, der Trinkwasserversorgung und der einschlägigen technischen Regelwerke entsprechen. Genannt werden unter anderem DVGW-Arbeitsblätter, DIN-Normen, VOB/C sowie Anforderungen an die Wasserqualität mit einer Calcitlösekapazität von höchstens 5 mg/l und einem pH-Wert von mindestens 7,8.
Bakteriologische Untersuchungen und Proben müssen durch ein akkreditiertes Institut durchgeführt werden. Für die trinkwasserberührten Anlagen sind die erforderlichen hygienischen und trinkwasserrechtlichen Nachweise vorzulegen.
Nachunternehmer und Arbeitsschutz
Beabsichtigte Nachunternehmer sind mit Name, Anschrift und Leistungsumfang zu benennen. Gewerbliche Voraussetzungen, zum Beispiel durch eine IHK-Bescheinigung, sowie ein Berufsgenossenschaftsnachweis sind vorzulegen. Bei einer Eignungsleihe sind das Unternehmen, der gesetzliche Vertreter, die Kontaktdaten und die daraus abgeleitete Eignung zu benennen.
Vor Beginn der Bauarbeiten sind der Aufsichtsführende, die Fachkraft für Arbeitssicherheit, der Sicherheitsbeauftragte und Ersthelfer zu benennen. Erforderlich sind außerdem die Gefährdungsbeurteilung und die Unterweisung des eigenen Personals.
Sprache und Angebotsform
Angebot und Nachweise sind in deutscher Sprache einzureichen. Fremdsprachige Bescheinigungen benötigen eine deutsche Übersetzung. Das Angebot ist ausschließlich elektronisch in Textform über die Deutsche eVergabe einzureichen.
Es sind die vorgegebenen Vordrucke zu verwenden. Nebenangebote sind nicht zugelassen. Alle geforderten Nachweise und Erklärungen müssen vollständig beigefügt werden, da ansonsten die Gefahr des Ausschlusses besteht.