Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDer Kreis Dithmarschen schreibt im Rahmen des Neubaus eines Zentrums für Feuerwehrwesen und Bevölkerungsschutz (ZFB) in Hemmingstedt die kompletten Wärmeversorgungsanlagen (Heizung) als offenes Verfahren aus.
Gefordert ist die Lieferung, Montage und Inbetriebnahme der gesamten Heizungsanlage für ein ca. 46.000 m² großes Areal mit Verwaltung, Fahrzeug- und Prüfhallen, Werkstätten, Umkleiden, Schulungsräumen und Brandhaus. Die Wärmeversorgung erfolgt über einen Fernwärmeanschluss aus dem Netz Gewerbepark Westküste; bei Netzausfall springt ein Heizcontainer ein. Die Wärme wird über Frischwasserstationen, Heizungsverteiler, Fußboden-/Industriebodenheizung, Deckenstrahlplatten, Lufterhitzer und ca. 110 Heizkörper im Gebäude verteilt.
Angebote müssen elektronisch bis 18.08.2026 um 10:00 Uhr über die Vergabeplattform subreport eingereicht werden. Zuschlag erhält das wirtschaftlichste Angebot (niedrigster Preis).
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Wertungssummen werden aus den nachgerechneten Angebotssummen unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbeträgen aus der Lohngleitklausel und Instandhaltungsangeboten ermittelt. Werkstätten für Behinderte erhalten einen Bonus von 15 Prozent.
Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel und Instandhaltungsangeboten. Bei Instandhaltungslaufzeit bis zu 5 Jahren: statische Berechnung (Instandhaltungskosten/Jahr x Laufzeit); bei mehr als 5 Jahren: Multiplikation mit Barwertfaktor gem. Anlage 1 zu § 20 ImmoWertV.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenWärmeerzeugung & Frischwasserbereitung
1 Fernwärmeübergabestation (ca. 400–450 kW) mit Hauszentrale, Wärmetauscher, Heizkreis und DDC-Schaltschrank (BACnet-fähig) sowie Diesel-Notheizcontainer als Reserve.
Druckhaltung mit Druckhalte- und Entgasungseinheit, Membran-Ausdehnungsgefäßen (ca. 400 l + 35 l), Schmutz-/Schlammabscheider, Magnetitabscheider, Entspannungstopf, Patronenfilter.
4 Frischwasserstationen (ca. 51 l/min) und 2 kleinere (ca. 29 l/min) mit Plattenwärmetauschern, Pufferspeichern (2.000 l und 500 l), Zirkulationseinheiten und Druckausdehnungsgefäßen.
Wärmeverteilung (Rohrnetz & Verteiler)
3 Heizungsverteiler mit 12/8/8 Abgängen inkl. Isolierung, Entwässerung, Standkonsolen, Umwälzpumpen für Heizkreise, RLT-Anlagen und Frischwasserstation, BACnet-Module zur GLT-Anbindung.
Rohrleitungen aus Stahlrohr DN 15 – DN 100 (ca. 3.670 m) und Mehrschichtverbundrohr (ca. 1.000 m) inkl. Formstücke, Pressverbinder, Flansche, Rohrschellen, Fühler-/Messstutzen.
Ca. 82 Absperrarmaturen DN 15 – DN 100, Rückschlagventile, Schmutzfänger, Strangreguliersets, Schnellentlüfter, Manometer, Thermometer.
Raumheizflächen
Fußbodenheizung: ca. 1.050 m² PE-Xa-Rohr (16 mm, ca. 5.220 m), Noppenplatten, Randdämmstreifen, Heizkreisverteiler (4–10 HK), Verteilerschränke, Stellantriebe, Raumregler.
Industriebodenheizung: Heizregister im Hallenboden für Fahrzeug- und FTZ-Halle, Industrieverteiler mit 5–12 Heizkreisen.
Deckenheizung: 6 Deckenstrahlplattenbänder (6,0 m und 9,3 m lang) im Umkleidebereich mit Montagesätzen, Volumenstromreglern, Stellantrieben, Infrarot-Thermografie-Prüfung.
Lufterhitzer: 10 Geräte verschiedener Baugrößen (u. a. in Fahrzeughalle, Desinfektion/Pumpenprüfung, Waschhalle, Prüfhalle, Hochregallager FTZ/Wasserrettung) inkl. Luftauslass, Klappensteckmotor, Konsolen, Absperrset, Drehzahlsteller, Regulier-Absperrventile.
Heizkörper: ca. 110 Stück Plan-Ventilheizkörper (Typen 12/22/33) und Röhrenradiatoren inkl. Anschlussarmaturen, Thermostat-Köpfe und Demontage/Neumontage.
Brandschutz, Dämmung, Inbetriebnahme & Dokumentation
184 R90-Rohrabschottungen DN 15 – DN 80 mit Brandschutzmörtel und -schaum.
Wärmedämmung an Rohren (ca. 3.674 m Mineralfaser-Dämmschalen alukaschiert, ca. 1.783 m PVC-Mantel, ca. 1.024 m Blechummantelung) und Armaturen, Kompakt-Dämmhülsen für Fußbodenheizung.
Inbetriebnahmen: Dichtheitsprüfung, Spülen, Befüllen, Hydraulischer Abgleich, Gesamt-Inbetriebnahme inkl. MSR-Anbindung.
Wartung: 4 Jahre ab Abnahme.
Dokumentation: Revisionsunterlagen 3-fach Papier + digital (PDF + DWG), Anlagenschema Heizung (mehrfarbig bis A0), Unternehmererklärung gem. § 96 GEG, Übereinstimmungserklärungen.
Sonstiges: ca. 120 Kernbohrungen, Klebeschilder Vor-/Rücklauf (je 150 St.), Konstruktionsstahl, Montagegerüst über 3,5 m, Stundenlohnarbeiten, Entsorgungsnachweise.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenBefähigung & Erlaubnis zur Berufsausübung
Nachweis der Befähigung und Erlaubnis zur Berufsausübung sowie notwendiger Eintragungen (Handwerksrolle, IHK) oder gleichwertiger Bescheinigungen nach Recht des Zulassungsstaates. Präqualifizierte Unternehmen weisen dies durch Eintrag im Verzeichnis des Vereins für die Präqualifikation von Bauunternehmen e. V. nach; nicht präqualifizierte Unternehmen reichen das Formblatt 'Eigenerklärung zur Eignung' (124) oder die Einheitliche Europäische Eigenerklärung ein.
Auf Verlangen: Gewerbeanmeldung, aktueller Handelsregisterauszug, Handwerkskarte bzw. IHK-Eintragung.
Technische & berufliche Leistungsfähigkeit
3 Referenznachweise aus den letzten 5 Kalenderjahren über vergleichbare Leistungen (Wärmeversorgungsanlagen). Aufstellung der durchschnittlich beschäftigten Arbeitskräfte der letzten 3 Geschäftsjahre, gegliedert nach Lohngruppen mit extra ausgewiesenem Leitungspersonal.
Benennung eines Fachbauleiters mit deutschen Sprachkenntnissen in Wort und Schrift; Schweißnähte nur durch geprüfte Schweißer nach DIN EN ISO 9606-1.
Wirtschaftliche & finanzielle Leistanzfähigkeit
Bestätigte Erklärung über den Umsatz der letzten 3 Geschäftsjahre (durch Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer, Bauleistungen und vergleichbare Leistungen). Nachweise zur ordnungsgemäßen Entrichtung von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen (jeweils nicht älter als 1 Jahr): Unbedenklichkeitsbescheinigungen der Berufsgenossenschaft (mit Lohnsummen), des Finanzamts bzw. Bescheinigung in Steuersachen, der tariflichen Sozialkasse (falls beitragspflichtig); Nachweis über Beiträge zur gesetzlichen Sozialversicherung; Freistellungsbescheinigung nach § 48b EStG.
Rechtskräftig bestätigter Insolvenzplan (falls zutreffend).
Ausschlussgründe & sonstige Anforderungen
Keine Ausschlussgründe nach §§ 123, 124, 125 GWB (z. B. Insolvenz, Bestechung, Steuer-/Sozialversicherungsverstöße, schwere Verfehlung, wettbewerbsbeschränkende Vereinbarungen). Beruft sich der Bieter auf die Fähigkeiten anderer Unternehmen, sind entsprechende Nachweise auch für diese vorzulegen.
Ab Auftragssumme ≥ 50.000 EUR wird der Auftraggeber einen Auszug aus dem Wettbewerbsregister des Bundes anfordern.
Ausführung 'not-allowed': Die Leistung ist in Eigenleistung auszuführen; Fremdvergabe ist nicht zulässig.
Verfahren ist ausdrücklich für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) geeignet.
3 Referenznachweise aus den letzten 5 Kalenderjahren über vergleichbare Leistungen (Wärmeversorgungsanlagen/Heizungsinstallation)
Vergleichbarkeit zur ausgeschriebenen Leistung; je Referenz: Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, Leistungsumfang mit Mengenangaben, durchschnittlich eingesetzte Arbeitnehmer, besondere technische/gerätespezifische Anforderungen, Art der Baumaßnahme (Neubau/Umbau/Denkmal), vertragliche Bindung (Hauptauftragnehmer/ARGE/Nachunternehmer), ggf. koordinierte Gewerke; Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung. Werden auf Verlangen der Vergabestelle (bei engerer Wahl) vorgelegt.