Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenÖffentliche Ausschreibung (VOB/A) der Städtisches Klinikum Görlitz gGmbH für Zimmererarbeiten (Errichtung eines großen Walmdachstuhls) im Rahmen des Erweiterungsbaus der Medizinischen Berufsfachschule am Standort Scultetusstraße, 02828 Görlitz.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Zuschlagskriterium Preis; Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel, Instandhaltungsangeboten.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenGegenstand der Leistung
Errichtung des Holzdachstuhls (Walmdachstuhl) auf dem Hauptflügel des fertiggestellten Rohbaus des Erweiterungsneubaus der Medizinischen Berufsfachschule in Görlitz-Königshufen, Scultetusstraße 18. Die Dachkonstruktion ist als belüftete Kaltdachkonstruktion auszuführen – Ausnahme: Treppenhausdach als nicht belüftete Konstruktion.
Die Arbeiten sind unter größtmöglicher Rücksichtnahme auf den laufenden Schul- und Gebäudebetrieb durchzuführen. Das Baufeld ist bauseits mit Bauzaun umschlossen.
Holzbauteile (LV-Gruppe 01.01)
Werkstattzeichnungen und Abbundplanung (1 psch), ca. 760 lfm Sparren 10/22 NH C24, ca. 90 lfm Schifter-Sparren 12/22 BSH GL24c, Firstpfette 14/28 BSH GL24c (45 lfm), Mittelpfetten 16/28–36 BSH GL24c (78 lfm gesamt), Fußpfette 14/14 BSH GL24c (80 lfm), Gratsparren 16/32(36) BSH GL24c (46 lfm), Kehlsparren 16/32(36) BSH GL24c (52 lfm), Stützen in verschiedenen Querschnitten (zusammen ca. 71 lfm) sowie ca. 830 m² Nut-Feder-Schalung 30 mm NH S10. Zulagen für Schrägschnitte (196 lfm) und Aussparungen/Durchführungen (8 St).
Materialanforderungen: Fichte/Tanne, technisch getrocknet, Holzfeuchte max. 18 %, Bauschnittholz mindestens C24, Brettschichtholz GL24c bzw. GL24h.
Stahl- und Einbauteile (LV-Gruppe 01.02)
Stahlauflager (12 St), Beton in Kleinstmengen für Brandschutz (1 psch), Edelstahl-Bolzenanker M12/M16 in verschiedenen Längen (208 St), Einpressdübel C11 (100 St), Zuganker Stützenfuß AKR285G (84 St), Winkelverbinder ABR105 (90 St), Balkenschuhe (16 St), Lochbleche (42 St), Sparren-Pfettenanker 210 R/L (160 Paar), Gewindebolzen M12 8.8 (30 St) sowie Vollgewinde-Holzschrauben 8,0–10,0 mm in unterschiedlichen Längen (562 St).
Stahlsorten: S235JR/S355 J0, feuerverzinkt nach DIN EN ISO 1461.
Regiearbeiten und Material (LV-Gruppe 02.01 / 02.02)
Stundenverrechnungssätze für Vorarbeiter (10 h), Facharbeiter (20 h), Helfer/Azubi (10 h) und Kran-Einsatzstunde (10 h). Material für Regiearbeiten: Kanthölzer NH S10/C24 bis 8 m (2 m³) und Plattenmaterial 22 mm Seekiefer/OSB (20 m²).
Gerüst- und Schutzmaßnahmen (LV-Gruppe 02.03)
Innengerüste fahrbar bis 3,50 m (1 psch) sowie besondere Schutzmaßnahmen gegen Absturz ab 2,0 m Höhe (380 m²).
Planunterlagen und Werkstattzeichnungen
Vor Beginn sind sämtliche für die Ausführung erforderlichen Maße örtlich am Bauwerk aufzunehmen (Kosten in den EP einrechnen). Anschließend sind Werkstattzeichnungen digital in einfacher Ausfertigung sowie Abbundplanung zu erstellen. Revisionsunterlagen und statische Nachweise sind zusätzlich in zweifacher Papierausfertigung vorzulegen.
Die vorliegenden Planunterlagen haben den Status 'Vorabzug' – eine Ausführung ist erst zulässig, wenn der Auftraggeber diese ausdrücklich schriftlich als Ausführungs-/Detail-/Montageunterlagen freigegeben hat. Abweichungen oder Widersprüche zwischen Plänen, Leistungsbeschreibung und örtlichen Verhältnissen sind dem AG unverzüglich schriftlich mitzuteilen.
Baustellenlogistik
LKW bis 7,5 t können an der Süd- und Ostseite anliefern, Sattelzüge nur eingeschränkt an der Ostseite. Bauseits sind keine Krane/Hebezeuge verfügbar – eigene Hebezeuge sind durch den Auftragnehmer zu organisieren und in den Einheitspreis einzukalkulieren. Geländeflächen werden auf ca. -0,3 bis -0,4 m (bezogen auf OK FFB EG) aufgefüllt/verdichtet bereitgestellt. Baustrom- und Bauwasserkosten gemäß BVB 214 als Umlagepauschalen durch den AN.
Zugänglichkeit der Baustelle: 06:00–20:00 Uhr an Arbeitstagen (Mo–Fr). Nacht-, Wochenend- und Feiertagsarbeit ist spätestens 12:00 Uhr zwei Tage vor Arbeitsbeginn anzumelden.
Abfallwirtschaft
Verwertung und Beseitigung der in der Leistungsbeschreibung aufgeführten Bau- und Abbruchabfälle. Vermeidung von Abfällen bei Leistungserbringung (Bemühensklausel), getrennte Erfassung und Sortierung der Abfälle nach geltenden Vorschriften sowie sachgerechte Entsorgung aller anfallenden Abfälle. Verpackungen und Reststoffe sind ordnungsgemäß zu sammeln, zu sortieren, abzutransportieren und nach gesetzlichen Vorgaben zu entsorgen. Nachweise gemäß Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) und Nachweisverordnung (NachwV) sind dem Auftraggeber vorzulegen.
Bei einer abweichenden Entsorgungslösung sind Nachweise/Berechtigungen der Verwertungs- bzw. Beseitigungsanlage, Bestätigungen der Betreiber, ggf. Anzeige nach § 53 KrWG bzw. Erlaubnis nach § 54 KrWG sowie Einverständniserklärungen der Träger vorzulegen.
Dokumentation und Vorab-Maßnahmen
Vor Beginn sind vorhandene Vorschäden am Gebäude bzw. an zu erhaltenden Bauteilen/Verkehrsflächen gemeinsam mit dem Auftraggeber zu dokumentieren. Es ist ein Baustellentagebuch zu führen; Tagesberichte sind zweifach zu den wöchentlichen Bauberatungen vorzulegen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenRegistrierung / Gewerberechtliche Voraussetzungen
Der Bieter muss eine der folgenden Eintragungen vorweisen (oder zu keiner Eintragung verpflichtet sein):
Alternativ genügt die Angabe einer PQ-Nummer (präqualifiziertes Unternehmen) oder die Einheitliche Europäische Eigenerklärung (EEE) statt der Eigenerklärung zur Eignung.
Persönliche Zuverlässigkeit
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Nachweis des Umsatzes in den letzten 3 Geschäftsjahren mit vergleichbaren Bauleistungen, inkl. ARGE-Anteil. Ordnungsgemäße Zahlung von Steuern und Abgaben sowie ordnungsgemäße Beitragszahlung zur Sozialversicherung.
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Nachweis der Holzkette (Formblatt 248)
Erklärung zur Verwendung von Holzprodukten – Nachweis der legalen und nachhaltigen Holzherkunft. Verpflichtend mit dem Angebot einzureichen.
Auf Verlangen der Vergabestelle nachzureichende Unterlagen
Besonderheit: Werkstätten für Behinderte
Werkstätten für Behinderte erhalten einen Bonus von 15 % auf die Wertungssumme und Vorrang bei gleicher Wirtschaftlichkeit. Der Nachweis der Eigenschaft als Werkstatt für Behinderte ist mit dem Angebot zu führen, falls zutreffend.
Mindestens 3 Referenznachweise über vergleichbare Leistungen (Zimmererarbeiten / Holzbau)
Vergleichbare Zimmerer-/Holzbauleistungen; Angabe von Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, Leistungsumfang (mit Mengenangaben), durchschnittliche Mitarbeiterzahl, besondere technische/gerätespezifische Anforderungen, Bauart (Neubau/Umbau/Denkmal), vertragliche Bindung (Hauptauftragnehmer/ARGE/Nachunternehmer), ggf. koordinierte Gewerke; Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung. Vorlage nur bei 'engerer Wahl' auf Verlangen der Vergabestelle.