Windachspeicher, Umbau HWE u. Dichtung Dammflanke
Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenÖffentliche Ausschreibung des Wasserwirtschaftsamts Weilheim für Bauarbeiten am Windachspeicher bei Finning (Landkreis Landsberg am Lech).
Drei große Arbeitspakete sind zu erbringen:
Die Arbeiten sind witterungsabhängig und müssen unter Hochwasserrisiko durchgeführt werden. Ein Baukonzept inkl. Fangedamm-Beschreibung ist Pflichtbestandteil des Angebots. Angebotsfrist ist der 21.10.2026 um 09:00 Uhr, Bauzeitraum vom 30.11.2026 bis 30.11.2027. Vergabenummer 26-415-T-10-01.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung preislich günstigerer Grund- oder Wahlpositionen, ggf. monetarisierter Zuschlagskriterien sowie eines eventuellen Nachlasses ohne Bedingungen.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenBaustelleneinrichtung und Vorbereitung
Allgemeine Baustelleneinrichtung, Winterbaueinrichtung für Injektions- und Betonarbeiten bis -5 °C, Bürocontainer 42 m² für Bauleitung/Auftraggeber, Hochwasserrisiko-Vorhaltung, Stillstandskosten (>5 Tage), Winter-/Sommerfestmachung, Bauzaun und Schutzzaun. Verkehrssicherung der Arbeitsstellen mit 170 Tagen Vorhaltung, tägliche 2-fache Kontrolle (Wochenende 1-fach), Unterhaltung der Verkehrsflächen. Baustellenschild/-tafel (3,00 x 1,61 m sowie 3 x 3,00 x 0,30 m), Fangedammkonstruktion, provisorischer Hochwasserschutz (48 h Reaktionszeit nach Aufforderung WWA), Höhenfestpunkt. Erkundungssuchschlitze bis 2,0 m Tiefe für Spartenfreilegung, Beweissicherung (Verkehrsflächen, Betriebsauslass, mind. 2 Wochen Vorlauf und Zufahrt zum Einlaufbereich), Spartenerkundung, Vermessung und Abrechnung. Baufeldfreimachung inkl. Rodungsarbeiten (Vegetationssoden, Oberboden, Hecken, Wurzelstöcke), Rückbau Messstelle, Schilder, Schranke, Entsorgung Boden Z0/BM-0, Asphalt, Beton, Gussasphalt, Stahlwasserbau und Hydrauliköl.
Umbau Hochwasserentlastungsanlage (HWE)
Erdarbeiten Baugrube bis 1,25 m. Abbruch Geländer, Antriebshäuschen, Gussasphalt, Deckenplatte, Wehrboden und Fischbauchklappe. Hochdruckwasserstrahl-Arbeiten (HDWS) zum Freilegen der Bewehrung an Betonanschlussflächen, Anheftungen und Rückstände vor Betonage entfernen. Stahlbetonbau mit Anschlussbewehrungen, Beton C20/25, C25/30 und C30/37 (XC4, XF1, WF). Neue Wehrschwelle als WES-Profil (10 m Breite, Kote 630,30 m NN, Sichtbetonklasse 2, Oberflächenanforderungen T3, P3, E3, AF4), Erhöhung Seitenwände und Rückwand auf Kote 632,70 m NN, Verlängerung HWS-Mauer auf Spundwand, Verfüllung Antriebsschacht, alle sichtbaren Kanten mit Dreikantleisten gebrochen. Ausstattung mit Stahlgeländer (Füllstabgeländer nach RiZ-ING Gel 4) und Rohrgeländer (RiZ-ING Gel 7), Schranke, Pflasterarbeiten in Naturstein.
Instandsetzung Dichtungssystem (Injektionsschleier)
Dreireihiger Injektionsschleier an der rechten Dammflanke. Vorarbeiten: Kernbohrungen durch Beton und Asphalt, Auffahrtsrampe für Injektionen. Allgemeine Injektionsarbeiten: Geräteeinsatz Bohr- und Injektionsarbeiten, Injektionskonzept, Stillstand, Bohrhindernisbeseitigung, Böschungssicherung. Injektionsbohrungen vertikal und geneigt bis 25° Neigung, bis 17,5 m Tiefe. Manschettenrohrinjektionen vertikal und geneigt (bis 25°, 17,5 m). Verpressmaterialien: Zement, Feinstbindemittel, Bentonit, Bindemittelsuspensionen in unterschiedlichen W/B-Werten. Erfolgskontrolle über Auffüllversuche, Kontrollbrunnen/Pumpversuch, WD-Tests. Ausführung nach DIN EN 12715 und DWA-M 506.
Drainage und Betriebswege
Drainageleitung PE-HD DN 400 mit Gesamtlänge ca. 106 m, Tiefen 1,36–2,36 m, Sohlgefälle zwischen 1,0 % und 4,7 %, mit Suchgraben und Schächten S01–S06 sowie Entwässerungsschächten DN 1000. Raubettrinne/Furt mit Wasserbausteinen und Beton. Rückbau und Asphaltabbruch der Betriebswege. Wegebau Kronenweg und Betriebswege mit zweilagigem Asphaltaufbau: 4 cm AC 11 D N + 12 cm AC 32 T N auf 47 cm Frostschutzkies. Pflasterarbeiten mit Natursteinauskleidung des offenen Gerinnes und Granitgroßsteinpflaster.
Mengengerüst (aus Bekanntmachung)
Injektionsbohrungen 2.480 m, Injektion Zementsuspension 1.320 m³, Abbruch Stahlbeton 110 m³, Neubau Stahlbeton 85 m³ (Stahl 8 to), Asphaltabbruch 420 m², Asphaltarbeiten 520 m², Abbruch Stahlwasserbau 20 to.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenEignungsnachweise – Präqualifikation oder Eigenerklärung
Präqualifizierte Unternehmen weisen ihre Eignung durch die PQ-Nummer im Präqualifikationsverzeichnis (Verein für Präqualifikation von Bauunternehmen e.V.) nach. Nicht präqualifizierte Unternehmen müssen das vollständig ausgefüllte Formblatt 124 (Eigenerklärung zur Eignung) beifügen. Nachunternehmer müssen ebenfalls präqualifiziert sein oder auf gesondertes Verlangen gleichwertige Eigenerklärungen abgeben.
Ausschlussgründe und Zuverlässigkeit
Kein Insolvenzverfahren oder Liquidation (bzw. bestätigter Insolvenzplan), keine schwere Verfehlung, keine Eintragungen im Wettbewerbsregister (Abfrage durch Auftraggeber ab 50.000 € netto Auftragssumme).
Steuern, Abgaben, Sozialversicherung
Ordentliche Erfüllung der Zahlungspflichten. Auf Verlangen: Unbedenklichkeitsbescheinigungen der tariflichen Sozialkasse, des Finanzamts/Bescheinigung in Steuersachen, Freistellungsbescheinigung nach § 48b EStG.
Registereintragung
Eintragung im Handelsregister und/oder Handwerksrolle und/oder IHK – soweit eine Pflicht besteht.
Berufsgenossenschaft
Mitgliedschaft in der Berufsgenossenschaft; auf Verlangen qualifizierte Unbedenklichkeitsbescheinigung mit ausgewiesenen Lohnsummen.
Leistungsfähigkeit – Personal und Umsatz
Verfügbarkeit der erforderlichen Arbeitskräfte; auf Verlangen jahresdurchschnittliche Beschäftigtenzahl der letzten 3 Jahre, gegliedert nach Lohngruppen, einschließlich technischem Leitungspersonal. Umsatz der letzten 3 Geschäftsjahre für vergleichbare Bauleistungen.
Fachkunde und Referenzen
Angaben zur Fachkunde gemäß § 6a Abs. 3 VOB/A. Bei Angebot in engerer Wahl: 3 Referenznachweise über vergleichbare Leistungen aus den letzten 5 Kalenderjahren (Spezialtiefbau/Injektionsarbeiten, Stahlbetonbau, Wasserbau – möglichst Speicher/Talsperren/Dämme) inkl. Auftragssumme, Ausführungszeitraum, Leistungsumfang mit Mengenangaben, Arbeitnehmerzahl, besonderen technischen/gerätespezifischen Anforderungen, Art der Baumaßnahme und vertraglicher Bindung.
Besondere Qualifikationen (Formblatt 216)
Qualifikation des/der Verantwortlichen für die Verkehrssicherung (MVAS oder gleichwertig), Qualifikation Fachkraft Fahrbahnmarkierung, Prüfurkunde Schutzplanken-Montagefachmann, Kenntnisse über Fahrzeug-Rückhaltesysteme (BASt-Technische Kriterien).
Bietergemeinschaften
Gesamtschuldnerisch haftend mit bevollmächtigtem Vertreter; Erklärung gemäß Formblatt 234 erforderlich.
Eigenleistungsanteil
Mindestens 70 % Eigenleistung; Nachunternehmererklärung erforderlich.
3 Referenznachweise über vergleichbare Leistungen aus den letzten 5 Kalenderjahren (Spezialtiefbau/Injektionsarbeiten, Stahlbetonbau, Wasserbau – möglichst Speicher/Talsperren/Dämme)
Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, maßgeblicher Leistungsumfang mit Mengenangaben, durchschnittliche Arbeitnehmerzahl, besondere technische/gerätespezifische Anforderungen, Art der Baumaßnahme (Neubau/Umbau/Denkmal), vertragliche Bindung (Hauptauftragnehmer/ARGE/Nachunternehmer), ggf. koordinierte Gewerke, Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung. Vorlage i.d.R. erst bei Angebot in engerer Wahl; Formblatt 444 als Vorlage.
Wettbewerb & Angebotsprognose
Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer VergabenAuf einen Blick
Erfüllungsort
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